Aktualisiert am 25. September 2026
Emden ist eine Seehafenstadt in Ostfriesland an der Emsmündung und bekannt für den Ratsdelft mit seinen Museumsschiffen, die Kunsthalle von Henri Nannen und Dat Otto Huus. Die meisten Emden Sehenswürdigkeiten liegen nur wenige Gehminuten vom alten Binnenhafen entfernt, für die Innenstadt reicht ein Tag.
Ich war an einem Feiertag im Mai einen Vormittag lang in Emden, von halb neun bis zum Mittag. Am Abend vorher war ich auf einem Junggesellenabschied in Leer, übernachtet habe ich in Emden am Bahnhof, und zurück nach Hamburg ging es mit dem Zug.
Wer Leer kennt, erwartet vielleicht eine ähnliche Altstadt. Die gibt es in Emden nicht mehr, beim Luftangriff am 6. September 1944 ging der größte Teil der Innenstadt verloren. Dafür hat Emden den Hafen mitten in der Stadt, mehr Museen und Wasser an fast jeder Ecke. Kurz gesagt: Leer ist die schönere Altstadt, Emden die spannendere Hafenstadt.
Weil Feiertag und obendrein Montag war, hatte fast alles geschlossen. Auf den Museumsschiffen, in den Museen und auf einer Bootsfahrt war ich deshalb nicht, drin war ich nur im Otto Huus. Alles andere ist recherchiert.
In diesem Artikel findest du alle Sehenswürdigkeiten mit Öffnungszeiten und Preisen für 2026, eine Karte, die besten Parkplätze, die Hafen- und Grachtenfahrten und Ausflugsziele rund um Emden, von der Knock bis Greetsiel.
1. Emden Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
- Lage: kreisfreie Stadt in Ostfriesland, Niedersachsen, an der Emsmündung
- Bekannt für: Ratsdelft mit drei Museumsschiffen, Kunsthalle Emden, Dat Otto Huus, Bunker, Hafen- und Grachtenfahrten
- Zeit einplanen: ein Tag für die Innenstadt, zwei Tage mit Hafenfahrt und einem Ausflug an die Knock oder nach Greetsiel
- Beste Zeit: Ende März bis Ende Oktober, am besten dienstags bis sonntags. Dann fahren die Boote, die Museumsschiffe sind offen und das Bunkermuseum hat Saison (Mai bis Anfang November). Montags haben fast alle Museen geschlossen
- Anreise: Emden Hbf liegt gut zehn Minuten zu Fuß vom Ratsdelft, Intercitys fahren aus Köln und Bremen
- Parken: Parkhaus am Wasserturm, Abdenastraße 17, über 460 Plätze, rund um die Uhr geöffnet. Straßenparken kostet Mo–Sa 8–18 Uhr, sonntags ist es frei
- Tourist-Info: Pavillon am Stadtgarten, Alter Markt 2a, und am Bahnhof, Bahnhofsplatz 11
2. Emden Sehenswürdigkeiten Karte
Auf der Karte findest du alle elf Ziele aus diesem Artikel und die Martin-Luther-Kirche, dazu das Parkhaus am Wasserturm, beide Tourist-Infos, den Borkumanleger und die Knock.
3. Emden Sehenswürdigkeiten am Hafen

Der Hafen ist der Grund, warum es Emden gibt. Um 800 entstand hier eine friesische Handelssiedlung, im 16. Jahrhundert war Emden zeitweise der größte Hafen Westeuropas. Heute zählt die Stadt laut Emden-Touristik zu den drei größten deutschen Nordseehäfen. Für Besucher ist der Hafen an drei Stellen interessant: am Ratsdelft mitten in der Stadt, auf dem Wasser und draußen am Außenhafen.
Ratsdelft mit Feuerschiff, Seenotkreuzer und Heringslogger



Der Ratsdelft ist der alte Binnenhafen im Zentrum, frei zugänglich und der beste Startpunkt für einen Rundgang. Am Südende steht das Hafentor, 1635 vom Stadtbaumeister Martin Faber gebaut. Am Kai liegen drei Museumsschiffe, die zusammen die Seefahrtsgeschichte der Stadt erzählen.
Feuerschiff Amrumbank: das rote Schiff, im Dienst ab 1917, seit 1984 im Ratsdelft. Die letzte Station hieß „Deutsche Bucht“, deshalb führt die Tourist-Info das Schiff unter beiden Namen. An Bord gibt es ein Museum und ein Restaurant.
21.03.–01.11.2026, Di–So 10–15 Uhr · Erwachsene 5 €, Jugendliche 3 €, Kinder 2 €, Familie 12 € (Stand 2026)
Seenotkreuzer Georg Breusing: 1963 gebaut, bis 1988 auf der Station Borkum im Einsatz. In diesen 25 Jahren hat die Besatzung 1.672 Menschen aus Seenot gerettet.
bis Ende Oktober 11–16 Uhr · Erwachsene 4 €, Kinder 1 €, Familie 6 € (Stand 2026). Den Saisonbeginn nennt die Website widersprüchlich (Ende März oder 1. Mai), im Frühjahr vorher nachsehen
Heringslogger AE 7 „Stadt Emden“: kein Nachbau, sondern ein Original von 1908 aus Scheveningen, bis 1931 auf Heringsfang, 1988/89 nach alten Plänen restauriert. Von außen jederzeit zu sehen, Führungen gibt es nach Absprache mit dem Verein. Eintritt frei, der Verein freut sich über eine Spende.
Zwei Straßen weiter zeigt das Maritime Museum der „Freunde der Seefahrt“ Schiffsmodelle, Fotos und Reedereiflaggen. Gegründet haben es 2004 ein Koch und ein Matrose. Emsstraße 12 · Do–Sa 10–13 Uhr · Eintritt frei
Hafenfahrt und Grachtenfahrt


Wasser siehst du in Emden am besten vom Wasser aus. Die AG Ems bietet drei Fahrten an, alle mit Start in der Innenstadt:
- Hafenfahrt mit der „Engelke“: rund 75 Minuten durch den Emder Hafen, ab Kopfende Ratsdelft. 24.03.–01.11., Di–So 10:30, 12, 14 und 15:30 Uhr · 16,50 €, Kinder 8,25 €
- Grachtenfahrt mit der „Schreyershoek“: 1 Stunde 45 Minuten über die Kanäle der Stadt, freitags und sonntags als Strecke zwischen Ratsdelft und Kunsthalle. Di, Do, Sa 12 und 14:30 Uhr ab Ratsdelft · 18,50 €, Kinder 9,25 €. Hunde dürfen auf diesem Boot nicht mehr mit
- Große Hafen- und Emsfahrt mit der „Atlantis“: 2,5 Stunden bis hinaus auf die Ems, ab Hafentor. Di–Sa, Ende März bis Anfang Juli und September bis Ende Oktober, Sommerpause im Juli/August · 22 €, nachmittags mit Tee 25 €
Auf keinem der Boote gibt es eine Toilette. Aktuelle Fahrpläne und Tickets findest du bei der AG Ems (Preise Stand 2026).
Außenhafen, Schleusen und Borkum-Fähre
Rund vier Kilometer südwestlich der Innenstadt liegt der Außenhafen. Hier legt die Fähre nach Borkum ab, mit dem Katamaran in etwa einer Stunde, mit der normalen Fähre in gut zwei. Vom Fährhaus aus siehst du den Yachthafen, die Schlepper und die Nesserlander Schleuse. Im Industriehafen werden jedes Jahr rund eine Million Autos verladen.
Die Bahn fährt bis zur Haltestelle Emden Außenhafen, dazu die Buslinie 3. Wer nur schauen will, kommt mit dem Rad gut hin. Zurück in der Stadt lohnt im Sommer ein Stopp am Delftstrand, der Beachbar am Hafentor (ab Mitte Mai). Baden kannst du dort nicht, der Delft ist kein Badesee.
4. Emden Sehenswürdigkeiten in Innenstadt und Altstadt


Die Innenstadt ist kompakt, von der historischen Altstadt sind nach 1944 nur Reste geblieben. Rathaus, Otto Huus, Bunkermuseum, Pelzerhäuser und a Lasco Bibliothek liegen alle in einem Radius von wenigen hundert Metern um den Ratsdelft, die Kunsthalle zehn Minuten weiter nördlich.
Rathaus am Delft und Ostfriesisches Landesmuseum


Das Rathaus am Delft entstand 1574 bis 1576 nach dem Vorbild des Antwerpener Rathauses. Am 6. September 1944 wurde es zerstört, 1962 wurde der Neubau eingeweiht. Über dem Eingang steht der Wahlspruch der Stadt: „Concordia res parvae crescunt“, durch Eintracht wachsen kleine Dinge.
Drinnen sitzt das Ostfriesische Landesmuseum. Das Highlight ist die Rüstkammer mit ihren Reiterrüstungen. Vom Glockenspielturm hast du den besten Blick über Delft und Innenstadt, den Turm gibt es auch einzeln für 2 €.
Brückstraße 1 · Di–So 10–17 Uhr · Erwachsene 8 €, Kinder bis 17 frei, Familie 14 € (Stand 2026)
Kunsthalle Emden

Die Kunsthalle ist das bekannteste Museum der Stadt. Gegründet haben sie 1986 Henri Nannen, der Gründer des „Stern“, und seine Frau Eske. Nannen steckte sein Privatvermögen in den Bau. Gezeigt wird Kunst der Klassischen Moderne, vom Expressionismus bis zur Gegenwart. Bis Mai 2027 läuft die Ausstellung zum 40. Geburtstag des Hauses.
Direkt an der Kunsthalle liegt ein Bootsanleger, hier endet freitags und sonntags die Grachtenfahrt. Mehr zur aktuellen Ausstellung steht auf kunsthalle-emden.de.
Hinter dem Rahmen 13 · Di–Fr 10–17, Sa/So 11–17 Uhr · Erwachsene 12,50 €, unter 18 frei. Am ersten Dienstag im Monat bis 21 Uhr geöffnet, ab 17 Uhr kostenlos (Stand 2026)
Dat Otto Huus


Otto Waalkes ist in Emden geboren, und das Otto Huus in der Fußgängerzone ist halb Museum, halb Fanshop. Drin gibt es einen restaurierten Kinosaal und ein Mini-Atelier. Plane eine gute halbe Stunde ein, mit Kindern eher mehr.
Große Straße 1 · 30.03.–31.12. Mo–Fr 9:30–18, Sa 9:30–14 Uhr, von Ende März bis Oktober auch sonn- und feiertags 10–16 Uhr · Winterpause 1. Januar bis 29. März · Erwachsene 4 €, Kinder 2 € (Stand 2026)
Das Otto Huus hat auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet, deshalb war es an meinem Vormittag das einzige Haus, in das ich hineinkam. Ich fand es richtig interessant und witzig, auch ohne am Ende im Shop etwas zu kaufen.
Johannes a Lasco Bibliothek und Martin-Luther-Kirche

Die Große Kirche wurde 1943 zerstört. Statt sie wiederaufzubauen, hat man die Ruine von 1992 bis 1995 in einen Neubau einbezogen, alte Mauern und neuer Bau sind sichtbar verbunden. Darin sitzt die Johannes a Lasco Bibliothek, gestiftet 1559 und seit 1570 in der Großen Kirche zu Hause. Das Museum im Kirchenraum kannst du besichtigen, sonntags auch mit Führung.
Kirchstraße 22 · Museum Di–Do und So 14–17 Uhr · 6 €, unter 18 frei, Führung So 14:30 Uhr für 1 € extra (Stand 2026)
In der Bollwerkstraße steht die Martin-Luther-Kirche mit ihrem 50 Meter hohen Turm. Ihre Vorgängerin, eine Rokokokirche von 1774/75, wurde 1942 bei einem Luftangriff zerstört. Der Neubau von Ernst Witt wurde 1958 geweiht und war mit 1.200 Plätzen der größte Kirchenneubau der hannoverschen Landeskirche nach dem Krieg. Drinnen steht die größte Orgel Emdens, 1995 von Rudolf von Beckerath gebaut.
Bunkermuseum


Wer durch Emden läuft, sieht überall Betonklötze zwischen den Häusern. Ab 1940 wurden hier 35 große Luftschutzbunker gebaut, dazu über hundert kleine, denn Hafen und Werften machten die Stadt zum Ziel. 31 Bunker prägen bis heute das Stadtbild. Einer davon ist seit 1995 das Bunkermuseum, das erste seiner Art in Deutschland. Auf sechs Etagen erzählt es die Geschichte der Luftangriffe bis zum 6. September 1944, als der größte Teil der Innenstadt in Trümmern lag.
Holzsägerstraße 6 · 01.05.–01.11.2026, Di–Fr 11–13 und 14–17, Sa/So 14–17 Uhr · Erwachsene 6 €, Kinder 3 € (Stand 2026)
Pelzerhäuser, Delftspucker und Jantje Vis



Wie Emden vor dem Krieg aussah, zeigen am ehesten die Pelzerhäuser in der Pelzerstraße 11 und 12. Nummer 12 stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und gehört zu den ganz wenigen Häusern, die den Angriff von 1944 überstanden haben. Von innen besichtigen kannst du sie nicht, sie stehen seit 2016 leer. Die Backsteingiebel lohnen den kleinen Umweg trotzdem.
Auf dem Rückweg zum Delft begegnen dir Bronzefiguren: die drei Delftspucker an der Georg-Breusing-Promenade und Jantje Vis am Rathausplatz.
5. Grünes Emden: Wall, Wasserturm und Kesselschleuse
Emder Wall mit der Mühle De Vrouw Johanna
Der Emder Wall ist die alte Stadtbefestigung, gebaut ab 1606 und 1621 fertig. Sie hat Emden als einzigen Ort Ostfrieslands im Dreißigjährigen Krieg vor der Eroberung bewahrt. Heute ist der Wall ein gut zwei Kilometer langer Grüngürtel im Norden der Innenstadt, mit acht der ursprünglich elf Bastionen, Kanälen und Brücken, frei zugänglich und kostenlos.
Auf dem Marienwehrster Zwinger steht die Mühle De Vrouw Johanna von 1804, 25 Meter hoch und bis 1956 in Betrieb. Im Müllerhaus stellt der Kunstverein aus (Fr–So 13–18 Uhr), die Mühle selbst kannst du nach Absprache von innen sehen. Für eine Runde über den Wall mit Abstecher zur Mühle solltest du eine gute Stunde einplanen.
Ich bin ein Stück über den Wall gelaufen, und dort sind auch einige meiner Fotos entstanden: der Wasserturm über dem Stadtgraben, bei Windstille mit Spiegelbild im Wasser.
Wasserturm, Stadtgraben und Kesselschleuse


Der Wasserturm von 1912 ist 42 Meter hoch und bis heute in Betrieb. Seit März 2025 wird er saniert, bis voraussichtlich Ende 2026 kann ein Gerüst das Foto stören. Gleich daneben am Stadtgraben verleiht ein Bootsverleih Tretboote und Kanus, eine Stunde kostet 10 € (Oster- bis Herbstferien, nachmittags, am Wochenende ab 11 Uhr).
Am Ostrand des Walls liegt die Kesselschleuse von 1887. Sie verbindet vier Wasserwege mit unterschiedlichem Wasserstand über eine runde Kammer von 33 Metern Durchmesser und ist die einzige Schleuse dieser Art in Europa. Rund 2.800 Boote fahren jedes Jahr hindurch, meist Sportboote. Am schönsten ist sie, wenn gerade eines geschleust wird.
6. Ausflugsziele rund um Emden
Emden ist ein guter Standort für Ostfriesland. Mit dem Auto sind die meisten Ausflugsziele in einer halben Stunde erreicht.
Die Knock
Die Knock liegt rund 14 Kilometer außerhalb der Innenstadt am Deich an der Emsmündung. Es gibt einen kleinen Sandstrand, Deichwege und viel Himmel. Baden solltest du an der Seebrücke nicht, die Strömung ist stark. Parken kannst du auf einem Schotterparkplatz, mit dem Bus kommst du nur bis etwa fünf Kilometer heran.
Greetsiel und die Krummhörn

Die Gemeinde Krummhörn beginnt direkt hinter Emden. Ihr bekanntester Ort ist Greetsiel mit dem Kutterhafen und den Zwillingsmühlen, rund 26 Kilometer entfernt. Im Sommer ist es dort voll, außerhalb der Ferien deutlich ruhiger.
Leer und Aurich


Leer (34 km) hat die Altstadt, die Emden verloren hat, mit Museumshafen, Haus Samson und Waage. Aurich (28 km) hat das Schloss, die Stiftsmühle und das Mausoleum der Cirksena, der alten ostfriesischen Herrscherfamilie.
Norden, Norddeich und Norderney
Norden liegt 33 Kilometer nördlich, Norddeich mit dem Fähranleger 39. Von dort und nicht von Emden fährt die Fähre nach Norderney. Wer ohne Auto unterwegs ist: Intercity und Regionalexpress fahren von Emden bis Norddeich Mole durch.
Borkum
Borkum erreichst du direkt ab Emden-Außenhafen. Mit dem Katamaran bist du in rund einer Stunde drüben, ein Tagesausflug ist gut machbar.
Weiter weg: Papenburg, Jever und die Nordseeküste


Papenburg mit der Meyer Werft liegt 63 Kilometer südöstlich, Jever mit Schloss und Brauerei 74 Kilometer. Mehr Ziele an der Küste findest du in meinen Ausflugszielen an der Nordsee in Niedersachsen.
7. Fotospots in Emden



Alle meine Emden-Fotos sind an einem Vormittag zwischen halb neun und zwölf entstanden. Es war fast windstill, und genau das brauchst du für die Spiegelungen, die Emden so fotogen machen.
- Spiegelungen im Ratsdelft: Bei Windstille liegt das Wasser glatt wie ein Spiegel, Feuerschiff, Seenotkreuzer und Rathaus stehen dann doppelt im Bild. Am besten morgens, bevor Wind und Boote das Wasser aufrauen.
- Glockenspielturm des Rathauses: der Blick von oben über Delft und Innenstadt, für 2 € auch ohne Museumsbesuch.
- Wasserturm vom Wall aus: über den Stadtgraben fotografiert, mit der kleinen Brücke im Vordergrund und dem Turm im Wasser.
- Delftspucker: Die Bronzefiguren stehen direkt am Geländer, du kannst ganz nah an die Gesichter heran.
Mehr Fotos von meinen Touren durch den Norden findest du auf Instagram.
8. Wie viel Zeit solltest du für Emden einplanen?
Mir haben dreieinhalb Stunden an einem Vormittag für Ratsdelft, Innenstadt, Otto Huus und ein Stück Wall gereicht, allerdings ohne Museen. Mit Museen und Bootsfahrt brauchst du einen ganzen Tag: vormittags Ratsdelft und ein Museumsschiff, mittags eine Hafen- oder Grachtenfahrt, nachmittags Kunsthalle oder Landesmuseum und zum Schluss eine Runde über den Wall. Mit zwei Tagen kommen die Knock, Greetsiel oder ein Tag auf Borkum dazu.
Emden eignet sich gut als Standort für ganz Ostfriesland, weil Bahn und Fähre hier zusammenlaufen. Auf booking.com findest du über 200 Unterkünfte in Emden.*
Ich habe in einem kleinen Hotel direkt am Bahnhof übernachtet, günstig und in wenigen Minuten zu Fuß in der Innenstadt. Wer mit dem Zug kommt, ist in Bahnhofsnähe gut aufgehoben.
9. Emden bei Regen: was du drinnen machen kannst
Für einen Regentag ist Emden in Ostfriesland eine gute Wahl. Kunsthalle, Landesmuseum und a Lasco Bibliothek füllen zusammen einen ganzen Tag. Das Otto Huus ist für eine halbe Stunde gut, das Maritime Museum hat donnerstags bis samstags vormittags offen. Das Bunkermuseum ist ebenfalls drinnen, aber nur von Mai bis Anfang November geöffnet.
10. Emden mit Kindern

- Museumsschiffe: Kinder kosten auf der Amrumbank 2 €, auf der Georg Breusing 1 €, der Heringslogger ist von außen gratis
- Dat Otto Huus: Ottifanten und kurze Wege, 2 € Eintritt
- Tretboot auf dem Stadtgraben: am Wasserturm, 10 € pro Stunde
- Kunsthalle und Landesmuseum: für Kinder und Jugendliche frei (Kunsthalle unter 18, Landesmuseum bis 17)
- Knock: Deich und ein kleiner Sandstrand zum Buddeln, zum Baden taugt er wegen der Strömung nicht
11. Emden Tipps: Parken, Anreise und Tourist-Info
Parken in Emden
Die einfachste Lösung ist das Parkhaus am Wasserturm (Abdenastraße 17): über 460 Plätze, rund um die Uhr geöffnet, gut fünf Minuten zu Fuß in die Innenstadt. Auf der Straße gilt Mo–Sa von 8 bis 18 Uhr: 1 € pro Stunde im Zentrum, 0,50 € in den Randzonen, Tagestickets 3 bis 6 €. Sonn- und feiertags parkst du überall kostenlos, samstags seit April 2025 nicht mehr. Kostenlose Parkplätze gibt es am Festspielhaus am Wall, an der Nordseehalle und an der Friesentherme.
Mit dem Wohnmobil steuerst du den Stellplatz am Alten Binnenhafen an (Am Eisenbahndock 1): 20 € pro Nacht inklusive Strom, Reservierung nicht möglich (Stand 2026).
Mit dem Zug nach Emden
Emden Hbf liegt an der Strecke Richtung Norddeich Mole. Direkte Intercitys fahren aus Köln und Bremen, Regionalexpresse aus Hannover und Münster. Der Regionalexpress aus Münster fährt weiter bis Emden Außenhafen, also direkt an die Borkum-Fähre.
Tourist-Information
Die Emden-Touristik hat zwei Standorte: den Pavillon am Stadtgarten (Alter Markt 2a, ab Oktober Mo–Fr 9–17, Sa 10–13 Uhr, im Sommer länger) und die Mobilitätszentrale am Bahnhof (Bahnhofsplatz 11, Mo–Fr 9–17, Sa 10–13 Uhr).
12. Essen und Trinken in Emden


Richtig gegessen habe ich in Emden nicht. Morgens gab es Kaffee und Croissants im dat Backboord in der Ringstraße 14, einem Backshop mit Café, in dem auch ausgebildet wird (Mo–Fr 7–16, Sa 8–14, So 8–13 Uhr, Stand 2026). Später habe ich mir am Alten Markt im Eis Rialto noch einen Kaffee und ein Eis geholt.
Für ein richtiges Essen mit Aussicht bietet sich das Restaurant auf dem Feuerschiff im Ratsdelft an, mittags und abends geöffnet. Welche Tage Ruhetag sind, nennen Schiff und Restaurant unterschiedlich, deshalb vorher auf der Website nachsehen oder anrufen.
Fun Fact: Emden war nie Mitglied der Hanse. Im Gegenteil: Um 1400 unterstützte die Stadt die Seeräuber um Klaus Störtebeker und lag deshalb mit der Hanse im Streit. Von 1433 bis 1453 hielt Hamburg Emden sogar besetzt. Welche Städte wirklich zur Hanse gehörten, liest du in meinem Artikel über die Hansestädte in Deutschland.
Was ich beim nächsten Mal anders machen würde: Ich würde unter der Woche kommen statt an einem Feiertag und mir mehr Zeit für das Bunkermuseum und eine Bootsfahrt nehmen. Und nicht an einem Montag: Dann haben fast alle Museen und das Feuerschiff Ruhetag.
13. Lohnt sich Emden?

Ja, wenn du Häfen, Schiffe und Museen magst oder in Ostfriesland einen Regentag füllen musst. Emden hat viele Museen auf engem Raum, und mit Hafenfahrt und Wall wird aus einem Stadtbummel ein ganzer Tag.
Eher nein, wenn du eine historische Altstadt mit Giebelhäusern suchst. Die findest du in Leer oder in Greetsiel. Am besten kombinierst du beides: Emden für den Hafen, Leer für die Altstadt.
Mein Fazit zu Emden
Emden ist keine Postkarten-Stadt, aber eine mit Geschichte an jeder Ecke: Museumsschiffe im Delft, Bunker zwischen den Häusern, eine Kunsthalle von Rang und ein Wall, der die Stadt einmal gerettet hat. Meine Empfehlung: Starte am Ratsdelft, fahr einmal mit dem Boot durch die Grachten und hör mit einer Runde über den Wall auf. Plane die Reise zwischen Ende März und Oktober, dann fahren die Boote und die Schiffe sind offen.
Ich komme auf jeden Fall wieder, dann an einem Werktag mit offenen Museen.
Häufige Fragen zu Emden
Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Emden?
Die wichtigsten Emden Sehenswürdigkeiten sind der Ratsdelft mit drei Museumsschiffen, die Kunsthalle, das Ostfriesische Landesmuseum im Rathaus, Dat Otto Huus, das Bunkermuseum und der Emder Wall. Bis auf Kunsthalle und Wall liegen alle nur wenige Gehminuten vom Ratsdelft entfernt, und auch die beiden erreichst du zu Fuß in gut zehn Minuten.
Lohnt sich ein Besuch in Emden?
Ja, besonders für alle, die Häfen, Schiffe und Museen mögen. Eine historische Altstadt hat Emden nach dem Krieg kaum noch, dafür den Hafen mitten in der Stadt und viele Museen auf engem Raum.
Wie viel Zeit braucht man für Emden?
Für die Innenstadt reicht ein Tag. Mit einer Hafenfahrt, der Knock oder einem Ausflug nach Greetsiel oder Borkum solltest du zwei Tage einplanen.
Was kann man in Emden bei Regen machen?
Bei Regen bieten sich Kunsthalle, Landesmuseum, Johannes a Lasco Bibliothek und Dat Otto Huus an. Von Mai bis Anfang November kommt das Bunkermuseum dazu.
Wo parkt man in Emden am besten?
Am einfachsten im Parkhaus am Wasserturm in der Abdenastraße, rund um die Uhr geöffnet und fünf Minuten von der Innenstadt. Auf der Straße kostet Parken Mo–Sa von 8 bis 18 Uhr, sonntags ist es kostenlos.
Welche Ausflugsziele gibt es rund um Emden?
Die beliebtesten Ausflugsziele rund um Emden sind die Knock am Dollart, Greetsiel in der Krummhörn, Leer, Aurich und die Insel Borkum, die du direkt ab Emden-Außenhafen erreichst. Bis auf Borkum erreichst du alle mit dem Auto in weniger als 40 Minuten.
Noch mehr Reisetipps für Ostfriesland und die Nordsee
- Leer Sehenswürdigkeiten: die Altstadt, die Emden fehlt, eine halbe Stunde entfernt
- Aurich Sehenswürdigkeiten: Schloss, Stiftsmühle und das Mausoleum der Cirksena
- Papenburg Sehenswürdigkeiten: Kanäle, Schiffe und die Meyer Werft
- Jever Sehenswürdigkeiten: Schloss, Altstadt und Brauerei im Friesland
- Bensersiel: Sielhafen und Fähre nach Langeoog
- Ausflugsziele an der Nordsee in Niedersachsen: alle Küstenorte auf einen Blick
- Ausflugsziele in Niedersachsen: von der Küste bis in den Harz
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