Wir haben kürzlich einen Tag in Odense, der drittgrößten Stadt Dänemarks, verbracht. Odense liegt auf der Insel Fünen, mitten im Herzen Dänemarks.

Vielen dürfte Odense als Heimatstadt des Autors und Dichters Hans Christian Andersen bekannt sein. Odense ist aber viel mehr als “nur” die Geburtsstadt des berühmten Märchenautors.

Wir haben für euch 5 Dinge, die ihr unbedingt in Odense machen müsst, zusammengetragen.

1. DIE NIEDLICHEN GASSEN & BUNTEN HÄUSER IM HISTORISCHEN ODENSE FOTOGRAFIEREN

Natürlich ist ein Besuch der Altstadt von Odense mit seinen niedlichen Gassen und bunten Häusern, die perfekt zum Kopfsteinpflaster passen, ein Muss.

Das Gebiet erstreckt sich grob zwischen der Nørregard im Westen, dem Fluss Odense Å im Süden, der Konzerthalle im Norden und Hans Mules Gade im Osten. Wie immer haben wir alle Fotospots für euch in einer kostenlosen Karte zusammengefasst; diese bekommt ihr am Ende des Artikels.

Hier findet ihr nicht nur das markante gelbe Eckhaus, das Geburtshaus von Hans Christian Andersen, sondern auch viele weitere Häuser und Perspektiven, die sich lohnen. Uns hat besonders die Paaskestræde sowie die Ecke Hans Jensens Straede/ Ramsherred /Bangs Boder, an der auch das gelbe Haus steht, gut gefallen.

Besonders an der Ecke des Geburtshauses ist jedoch Geduld gefragt, denn viele Menschen lassen gern ein Foto von sich vor eben diesem Haus machen. Am Besten kommt ihr in den frühen Morgen- oder Abendstunden. Weiterer Vorteil: Das Licht ist dann am Besten zum Fotografieren.

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2. AUSZEIT IM BIO-CAFÉ FLEURI

Unweit des Hans Christian Andersen Geburtshauses, befindet sich in der Nørregade 28 das wunderschöne Cafe Fleuri. Dieses niedliche Bio-Café bietet von leckeren, selbst gemachten (veganen) Kuchen über guten Kaffee bis hin zu Gemüsechips alles, was das Herz begehrt.

Auch die Einrichtung und das Ambiente lohnen sich. Schaut euch auch unbedingt den Hinterhof an. Der lädt dazu ein, dort stundenlang zu verweilen und einen Kaffee nach dem andern zu trinken oder einfach nur da zu sitzen und zu genießen.

Ihr möchtet dort auch fotografieren? Wir haben kurz an der Bar gefragt, ob es möglich ist, Fotos zu machen, und die Besitzerin war begeistert und hat uns extra noch auf diesen Hinterhof aufmerksam gemacht. Auch konnten wir das Café Fleuri nicht verlassen, ohne etwas zu kaufen – bei uns sind es die leckeren Gemüsechips geworden. 😀

3. EIN BUMMEL DURCH DEN HAFEN ODENSE

Ein Bummel durch den Hafen lohnt sich allemal. Dieser ist vergleichbar mit der HafenCity in Hamburg, allerdings nur von der Architektur, nicht von der Größe, denn der Hafen in Odense ist doch eher klein.

Der Hafen von Odense ist, wie in so vielen Städten, in den letzten Jahren Städtebautechnisch entwickelt worden. Moderne Architektur ist hier gut in das Hafenambiente integriert worden. Neben vielen Wohnungen gibt es hier auch ein Studentenwohnheim, und natürlich liegen viele Boote und sogar noch einige Fischerboote im Hafen von Odense.

Als Highlight empfanden wir das perfekt eingebrachte Schwimmbad inmitten moderner Architektur und in unmittelbarer Nähe zum Hafen. Zudem gibt es ein riesiges Freizeitareal mit Fußballfeld, Basketballplatz, diversen Outdoor-Trainingsgeräten und sogar einem Parcourbereich.

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4. STREET FOOD MARKT “STORMS PAKHUS” IN ODENSE BESUCHEN

Der Street Food Markt in Odense befindet sich im Storms Pakhus. Pakhus bedeutet soviel wie Lagerhaus. Dieses Lagerhaus wurde um 1940 als Holzscheune errichtet und diente vor allem der Lagerung von Nutzholz. Im Laufe der Jahre wechselte das Gebäude häufig den Besitzer, bis es zuletzt von der Firma Firma Eric Storm übernommen wurde. Daher der Name. 😉

Der Storms Pakhus Food Market ist kein gewöhnlicher Food Market. Denn hier habt ihr die Wahl an diversen (24 um genau zu sein) Food Ständen – von Italienisch über Burger, Indisch und Chinesisch bis hin zu Waffeln kann hier alles verzert werden; auch einen Friseur, 6 Bars und ein Möbelgeschäft, das aus einem Container betrieben wird, ist hier vertreten. Bei schönem Wetter kann man sich ebenfalls sehr gut im Außenbereich aufhalten und sein Essen dort verzehren.

In Storms Pakhus finden regelmäßig Events statt – sowohl an Wochentagen als auch am Wochenende. Von Livemusik, über Flohmärkte bis hin zu Tanzpartys und Outdoor-Trainings wird hier einiges angeboten.

Öffnungszeiten sowie einen Event-Plan findet ihr auf der Webseite des Storms Pakhus oder auf deren Facebookseite.

Hinweis: Bezahlt werden kann an den Ständen im Storms Pakhus ausschließlich mit der Kreditkarte (wie übrigens sehr häufig in Skandinavien). Wer keine Kreditkarte hat, kann an der Vakse Viggo-Bar im Pakhus Bargeld auf eine interne Kreditkarte laden und damit bezahlen.

Wer möchte, kann noch einen Abstecher in das Eisenbahnmuseum von Odense einstreuen. Dies liegt quasi gleich um die Ecke und ist besonders bei Kindern beliebt.

5. IN EINEM DER STADTPARKS ODENSES DIE SEELE BAUMELN LASSEN

Wer genug vom Trubel im Storms Pakhus hat, der lässt einfach in einem der vielen Stadtparks in Odense die Seele baumeln. Besonders bieten sich die Parks Eventyrhaven oder Munke Mose (Mönchsumpf) an.

Wir haben uns für Eventyrhaven (oder auch H.C. Andersen Garten genannt) entschieden, da dieser sehr stadtnah liegt, man hier zudem einen schönen Blick auf die Sankt Knuds Kirche hat, und nicht zuletzt weil er einen Bezug zu Hans Christian Andersen hat (nicht zu übersehen dank der großen Statue des Märchenautors).

Der Park ist auf einer kleinen Insel gelegen, wo sehr viel Grünflächen und Bänke zum Entspannen einladen. Im Frühling blühen hier die Blumen und Bäume in den schönsten Farben. Hier lässt es sich gut aushalten und die Hektik der nahen Einkaufsstraße vergessen.

Eine Übersicht über die weiteren Parks (und Gärten) sind auf der Webseite von VisitOdense aufgeführt.

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BONUS: DAS BRANDTS

Ihr habt noch Zeit und wollt noch mehr sehen? Dann erkundet doch die Gegend um das Brandts. Das Brandts in Odense ist ein altes Industriegebäude (in dem Gebäude befand sich früher eine Kleiderfabrik der Firma Brandts) mit Kino, Kunst- und Fotografiemuseum sowie Cafés.

Auch die umliegenden Passagen und Straßen haben einen industriellen Charme, gehörten sie doch zum Hauptgebäude der Kleiderfabrik. Hier lässt kann man wunderbar durch die Gassen streifen oder in einem der zahlreichen Cafés und Restaurants den Tag ausklingen lassen.

In Nähe des Brandts findet ihr auch zahlreiche Street-Art, die sich zu erkunden lohnen.

FOTOSPOTS IN ODENSE

Wie immer, wenn wir eine Stadt oder Region besuchen und darüber berichten, haben wir eine kostenlose Karte mit allen von uns gefundenen Fotospots für euch erstellt. Diese könnt ihr dann einfach in Google Maps aufrufen und euch die lästige Suche nach Fotospots sparen.

Persönlicher Hinweis: Sucht nach neuen Perspektiven an diesen Fotospots, um eure Fotos individuell zu gestalten.

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LESETIPPS

  • Die liebe Julia hat selbst 3 Monate in Odense gelebt und ein paar Insider Tipps auf ihrem Blog MeinWeltbuch für euch parat.

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