Quedlinburg, kurz nach sieben Uhr morgens: Der Marktplatz gehört noch fast mir allein. Zum Fotografieren komme ich mittlerweile immer sehr früh oder sehr spät. Tagsüber ist in Sachsen-Anhalts Fachwerkstädten inzwischen richtig viel los, das gilt für Wernigerode genauso wie für Quedlinburg.
Ich bin in den vergangenen Jahren immer wieder zwischen Harz, Saale-Unstrut und der Altmark unterwegs gewesen. Am liebsten mit der Bahn, aber wenn’s praktischer ist, auch mal mit dem Auto. Mehrfach in Quedlinburg und Wernigerode, dazu Merseburg (Juli 2022), Naumburg, Bad Kösen, Weißenfels, Stolberg im Südharz (Juli 2021, gemeinsam mit Judith), Halberstadt, Tangermünde, Stendal und Salzwedel.
Die Teufelsmauer habe ich 2021 an einem Stück besucht, das in den meisten Artikeln gar nicht vorkommt: dem Hamburger Wappen bei Timmenrode. Ein paar Ziele in dieser Liste kenne ich noch nicht aus eigener Anschauung: Blankenburg, Magdeburg, das Ringheiligtum Pömmelte und die Ilsetal-Wanderung. Das schreibe ich hier einmal offen dazu, der Rest sind eigene Erlebnisse.
Auf einen Blick: Ausflugsziele Sachsen-Anhalt
- Lage: zwischen Harz (Süden/Südwesten), Saale-Unstrut (Süden, Weinregion) und Altmark (Norden, Hansestädte an der Elbe)
- Beste Reisezeit: Frühling bis Herbst für Harz-Wanderungen, ganzjährig für die Fachwerkstädte; Saale-Unstrut-Weinlese im Herbst
- Anreise: die meisten der 13 Orte sind gut mit der Bahn erreichbar, Umsteigepunkte meist Halle (Saale), Magdeburg oder Naumburg
- Mein persönlicher Favorit: Quedlinburg, für mich neben Celle die dichteste Fachwerk-Altstadt Deutschlands
Der Harz: Fachwerk, Wanderungen und das nördlichste Mittelgebirge
Der Harz ist Norddeutschlands höchstes Mittelgebirge und mit seiner Dichte an mittelalterlichen Fachwerkstädten der Schwerpunkt meiner Sachsen-Anhalt-Touren. Eine ausführliche Übersicht mit Fotospots findest du in Die schönsten Städte im Harz, hier die Kurzfassung der einzelnen Orte.
Quedlinburg: dichteste Fachwerkstadt neben Celle

Für mich ist Quedlinburg zusammen mit Celle die dichteste Fachwerkstadt, die ich kenne: rund 2.000 restaurierte Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten, seit 1994 UNESCO-Weltkulturerbe. Ich war schon mehrfach dort, meistens im selben Aufwasch wie Wernigerode. Anders als in Wernigerode wird hier auch nach so vielen Jahren noch spürbar saniert, das gehört für mich aber zum Charme dazu.
Pflicht sind der Blick vom Schlossberg auf die Altstadt und ein Bummel über den Markt, am besten früh morgens oder spätabends, wenn die Tagesausflügler weg sind. Alle Details, Museen und Öffnungszeiten: Sehenswürdigkeiten in Quedlinburg.
Wernigerode: Schloss, Rathaus und das kleinste Haus

Meine wohl meistbesuchte Harz-Stadt: das Schloss hoch über der Stadt (Ersturkunde 1120), das Rathaus von 1277 mit dem Brunnen davor, dazu das schiefe kleinste Haus in der Kochstraße 43 (1792 gebaut, nur 2,95 m breit, Traufhöhe 4,20 m, Haustür nur 1,70 m hoch).
Auch hier: sehr touristisch, die Einkaufsstraße ist hübsch, aber tagsüber voll. Ich bin per Bahn angereist und habe auch das Umland erkundet. Volle Sehenswürdigkeiten-Liste: Wernigerode: Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele.
Stolberg (Harz): Deutschlands schönstes Dorf



2019 von Travelbook-Lesern zu Deutschlands schönstem Dorf gewählt, und zurecht: ein fast komplett denkmalgeschütztes Fachwerkstädtchen im Südharz. Ich war im Juli 2021 mit Judith hier, als Teil einer kleinen Harz-Runde zwischen Brocken, Goslar, Wernigerode und Teufelsmauer.
Stolberg war der Ort, der mich am meisten überrascht hat. Alle 12 Sehenswürdigkeiten: Stolberg (Harz): Sehenswürdigkeiten + Geheimtipps.
Halberstadt: Domschatz und das langsamste Musikstück der Welt



Der Dom St. Stephanus und St. Sixtus beherbergt mit dem Domschatz eine der bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher Kirchenkunst weltweit, dazu jede Menge Fachwerk in der wieder aufgebauten Altstadt.
Und dann ist da noch die Kirche St. Burchardi: Dort läuft seit 2001 die Aufführung von John Cages Orgelstück „ORGAN²/ASLSP“, geplant auf 639 Jahre Spieldauer. Der nächste Tonwechsel zieht jedes Mal Besucher aus aller Welt an, das langsamste Musikstück der Welt. Details zu allen Sehenswürdigkeiten: Halberstadt Sehenswürdigkeiten.
Blankenburg (Harz): Burg Regenstein und Schlossgärten

Die Burg- und Festungsruine Regenstein, rund 3 km nördlich der Stadt auf einem markanten Sandsteinfelsen, gehört zu den eindrucksvollsten Burgruinen im Harz, mit in den Fels gehauenen Kammern und zwei Sandhöhlen darunter.
In der Stadt selbst liegt das Große Schloss auf dem Schlossberg, direkt daneben die Schlossgärten: barocker Terrassengarten, Bergpark mit Teehaus und angrenzender Tiergarten. Gute Basis, um von hier aus auch die Teufelsmauer und das Kloster Michaelstein zu erkunden. Übersicht: 11 Sehenswürdigkeiten in Blankenburg.
Teufelsmauer: Abschnitt Hamburger Wappen bei Timmenrode

Die Teufelsmauer ist eine rund 20 km lange Felsformation aus hartem Sandstein, die von Ballenstedt über Weddersleben bis Blankenburg zieht. Die meisten Berichte drehen sich um den Abschnitt bei Weddersleben (Königstein, Mittel- und Papensteine, 7,5-km-Rundweg).
Ich war 2021 an einem anderen Stück: dem Hamburger Wappen bei Timmenrode, benannt nach den drei aufragenden Felszacken, die tatsächlich an das Hamburger Stadtwappen erinnern. Als Hamburger natürlich ein kleiner Insider-Moment.
Ich habe am kleinen kostenlosen Parkplatz am Sportplatz in Timmenrode geparkt, von dort sind es rund zehn Minuten zu Fuß bis zur Felsformation. Wer den ganzen Abschnitt laufen will: rund 2–2,5 Stunden, moderat, mit Ausblick auf Blankenburg und das Harzvorland.
Ilsetal: Wanderung entlang der wilden Ilse
Der Heinrich-Heine-Weg führt von Ilsenburg entlang der Ilse bis zu den Ilsefällen (bei Kilometer 4) und weiter Richtung Brocken, als Rundweg rund 22–24 km. Benannt nach dem Dichter, der die Strecke im September 1824 wanderte und ihr mit seiner „Harzreise“ zu Bekanntheit verhalf.
Der erste Teil führt durch Buchen-Mischwald direkt an der Ilse entlang, die einer Sage nach eine verwunschene Prinzessin sein soll. Unterwegs immer wieder Picknickplätze an kleinen Wasserfällen, ein markanter Punkt auf halber Strecke ist die „Stempels Buche“, wo der Weg den Flusslauf verlässt und sich Richtung Brocken wendet. Besonders im Herbst mit buntem Laub ein Erlebnis.
Saale-Unstrut: Wein, Residenzstädte und Barock
Die Region Saale-Unstrut ist Deutschlands nördlichstes Qualitätsweinanbaugebiet und historisch geprägt von den Residenzstädten der Herzogtümer Sachsen-Weißenfels, Sachsen-Merseburg und Sachsen-Zeitz. Übersicht mit weiteren Zielen: Saale-Unstrut: Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten.
Naumburg (Saale): Dom und Stifterfiguren

Die Domstadt an der Straße der Romanik, bekannt für den Naumburger Dom St. Peter und Paul mit den zwölf Naumburger Stifterfiguren (UNESCO-Welterbe). Ich war selbst hier, ausführliche Highlights: Naumburg Sehenswürdigkeiten.
Merseburg: Dom, Schloss und die Zaubersprüche



Dom, Schloss und eine erstaunlich stille Altstadt, die ich im Juli 2022 besucht habe. Im Dom liegt ein echter Weltschatz: die Merseburger Zaubersprüche, die einzigen bekannten althochdeutschen Texte mit heidnisch-germanischem Inhalt, 1841 in der Dombibliothek entdeckt.
Direkt daneben das Renaissance-Schloss mit Kulturhistorischem Museum. Der Legende nach steht dort sogar ein Rabenkäfig im Hof, der an einen Ring-Diebstahl aus dem 16. Jahrhundert erinnert. Details: Merseburg Sehenswürdigkeiten.
Weißenfels: Barockschloss und Händel-Anekdote

Per Zug ab Naumburg in wenigen Minuten erreicht, dann zu Fuß in die Altstadt. Überraschend leer: Das Heinrich-Schütz-Haus (Ausstellung zum „Vater der deutschen Musik“) hatten wir fast für uns allein.
Ebenso das Schloss Neu-Augustusburg, zwischen 1660 und 1694 als Residenz der Herzöge von Sachsen-Weißenfels erbaut und eines der schönsten frühbarocken Schlossensembles Mitteldeutschlands. In der Schlosskirche St. Trinitatis soll der siebenjährige Georg Friedrich Händel den Herzog mit seinem Orgelspiel so beeindruckt haben, dass dieser dessen Vater zu einer musikalischen Ausbildung überredete. Darunter liegt die Fürstengruft mit reich verzierten Zinnsärgen.
Im Schloss außerdem das größte Schuhmuseum Ostdeutschlands, dazu die St.-Marien-Kirche mit ihrer historischen Ladegast-Orgel. Alle Details, Öffnungszeiten und Restauranttipps: Weißenfels Sehenswürdigkeiten.
Bad Kösen: Kurort mit Gradierwerk
Kleiner Kurort mit Sole- und Heilquellen, historischem Gradierwerk (325 m Länge) und Schiffsverbindung zur Rudelsburg. Ich war hier, volle Liste: 9 Bad Kösen Sehenswürdigkeiten.
Sonnenobservatorium Goseck: eine der ältesten Sonnenwarten der Welt
Bei Naumburg liegt eine der ältesten Sonnenwarten der Welt: eine rekonstruierte Kreisgrabenanlage aus der Zeit um 4900 v. Chr., über 7.000 Jahre alt, mit einem 75 m durchmessenden Ringgraben und zwei Palisadenringen. Die Tore der Anlage sind exakt auf Sonnenauf- und -untergang zur Winter- und Sommersonnenwende ausgerichtet. Steht man zur Wintersonnenwende am richtigen Punkt, geht die Sonne genau durchs passende Tor unter.
Das rund einen Kilometer entfernte Schloss Goseck beherbergt das Informationszentrum mit der Ausgrabungsgeschichte. Das Observatorium selbst ist ganzjährig frei zugänglich, das Infozentrum von April bis Oktober, Mi–So 11–17 Uhr. Sonnenobservatorium Goseck.
Die Altmark: Backstein, Hansestädte und Ruhe
Die Altmark im Norden Sachsen-Anhalts ist deutlich ruhiger als der Harz, dafür bekommst du Hansestadt-Flair fast ohne andere Touristen.
Tangermünde: Kaiserstadt aus Backstein



Die „Kaiser- und Hansestadt“ an der Elbmündung des Tanger, mit knapp 11.100 Einwohnern, fast geschlossener Stadtmauer und Backsteingotik. Kaiser Karl IV. machte die Stadt im 14. Jahrhundert zur zweitwichtigsten Residenz seines Reiches nach Prag, die Burg war Nebenresidenz zum Hradschin.
Das Rathaus mit seiner filigranen Schaufassade gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der Backsteingotik in Norddeutschland. Ich war dort auf dem Weg weiter in die Altmark, Details: 10 Tangermünde Sehenswürdigkeiten.
Stendal: Altmark-Hauptstadt mit Winckelmann-Museum

Die Altmark-Hauptstadt hat mich mehr überrascht, als ich erwartet hatte: der Dom St. Nikolaus mit seinen 22 restaurierten gotischen Glasfenstern aus dem 15. Jahrhundert, dazu das Winckelmann-Museum am Geburtshaus des Begründers der modernen Kunstgeschichte und Archäologie.
Wer Kondition hat, steigt die 28 Meter des Uenglinger Tors hoch, nach dem Lübecker Holstentor gilt es als das schönste erhaltene Backsteingotik-Stadttor Norddeutschlands. Mit dem Zug von Hamburg aus über einen Zwischenstopp in Tangermünde erreicht. Volle Highlights: Stendal Sehenswürdigkeiten.
Salzwedel: Baumkuchenstadt an der Jeetze



Auf dem Rückweg von Stendal ein spontaner Zwei-Stunden-Stopp am späten Nachmittag, ohne große Erwartungen und trotzdem lohnend, unter anderem wegen des berühmten Baumkuchens, der der Stadt den Beinamen „Baumkuchenstadt“ eingebracht hat.
In der Altstadt stehen noch rund 600 Fachwerkhäuser, dazu die fünfschiffige, spätgotische Marienkirche mit ihrem leicht schiefen, 81 Meter hohen Turm und das Steintor von 1530, das letzte erhaltene Stadttor. Details: Salzwedel Sehenswürdigkeiten.
Magdeburg und die Elbe-Region
Magdeburg: gotischer Dom an der Elbe
Die Landeshauptstadt mit dem gotischen Magdeburger Dom (ältestes gotisches Bauwerk auf deutschem Boden, geweiht 1363) und dem Elbauenpark direkt an der Elbe. Alle Sehenswürdigkeiten und Praxistipps: Magdeburg Sehenswürdigkeiten.
Ringheiligtum Pömmelte: das deutsche Stonehenge
Das „deutsche Stonehenge“ nahe Barby, eine rekonstruierte Kreisgrabenanlage aus der Zeit um 2300 v. Chr. mit sieben Ringen aus Palisaden, Gräben und Wällen und einem 9 Meter hohen Aussichtsturm. Anders als beim englischen Original besteht die Anlage nicht aus Steinen, sondern aus tausenden Holzstämmen, eher ein „Woodhenge“.
Vom Aussichtsturm aus erkennt man gut, wie zwei Hauptwege in den freien Innenraum führen, deren Ausrichtung nach Sonnenpositionen zu bestimmten Terminen im Jahr berechnet ist. Die rekonstruierten Tore sind zusätzlich mit farbigen Mustern und Schnitzereien gestaltet.
Zugang ganzjährig frei, das Gelände ist ein offener Freiluft-Standort ohne feste Öffnungszeiten (Besucherzentrum April–Oktober, 10–18 Uhr). Adresse: Zackmünde 10, 39249 Barby. Das benachbarte Salzlandmuseum Schönebeck zeigt die Originalfunde der Ausgrabung, wer Lust auf noch mehr Steinzeit-Astronomie hat, findet weiter südlich in Goseck (siehe oben) die noch ältere Variante.
Weitere Highlights in Sachsen-Anhalt (kurz erwähnt)
Drei weitere Ziele, die auf keiner Sachsen-Anhalt-Liste fehlen sollten:
- Bauhaus Dessau: UNESCO-Welterbe, eine der einflussreichsten Design- und Architekturschulen des 20. Jahrhunderts.
- Gartenreich Dessau-Wörlitz: Der Wörlitzer Park (112,5 ha, seit 1765 angelegt) gilt als Gründungsbau des deutschen Klassizismus, UNESCO-Welterbe.
- Europa-Rosarium Sangerhausen: mit über 7.000 Rosensorten die größte Rosensammlung der Welt.
Praktische Tipps für deinen Ausflug
Die meisten der 13 Orte lassen sich gut mit der Bahn verbinden, oft über Halle (Saale), Magdeburg oder Naumburg als Umsteigepunkt. Für den Harz empfiehlt sich ein Standort in Wernigerode oder Quedlinburg mit Tagesausflügen; für Saale-Unstrut Naumburg als Basis (von dort sind Weißenfels, Merseburg und Bad Kösen alle in unter 30 Minuten erreichbar); für die Altmark ein Tag ab Stendal mit Zwischenstopps in Tangermünde und/oder Salzwedel.
Übernachten in Sachsen-Anhalt
Bei so einem großen Bundesland lohnt sich meist eine Basis pro Region statt ein einziges Hotel für alle 13 Ziele. Über Booking* findest du aktuelle Unterkünfte direkt in Wernigerode, Quedlinburg, Naumburg oder Stendal – die Karte zeigt dir Preise in Echtzeit für dein Reisedatum.
Aktivitäten und Touren
In Wernigerode und Quedlinburg gibt es ein paar geführte Touren, die sich lohnen, wenn du mehr über die Bau- und Stadtgeschichte erfahren willst:
Quedlinburg: Nachtwächter-Rundgang* – Abendlicher Rundgang mit einem Nachtwächter in historischer Tracht durch die beleuchtete Altstadt, Start an der Stadtinfo am Marktplatz. Rund 1,5 Stunden, ab ca. 11 €, für Kinder bis 16 Jahre kostenlos.
Wernigerode: Stadtführung „1000 Stufen rund ums Rathaus“* – Rundgang durch die Altstadt vorbei am Marktplatz und den Fachwerkhäusern, täglich um 10:30 Uhr ab der Tourist-Info am Marktplatz 10. Rund 1 Stunde, ab ca. 8 €.
Quedlinburg: Premiumführung durch Altstadt und Schlossberg* – Geführter Rundgang über mehr als 1.100 Jahre Stadtgeschichte, inklusive Schlossberg. Rund 2 Stunden, ab ca. 9 €.
Fazit: Lohnen sich die Ausflugsziele in Sachsen-Anhalt?
Ja, und zwar deutlich mehr, als der Ruf des Bundeslands vermuten lässt. Der Harz liefert die dichteste Fachwerk-Kulisse, Saale-Unstrut die stillsten Residenzstädte, die Altmark die Orte, an denen du garantiert keinen anderen Touristen triffst. Mein Tipp: nicht alles auf einmal, sondern eine Region pro Wochenende, dafür richtig.
FAQ – Häufige Fragen zu Ausflugszielen in Sachsen-Anhalt
Was sind die schönsten Ausflugsziele in Sachsen-Anhalt?
Quedlinburg und Wernigerode im Harz für Fachwerk-Fans, Naumburg und Merseburg in der Weinregion Saale-Unstrut für Kultur und Geschichte, Tangermünde und Stendal in der Altmark für Backsteingotik ganz ohne Touristenmassen.
Was kann man in Sachsen-Anhalt am Wochenende unternehmen?
Für ein Wochenende empfiehlt sich eine Region: Harz (Quedlinburg + Wernigerode + evtl. Stolberg), Saale-Unstrut (Naumburg + Weißenfels + Merseburg) oder die Altmark (Stendal + Tangermünde + Salzwedel). Alle drei Routen sind gut mit der Bahn machbar.
Ist Sachsen-Anhalt für Kinder geeignet?
Ja, der Harz bietet Wanderungen zum Brocken, die Ilsetal-Route mit Wasserfällen sowie die Harzer Schmalspurbahn, Magdeburg den Elbauenpark, und das Ringheiligtum Pömmelte ist als frei zugängliche Freiluft-Anlage besonders für neugierige Kinder spannend.
Wie erreicht man Sachsen-Anhalt am besten mit der Bahn?
Halle (Saale) und Magdeburg sind die zentralen Umsteigepunkte für Fernzüge. Von dort erreichst du Naumburg, Wernigerode, Quedlinburg (Anschluss über Halberstadt oder Thale) und die Altmark-Städte jeweils mit Regionalzügen in 30–90 Minuten.
Was ist das Ringheiligtum Pömmelte?
Eine rekonstruierte Kreisgrabenanlage aus der Zeit um 2300 v. Chr. nahe Barby, oft „deutsches Stonehenge“ genannt. Der Zugang ist ganzjährig frei und kostenlos, ein 9 Meter hoher Aussichtsturm zeigt die komplette Ringanlage von oben.
Welche Fachwerkstadt in Sachsen-Anhalt lohnt sich am meisten?
Für mich persönlich Quedlinburg, mit rund 2.000 restaurierten Fachwerkhäusern aus acht Jahrhunderten und UNESCO-Status seit 1994 die dichteste Fachwerk-Kulisse, die ich neben Celle kenne. Wernigerode ist dichter an Sehenswürdigkeiten auf kleinem Raum, aber touristischer.
Was ist das Hamburger Wappen an der Teufelsmauer?
Eine markante Felsformation nahe Timmenrode, benannt nach drei aufragenden Felszacken, die an das Hamburger Stadtwappen erinnern. Sie ist Teil der rund 20 km langen Teufelsmauer-Kette zwischen Ballenstedt, Weddersleben und Blankenburg und ein beliebter Stempelpunkt der Harzer Wandernadel.
Gibt es in Sachsen-Anhalt auch UNESCO-Welterbestätten abseits von Quedlinburg?
Ja, der Naumburger Dom (Teil des Welterbes „Naumburger Dom und Hochstift“), das Bauhaus Dessau sowie das Gartenreich Dessau-Wörlitz sind ebenfalls UNESCO-Welterbe.
Weitere Reiseziele in der Region
- Niedersachsen: Fachwerk, Nordseeküste und der Harz von der anderen Seite → Ausflugsziele Niedersachsen
- Thüringen: Wartburg, Weimar und die Nachbarregion südlich von Sachsen-Anhalt → Ausflugsziele Thüringen
- Sachsen: Dresden, Leipzig und die östliche Nachbarregion → Ausflugsziele Sachsen
- Schönste Städte Deutschlands: wo Quedlinburg und Wernigerode im bundesweiten Vergleich stehen → Die 17 schönsten Städte in Deutschland


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