Husum Sehenswürdigkeiten: Hafen, Schloss und unser Geheimtipp in der Wasserreihe

Husum ist eine Hafenstadt in Nordfriesland an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste, bekannt als Geburtsstadt des Dichters Theodor Storm, für das einzige Schloss an dieser Küste mit seiner Krokusblüte im Frühjahr und als Tor zum Nationalpark Wattenmeer.

Wir waren zweimal dort, einmal im Mai 2021 auf der Durchreise von Schleswig aus, einmal im Februar 2023 extra zur Krokusblüte. Und gleich vorweg unser ehrlichstes Fazit: Husum ist hübsch und die Krokusblüte ist wirklich ein Erlebnis, aber die Stadt ist auch spürbar touristisch. Genau das nehmen wir in diesem Guide nicht aus, sondern zeigen dir, was sich davon abseits der Hafenpromenade wirklich lohnt, zum Beispiel ein Antiquariat in der Wasserreihe, das in keinem anderen Blog steht.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bundesland: Schleswig-Holstein, Kreis Nordfriesland, direkt am Wattenmeer
  • Bekannt für: Schloss vor Husum mit Krokusblüte, Husumer Hafen mit Krabbenkuttern, Theodor Storm, Nationalpark Wattenmeer
  • Zeit einplanen: 2 bis 3 Stunden für die Innenstadt reichen für einen entspannten Rundgang, wir waren beide Male genau so lange da
  • Parken: Parkplatz Am Binnenhafen, rund 2 Euro pro Stunde, über die Fußgängerbrücke direkt zu Hafen und Altstadt
  • Anreise: Bahnhof fußläufig zur Innenstadt, mit dem Auto rund 1,5 bis 2 Stunden von Hamburg
  • Beste Zeit: Ende Februar bis Mitte März für die Krokusblüte, Sommer für Wattwandern und Strand

Die wichtigsten Husum Sehenswürdigkeiten im Überblick

Wenn du es eilig hast, hier die wichtigsten Husum Sehenswürdigkeiten auf einen Blick. Darunter beschreiben wir jede ausführlich, mit unseren Tipps aus zwei eigenen Besuchen.

  1. Husumer Hafen mit den Krabbenkuttern, das Herzstück der Stadt
  2. Schloss vor Husum mit Museum und der berühmten Krokusblüte im Schlosspark
  3. St. Marien Kirche und Tine-Brunnen am Marktplatz, das heimliche Wahrzeichen der Stadt
  4. Wasserreihe mit dem Theodor-Storm-Haus und unserem Geheimtipp, dem Antiquariat Streblow
  5. Nationalpark Wattenmeer, UNESCO-Weltnaturerbe direkt vor der Stadt
  6. Schifffahrtsmuseum Nordfriesland und das Nordfriesland Museum (Nissenhaus)
  7. Grünstrand Dockkoog mit Badesteg, kostenfrei und nah am Zentrum

Husum Sehenswürdigkeiten auf der Karte

Damit du dir den Tag gut einteilen kannst, haben wir die wichtigsten Husum Sehenswürdigkeiten, unseren Parkplatz und die Ausflugsziele auf einer Karte markiert. Fast alles in der Innenstadt liegt fußläufig zwischen Binnenhafen, Schloss und Wasserreihe.

Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden

Wo liegt Husum?

Husum liegt im Kreis Nordfriesland direkt am Wattenmeer, rund 1,5 bis 2 Autostunden nördlich von Hamburg. Die Stadt trägt seit jeher den Beinamen „graue Stadt am Meer“, den ihr niemand Geringeres als Theodor Storm in seiner gleichnamigen Novelle verpasst hat, auch wenn Husum bei Sonnenschein alles andere als grau wirkt.

Die nächsten Nachbarn sind Tönning an der Eider und das hübsche Grachtenstädtchen Friedrichstadt, beide nur rund 20 Autominuten entfernt. Etwas weiter südlich liegt St. Peter-Ording, Richtung Osten die Herzogstadt Schleswig mit Schloss Gottorf. Wir haben beide Städte bei unseren Husum-Trips mitgenommen: 2021 waren wir vorher in Schleswig, 2023 vorher in Tönning.

Husumer Hafen und die Krabbenkutter

Husumer Binnenhafen mit Krabbenkuttern und Fischkutter
Der Binnenhafen von Husum mit Krabbenkuttern. Von der kleinen Fußgängerbrücke aus hat man den besten Rundum-Blick, bei Ebbe sieht das Ganze nochmal anders aus als bei Flut.

Am Hafen pulsiert das Leben der Nordsee-Hafenstadt, und die Kulisse lädt zum Flanieren ein. Husum ist Heimathafen für mehrere Fisch- und Krabbenkutter, die meisten liegen im Außenhafen. Wer im Oktober da ist, erwischt vielleicht die Husumer Krabbentage, bei denen die Kutter direkt im Binnenhafen liegen und es Krabben satt gibt, literweise in Tüten oder frisch im Brötchen gepult. Mehr dazu bei den Husumer Krabbentagen.

Ein Fischbrötchen am Hafen gehört für uns bei jedem Husum-Besuch dazu, das haben wir beide Male so gemacht. Für eine Pause danach sind wir einmal in die Osteria bei Peci (Hafenstraße 23) eingekehrt, beim zweiten Mal ins Eiscafé Riva ein paar Türen weiter (Hafenstraße 15). Beide liegen direkt am Wasser, du kannst also nichts falsch machen, wenn du dir einfach den schönsten Platz mit Hafenblick aussuchst.

Schloss vor Husum und die Krokusblüte

Schloss vor Husum aus der Vogelperspektive, Drohnenaufnahme
Das Schloss vor Husum aus der Luft, fotografiert mit der Drohne im Februar 2023 zur Krokusblüte. Wir waren nur außen rum, aber allein der Blick auf die Anlage und die Gärten hat sich gelohnt.

Das Schloss vor Husum ist das einzige Schloss an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste und für uns die Sehenswürdigkeit Nummer eins in der Stadt. Im Inneren gibt es ein Museum mit historischen Wohnräumen, ein Poppenspäler-Museum und den sogenannten „Großen Garten“ und „Kleinen Garten“ rundherum. Wir waren beide Male nur außen rum, haben uns Zeit für den Park genommen und ein paar Aufnahmen mit der Drohne gemacht, das Museum selbst kennen wir also nicht aus eigener Erfahrung.

Der Grund für unseren zweiten Besuch im Februar 2023 war ausschließlich die Krokusblüte: Rund vier Millionen Krokusse verwandeln den Schlosspark dann in ein lilafarbenes Meer, die nördlichste Krokus-Population Europas. Das sieht wirklich hammermäßig aus und ist einer der Momente, für die sich die Anreise allein schon lohnt. Der genaue Zeitpunkt hängt vom Winter ab, meist blüht es zwischen Anfang Februar und Ende März, am zuverlässigsten Ende Februar bis Mitte März. Das nächste Krokusblütenfest mit Krönung der Krokusblütenmajestät und verkaufsoffenem Sonntag ist für den 13. und 14. März 2027 angesetzt. Wer den genauen Blühstand abpassen will, wirft vorher am besten einen Blick in die Krokus-Webcam von Husum Tourismus, denn planen lässt sich das Naturschauspiel kaum.

Praktische Infos (Stand 2026): Das Schloss ist ganzjährig dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet, an Feiertagen ebenfalls, geschlossen vom 24. bis 26. Dezember und vom 31. Dezember bis 1. Januar. Der Eintritt (Tageskarte inkl. Audioguide) kostet für Erwachsene 9,50 Euro, für Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren 3,50 Euro, Kinder bis 5 Jahre sind frei, eine Familienkarte (2 Erwachsene mit Kindern) kostet 19 Euro. Die aktuellen Preise findest du auf der Seite des Museumsverbunds Nordfriesland.

St. Marien Kirche, der Tine-Brunnen und die Einkaufsstraße

St. Marienkirche am Markt in der Husumer Altstadt
St. Marien direkt am Markt. Von außen unscheinbar, aber die Straße drumherum ist wirklich hübsch zum Bummeln.

Nur wenige Meter vom Marktplatz entfernt steht die St. Marien Kirche, erbaut vom dänischen Architekten Christian Frederik Hansen, der auch den Dom und die Hofkirche von Schloss Christiansborg in Kopenhagen entworfen hat. Die klassizistische Stadtkirche wurde 1833 eingeweiht und gilt neben der Vicelinkirche in Neumünster als Hauptwerk des Klassizismus in Schleswig-Holstein.

Direkt vor der Kirche, mitten auf dem Marktplatz, steht ein Detail, das viele Husum-Besucher übersehen: der Tine-Brunnen. Die Bronzefigur einer jungen Fischerfrau in Holzschuhen gilt als das heimliche Wahrzeichen der Stadt, offiziell heißt das Denkmal Asmussen-Woldsen-Denkmal. Geschaffen hat es der Bildhauer Adolf Brütt, enthüllt wurde es 1902. Tine blickt bewusst Richtung Nordsee, gegen den Westwind, als Sinnbild für Seefahrt, Fischerei und Viehhandel, die drei Erwerbszweige, von denen Husum einmal lebte. Mehr zur Geschichte gibt es bei Husum Tourismus.

Wir sind bei beiden Besuchen an Kirche und Brunnen vorbei durch die kleine Einkaufsstraße gebummelt, hübsch, mit ein paar netten Läden. Zum Kircheninnenraum können wir dir ehrlich gesagt nichts aus eigener Erfahrung sagen, wir waren nicht drin, das steht bei uns noch auf der Liste für den nächsten Besuch.

Die Wasserreihe und unser echter Geheimtipp

Die Wasserreihe ist für uns die stimmungsvollste Straße Husums, nur einen Katzensprung vom Hafen entfernt. Hier steht das Theodor-Storm-Haus (Wasserreihe 31), in das der Dichter 1866 nach dem Tod seiner ersten Frau einzog und in dem er mit seinen sieben Kindern lebte. Das Kaufmannshaus ist über 500 Jahre alt und gehört zu den bedeutendsten Literaturmuseen Deutschlands.

Unser eigentlicher Geheimtipp liegt nur ein paar Häuser weiter: das Antiquariat Streblow (Wasserreihe 48). Wir sind da eher zufällig reingeraten und waren sofort begeistert, urig, vollgestopft mit alten Büchern, und man findet garantiert auch ein nettes kleines Geschenk. Genau die Art Laden, an der die meisten Husum-Besucher vorbeilaufen, weil sie geradewegs zum Hafen wollen. Geöffnet ist montags bis samstags von 11 bis 18 Uhr.

Wasserturm Husum

Bis 1963 versorgte der Wasserturm die Stadt mit Trinkwasser, erbaut wurde er 1899 bis 1902 und mit seinen rund 42 Metern ist er bis heute weithin sichtbar. Was viele (und auch die meisten Blogartikel dazu) nicht wissen: Der Turm wurde 2018 an eine Husumer Unternehmerin verkauft und ist seit 2021 als zwei private Ferienwohnungen im Turmschaft eingerichtet. Eine Besichtigung der früheren Aussichtsplattform ist also nicht mehr möglich, der Turm lässt sich nur noch von außen bewundern, zum Beispiel vom Schlosspark aus.

Nationalpark Wattenmeer

Das Wattenmeer ist Nationalpark und UNESCO-Weltnaturerbe zugleich und die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit rund um Husum. Zweimal täglich kommt und geht die Flut, überspült das Watt und läuft durch die Priele wieder ab, ein Naturschauspiel, das sich ständig verändert. Husum ist unter anderem Heimat vom WWF-Wattenmeerbüro und der Schutzstation Wattenmeer und damit ein guter Ausgangspunkt, um das Gebiet per Schiff, Fahrrad oder zu Fuß zu erkunden.

Wir selbst haben das Wattenmeer bei unseren Husum-Trips eher am Rand mitgenommen, ausführlicher waren wir dafür in St. Peter-Ording und rund um den Leuchtturm Westerhever unterwegs, dazu unten mehr. Mehr zum Nationalpark selbst, Gezeiten und geführten Wattwanderungen findest du bei Husum Tourismus.

Museen in der Nähe des Hafens

Schifffahrts- und Nordfriesland-Museum am Husumer Binnenhafen
Schiff vor dem Schifffahrtsmuseum Nordfriesland am Binnenhafen.

Direkt am Binnenhafen und im Zingel liegen zwei Museen, die wir beide empfehlen können, auch wenn wir sie nicht persönlich besucht haben: Das Schifffahrtsmuseum Nordfriesland (Zingel 15) zeigt eine maritime Sammlung in vier Sprachen, Highlight ist ein holländischer Frachtensegler, der vor rund 400 Jahren bei Uelvesbüll strandete und nach seiner Bergung 1994 zwei Jahre lang konserviert wurde. Geöffnet ist täglich von 10 bis 17 Uhr, Erwachsene zahlen 5 Euro, Kinder 2,50 Euro, jeder vierte Sonntag im Monat ist der Eintritt frei (Stand 2026).

Bei schlechtem Wetter lohnt sich das Nordfriesland Museum im Nissenhaus (früher als NordseeMuseum bekannt), familiengerecht eingerichtet mit Themen wie dem Leben auf einer Hallig, dem Bau von Deichen und den Sturmfluten an der Nordsee.

Grünstrand Dockkoog

Nicht weit vom Zentrum liegt der Husumer Dockkoog, ein grüner Nordseestrand mit Badesteg, der kostenfrei genutzt werden kann. Eine große Liegewiese lädt zum Verweilen ein, Strandkörbe werden vermietet, und bei Ebbe lässt sich von hier aus das Watt erkunden, bei Flut baden, mit Blick zur Insel Nordstrand.

Der Kulturpfad: 34 Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust

Ein Tipp, den wir bei unseren eigenen Besuchen noch nicht kannten, aber gerne weitergeben: In der Tourist-Information am Markt gibt es kostenlos den Faltplan „Kulturpfad der Stadt Husum“, der zu 34 Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt führt. Wenn du mehr Zeit hast als unsere üblichen 2 bis 3 Stunden, ist das eine gute Möglichkeit, auch abseits der Hauptattraktionen noch etwas zu entdecken.

Ausflugsziele rund um Husum

Husum eignet sich super als Ausgangspunkt für Tagesausflüge, das haben wir bei beiden Besuchen so gemacht.

Leuchtturm Westerhever

Leuchtturm Westerhever auf der Halbinsel Eiderstedt bei Husum
Der Leuchtturm Westerhever, unser Abendziel nach dem ersten Husum-Besuch 2021.

Der Leuchtturm Westerheversand ist das Wahrzeichen der Halbinsel Eiderstedt und für viele der schönste Leuchtturm Deutschlands. Er steht mit dem einstigen Wärterhäuschen auf einer Sandbank vor dem gleichnamigen Ort. Nach unserem ersten Husum-Tag 2021 sind wir hier noch abends hin, ein schöner Ausklang.

St. Peter-Ording

Pfahlbauten am Strand von St. Peter-Ording nahe Husum
Stelzenhäuser am Strand in St. Peter-Ording.

Wie Husum liegt auch St. Peter-Ording direkt am UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer, bekannt für seine Pfahlbauten und das weite Sandwatt, auf dem man weit hinauslaufen kann, ohne tief einzusinken. 2023 sind wir nach unserem Husum-Nachmittag noch weiter nach St. Peter-Ording gefahren, rund 35 Minuten von Husum entfernt.

Tönning

Tönning im Februar
Tönning im Februar

Die kleine Hafenstadt an der Eider war 2023 unsere Station vor Husum. Schiffe und Boote liegen im kleinen Hafen, an der Promenade reihen sich Cafés und Restaurants, maritimes Flair auf kleinem Raum. Eignet sich hervorragend für ein paar Stunden, um durch den Ort zu schlendern.

Friedrichstadt

Blick auf die schönen Giebelhäuser in Friedrichstadt
Blick auf die schönen Giebelhäuser in Friedrichstadt

Rund 20 Autominuten von Husum entfernt liegt das holländisch geprägte Grachtenstädtchen Friedrichstadt mit seinen Giebelhäusern und Kanälen. Hier waren wir sogar zwei Nächte, wir hatten den Aufenthalt in einer Ferienwohnung von der Tourismusregion gewonnen. An einem Morgen sind wir SUP gefahren, richtig cool, an einem anderen haben wir an einer Stadtführung teilgenommen, ebenfalls sehr interessant. Gefrühstückt haben wir jeden Morgen ausgiebig, und auch sonst immer richtig gut gegessen. Und natürlich durfte eine Grachtenfahrt durch die kleinen Kanäle nicht fehlen.

Halbinsel Eiderstedt und Büsum

Fischkutter im Hafen von Büsum bei Husum
Fischkutter im Hafen von Büsum.

Südlich von Husum ragt die Halbinsel Eiderstedt wie eine Nase in die Nordsee, entstanden durch Eindeichungen seit dem Jahr 1000. Seit 1973 schützt das Eidersperrwerk die Halbinsel vor Sturmfluten. Etwas weiter südlich liegt Büsum mit seinem langen Strand am Deich, das wir bislang nur auf der Durchreise gesehen haben, ein eigener Besuch fehlt uns hier noch.

Mehr Ideen für die ganze Region findest du in unserer Übersicht der schönsten Ausflugsziele in Schleswig-Holstein und der schönsten Städte in Schleswig-Holstein.

Parken & Anreise: unser Praxis-Tipp

Bei beiden Besuchen haben wir am Parkplatz Am Binnenhafen auf Google Maps geparkt, umgerechnet rund 2 Euro pro Stunde. Von dort geht es nur über eine kleine Fußgängerbrücke, und du stehst direkt am Hafen und in der Altstadt, kürzer geht es kaum. Alternativ ist auch das Einkaufszentrum Theo in der Nähe des Schlosses eine Option, wenn du eher von dieser Seite starten willst.

Mit dem Auto bist du von Hamburg aus in etwa 1,5 bis 2 Stunden da, der Bahnhof liegt fußläufig zur Innenstadt.

Beste Reisezeit für Husum

Für die Krokusblüte ist das Fenster Ende Februar bis Mitte März am zuverlässigsten, das war auch unser Grund für den zweiten Besuch. Im Sommer punktet Husum dagegen mit Wattwandern, Baden am Dockkoog und den Ausflügen an die Küste. Wer es ruhiger mag, kommt außerhalb der Hauptsaison, dann sind auch Parkplatz und Hafenpromenade deutlich entspannter.

Husum oder St. Peter-Ording: was lohnt sich mehr?

Beide Orte liegen direkt am Wattenmeer, aber sie ticken unterschiedlich. Husum punktet mit Hafen, Altstadt, Museen und dem Schloss, also mit Kultur und einem kompakten Städtetrip-Gefühl. St. Peter-Ording ist dagegen vor allem Strand, Sandwatt und Pfahlbauten, eher ein Ziel für einen ganzen Strandtag als für einen Stadtbummel. Unser Tipp aus zwei eigenen Trips: beides an einem Tag verbinden, so wie wir es 2023 gemacht haben, vormittags Husum, nachmittags weiter an den Strand.

Unser Fazit zu den Sehenswürdigkeiten in Husum

Husum ist eine hübsche kleine Hafenstadt, die man in 2 bis 3 Stunden gut zu Fuß erleben kann. Für uns waren das Schloss zur Krokusblüte und der Zufallsfund in der Wasserreihe die schönsten Momente, dazu gehört aber auch die Ehrlichkeit, dass Husum touristisch ist und du an schönen Tagen nicht allein am Hafen stehst. Wer beides sucht, Kultur und Küste, kombiniert Husum am besten mit einem der Nachbarorte wie St. Peter-Ording, Tönning oder Schleswig.

Noch mehr Bilder aus Husum und von unseren Reisen findest du auf unserem Instagram.

Häufig gestellte Fragen zu Husum

Was ist das Besondere an Husum?

Das Besondere an Husum ist die Mischung aus Hafenstadt, Dichterstadt und Nordsee-Naturkulisse auf engstem Raum: der Binnenhafen mit echten Krabbenkuttern mitten in der Stadt, das Erbe von Theodor Storm in der Wasserreihe, das einzige Schloss an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste mit seiner Krokusblüte im Frühjahr und die direkte Lage am Nationalpark Wattenmeer, UNESCO-Weltnaturerbe vor der Haustür.

Wie heißt die Insel bei Husum?

Die Insel direkt vor Husum heißt Nordstrand, seit 1935 über einen Damm mit dem Festland verbunden und deshalb offiziell eine Halbinsel, im Alltag aber weiterhin als „Insel Nordstrand“ bekannt. Von Nordstrand aus fährt außerdem eine Fähre weiter zur echten Insel Pellworm.

Hat Husum eine Altstadt?

Ja, Husum hat eine kompakte Altstadt rund um den Marktplatz mit St. Marien Kirche und Tine-Brunnen. Zu Fuß erreichst du von dort in wenigen Minuten den Binnenhafen und die historische Wasserreihe mit dem Theodor-Storm-Haus, alles liegt eng beieinander und lässt sich gut in 2 bis 3 Stunden ablaufen.

Was ist das Wahrzeichen von Husum?

Ein einzelnes offizielles Wahrzeichen gibt es nicht, aber zwei feste Kandidaten: Das Schloss vor Husum ist die bekannteste Sehenswürdigkeit und das einzige Schloss an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Als heimliches Wahrzeichen gilt daneben der Tine-Brunnen mitten auf dem Marktplatz, eine Bronzefigur von 1902, die eine junge Fischerfrau darstellt und Richtung Nordsee blickt.

Was sind Geheimtipps in Husum?

Ein echter Geheimtipp ist das Antiquariat Streblow in der Wasserreihe 48, ein uriges kleines Antiquariat, an dem die meisten Besucher vorbeilaufen. Auch die ruhige Wasserreihe selbst abseits vom Hafentrubel und das Schifffahrtsmuseum Nordfriesland mit seinem historischen Frachtensegler zählen für uns zu den unterschätzten Ecken der Stadt.

Wo kann man in Husum parken?

Wir haben beide Male am Parkplatz Am Binnenhafen geparkt, umgerechnet rund 2 Euro pro Stunde. Von dort führt eine Fußgängerbrücke direkt zu Hafen und Altstadt. Alternativ gibt es einen Parkplatz beim Einkaufszentrum Theo nahe des Schlosses.

Wann ist die Krokusblüte in Husum?

Die Krokusblüte im Schlosspark Husum ist meist zwischen Anfang Februar und Ende März, am zuverlässigsten Ende Februar bis Mitte März, abhängig vom Winter. Das nächste Krokusblütenfest ist für den 13. und 14. März 2027 angesetzt. Vor der Anreise lohnt ein Blick in die Krokus-Webcam von Husum Tourismus, da sich der genaue Blühstand kaum vorhersagen lässt.

Wie viel Zeit sollte ich für Husum einplanen?

Für die Innenstadt mit Hafen, Schloss von außen und Wasserreihe reichen 2 bis 3 Stunden, das haben wir bei beiden Besuchen so gemacht. Mit einem Museumsbesuch oder dem kompletten Kulturpfad mit 34 Stationen kannst du gut einen halben bis ganzen Tag einplanen.

Kann man den Wasserturm in Husum besichtigen?

Nein, nicht mehr. Der ehemalige Wasserturm wurde 2018 verkauft und beherbergt seit 2021 zwei private Ferienwohnungen. Die frühere Aussichtsplattform ist nicht mehr öffentlich zugänglich, der Turm lässt sich nur noch von außen anschauen.

Was kann man in Husum bei Regen machen?

Bei Regen bieten sich die Museen an: das Schifffahrtsmuseum Nordfriesland am Zingel, das Nordfriesland Museum im Nissenhaus und das Theodor-Storm-Haus in der Wasserreihe. Auch das Schloss vor Husum mit seinem Museum ist eine gute Schlechtwetter-Option.

Ist Husum sehenswert?

Ja, Husum ist eine sehenswerte kleine Hafenstadt an der Nordsee. Der Binnenhafen mit den Krabbenkuttern, das Schloss vor Husum mit seiner Krokusblüte im Frühjahr und die Wasserreihe mit dem Theodor-Storm-Haus sind die Highlights, dazu kommt die Nähe zum Nationalpark Wattenmeer.

Was kann man in Husum so machen?

In Husum kannst du am Binnenhafen entlangschlendern und ein Fischbrötchen essen, das Schloss vor Husum mit seinem Park besuchen, durch die Wasserreihe mit dem Theodor-Storm-Haus und dem Antiquariat Streblow bummeln und am Grünstrand Dockkoog baden oder das Watt erkunden. Museumsfans steuern zusätzlich das Schifffahrtsmuseum Nordfriesland und das Nordfriesland Museum im Nissenhaus an, im Februar/März kommt die Krokusblüte im Schlosspark dazu.

Weitere Reisetipps für Deutschland und die Region

Folge uns gerne auch auf unseren sozialen Kanälen, wie FacebookInstagram und Pinterest. Auf diesen Plattformen nehmen wir dich mit auf unsere aktuellen Reisen und zeigen dir magische Bilder & Videos und verraten unsere besten Reisetipps.

* In diesem Beitrag verwenden wir sogenannte „Affiliate-Links“ (Werbelinks). Diese leiten dich zu Produkten bzw. Dienstleistungen, welche wir dir zu 100% empfehlen können. Solltest du über diese Links etwas buchen oder kaufen, erhalten wir als Dankeschön eine kleine Provision. Dir entstehen dadurch aber keine weiteren Kosten. Diese Werbeeinnahmen helfen uns all unsere Inhalte, Bilder und Videos auch weiterhin völlig kostenfrei für dich anzubieten.

Das könnte dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar