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Odense, Dänemark: Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps aus drei Besuchen

Odense ist die drittgrößte Stadt Dänemarks, liegt mitten auf der Insel Fünen und ist vor allem als Geburtsstadt von Hans Christian Andersen bekannt. Ich war inzwischen mindestens dreimal hier: im April 2017 mit der Familie, als wir ein Ferienhaus auf Fünen hatten, im April 2019 mit Judith und zuletzt im Mai 2025 mit Freunden. Bei diesem letzten Besuch waren wir vor allem in der Innenstadt und im Storms Pakhus unterwegs.

Wer Odense in Dänemark nur als Märchenstadt kennt, verpasst die Hälfte. Neben dem gelben Geburtshaus und den Kopfsteinpflastergassen gibt es einen umgebauten Hafen mit Freibad, eine alte Lagerhalle voller Street Food und ein Café mit einem Innenhof, auf den mich erst die Besitzerin aufmerksam gemacht hat. In diesem Artikel findest du meine Odense Sehenswürdigkeiten aus allen drei Besuchen, ergänzt um die Klassiker, die bei keinem Besuch fehlen sollten. Dazu Preise und Öffnungszeiten (Stand Oktober 2026), eine Karte mit allen Punkten und Antworten auf die häufigsten Fragen.

Odense auf einen Blick

  • Lage: in der Mitte der Insel Fünen, zwischen Jütland und Seeland
  • Bekannt für: Hans Christian Andersen, das Altstadtviertel rund um sein Geburtshaus, Storms Pakhus, den Hafen
  • Zeit einplanen: ein voller Tag für die Innenstadt, zwei Tage mit Zoo oder Freilichtmuseum
  • Anreise: ab Hamburg rund 310 km, ab Kopenhagen rund 160 km über die Storebælt-Brücke
  • Geld: Dänische Kronen (DKK), Karte geht fast überall

Im Vergleich mit Kopenhagen ist Odense kleiner, ruhiger und kompakter: Fast alles, was du hier liest, liegt in Laufweite voneinander. Wer noch weitere Ziele im Land sucht, findet sie in meinen 25 Dänemark Sehenswürdigkeiten.

Meine drei Besuche in Odense

Zum ersten Mal war ich im April 2017 hier, mit der Familie. Unser Ferienhaus lag in Brenderup im Nordwesten von Fünen, rund 35 Autominuten von Odense entfernt, und von dort aus haben wir uns Odense angesehen, vor allem das Andersen-Viertel.

Zwei Jahre später, an einem Sonntag im April 2019, kam ich mit Judith wieder. Die meisten Fotos in diesem Artikel stammen von diesem Tag. Am Hafen waren wir zusammen unterwegs, den Rest der Stadt habe ich danach allein erkundet.

Im Mai 2025 war ich dann mit Freunden da. Diesmal sind wir vor allem durch die Innenstadt gelaufen und waren mittags im Storms Pakhus.

Odense Sehenswürdigkeiten im Überblick

  1. Altstadt und Andersen-Viertel: Kopfsteinpflaster, bunte Häuser, das gelbe Geburtshaus
  2. H.C. Andersens Hus und Kindheitshaus: das neue Museum zum berühmtesten Sohn der Stadt
  3. Café Fleuri: mein Geheimtipp mit Gartenhof
  4. Brandts: Kunstmuseum in einer alten Textilfabrik, dazu Passagen und Street-Art
  5. Dom St. Knud und Eventyrhaven: gotische Kathedrale und Park am Fluss
  6. Hafen und Havnebad: neue Architektur und ein Freibad mitten im Hafen
  7. Storms Pakhus: Street Food in einer alten Lagerhalle
  8. Dänisches Eisenbahnmuseum: Loks zum Einsteigen, direkt am Bahnhof
  9. Odense Zoo: einer der meistbesuchten Orte der Stadt
  10. Den Fynske Landsby: Freilichtmuseum mit Dorf aus alter Zeit

Selbst erlebt habe ich die Altstadt, das Café Fleuri, das Viertel rund um Brandts, den Eventyrhaven, den Hafen und das Storms Pakhus. Andersens Geburtshaus, das neue Andersen-Museum und den Dom kenne ich nur von außen, am Eisenbahnmuseum bin ich wohl nur vorbeigegangen. Im Zoo und im Fünischen Dorf war ich noch nicht. Die Angaben dazu habe ich direkt bei den Betreibern nachgelesen.

Meine Route für einen Tag in Odense

Der Tag 2019 lief so: Mittags war ich mit Judith am Hafen, danach bin ich allein weitergezogen. Gegen 14 Uhr war ich im Storms Pakhus, um 15 Uhr im Café Fleuri, danach eine halbe Stunde rund um Brandts, gegen 16 Uhr im Eventyrhaven und zum Schluss bis kurz nach fünf in der Altstadt. Alles zusammen sind das nur ein paar Kilometer zu Fuß.

Wenn du gern fotografierst, dreh die Reihenfolge um und starte morgens in der Altstadt, bevor rund um das Geburtshaus viel los ist.

1. Altstadt von Odense: Gassen, Fachwerk und das gelbe Eckhaus

Die Altstadt von Odense ist ein Netz aus kleinen Gassen. Das historische Viertel liegt grob zwischen der Nørregade im Westen, dem Fluss Odense Å im Süden, dem Konzerthaus im Norden und der Hans Mules Gade im Osten. Hier stehen niedrige Häuser in Gelb, Rot und Rosa, dazwischen Kopfsteinpflaster und Laternen.

Das bekannteste Haus ist das gelbe Eckhaus an der Ecke Hans Jensens Stræde und Bangs Boder: das Geburtshaus von Hans Christian Andersen. Besonders gut gefallen haben mir die Paaskestræde und die Ecke Hans Jensens Stræde, Ramsherred und Bangs Boder, an der auch das gelbe Haus steht.

Gelbes Eckhaus mit Osterglocken im Vordergrund: Hans Christian Andersens Geburtshaus in Odense
Andersens Geburtshaus, das gelbe Eckhaus. Im April blühten davor die Osterglocken.

Am Geburtshaus ist Geduld gefragt, denn viele lassen sich gern vor dem Haus fotografieren. Ich war am späten Nachmittag dort, zwischen vier und kurz nach fünf Uhr. Wenn du die Gassen möglichst leer haben willst, komm früh morgens oder abends, dann ist auch das Licht am schönsten.

2. H.C. Andersens Hus und das Kindheitshaus

Hans Christian Andersen wurde am 2. April 1805 in Odense geboren und lebte hier bis zu seinem 14. Lebensjahr, dann zog er nach Kopenhagen. Die Stadt hat ihm trotzdem ein großes Museum gewidmet: das H.C. Andersens Hus. Seit 2021 ist es ein Neubau des japanischen Architekten Kengo Kuma, und das gelbe Geburtshaus ist Teil davon.

Das Besondere ist die Bauweise. Laut VisitOdense hat das Museum 5.600 Quadratmeter, zwei Drittel davon liegen unter der Erde, darüber liegt ein Garten. Das Museum erzählt von Andersens Leben und seinen Märchen, für Kinder von zwei bis zwölf Jahren gibt es die eigene Erlebniswelt Ville Vau.

Ein paar Straßen weiter, im Munkemøllestræde, steht das kleine Kindheitshaus, in dem Andersen aufgewachsen ist. Mit dem Ticket des Museums kommst du dort innerhalb von 30 Tagen kostenlos hinein.

Straße mit bunten Häusern und Kirchturm am Ende, nahe Andersens Kindheitshaus in Odense
Mit der Familie war ich 2017 in den Straßen rund um Andersens Kindheitshaus unterwegs.

Gut zu wissen

  • Adresse: H.C. Andersen Haven 1, 5000 Odense
  • Öffnungszeiten: 1. September bis 31. Oktober täglich 10–17 Uhr, 1. November bis 30. Dezember Dienstag bis Sonntag 10–16 Uhr, geschlossen am 24., 25. und 31. Dezember
  • Eintritt: Erwachsene 165 DKK. Die Tickets gelten für ein Zeitfenster, und du solltest sie online vorab buchen, auch für Kinder
  • Audioguide: gibt es auch auf Deutsch
  • Kindheitshaus (Barndomshjem): Munkemøllestræde, 1. September bis 30. Dezember Dienstag bis Sonntag 11–16 Uhr, 75 DKK oder frei mit dem Museumsticket
  • Spartipp: Mit dem Ticket des Andersen-Hauses bekommst du innerhalb von 30 Tagen 50 % Rabatt im Fünischen Dorf (Abschnitt 10)

3. Café Fleuri: mein Odense Geheimtipp

Nur ein paar Schritte vom Geburtshaus entfernt liegt in der Nørregade 28 das Café Fleuri. Es ist ein Bio-Café mit selbst gebackenem Kuchen, auch vegan, und gutem Kaffee. Auch die Einrichtung lohnt sich, mit alten Holztischen, Fensterläden und vielen Pflanzen.

Unbedingt anschauen solltest du den Innenhof. Ich habe an der Bar gefragt, ob ich fotografieren darf, und die Besitzerin hat sich so gefreut, dass sie mich extra auf diesen Hof hingewiesen hat. Efeu an den Wänden, Kopfsteinpflaster, Bänke mit Kissen: Hier kannst du gut eine Stunde sitzen.

Ohne etwas zu kaufen, konnte ich natürlich nicht gehen. Bei mir wurden es ein Kaffee und die Gemüsechips.

Gut zu wissen

  • Adresse: Nørregade 28, 5000 Odense
  • Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch 8–17:30 Uhr, Donnerstag bis Samstag 8–21 Uhr, Sonntag 8–16 Uhr
  • Brunch: täglich von 8 bis 14 Uhr
  • Aktuelle Karte und Zeiten: cafefleuri.dk

4. Brandts: Kunstmuseum, Passagen und Street-Art

Rund um Brandts merkt man, dass Odense einmal eine Industriestadt war. In den Backsteinbauten einer ehemaligen Textilfabrik sitzt heute das Kunstmuseum Brandts. Seit 2013 gehört auch die Fotokunst dazu, das frühere Fotomuseum ist im Kunstmuseum aufgegangen.

Bei meinem Besuch habe ich mir die Gegend rund um das Museum angesehen, und die lohnt sich schon für sich. Die Passagen zwischen den alten Fabrikgebäuden sind mit Backstein gepflastert, es gibt kleine Läden und Cafés, und an einigen Giebeln hängen großformatige Wandbilder. Über einer Straße baumelten Schuhe an einem Kabel, über dem Platz vor dem Museum spannt sich ein riesiges Stahlgerüst.

Gut zu wissen

  • Adresse: Amfipladsen 7, 5000 Odense (Zugang über Grønnegade, Kongestien und Pantheonsgade)
  • Öffnungszeiten Museum: montags geschlossen, Dienstag, Mittwoch, Freitag und Sonntag 10–17 Uhr, Donnerstag 10–20 Uhr, Samstag 10–18 Uhr
  • Eintritt: Erwachsene 140 DKK, Studierende 75 DKK, unter 18 Jahren frei
  • Parken: kostenpflichtig im Parkkeller unter der Grønnegade

5. Dom St. Knud und der Eventyrhaven

Den Turm des Doms siehst du schon vom Eventyrhaven aus. Die Sankt Knuds Kirke ist ein gotischer Backsteinbau aus dem 14. Jahrhundert und nach König Knud II. benannt, der 1086 in Odense getötet und später heiliggesprochen wurde. Seine Gebeine werden bis heute in der Kirche aufbewahrt. Bekannt ist außerdem die Altartafel des Bildschnitzers Claus Berg.

Direkt hinter Dom und Rathaus liegt der Eventyrhaven, der Märchengarten. Der Park zieht sich am Fluss Odense Å entlang, mit Kieswegen, einer Holzbrücke über das Wasser und einer großen Bronzestatue von Andersen, hinter der sich der Domturm erhebt. Ich hatte mich für diesen Park entschieden, weil er so zentral liegt, weil du von hier einen schönen Blick auf den Dom hast und natürlich wegen Andersen. Bei meinem Besuch im April blühten dort Tulpen und Osterglocken.

Wer länger im Grünen bleiben will, läuft ein paar hundert Meter weiter südwestlich in den Park Munke Mose. Auf dem Odense Å kannst du laut VisitOdense auch Kanu fahren. Eine Übersicht aller Parks findest du bei VisitOdense.

Gut zu wissen (Dom)

  • Adresse: Dronning Christines Plads 1–3, 5000 Odense
  • Öffnungszeiten: Montag 12–16 Uhr, Dienstag bis Samstag 10–16 Uhr, Sonn- und Feiertage 12–16 Uhr. Mittwochs von 10 bis 12:30 Uhr keine Führungen. Wegen Trauungen, Beerdigungen, Gottesdiensten oder Konzerten kann die Kirche auch zu den normalen Zeiten geschlossen sein

6. Hafen von Odense: Havnebad und neue Architektur

Ein Bummel durch den Hafen lohnt sich. Wie in vielen Städten ist das alte Hafengebiet in den letzten Jahren umgebaut worden: neue Wohnhäuser, ein Studentenwohnheim, eine breite Promenade. Dazwischen liegen noch Segelschiffe und ein paar Fischerboote, ein alter Kran steht auf dem Kai, und hinter dem Becken ragt ein Silo mit einem riesigen Fisch-Wandbild auf. Von der Architektur her erinnert das ein wenig an die Hamburger HafenCity, nur viel kleiner.

Unser Highlight war das Havnebad, ein Freibad direkt im Hafen, eingerahmt von weißen Neubauten mit Terrassen. Laut VisitDenmark ist das Schwimmen dort kostenlos. Außerdem gab es bei unserem Besuch eine große Freifläche mit Fußballfeld, Basketballplatz, Trainingsgeräten und einem Parcours-Bereich.

7. Storms Pakhus: Street Food in der alten Lagerhalle

Vom Hafen sind es nur ein paar Minuten bis zum Storms Pakhus. „Pakhus“ heißt Lagerhaus, und genau das war die Halle: Sie wurde um 1942 als Holzlager gebaut und später von der Verpackungsfirma Eric Storm genutzt. Daher der Name, und 2019 hing der alte Schriftzug noch über dem Eingang. Seit September 2017 ist hier ein Street-Food-Markt, heute mit 17 Essensständen und sechs Bars.

Unter dem Holzdach stehen lange Tische, dazwischen Container, Paletten-Bars und alte Fässer als Stehtische. Auf der aktuellen Liste stehen unter anderem Ramen, Pho, Tandoori, Pizza aus dem Steinofen, Burger und Waffeln, und bei gutem Wetter sitzt du draußen auf dem Platz. Dazu kommen regelmäßig Events wie Livemusik und Flohmärkte. Ich war zweimal hier: im April 2019 allein am Nachmittag und im Mai 2025 mittags mit meinen Freunden.

Wer schon in Aarhus, Dänemarks zweitgrößter Stadt war, kennt das Prinzip: viele kleine Küchen unter einem Dach, lange Tische und Bars dazwischen.

Gut zu wissen

  • Adresse: Lerchesgade 4, 5000 Odense, wenige Minuten zu Fuß vom Bahnhof
  • Essensstände: Montag bis Donnerstag 11–21 Uhr, Freitag und Samstag 11–22 Uhr, Sonntag 11–21 Uhr
  • Bars: Sonntag bis Donnerstag 11–23 Uhr, Freitag und Samstag 11–1 Uhr
  • Bezahlen: An allen Kassen geht Karte und Bargeld. Bargeld kannst du außerdem an der Værtsstation rechts vom Haupteingang (13–21 Uhr) gegen eine Guthabenkarte tauschen
  • Programm und Events: stormspakhus.dk

8. Dänisches Eisenbahnmuseum

Rund 270 Meter vom Storms Pakhus entfernt, direkt hinter dem Bahnhof, liegt Danmarks Jernbanemuseum. In der großen Halle stehen historische Lokomotiven und Wagen, in einige darfst du auch einsteigen. Draußen fährt das ganze Jahr ein Minizug, die Fahrt ist im Eintritt enthalten. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre zahlen keinen Eintritt.

Gut zu wissen

  • Adresse: Dannebrogsgade 24, 5000 Odense
  • Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag 10–16 Uhr, Mittwoch 9–19 Uhr, Wochenende und Feiertage 9–16 Uhr, in den dänischen Herbstferien (10. bis 18. Oktober) täglich 9–16 Uhr
  • Eintritt: Erwachsene 140 DKK, Studierende und Senioren ab 65 Jahren 105 DKK, Kinder bis 17 Jahre frei
  • Kinder unter 15 Jahren nur in Begleitung eines Erwachsenen

9. Odense Zoo

Der Zoo liegt gut zwei Kilometer südlich der Innenstadt (Luftlinie) und gehört laut VisitOdense zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Neben dem normalen Rundgang bietet er Fütterungen, Führungen und sogar Übernachtungen im Camp Kiwara an.

Gut zu wissen

  • Adresse: Søndre Boulevard 306, 5000 Odense
  • Öffnungszeiten: je nach Saison und Tag zwischen 9–16 Uhr und 9–19 Uhr, der Eingang schließt eine Stunde vorher. Den Tageskalender findest du auf der Website des Zoos
  • Eintritt: Erwachsene 250 DKK, Kinder von 3 bis 11 Jahren 150 DKK. Online gekaufte Tickets ersparen dir die Schlange an der Kasse, den Studierendenpreis von 213 DKK gibt es nur vor Ort

10. Den Fynske Landsby: das Fünische Dorf

Den Fynske Landsby ist ein großes Freilichtmuseum am südlichen Stadtrand. Zwischen Höfen, Häusern, Gärten und Feldern siehst du, wie auf Fünen früher gelebt wurde, mit Ausstellungen, Tieren und manchmal Essen, das in den Häusern zubereitet wird und das du probieren kannst. Das Museum empfiehlt, ein paar Stunden bis einen halben Tag einzuplanen. Mitgebrachtes Essen ist ausdrücklich erlaubt, Hunde an der Leine auch.

Wichtig für die Planung: Das Dorf hat eine lange Winterpause. Nach den Herbstferien öffnet es nur noch an zwei Adventswochenenden und dann erst wieder am 1. April.

Gut zu wissen

  • Adresse: Sejerskovvej 20, 5260 Odense S
  • Öffnungszeiten 2026: bis 9. Oktober Dienstag bis Freitag 10–16 Uhr, Samstag und Sonntag 10–17 Uhr. Herbstferien 10. bis 18. Oktober täglich 10–17 Uhr. „Jul i Landsbyen“ am 28./29. November und 5./6. Dezember 10–15 Uhr. Danach geschlossen bis zum Saisonstart am 1. April
  • Eintritt: Erwachsene 145 DKK, Kinder bis 17 Jahre frei, mit Ticket vom H.C. Andersens Hus 50 % Rabatt
  • Parken: kostenlos direkt am Museum
  • Aktuelle Zeiten: denfynskelandsby.dk

Noch ein Tipp für Musikfans: Das Carl Nielsen Museet in der Claus Bergs Gade 11 erzählt von einem der bekanntesten Komponisten Dänemarks, der aus der Gegend um Odense stammt. Erwachsene zahlen 100 DKK, Kinder nichts.

Odense mit Kindern

Mit Kindern ist Odense auch deshalb angenehm, weil viele Museen für alle unter 18 Jahren gratis sind. Meine Auswahl:

  • Eisenbahnmuseum: Loks zum Einsteigen und ein Minizug, Kinder frei
  • Odense Zoo: der Klassiker für einen halben Tag
  • Den Fynske Landsby: viel Platz zum Rennen, Tiere, Kinder frei (Winterpause beachten)
  • H.C. Andersens Hus: mit der Kinderwelt Ville Vau für Zwei- bis Zwölfjährige
  • Kunstmuseum Brandts: unter 18 Jahren frei, dazu eine eigene Sinnesausstellung für Kinder (40 DKK)
  • Havnebad: im Sommer zum Abkühlen mitten in der Stadt

Führungen und Touren ab Odense

Wenn du Odense nicht allein erkunden willst, passen zwei Touren gut zu dem, was ich in diesem Artikel beschreibe:

Stadtspaziergang „Das neue grüne Odense“. Zwei Stunden in einer kleinen Gruppe von der Altstadt über das ehemalige Industriegebiet bis zum Hafen, mit dem Schwerpunkt darauf, wie sich Odense von der Industriestadt zur grünen Stadt wandelt. Geführt wird auf Deutsch und Englisch, Treffpunkt ist in der Overgade 3. Angebote ansehen.*

Craft-Beer-Rundgang. Zweieinhalb Stunden durch das Zentrum mit sieben Bierproben aus Brauereien der Stadt, Start am Anarkist Beer & Food Lab in der Albanigade 20. Passt gut für Gruppen, geführt wird allerdings nur auf Dänisch und Englisch. Angebote ansehen.*

Anreise, Parken und Tipps für deinen Besuch

Mit dem Auto aus Deutschland sind es von Hamburg rund 310 Kilometer, reine Fahrzeit gut drei Stunden. Du fährst über die A7 nach Dänemark und bei Kolding auf die E20 Richtung Fünen. Wer die Strecke teilen will, legt in Kolding am Fjord einen Stopp ein, von dort sind es nur noch 70 Kilometer.

Ab Kopenhagen sind es rund 160 Kilometer über die mautpflichtige Storebælt-Brücke. Odense passt also auch gut als Tagesausflug, wenn du deinen Urlaub in Kopenhagen verbringst.

Mit dem Zug erreichst du Odense ohne Fähre, aus Deutschland über Flensburg und Fredericia, aus Kopenhagen über den Großen Belt. Ab Hamburg Hauptbahnhof bist du je nach Verbindung etwa dreieinhalb bis vier Stunden unterwegs. Die aktuellen Verbindungen findest du bei der Deutschen Bahn bzw. der DSB. Der Bahnhof liegt am Rand der Innenstadt, Storms Pakhus und Eisenbahnmuseum sind gleich um die Ecke.

Parken: In der Innenstadt gibt es mehrere kostenpflichtige Parkhäuser und Parkplätze. Welche gerade freie Plätze haben, zeigt die städtische Seite OdenseRundt.dk. Für das H.C. Andersens Hus empfiehlt VisitOdense das Parkhaus P-15, von dem aus du direkt in den Museumsbereich kommst. Am Fünischen Dorf parkst du kostenlos.

Vor Ort: Für längere Wege gibt es die Stadtbahn (Letbane). Eine Fahrt kostet 15 DKK, bezahlt wird per QR-Code an der Haltestelle. Einen City-Pass für Odense gibt es derzeit nicht, aber das Ticket vom Andersen-Haus bringt Rabatt in weiteren Museen.

Übernachten: Für einen Tagesausflug brauchst du keine Unterkunft. Wenn du Fünen aber ein paar Tage erkunden willst, ist Odense ein guter Standort, weil du von hier in alle Richtungen schnell auf der Insel bist. Unterkünfte findest du auf booking.com.*

Beste Reisezeit: Im April 2019 blühten im Eventyrhaven und in den Beeten am Geburtshaus und an Brandts Tulpen und Osterglocken. Bedenke nur, dass das Fünische Dorf im Winter geschlossen hat und viele Museen montags zu sind.

Fotospots in Odense und Karte

Wenn du mit der Kamera unterwegs bist, lohnen sich diese Stellen:

  • die Ecke Hans Jensens Stræde, Ramsherred und Bangs Boder mit dem gelben Geburtshaus (früh morgens)
  • die Paaskestræde
  • der Gartenhof im Café Fleuri (vorher kurz fragen)
  • die Wandbilder und Passagen rund um Brandts
  • die Holzbrücke und die Andersen-Statue mit Domturm im Eventyrhaven
  • das Silo mit dem Fisch-Wandbild und das Havnebad am Hafen

Alle Orte aus diesem Artikel habe ich dir in einer Karte zusammengestellt. Du kannst sie in Google Maps öffnen und unterwegs nutzen.

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Fazit: Lohnt sich Odense?

Ja, und zwar nicht nur wegen Andersen. Mein Vorschlag für einen Tag: morgens die Gassen im Andersen-Viertel, mittags der Hafen, nachmittags das Café Fleuri mit seinem Innenhof und zum Abschluss das Storms Pakhus. An einem Tag schaffst du die Innenstadt gut, mit Zoo oder Fünischem Dorf lohnen sich zwei.

Wenn du danach weiter durch Dänemark fährst, ist Odense ein guter Zwischenstopp: Richtung Westen geht es über Kolding bis nach Hvide Sande an der Westküste, Richtung Osten nach Kopenhagen. Mehr Fotos von unseren Reisen findest du auf unserem Instagram.

Häufige Fragen zu Odense

Was kann man in Odense machen?

In Odense kannst du vor allem durch die Altstadt rund um Andersens Geburtshaus bummeln, das H.C. Andersens Hus besuchen und im Storms Pakhus essen. Dazu kommen der Hafen mit dem Havnebad, das Kunstmuseum Brandts, der Dom St. Knud, das Eisenbahnmuseum, der Zoo und das Freilichtmuseum Den Fynske Landsby.

Lohnt sich Odense als Tagesausflug?

Ja. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen in Laufweite, und an einem Tag schaffst du Altstadt, Hafen, Storms Pakhus und ein Museum. Wenn du Zoo oder Fünisches Dorf dazunehmen willst, plane einen zweiten Tag ein.

Wo liegt Odense in Dänemark?

Odense liegt in der Mitte der Insel Fünen (Fyn), zwischen Jütland im Westen und Seeland mit Kopenhagen im Osten. Es ist die drittgrößte Stadt Dänemarks und die Hauptstadt Fünens.

Wie kommt man von Hamburg nach Odense?

Mit dem Auto sind es rund 310 Kilometer über die A7 und ab Kolding die E20, reine Fahrzeit gut drei Stunden. Mit dem Zug geht es ohne Fähre über Flensburg und Fredericia, ab Hamburg Hauptbahnhof je nach Verbindung in etwa dreieinhalb bis vier Stunden.

Was kann man in Odense mit Kindern machen?

Besonders geeignet sind der Odense Zoo, das Eisenbahnmuseum mit Minizug und Loks zum Einsteigen, das Freilichtmuseum Den Fynske Landsby und die Kinderwelt Ville Vau im H.C. Andersens Hus. In vielen Museen haben Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre freien Eintritt.

Wie spricht man Odense aus?

Ungefähr „O-en-se“, mit der Betonung auf dem O. Das d spricht man im Dänischen sehr weich, fast verschluckt.

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4 Kommentare zu „Odense, Dänemark: Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps aus drei Besuchen“

  1. Hey ihr Lieben,
    vielen Dank für eure Tipps! Wir sind gerade auf Rundreise durch Dänemark und werden morgen in Odense sein. Dank euch haben wir nun ausreichend Ideen an die Hand bekommen und direkt gespeichert.
    Liebe Grüße
    Steffi | Reiselust und Fernweh

    Antworten
    • Hallo Judith, danke für den Hinweis mit der Bestätigungsseite. Das korrigieren wir. Die Karte solltest du allerdings per E-Mail bekommen haben.

      Antworten

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