Der Wind pfeift mir ins Gesicht, vor mir nur platte Marsch, Schafe und der rot-weiße Leuchtturm von Westerhever im Abendlicht – kein Mensch weit und breit außer ein paar Fotografen, die auf den perfekten Sonnenuntergang warten. So habe ich einen meiner Ausflugsziele in Schleswig-Holstein in Erinnerung, und genau solche Momente findest du hier zuhauf.
Schleswig-Holstein ist mehr als nur Durchreiseland zwischen Hamburg und Dänemark. Ich habe vier Jahre in Lübeck gelebt und studiert, bin von dort aus x-mal nach Travemünde gefahren und immer wieder an die Nord- und Ostseeküste. Die folgenden 22 Ausflugsziele sind eine Mischung aus meinen eigenen Erlebnissen und ehrlich gekennzeichneten Gastbeiträgen befreundeter Reiseblogger, die dort waren, wo ich selbst noch nicht war – etwa Helgoland, Amrum oder die Geltinger Birk. Was ich selbst nicht gesehen habe, sage ich dir auch so.
Auf einen Blick – Schleswig-Holstein in 22 Ausflugszielen:
- Nordsee: Sankt Peter-Ording & Leuchtturm Westerhever, Helgoland, Amrum
- Ostsee: Geltinger Birk, Hohwacht, Fehmarn, Travemünde & Priwall
- Binnenland/Wikinger: Haithabu bei Schleswig, Nationalpark Wattenmeer
- Städte: Lübeck, Plön, Kiel, Flensburg, Eckernförde, Kappeln, Glücksburg, Eutin, Ratzeburg, Mölln, Lauenburg, Glückstadt, Friedrichstadt
Unsere Top 5 Ausflugsziele im Überblick
- Unesco Weltkulturerbe Wattenmeer
- Vier Jahre Lübeck: die UNESCO-Altstadt, wie nur Einheimische sie kennen
- Der endlose Traumstrand und die Pfahlbauten in Sankt Peter-Ording
- Leuchtturm Westerhever im Sonnenuntergang – einer meiner schönsten Abende im Norden
- Travemünde und der Priwall, mein Ausflugsziel aus vier Jahren Studienzeit
Schleswig-Holstein hat unzählige Ausflugsziele und schöne Orte zu bieten. Die nördlichste Region in Deutschland bietet dir jede Menge abwechslungsreiche Landschaft mit Feldern, Wiesen, Wäldern oder Mooren. Nicht zu vergessen die Nordsee mit seinem einzigartigen Wattenmeer oder die Ostsee mit den beeindruckenden Steilküsten und schönen, besonders bei Familien beliebten Stränden, wie Scharbeutz.
Hinzu kommen die bekannten Nordfriesischen Inseln, wie Sylt oder Amrum mit endlosen Dünen und Traumstränden, die Halligen sowie Deutschlands einzige Hochseeinsel Helgoland.
Doch die Region bietet nicht nur atemberaubende Natur, Schleswig-Holstein hat auch viele Ausflugsziele und Orte mit Kultur und Geschichte zu bieten. Neben der Weltkulturerbestadt Lübeck, kannst du eine der hübschen kleineren Städte in Schleswig-Holstein, wie Mölln,Eutin, Plön, Husum oder Mölln erkunden. Oder besichtige die malerischen Leuchttürme und Windmühlen und tauche in die Geschichte der Wikinger im Haithabu Freilichtmuseum ein.
Ausflugsziele Schleswig-Holstein an der Nordsee
Sankt Peter-Ording und der Leuchtturm Westerhever

Meinen Ausflug hierher habe ich mit Schleswig und Husum kombiniert: erst die Wikinger in Haithabu, dann ein Zwischenstopp in Husum, und zum Schluss noch kurz an den Strand von Sankt Peter-Ording. Der Sandstrand ist gut 12 Kilometer lang, die breiteste Stelle über 2 Kilometer – so viel Sandstrand gibt es sonst nirgends in Deutschland. Ich habe mir die bekannten Stelzenhäuser angeschaut und bin dann ein Stück den Strand Richtung Norden gelaufen, um Westerhever schon von Weitem zu sehen.
Abends bin ich dann gezielt zum Sonnenuntergang zum Leuchtturm Westerhever gefahren – der Wind, das platte Land, nur der Leuchtturm und ein paar andere Fotografen, die auf das gleiche Licht gewartet haben. Ein praktischer Tipp, falls du das auch vorhast: Du parkst am Parkplatz kurz vor Westerhever und läufst von dort noch etwa 20 bis 30 Minuten bis direkt zum Leuchtturm.
Willst du nur Fotos machen, musst du nicht bis ganz nach vorne, aber plane trotzdem 15 bis 20 Minuten vom Parkplatz ein – außer dem Leuchtturm und platter Marsch gibt es hier nichts. Der Parkplatz ist mittlerweile kostenpflichtig: automatische Kennzeichenerkennung, die ersten 20 Minuten frei, dann 2,85 € pro Stunde, gedeckelt bei 10 € pro Tag, nur Kartenzahlung oder die App Easy Park (Stand 08/2026, Tourismusverein Westerhever-Poppenbüll).
→ Alle Highlights des Ortes findest du in meinem Artikel St. Peter-Ording Sehenswürdigkeiten.
Unesco Weltkulturerbe – Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer
Das Wattenmeer ist eine einzigartige Landschaft: mehr als 10.000 Tier- und Pflanzenarten leben in diesen Küstenfeuchtgebieten, die sich durch die Gezeiten ständig verändern. Es ist das größte zusammenhängende System von Sand- und Schlickwatten der Erde und geologisch gesehen erst seit rund 10.000 Jahren in dieser Form entstanden.
Zum Wattenmeer gehören auch die Nordfriesischen Inseln – Sylt, Amrum, Föhr, Helgoland, Pellworm – und die Halligen, die zehn kleinen Marschinseln, die bei Sturmfluten überflutet werden und deren Bewohner auf Warften leben. Die Halligen zähle ich noch nicht zu meinen eigenen Erlebnissen, sie stehen aber bei mir auf der Liste. Wer das Wattenmeer besucht, ohne eine Wattwanderung gemacht oder Seehunde gesehen zu haben, war nicht wirklich dort.
Ausflug nach Helgoland: Urlaubsinsel mit der Langen Anna

Helgoland den Deutschen, Sansibar den Briten – eine Vereinbarung, die sich mehr als ein Jahrhundert später noch lohnt. Denn während Kolonien Geschichte sind, hat Deutschland eine Urlaubsinsel mitten in der Nordsee. Und dort finden sich einige Besonderheiten. So brüten auf auf der Insel Lummen und Basstölpel und Kegelrobben und Seehunde kommen an Land, um den Nachwuchs zu versorgen.
Helgoland ist das perfekte Ausflugsziel im Norden – für einen Tag wie für eine oder auch vier Wochen. Die Anfahrt per Fähre setzt schon ein Zeichen: Ab hier beginnt der Urlaub. Und das setzt sich auf den beiden Inseln Helgolands fort.
Das Leben spielt auf der Hauptinsel Helgoland. Restaurants, Hotels und Geschäfte reihen sich aneinander, daneben die Wohnhäuser der Insulaner. Keine riesigen Bauten, keine Hotelbunker. Tagestouristen schlängeln sich am Klippenrandweg im höher gelegenen Teil der Insel entlang, machen sich auf den Weg zu den Vögeln am Lummenfelsen und zum Wahrzeichen Helgolands, der Langen Anna. Wer länger bleibt, spaziert durch die große Bunkeranlage, die unter der Oberstadt verläuft und lernt über die Geschichte Helgolands – mal britisch, mal deutsch, mal britisch, mal deutsch.
Ruhiger geht es hingegen auf der kleinen Nebeninsel Helgoländer Düne zu. Sie besteht hauptsächlich aus Sand – und Strand. Weißer Sandstrand, glasklares Wasser, das türkis schimmert – nur die Palmen fehlen, sonst könnte es die Karibik sein. Wer hier ins (maximal 18 Grad warme) Wasser steigt, kann beim Schwimmen zwar keine Delfine treffen, dafür aber Seehunde und Kegelrobben. Vor allem im Osten der Düne tummeln sie sich, schauen aber auch am Südstrand und Nordstrand gerne mal nach dem Rechten.
Nordkap nach Südkap: Miriam und bloggt unter Nordkap nach Südkap – wie der Name schon sagt hauptsächlich aus Norwegen und dem hohen Norden sowie dem südlichen Afrika. Ob Löwen- oder Nordlichter-Safari, sie nimmt euch mit zu ihren Lieblingsorten und teilt ihre Magical Moments mit euch.
Die Vogelkoje auf Amrum

Auf der nordfriesischen Insel Amrum in Schleswig-Holstein gibt es zwei Vogelkojen, die allerdings nicht mehr in Betrieb sind. Dafür sind sie heute ein beliebtes Ausflugsziel für Inselbesucher. Kinder lieben das Gebiet, weil man hier den Gänsen und Enten ganz nahe kommt.
Früher dienten die Vogelkojen dem Fang von Wildenten. Ein Kojenwart lockte die Tiere auf die Teicharme, die geschwungen gebaut waren, sodass die Enten das Ende nicht einsehen konnten und in die Reusen schwammen.
Die meisten Tiere sind aktuell nicht auf dem Wasser, sondern auf der angrenzenden Wiese. Hunderte Enten und Gänse watscheln über das Gras. Manchmal kann man kleine Sticheleien und Revierkämpfe beobachten.
Doch nicht nur Geflügel trifft man hier an, sondern auch Damwild und wilde Kaninchen. Am liebsten würde man die Tiere alle adoptieren, so niedlich sind sie.
Wer sich für die Geschichte der Vogelkoje interessiert, sollte sich die Zeit nehmen und den Naturlehrpfad beschreiten sowie das Kojenwärtehaus besichtigen.
Ein Kiosk bewirtet hungrige und durstige Gäste, ein angrenzender Kinderspielplatz unter Bäumen erfreut die Kinderherzen.
Die Vogelkoje erreicht man am besten mit dem Fahrrad von Norddorf oder Nebel aus. Oder man nimmt den Inselbus bis zur Haltestelle Vogelkoje/Klööwenhuuch und läuft einen Kilometer durch den Wald.
DieReiseEule: Auf ihrem Blog berichtet Liane authentisch über Reiseziele im In- und Ausland. Ihrer Wahlheimat-Stadt Mainz und der näheren Umgebung ist dabei eine eigene Rubrik gewidmet.
Ausflugsziele in Schleswig-Holstein an der Ostsee
Ein perfekter Tag in der Geltinger Birk

Die Geltinger Birk ist wirklich ein sehr besonderes Naturschutzgebiet an der Ostsee ist Schleswig-Holstein. Der Abwechslungsreichtum der Natur ist beeindruckend, denn Meer, Moor, Sumpf, Wald und Wiesen wechseln sich ab. Auch für Tierfreunde gibt es hier einiges zu sehen von zahlreichen verschiedenen Vogelarten, über Wildpferde, Galloways und Schafe. Hunde sind in der Geltinger Birk erlaubt, müssen aber streng an der Leine bleiben.
Auch zum Wandern oder Fahrradfahren ist das Naturschutzgebiet ein kleines Paradies. Vor Ort gibt es 5 offizielle und ausgeschilderte Wanderwege und bei der Länge von 3 bis 13 Kilometern sollte für jeden das Passende dabei sein. Ein Radweg führt euch kilometerlang am Meer und den Mooren und Salzwiesen vorbei. Aber auch bei Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, ist das Naturschutzgebiet ein beliebtes Ausflugsziel, denn vom Geltinger Birk Parkplatz seid ihr in wenigen Minuten zu Fuß direkt in dieser wunderschönen Natur.
Zwei besonderes beliebte Gebäude findet ihr ebenfalls, nämlich die Mühle Charlotte und den Leuchtturm Falshöft. Um beide sehen zu können, solltet ihr den 13,3 Kilometer langen Rundweg „Möwe“ wählen, denn sie liegen an komplett unterschiedlichen Ecken der Geltinger Birk. Auf unterschiedlichen Rundwanderungen warten auch ein Imbiss und ein Café auf euch.
Wie ihr seht, findet ihr hier alles, was ein Naturliebhaber für einen perfekten Tag braucht. Ausführlichere Infos zur Geltinger Birk findet ihr bei Ontourwithdogs.
Ontourwithdogs: Sina fährt mit ihren beiden Hunden im Camper durch Europa und berichtet euch auf ihrem Blog zu unterschiedlichen Reisezielen, Camping und Wandern.
Hohwacht thront hoch über dem Ostseestrand an der Hochwachter Bucht

Du hast Sorgen, Nerv oder Stress? Ein Spaziergang in Hohwacht wischt‘s weg – wenigstens für den Moment. Der schnurgerade Horizont rückt die Probleme ins Lot, der weite Blick relativiert. Die zumeist flache Ostsee beruhigt. Als „Hohewacht“ wurde der Ort 1557 zum ersten Mal erwähnt. Hier, zwischen Lübeck und Kiel, beschreibt die Ostsee eine Kurve und die Klippen steigen auf. Ort und Spazierweg schmiegen sich direkt an die Klippen, und so wird ein hochgelegener 180-Grad-Panoramablick über die Ostsee möglich.
Die nächste Einkehrmöglichkeit ist nie weit weg, und natürlich kommt bevorzug Fisch auf den Teller. Viele Jahrhunderte war das heutige Ostseebad Hohwacht ein Fischerdorf. Die Tradition lebt bis heute fort: Neben unserer Ferienwohnung hing das Schild eines Einwohners an der Tür, auf dem stand: „Hier wohnt ein Fischer mit dem Fang seines Lebens“. Humor haben sie, in Hohwacht, und auch dieser trägt dazu bei, dass der Ort so entspannt daherkommt. Ein besonderes Highlight ist der Aussichtspunkt „Hohwachter Flunder“, hier lässt es sich lange verweilen und auf den Horizont schauen. Ein paar hundert Meter nördlich stehen unten am Strand historische bunte Badehäuser, ein schönes Fotomotiv. In dieser Ursprünglichkeit sind sie nirgendwo sonst in Deutschland erhalten.
Empfehlenswert: Ein Spaziergang zwischen Großem Binnensee und Ostsee auf dem Seekamp. Kapuze hoch, losmarschieren und den Kopf freipusten lassen – das ist Hochwacht an der Ostsee.
Julias Journeyz: Julia Beatrice war früher Journalistin schreibt heute auf ihrem Blog Julias Journeyz übers Reisen und ein minimalistisches Lebenskonzept. Ihr Fokus liegt auf dem Entdecken der Natur, Strandurlauben und Individualreisen. Hohwacht war eines ihrer Ausflugsziele, als sie 2020 im Lake House Plön übernachtet hat.
Fehmarn und seine Leuchttürme

Auf der Insel Fehmarn gibt es insgesamt fünf hübsche Leuchttürme. Sie haben alle so ihre ganz eigene Geschichte. Und es macht großen Spaß, sie zu besuchen.
Am besten geht das mit dem Fahrrad, denn ganz um Fehmarn herum führt ein toller Ostseeradweg. Und in allen Ecken der Insel, die hier Huks heißen, kannst Du an einem Leuchtturm rasten. Ich bin nicht so die Marathonfrau und habe das lieber in mehreren Etappen und ganz gemütlich gemacht.
Der bekannteste der Leuchttürme ist sicher der in Flügge im Südwesten der Insel. Auf ihn kann man auch hochsteigen und von oben eine wirklich atemberaubende Aussicht genießen. Der älteste Leuchtturm stammt schon von 1832 – Marienleuchte steht im Nordosten in einer der schönsten Ecken von Fehmarn.
Der Leuchtturm Staberhuk im Südosten ist vor allem Kunstfans ein Begriff. Der Maler Ernst Ludwig Kirchner verbrachte 1908 hier einen ganzen Sommer und kam immer wieder. Er hat viele bekannte Bilder von Fehmarn gemalt. Nur knapp 18 Meter hoch ist das Leuchtfeuer Westermarkelsdorf im Südwesten. Ursprünglich war er sogar noch ein ganzes Stück kürzer, nämlich 10 Meter.
Und last but not least gibt es noch den Strukkamphuk ganz im Süden. Der ist mit sieben Metern der kürzeste Leuchtturm, den ich je gesehen habe. Nicht gerade der typische Aussichtsturm. Aber ein Besuch hier lohnt vor allem wegen der tollen Ausblicke auf die nahe Fehmarnsundbrücke.
Von Huk zu Huk, von einer Inselecke zur anderen – für mich war das ein guter Plan, um die wunderschöne Ostseeinsel Fehmarn zu erkunden. Fahrradfahren ist dort nämlich ein pures Vergnügen, weil alles schön eben ist. Fehmarn ist eine platte Insel. Und auf jeden Fall eine Reise wert! Mehr zu allen fünf Leuchttürmen findest Du hier.
Trippics: Renate bloggt auf ihrem Blog übers Reisen und Fotografieren. Normalerweise ist Neuseeland ihr Lieblingsthema. Aber weil sie dorthin momentan nicht reisen kann, hat sie viele Regionen in Deutschland für sich entdeckt.
Travemünde und der Priwall



Travemünde gehört offiziell zu Lübeck, fühlt sich aber wie ein eigener Ort an – und war während meiner vier Studienjahre in Lübeck eines meiner liebsten Ausflugsziele. Einmal haben wir dort sogar Silvester gefeiert, im aja Travemünde, einem modernen Hotel direkt am Strand.
Mein liebster Ausflug von Hamburg aus: mit dem Zug nach Travemünde, dann am Strand entlang laufen, so weit man will, gerne bis nach Niendorf oder noch weiter – und mit dem Zug wieder zurück. Auf der gegenüberliegenden Seite der Trave liegt der Priwall, per Fähre erreichbar, mit Naturschutzgebiet, Stränden und Blick auf die großen Fährschiffe am Skandinavienkai.
Schleswig-Holstein Ausflüge im Binnenland
Ganz im Süden des Landes, direkt an der Elbe, liegt Lauenburg. Die Fachwerkaltstadt der alten Schifferstadt ist von Hamburg aus in gut einer Stunde zu erreichen und lässt sich prima mit Mölln und Ratzeburg zu einer Runde durchs Herzogtum Lauenburg verbinden.
Auf den Spuren der Wikinger: Wikinger Museum Haithabu bei Schleswig

Hoch im Norden Deutschlands bei Schleswig findest Du das wunderschöne Haddebyer Noor, ein rund ein Quadratkilometer großer Binnensee, der der durch einen Damm vom Meeresarm der Schlei getrennt ist. Umgeben von viel Natur und endlosen Schilffeldern, kannst Du auf schönen Pfaden einmal ringsherum wandern. Die Tour ist knapp unter 7 Kilometer lang und damit auch bestens für Familien mit Kindern geeignet.
Vor allem an der Brücke, die das Haddebyer Noor mit dem Selker Noor verbindet, kannst Du zahlreiche Wasservögel beobachten, die hier ihren Lebensraum haben. Nachdem Du dann so einige herrliche Aussichten und Natur-Highlights genossen hast, folgst Du den Spuren der Wikinger. Am Wegesrand sind zu Ehren tapferer Wikinger-Krieger historische Runensteine mit mysteriösen Inschriften zu finden. Erste Zeichen, dass Du nicht mehr weit von der früheren Wikingersiedlung Haithabu entfernt bist.
Alte Ringwallanlagen umschließen Haithabu mit einigen historischen rekonstruierten Wikingerhäusern, die Du Dir anschauen kannst. Die alte Siedlung gehört zum Freigelände des sehenswerten Wikinger-Museums. Ein Weltkulturerbe, in dem Du in das Leben der Wikinger eintauchen kannst.
Die Ausstellung im Inneren des Museums bietet tolle Einblicke in das Alltagsleben und die Handwerksskunst des frühen Mittelalters.
Nach so viel Kultur folgt dann nochmal ein absoluter Natur-Blickfang: Die Galloway-Rinder, die ebenfalls zum Gelände gehören. Sie grasen friedlich auf den Uferweden und nehmen gerne mal ein Bad im Haddebyer Noor. Was für ein idyllischer Anblick!
Zum krönenden Abschluss dieses Ausflugstages für alle Altersklassen solltest Du unbedingt noch im Odins Restaurant bei Busdorf einkehren. Die großen Wikinger-Pizzas sind megalecker und meine unbedingte Empfehlung.
Noch mehr Infos zu diesem tollen Ausflug und weitere Tipps zum Ostseefjord Schlei – Wandern und Radfahren an der idyllischen Schlei findest du im ausführlichen Blogartikel.
Couchflucht: „Runter vom Sofa – raus in die Natur“ ist die Devise von Sabrina, die so oft es nur geht die Wanderschuhe schnürt oder sich aufs Mountainbike schwingt. Auf ihrem Outdoor-Reiseblog „Couchflucht“ nimmt sie Dich mit auf ihre Touren. Von kleinen grünen Abenteuern vor der Haustüre bis hin zu langen Weitwanderungen im europäischen Gebirge ist alles dabei.
Ausflugsziele Schleswig Holstein – Die fotogensten Städte
Neben Lübeck und Plön gibt es in Schleswig-Holstein noch etliche weitere Städte, die einen Ausflug wert sind. Zu jeder habe ich einen eigenen, ausführlichen Artikel geschrieben – hier die Kurzfassung.
Lübeck

Die Lübecker Altstadt gehört seit 1987 zum UNESCO-Welterbe – als erstes komplettes Stadtquartier Nordeuropas, das diese Auszeichnung erhielt. Ich habe hier vier Jahre studiert und gelebt, das ist also keine flüchtige Bekanntschaft, sondern mein Alltag über vier Jahre gewesen.
Wenn du kommst, nimm dir ein paar Tage mehr Zeit als nur einen Kurztrip. Lauf die Gassen rund um St. Petri und St. Marien hoch, das lohnt sich immer wieder neu. Für den Blick über die Altstadt: die Ecke Malerwinkel beim Dom ist einer meiner liebsten Fotospots. Zum Ausklang gehört für mich ein Kaffee mit Blick auf die Trave im Cafe & Bar Celona direkt an der Hubbrücke, und wer es kulturell mag: Die Kulturwerft Gollan, eine ehemalige Schiffswerft aus den 1870er- bis 1920er-Jahren, die heute Konzerte und Events veranstaltet, ist einen Besuch wert.
Im Sommer lohnt sich eine Runde auf der Trave, ob mit dem Paddelboot oder auf einer Bootstour. Und wer im Dezember da ist: Der Lübecker Weihnachtsmarkt ist wirklich besonders, genauso wie das Altstadtfest im Sommer. Ansonsten: gute Kinos, unzählige nette Cafés, und praktisch um jede Ecke eine neue schöne Gasse. Nur wenige Kilometer entfernt liegt außerdem Travemünde (→ eigener Abschnitt oben).
In den Straßen Lübecks stehen giebelständige Kaufmannshäuser, Zunfthäuser und Lagerhäuser – Zeichen des hanseatischen Handels. Das Wahrzeichen der Stadt ist das Holstentor, eins von zwei verbliebenen Stadttoren. Die schönsten Höfe und Gänge findest du im Koberviertel im Norden entlang von Engelswisch, Glockengießerstraße und Engelsgrube, sowie im Süden rund um den Dom.
→ Alle Top-Highlights findest du in Lübeck Sehenswürdigkeiten und Fotospots in Lübeck.
Plön

Plön ist die Kreisstadt des Kreises Plön und hat etwa 8.700 Einwohner. Sie liegt direkt am Großen Plöner See, dem größten See Schleswig-Holsteins, sowie an mehreren kleineren Seen, die die Stadt fast von allen Seiten berühren. Das Wahrzeichen ist das Plöner Schloss, im 17. Jahrhundert auf einer Anhöhe über der Stadt erbaut.
Sehenswert sind außerdem die kleine Johanneskirche und der Parnassturm mit herrlichem Blick auf Stadt und Seen. Eine Wanderung zur „Prinzeninsel“ ist ein schöner Tagesausflug, ebenso die zweistündige Umrundung des Trammersees im Norden der Stadt, vorbei an kleinen Dörfern, Wäldern und malerischen Landschaften.
→ Die schönsten Fotospots und Sehenswürdigkeiten in Plön findest du hier: Plön Sehenswürdigkeiten.
Kiel

Die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins liegt an der Kieler Förde und ist vor allem für ihre maritime Prägung bekannt – Segelhäfen, die Kieler Woche im Sommer und ein lebendiges Hafenpanorama. Die Altstadt wurde bereits im 13. Jahrhundert gegründet, im Zweiten Weltkrieg aber größtenteils zerstört und später wieder aufgebaut.
Sehenswert sind die Nikolaikirche, das restaurierte Kieler Schloss und das Kieler Rathaus mit seinem 106 Meter hohen Ratsturm direkt neben dem Opernhaus. Wer am Wasser entlangschlendert, hat gute Chancen, sogar wilde Seehunde direkt von der Uferpromenade aus zu entdecken.
Flensburg



Flensburg ist die nördlichste kreisfreie Stadt Deutschlands und mit über 90.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Schleswig-Holsteins, direkt an der gleichnamigen Förde zur dänischen Grenze. Wahrzeichen ist der historische Museumshafen mit restaurierten Segelschiffen, teils noch aus dem 18. Jahrhundert – dazu passt die lokale Spezialität „Pannfisch“ aus einem der Hafenrestaurants. In der Altstadt lohnt sich ein Abstecher in die Rote Straße mit ihrem alten Kopfsteinpflaster und die Marienstraße mit dem ältesten noch erhaltenen Rumhaus der Stadt, das seit dem 18. Jahrhundert Rum veredelt.
→ Flensburg Sehenswürdigkeiten
Eckernförde



Die charmante Hafenstadt liegt direkt an der Ostseeküste und ist bekannt für ihre malerische Altstadt und den lebhaften Hafen – ideal für einen entspannten Ostsee-Kurztrip. Wahrzeichen ist die spätgotische St.-Nicolai-Kirche aus dem 13. Jahrhundert mit einer Orgel mit fast 2.500 Pfeifen.
Am Südstrand lohnt sich die Galerie Nemo mit zeitgenössischer Kunst aus Skandinavien und dem Baltikum, und in der Frau-Clara-Straße kannst du der Bonbonkocherei Hermann Hinrichs beim Süßigkeiten-Herstellen zusehen.
→ Eckernförde Sehenswürdigkeiten
Kappeln



Kappeln liegt an der Schleimündung und ist eine lebhafte kleine Hafenstadt mit maritimem Flair, idealer Ausgangspunkt für Bootstouren auf der Schlei. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort schon 1357, historisch war er eng mit Dänemark verbunden und wird im Dänischen noch heute „dänisch Kappel“ genannt. Sehenswert sind die urige Altstadt und der Museumshafen mit historischen Schiffen direkt an der Hafenkante.
Glücksburg

Glücksburg gilt als die nördlichste Stadt Deutschlands und liegt an der Flensburger Förde. Das Wahrzeichen ist das Wasserschloss Glücksburg, erbaut zwischen 1582 und 1587 von Herzog Johann – ungewöhnlicherweise nicht auf Pfählen, sondern auf einem massiven 2,5 Meter hohen Granitsockel. Als „Wiege der europäischen Königshäuser“ bekannt, beherbergt es heute ein Schlossmuseum. Bei schlechtem Wetter lohnt sich das kleine Menke Planetarium mit nur 55 Plätzen.
→ Glücksburg Sehenswürdigkeiten
Eutin

Eutin, die „Rosenstadt“ und auch „Weimar des Nordens“ genannt, liegt im Naturpark Holsteinische Schweiz eingebettet zwischen Wäldern und Seen. Bekannt ist die Stadt vor allem für das barocke Schloss Eutin direkt am Großen Eutiner See und die Eutiner Festspiele, ein Opern-Open-Air, das es schon seit 1951 gibt. Im nahen Dodauer Forst steht außerdem die Bräutigamseiche – der einzige Baum der Welt mit eigener Postadresse, an dem noch heute Liebesbriefe zugestellt werden.
Ratzeburg
Ratzeburg liegt auf einer Insel mitten im Ratzeburger See, nur über drei schmale Dämme mit dem Festland verbunden. Wahrzeichen ist der romanische Ratzeburger Dom, dessen Grundstein 1154 von Heinrich dem Löwen gelegt wurde – einer der ältesten Kirchenbauten Schleswig-Holsteins. Rund um den Küchensee liegt der Kurpark mit Spielplätzen und Wassersportmöglichkeiten, ideal für einen entspannten Nachmittag zwischen Dom-Besichtigung und Seerundgang.
→ Ratzeburg Sehenswürdigkeiten
Mölln

Mölln liegt zwischen Hamburg und Lübeck, direkt zwischen Stadtsee und Ziegelsee. Die Sehenswürdigkeiten drehen sich vor allem um die Fachwerk-Altstadt und Till Eulenspiegel, den legendären Narren, der hier im 14. Jahrhundert gestorben und begraben sein soll. Ich war seit November 2016 zweimal dort – einmal bei klirrender Kälte mit Schnee auf den Fachwerkdächern, das andere Mal bei einem Insta-Walk mit Bootstour auf dem Stadtsee.
Lauenburg



Lauenburg ist eine komplette Fachwerkaltstadt direkt an der Elbe – aber mit erstaunlich wenig Besuchern. Ich war zweimal dort, 2018 und 2022, beide Male an einem Werktag und beide Male fast allein unterwegs. Sehenswert sind die Elbstraße mit Fachwerk aus vier Jahrhunderten, der kostenlos zu besteigende Schlossturm, die Palmschleuse von 1398 – die älteste Kammerschleuse Europas – und der Raddampfer Kaiser Wilhelm, der älteste noch fahrende Raddampfer Deutschlands.
→ Lauenburg Sehenswürdigkeiten
Glückstadt

Glückstadt liegt an der malerischen Unterelbe, etwa 62 Kilometer nordwestlich von Hamburg, und wurde im 17. Jahrhundert von König Christian IV. gegründet. Historische Bauwerke wie die Glückstädter Stadtkirche – das älteste erhaltene Gebäude der Stadt – und der Marktplatz mit Rathaus im dänischen Barockstil machen die Stadt zu einem beliebten Ausflugsziel. Die „Glücks-Routen“ laden zu Radtouren durch die Elblandschaft ein, und ein Spaziergang auf dem Deich bietet Panoramablicke auf die Elbe.
→ Glückstadt Sehenswürdigkeiten
Friedrichstadt



Die „Holländerstadt“ wurde 1621 von niederländischen Remonstranten gegründet, die vor religiöser Verfolgung flohen – Grachten und typisch niederländische Giebelhäuser prägen bis heute das Stadtbild zwischen Eider und Treene. Viele der Giebelhäuser tragen noch historische Hausmarken, die auf Beruf oder Herkunft ihrer früheren Bewohner hinweisen. Die Grachten lassen sich per Boot, Tretboot oder Kajak erkunden, am Marktplatz steht die Remonstrantenkirche.
→ Friedrichstadt Sehenswürdigkeiten
Übernachten in Schleswig-Holstein
Für die Übernachtung empfehle ich dir 1–2 konkrete, gute Unterkünfte pro Region:
- Lübeck/Travemünde: aja Hotel oder A-ROSA Travemünde (historisches Kurhaus-Resort direkt am Strand)
- Nordsee (St. Peter-Ording): StrandGut Resort (3-Sterne-Superior-Designhotel direkt an der Promenade, hinter den Dünen)
- Holsteinische Schweiz (Plön/Eutin): Hotel Seeufer (Villa-Hotel direkt am Kleinen Plöner See)
Aktivitäten in Schleswig-Holstein
- Helgoland Tagesausflug ab Hamburg – Von Hamburg, Brunsbüttel oder Cuxhaven aus: Tagestour nach Helgoland – 4,5★ (494 Bew.), ab 91 $, 6,5–11,5 Std.
- Kiel Hafenrundfahrt – Kiel/Bahnhofsbrücke: Hin- und Rückfahrt Kieler Fjord, Hafenrundfahrt bzw. inkl. Laboe-Denkmal
- Lübeck Altstadtführung – Abendlicher Rundgang durch das mittelalterliche Stadtzentrum mit Baderin Greteke oder tagsüber der Rundgang zur Geschichte der Hansestadt
FAQ Ausflugsziele Schleswig-Holstein
Welche bekannten Sehenswürdigkeiten gibt es in Schleswig-Holstein?
Zu den bekanntesten zählen die Lübecker Altstadt (UNESCO-Welterbe), der Strand von Sankt Peter-Ording, der Leuchtturm Westerhever, Helgoland und die Seenlandschaft rund um Plön. Dazu kommen Küstenorte wie Travemünde und historische Kleinstädte wie Ratzeburg, Mölln oder Friedrichstadt.
Hat Schleswig-Holstein auch Geheimtipps abseits der bekannten Ziele?
Ja, durchaus. Orte wie die Geltinger Birk, Hohwacht, Lauenburg oder Friedrichstadt sind touristisch deutlich weniger überlaufen als Sylt oder Lübeck, bieten aber genauso viel Landschaft und Geschichte.
Welche Ausflugsziele in Schleswig-Holstein eignen sich für Kinder?
Besonders familientauglich sind der flache Sandstrand von Sankt Peter-Ording, die Vogelkoje auf Amrum mit ihren zahmen Enten und Gänsen, das Wikinger-Museum Haithabu mit der knapp 7 Kilometer langen, familientauglichen Rundwanderung sowie die Geltinger Birk mit Wanderwegen zwischen 3 und 13 Kilometern.
Gibt es auch kostenlose Ausflugsziele in Schleswig-Holstein?
Ja. Der Strand von Sankt Peter-Ording und der Blick auf den Leuchtturm Westerhever kosten nichts außer dem Parkplatz, die Wanderwege in der Geltinger Birk sind frei zugänglich, und ein Altstadtbummel durch Lübeck, Flensburg oder Kappeln ist ebenfalls kostenlos.
Welche Ausflugsziele in Schleswig-Holstein eignen sich für Paare?
Besonders beliebt sind der Sonnenuntergang am Leuchtturm Westerhever, ein Wochenende im A-ROSA Travemünde, ein Spaziergang durch die Lübecker Altstadt mit Café-Stopp an der Trave sowie eine Wanderung rund um den Großen Plöner See.
Was kostet der Parkplatz am Leuchtturm Westerhever?
Die ersten 20 Minuten sind kostenlos, danach werden 2,85 € pro Stunde fällig, gedeckelt bei maximal 10 € pro Tag. Bezahlt wird per Karte oder über die App Easy Park (Stand 08/2026).
Was ist besonders an Haithabu bei Schleswig?
Haithabu war eine bedeutende Wikingersiedlung und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Rund um das Haddebyer Noor kannst du auf einer knapp 7 Kilometer langen Wanderung historische Runensteine, rekonstruierte Wikingerhäuser und das Wikinger-Museum entdecken.
Weitere besondere Ausflugsziele in Deutschland nach Bundesland
Bisher sind neben den Tipps zu “Ausflugsziele Schleswig-Holstein” Sammlungen zu den folgenden Bundesländern erschienen:
- Ausflugsziele Baden Württemberg – Entdecke 11 traumhafte Orte
- Ausflugsziele Bayern – 16 Möglichkeiten für deine Sommerferien
- Ausflugsziele Brandenburg – 25+ Fantastische Ideen für einen Ausflug
- Ausflugsziele Hamburg – 28 Tipps & Highlights für die Hansestadt
- Ausflugsziele Hessen – 7 Faszinierende Ideen
- Ausflugsziele Mecklenburg-Vorpommern – 9 Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten
- Ausflugsziele Niedersachsen – 25 Ideen für Ausflüge und Me(e)hr
- Ausflugsziele NRW – 7 fantastische Ideen für deinen Sommer
- Ausflugsziele Sachsen – 5 unvergleichliche Ort die du bisher noch nicht kanntest
- Ausflugsziele Sachsen-Anhalt – 7 einzigartige Ideen für dein Wochenende
- Ausflugsziele Thüringen – 5 verblüffende Ideen
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