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Salzwedel Sehenswürdigkeiten: 15 Highlights in der Baumkuchenstadt

Die alte Hansestadt Salzwedel war der letzte Stopp meiner Tagestour durch die Altmark, nach Tangermünde und Stendal. An einem Dienstag im August 2022 hatte ich knapp zwei Stunden am späten Nachmittag und frühen Abend. Ich bin durch die Gassen gelaufen und habe fotografiert. Hier zeige ich dir die Salzwedel Sehenswürdigkeiten: was ich auf diesem Spaziergang gesehen habe und was du dir bei einem Besuch tagsüber zusätzlich vornehmen kannst.

Salzwedel ist eine Hansestadt im Nordwesten der Altmark in Sachsen-Anhalt, kurz vor der Grenze zu Niedersachsen. Bekannt ist sie für mehr als 500 Fachwerkhäuser, zwei erhaltene Stadttore, den schiefen Turm der Marienkirche und den Salzwedeler Baumkuchen. Backstein und Fachwerk erinnern an Lüneburg, wo ich oft bin, nur ist Salzwedel deutlich kleiner. Salzwedel gehört zu meinen liebsten Kleinstadt-Geheimtipps in Deutschland.

Salzwedel auf einen Blick

  • Lage: Altmark, Nordwesten von Sachsen-Anhalt, nahe der Grenze zu Niedersachsen
  • Zeitbedarf: zwei bis drei Stunden für die Altstadt, ein halber Tag mit Museum und Rathausturm
  • Highlights: Rathausturm, Steintor und Neuperver Tor, die Häuser am Wasser („Klein Venedig“), Katharinen- und Marienkirche, Danneil-Museum
  • Spezialität: Salzwedeler Baumkuchen, in einer gläsernen Schaubäckerei kannst du beim Backen zusehen
  • Anreise: Bahnhof an der Strecke Stendal–Uelzen, von dort gut zehn Minuten zu Fuß in die Altstadt

Wo liegt Salzwedel?

Salzwedel liegt im Altmarkkreis Salzwedel ganz im Norden von Sachsen-Anhalt. Die Grenze zu Niedersachsen ist nah, deshalb wird die Stadt manchmal Niedersachsen zugeordnet. Mit dem Auto sind es nach Uelzen knapp 50 Kilometer, nach Wolfsburg rund 60, nach Stendal gut 65 und nach Magdeburg etwa 100 Kilometer.

Ich war an dem Tag mit dem Zug unterwegs, von Tangermünde über Stendal nach Salzwedel. Das klappt gut, denn die Stadt liegt an der Bahnstrecke Stendal–Uelzen. Aus Richtung Lüneburg oder Hamburg steigst du in Uelzen um. Vom Bahnhof bis zur Katharinenkirche, wo mein Rundgang begann, ist es nicht weit.

Mit dem Auto parkst du am besten am Rand der Altstadt, etwa an der Reichestraße gleich beim Rathausturm oder Am Schulwall. Die Altstadt ist so kompakt, dass du von dort alles zu Fuß erreichst.

Mein Rundgang: knapp zwei Stunden durch Neustadt und Altstadt

Salzwedel war früher eine Doppelstadt. Altstadt und Neustadt hatten jeweils ein eigenes Rathaus und lagen trotzdem in einer gemeinsamen Stadtmauer, erst 1713 wurden sie vereint. Das merkst du noch heute: Es gibt zwei Rathäuser und zwei Hauptkirchen, eine für jeden Stadtteil.

Angekommen bin ich gegen halb sechs. Die erste Station war die Katharinenkirche, gleich daneben das gelbe Fachwerkhotel „Zur Post“. Von dort ging es zum Steintor und dann kreuz und quer durch die Gassen der Neustadt. Stehen geblieben bin ich an den Stellen, an denen die Häuser direkt am Wasser stehen. Durch die Innenstadt ziehen sich kleine Gräben, die Einheimischen nennen Salzwedel deshalb „Klein Venedig“.

Danach bin ich durch die Fußgängerzone nach Süden in die Altstadt gelaufen: Burggarten mit dem alten Burgturm, das ehemalige Rathaus der Altstadt mit seinen Staffelgiebeln, die Alte Münze. Zurück ging es über das Neuperver Tor und die Neuperverstraße zum Rathausturm, bevor ich kurz vor halb acht wieder beim Hotel „Zur Post“ neben der Katharinenkirche stand.

Was mir von dem Abend geblieben ist: wie ruhig es war. Ein ganz normaler Dienstag, kaum Leute auf der Straße, und die tief stehende Sonne auf den Fachwerkfassaden. Zum Fotografieren war das ideal, in knapp zwei Stunden sind fast 50 Fotos entstanden. Den Rathausturm habe ich allerdings nur von außen gesehen, denn Turm, Museum und Baumkuchen-Schaubäckerei öffnen tagsüber. Wenn du mehr willst, komm am Vormittag.

Auf der Karte findest du alle Sehenswürdigkeiten aus diesem Artikel, dazu Parkplatz, Bahnhof und die beiden Baumkuchenbäckereien.

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Salzwedel Sehenswürdigkeiten: die 15 Highlights

1. Rathausturm der Neustadt

Rathausturm von Salzwedel mit Kupferhaube über der Fachwerkzeile der Neuperverstraße
Der Rathausturm mit seiner Kupferhaube, unten sitzt die Tourist-Information

Neben dem Turm der Marienkirche ist der Rathausturm das wohl bekannteste Wahrzeichen von Salzwedel. Er wurde 1585 im Renaissancestil gebaut, sein Kern ist deutlich älter. Typisch sind der achteckige Aufsatz mit der kupfernen Haube und die Wasserspeier in Form von Drachenköpfen. Das Rathaus der Neustadt, das einmal direkt daneben stand, gibt es nicht mehr.

Und du kannst hinauf. Die Tourist-Information im Turm lädt zu ihren Öffnungszeiten zum Aufstieg ein, 120 Stufen bis in 25 Meter Höhe, kostenlos. Geöffnet ist montags, dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs bis 15 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr.

2. Steintor

Steintor Salzwedel von außen mit Brückengeländer und Laubbäumen
Das Steintor von der Feldseite, also von außerhalb der alten Stadtmauer

Das Steintor ist das jüngere der beiden Stadttore, die Salzwedel noch hat. Es entstand um 1530 und diente vermutlich eher der Repräsentation als der Verteidigung. Dazu passt der aufwendige Staffelgiebel mit seinem hell abgesetzten Maßwerk. Der runde Turm daneben war zeitweise ein Gefängnis und hieß „Rosengarten“.

Ich habe das Tor von beiden Seiten fotografiert. Von der Stadtseite steht es am Ende einer Reihe niedriger Fachwerkhäuser, dieses Motiv ist auch das Titelbild dieses Artikels.

3. Neuperver Tor

Das Neuperver Tor ist gut 60 Jahre älter als das Steintor, es wurde zwischen 1460 und 1470 gebaut. Von ursprünglich zehn Toren um Alt- und Neustadt sind nur diese beiden erhalten. Zur Stadt hin zeigt das Neuperver Tor einen hohen Treppengiebel mit spitzbogigen Blenden, die Feldseite ist schlicht und trägt die Wappen von Alt- und Neustadt.

Fotospot: Stell dich in den Torbogen. Er rahmt die Straße dahinter und den alten Wasserturm mit seiner grünen Kupferspitze, einen neugotischen Rundturm von 1903, gut 43 Meter hoch.

4. Katharinenkirche

Backsteinkirche St. Katharinen in Salzwedel mit spitzem Turm hinter Bäumen
Die Katharinenkirche, Hauptkirche der alten Neustadt, war meine erste Station

Die Katharinenkirche ist die Hauptkirche der früheren Neustadt, ihr Turm ist 76 Meter hoch. Erstmals erwähnt wird sie 1280, über das 14. und 15. Jahrhundert wurde sie mehrfach erweitert. Zur Ausstattung gehören ein bronzenes Taufbecken von 1421, drei Glasfenster aus dem 15. Jahrhundert und der Einhornaltar von 1474 mit einer seltenen Darstellung der Einhornjagd. Zur Wendezeit war die Kirche der Ausgangspunkt der Proteste in Salzwedel.

5. Klein Venedig: die Häuser am Wasser

Fachwerkhäuser mit Balkonen direkt an einem Graben in der Salzwedeler Innenstadt
Häuser direkt am Wasser: Daher kommt der Spitzname „Klein Venedig“

Mit Venedig hat Salzwedel natürlich wenig zu tun, aber die kleinen Gräben, die sich durch die Innenstadt ziehen, geben der Stadt ihren Spitznamen. In der Neustadt mündet außerdem die Salzwedeler Dumme in die Jeetze. An mehreren Stellen stehen Fachwerkhäuser mit Balkonen direkt am Wasser, dort bin ich stehen geblieben und habe fotografiert.

Dass Wasser hier wichtig war, hat einen Grund: Die Jeetze war im Mittelalter schiffbar, über sie liefen Waren bis zur Elbe und weiter nach Hamburg. Am Zusammenfluss von Jeetze und Dumme steht der Hansehof, eine Fachwerkgruppe aus dem 15. bis 17. Jahrhundert. Der letzte Jeetzekahn legte 1908 ab.

6. Fachwerk und Fußgängerzone

Mehr als 500 Fachwerkhäuser zählt die Stadt. Die meisten stammen aus dem 19. Jahrhundert, Inschriften und Schnitzereien erinnern aber an ihre Vorgängerbauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Auf meinem Weg rund um die Katharinenkirche und entlang der Neuperverstraße reihte sich ein Fachwerkhaus ans nächste. Das Haus mit den roten Geranien unter fast jedem Fenster habe ich gleich zweimal fotografiert, auf dem Hin- und auf dem Rückweg.

Mehr über die einzelnen Häuser erfährst du direkt vor Ort: An vielen Gebäuden hängen Schilder mit QR-Code. Die Texte dazu findest du auf entdecke-salzwedel.de, dort sind über 50 Stationen beschrieben.

7. Ehemaliges Rathaus der Altstadt (Amtsgericht)

Ehemaliges Rathaus der Altstadt Salzwedel mit Staffelgiebeln aus Backstein, heute Amtsgericht
Das ehemalige Rathaus der Altstadt ist heute das Amtsgericht

Das zweite Rathaus der Doppelstadt steht an der Burgstraße. Gebaut wurde es ab 1509 an der Kreuzung zweier Fernhandelsstraßen, eine davon die alte Salzstraße von Lüneburg nach Magdeburg. Es ist eines der wichtigsten Beispiele weltlicher Backsteingotik in der Altmark. Achte auf die Figuren in den Nischen zwischen den Fenstern: eine Madonna im Strahlenkranz, der heilige Christophorus und das brandenburgische Wappen. Seit 1855 ist das Haus Gerichtsgebäude, innen ist von der ursprünglichen Raumaufteilung kaum etwas erhalten.

8. Burggarten mit Burgturm

Runder Burgturm aus Backstein im Burggarten von Salzwedel
Von der Burg der Markgrafen steht vor allem noch der Burgturm

Mit der Burg fing in Salzwedel alles an. Sie stand auf einer Insel im Sumpf, die Markgrafen der Nordmark machten sie zu ihrem Wohnsitz. Erhalten ist der 24 Meter hohe Burgturm, dazu die Reste der Annenkapelle und eine Ehrenhalle für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Heute ist das Gelände ein großer Park, in dem die Stadt viele ihrer Feste feiert.

9. Mönchskirche

Mönchskirche Salzwedel, gotische Backsteinkirche mit schmalem Dachreiter
Die Mönchskirche dient heute als Konzert- und Ausstellungshalle

Franziskanermönche bauten die Kirche um 1250 am damaligen Rand der Altstadt, zusammen mit dem Kloster, in dem heute das Rathaus sitzt. Seit einem Umbau in den 1980er-Jahren ist sie Konzert- und Ausstellungshalle. Erhalten sind unter anderem das Chorgestühl aus dem 15. Jahrhundert und Wandmalereien aus der Zeit um 1500. Den berühmten Cranach-Altar der Kirche findest du inzwischen im Danneil-Museum. Wenn du hinein willst, frag bei der Tourist-Information nach Konzerten oder einer Führung mit Besichtigung der Halle.

10. Alte Münze

Alte Münze in Salzwedel, Backsteinbau mit Fachwerkgiebel und blauer Tür
Die Alte Münze: unten Backstein, oben ein Giebel aus Fachwerk

Von 1314 bis 1488 durfte Salzwedel eigene Münzen prägen, und zwar in diesem Haus in der Altperverstraße. Der Backsteinbau stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und ist eines der wenigen erhaltenen Gebäude in Deutschland, die eigens als Münze gebaut wurden, nach dem Vorbild Lüneburger Kaufmannshäuser. Der obere Teil des Giebels war ursprünglich aus Backstein, wegen absackender Fundamente wurde er später in Fachwerk ersetzt. Heute nutzt die Industrie- und Handelskammer das Gebäude. Zu den Bürozeiten (montags bis donnerstags 9 bis 16 Uhr, freitags bis 13.30 Uhr) darfst du klingeln, zeitweise gibt es dort Ausstellungen.

11. Marienkirche mit dem schiefen Turm

Die Marienkirche ist das Wahrzeichen, das du schon von Weitem siehst: Ihr Turm ist über 80 Meter hoch und schief. Gebaut wurde vom 12. bis zum 15. Jahrhundert, aus einer einfachen Feldsteinkirche wurde eine fünfschiffige gotische Basilika. Innen steht ein Schnitzaltar von 1510, der größte im Norden von Sachsen-Anhalt, dazu eine Kanzel von 1581 und Chorgestühl von 1360.

Ganz in der Nähe steht die Lorenzkirche. Sie hat keinen Turm, deshalb erkennt man sie kaum als Kirche, dabei ist sie vermutlich die älteste Kirche der Stadt und liegt an der Straße der Romanik.

12. Propstei mit Danneil-Museum

Hinter der Marienkirche steht die ehemalige Propstei, ein Fachwerkbau von 1578 mit rundem Treppenturm und einem Portal von 1754. Darin zeigt das Johann-Friedrich-Danneil-Museum die Geschichte der Stadt und der Altmark. Die zwei bekanntesten Stücke sind der Weinbergaltar von 1582 mit einer Mitteltafel von Lucas Cranach dem Jüngeren und die Salzwedeler Madonna, eine Holzfigur aus dem 13. Jahrhundert.

Zum Museum gehört auch das Jenny-Marx-Haus, das Geburtshaus von Jenny von Westphalen. Die spätere Frau von Karl Marx kam hier 1814 zur Welt.

Gut zu wissen: Das Danneil-Museum (An der Marienkirche 3) hat von Februar bis Dezember dienstags bis sonntags und feiertags von 13 bis 17 Uhr geöffnet, im Januar ist es zu. Der Eintritt kostet 6 Euro, ermäßigt 5 Euro, unter 18 Jahren ist er frei.

13. Hochständerhaus

Das Hochständerhaus in der Schmiedestraße 30, direkt am Marienkirchhof, gilt als ältestes Fachwerkhaus der Stadt. Ein Kaufmann ließ es vermutlich Mitte des 15. Jahrhunderts bauen. Seinen Namen hat es von den Ständern, die ohne Unterbrechung von der Schwelle bis zum oberen Rahmenbalken laufen. An der Seite zur Salzstraße siehst du noch die Zapfen, mit denen die Deckenbalken durch die Ständer gesteckt sind.

14. Stadtmauer, Karlsturm und Hungerturm

Rund 3,3 Kilometer lang war die Stadtmauer aus dem 13. und 14. Jahrhundert, gut 1,8 Kilometer davon stehen noch. Besonders gut siehst du sie im Park des Friedens. Der Karlsturm, ein mächtiger runder Backsteinturm von etwa 1370, ist der Rest der stärksten Toranlage der Stadt. Der eckige Hungerturm ist der einzige Wehrturm, der in voller Höhe erhalten ist. Woher sein Name kommt, weiß bis heute niemand genau.

15. Löwen-Apotheke und Adler-Apotheke

Löwen-Apotheke in Salzwedel mit hellem Schweifgiebel
Die Löwen-Apotheke mit ihrem hellen Giebel

In der Burgstraße 73, ein paar Schritte vom alten Rathaus der Altstadt, steht die Löwen-Apotheke mit ihrem hellen, geschwungenen Giebel. Die längste belegte Tradition hat aber die Adler-Apotheke in der Neuperverstraße 24, ein paar Schritte vom Rathausturm: In ihrem Haus wird seit 1616 Arznei verkauft, den heutigen Namen trägt sie seit 1701. Von außen sieht der klassizistische Bau aus dem frühen 19. Jahrhundert unscheinbar aus, im Kern stecken aber Mauern aus dem 15. Jahrhundert.

Salzwedeler Baumkuchen: Geschichte und Schaubäckerei

Rathausturm von Salzwedel mit dem Haus Schwarzer Adler, Geburtsort des Salzwedeler Baumkuchens
Im Haus „Schwarzer Adler“ am Rathausturm wurde laut Stadt der erste Salzwedeler Baumkuchen gebacken

Salzwedel nennt sich selbst „Baumkuchenstadt“. Ich wusste das bei meinem Besuch noch nicht und bin ohne ein einziges Stück wieder gefahren. Mach es besser als ich.

Der Baumkuchen wird am offenen Feuer gebacken, ähnlich wie ein Braten am Spieß. Auf eine sich drehende Walze kommt Schicht für Schicht Teig, so entstehen die typischen Ringe und Zacken. Traditionell wurde in Salzwedel mit Buchenholz geheizt. Den Ursprung verortet die Stadt im Haus „Schwarzer Adler“ direkt am Rathausturm, dort soll Luise Lenz um 1820 den ersten Salzwedeler Baumkuchen gebacken haben. Die Erste Salzwedeler Baumkuchenfabrik wirbt mit einer Tradition seit 1807, das Café Kruse mit „seit 1842“.

Gut zu wissen:

  • Café Kruse, Holzmarktstraße 4–6: In der gläsernen Baumkuchenbäckerei kannst du montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr zuschauen.
  • Erste Salzwedeler Baumkuchenfabrik, St.-Georg-Straße 87: nach eigener Aussage die älteste Baumkuchenbäckerei der Stadt.
  • Für Gruppen bietet die Tourist-Information einen Stadtspaziergang rund um den Baumkuchen an.

Gut zu wissen für deinen Besuch

  • Tourist-Information: Neuperverstraße 29, im Rathausturm. Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag 10 bis 17 Uhr, Mittwoch 10 bis 15 Uhr, Samstag 10 bis 13 Uhr. Mehr auf der Tourismusseite der Stadt.
  • Öffentliche Stadtführung: von April bis Oktober mittwochs und samstags um 12 Uhr ab Tourist-Information, ohne Anmeldung, etwa eine Stunde. Erwachsene zahlen 5 Euro, Kinder von 3 bis 12 Jahren 2,50 Euro.
  • Auf eigene Faust: Schilder mit QR-Code an den Sehenswürdigkeiten, Texte auf entdecke-salzwedel.de.
  • Beste Zeit: Vormittags, wenn Turm, Museum und Schaubäckerei offen sind. Fürs Licht auf den Fassaden lohnt sich der späte Nachmittag.

Alle Zeiten und Preise: Stand Oktober 2026.

Ausflugsziele in und um Salzwedel

Wenn du länger bleibst, liegen mit dem Arendsee und dem Freilichtmuseum Diesdorf zwei Ziele jeweils knapp 30 Kilometer entfernt. In Salzwedel selbst ist der Märchenpark das Ziel für Familien. Stendal und Tangermünde kenne ich selbst, beide waren Stationen derselben Tagestour.

Märchenpark Salzwedel

Für Familien ist der Märchenpark das bekannteste Ziel in Salzwedel. Dazu gehören Märchen- und Themengärten, ein Irrgarten und eine Spielscheune mit Indoor-Spielplatz. Von April bis Oktober ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet, von November bis März dienstags bis freitags von 13 bis 19 Uhr und am Wochenende von 10 bis 19 Uhr, montags ist dann Ruhetag. Erwachsene zahlen 8,50 Euro, Kinder von 3 bis 14 Jahren 7 Euro, das Parken ist kostenlos.

Uelzen

Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen mit bunten Säulen und goldenen Kugeln
Der Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen

Knapp 50 Kilometer westlich liegt Uelzen in Niedersachsen. Bekannt ist die Stadt für ihren Bahnhof, den Friedensreich Hundertwasser umgestaltet hat. Wenn du mit dem Zug aus Richtung Hamburg kommst, steigst du hier ohnehin um.

Stendal

Marktplatz von Stendal mit Rathaus und Roland
Der Marktplatz von Stendal mit Rathaus und Roland

Stendal ist die größte Stadt der Altmark und einen eigenen Besuch wert. Ich war am selben Tag dort und habe mir die Stadt von einem Arbeitskollegen zeigen lassen, der dort zu Hause ist. Marktplatz, Dom und Roland findest du in meinem Stendal-Artikel ausführlicher beschrieben.

Tangermünde

Rathaus von Tangermünde mit gotischem Schaugiebel
Das Rathaus von Tangermünde

Tangermünde an der Elbe war die erste Station meiner Altmark-Tour. Die Stadt hat ein gotisches Rathaus mit prächtigem Schaugiebel und eine Burg direkt an der Elbe, und ein Gang an der Stadtmauer gehört für mich unbedingt dazu. Alle drei Städte zusammen ergeben eine schöne Tagestour.

Mein Fazit zu den Sehenswürdigkeiten in Salzwedel

Salzwedel ist klein, aber auf engem Raum steckt viel: zwei Stadttore, zwei Rathäuser, mehrere gotische Backsteinkirchen und Fachwerk, wohin du schaust. Für mich war es ein schöner letzter Stopp meiner Tagestour durch die Altmark. Wenn du früher am Tag kommst als ich, kannst du zusätzlich auf den Rathausturm steigen und beim Baumkuchenbacken zusehen.

Wenn du die Region erkunden willst, kombinier Salzwedel mit Tangermünde und Stendal. Mehr Bilder von unseren Reisen findest du auf unserem Instagram.

FAQ: Häufige Fragen zu den Salzwedel Sehenswürdigkeiten

Was kann man in Salzwedel machen?

Du kannst die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern zu Fuß erkunden, auf den Rathausturm steigen, das Steintor und das Neuperver Tor ansehen und im Danneil-Museum den Cranach-Altar sehen. Dazu kommen die Baumkuchen-Schaubäckerei im Café Kruse und für Familien der Märchenpark.

Wie viel Zeit brauche ich für Salzwedel?

Für die Altstadt reichen zwei bis drei Stunden. Ich war knapp zwei Stunden dort und habe beide Stadttore, die Katharinenkirche und viele Gassen gesehen. Mit Museum, Rathausturm und Baumkuchen solltest du einen halben Tag einplanen.

In welchem Bundesland liegt Salzwedel?

Salzwedel liegt in Sachsen-Anhalt, ganz im Norden des Landes in der Altmark. Die Grenze zu Niedersachsen ist nur wenige Kilometer entfernt, deshalb wird die Stadt manchmal fälschlich Niedersachsen zugeordnet.

Kann man den Rathausturm in Salzwedel besteigen?

Ja, zu den Öffnungszeiten der Tourist-Information im Turm. Der Aufstieg ist kostenlos und führt über 120 Stufen auf 25 Meter Höhe. Geöffnet ist werktags meist von 10 bis 17 Uhr, mittwochs bis 15 Uhr und samstags bis 13 Uhr.

Wo kann man in Salzwedel beim Baumkuchen-Backen zusehen?

Im Café Kruse in der Holzmarktstraße. Die gläserne Baumkuchenbäckerei ist montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Baumkuchen verkauft auch die Erste Salzwedeler Baumkuchenfabrik in der St.-Georg-Straße.

Wie komme ich mit dem Zug nach Salzwedel?

Salzwedel liegt an der Bahnstrecke Stendal–Uelzen. Aus Richtung Hamburg oder Lüneburg steigst du in Uelzen um, aus Magdeburg in Stendal. Vom Bahnhof läufst du gut zehn Minuten in die Altstadt.

Warum heißt Salzwedel Hansestadt?

Salzwedel gehörte von 1263 bis 1518 zur Hanse. Wichtigster Handelszweig war das Tuch, daneben handelten die Kaufleute mit Getreide, Bier, Wolle und vielem mehr. Den Titel „Hansestadt“ trägt Salzwedel offiziell wieder seit 2008.

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3 Kommentare zu „Salzwedel Sehenswürdigkeiten: 15 Highlights in der Baumkuchenstadt“

  1. Oh wow, Salzwedel hat ja wirklich einiges zu bieten! Wenn ich mir die Bilder so anschaue, fühle ich mich direkt in der Zeit zurückversetzt. Ich bin ein sehr großer Geschichtsfan und die Stadt scheint ja vor Geschichte nur so zu strotzen! Da will ich jetzt unbedingt mal hin.

    LG Eli

    Antworten

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