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Weihnachtsmarkt Celle 2026: Termine, Öffnungszeiten und die Tipps eines Einheimischen

Der Weihnachtsmarkt Celle findet 2026 vom 23. November bis zum 27. Dezember statt. Er ist der Weihnachtsmarkt der niedersächsischen Fachwerkstadt Celle am Südrand der Lüneburger Heide und läuft mit über 60 Ständen rund um den Großen Plan und die Stechbahn, also mitten in einer der besterhaltenen Fachwerk-Altstädte Deutschlands. Der Eintritt ist frei.

Ich bin in Celle aufgewachsen und stehe hier seit meiner Kindheit zwischen den Buden. Für mich ist das der schönste Weihnachtsmarkt Deutschlands, und das liegt an der Kulisse: Die Buden stehen mitten zwischen den Fachwerkhäusern. In diesem Guide bekommst du die Termine und Öffnungszeiten, dazu die Dinge, die auf keiner offiziellen Seite stehen. Also wo du wirklich kostenlos parkst, wann es voll wird und was sich von Jahr zu Jahr ändert.

Weihnachtsmarkt Celle bei Nacht mit Lebkuchenstand und Besuchern vor beleuchteten Fachwerkgiebeln
Die Stechbahn im Advent. Genau diese Mischung aus Buden und Fachwerk ringsum ist der Grund, warum ich jedes Jahr wieder hingehe. | Foto: Oliver Bock

Weihnachtsmarkt Celle 2026 auf einen Blick

  • Termin: 23. November bis 27. Dezember 2026
  • Wo: historische Altstadt von Celle, Großer Plan und Stechbahn
  • Stände: über 60
  • Eintritt: frei
  • Bundesland: Niedersachsen, Südrand der Lüneburger Heide
  • Bekannt für: Buden vor über 400 Fachwerkhäusern, Lichterparade, Weihnachtsbaumweitwurf
  • Zeit einplanen: zwei bis drei Stunden für den Markt, ein ganzer Tag mit Altstadt
  • Parken: kostenlos mit Parkscheibe am Schützenplatz, rund 7 Minuten zu Fuß
  • Anreise: IC/ICE-Halt an der Strecke Hannover–Hamburg

Termine und Öffnungszeiten 2026

Der Celler Weihnachtsmarkt läuft 2026 fünf Wochen, also deutlich länger als die meisten Märkte in der Region. Er startet schon am Montag vor dem ersten Advent und geht über Weihnachten hinaus bis in die Woche zwischen den Jahren.

Montag bis Donnerstag11:00 bis 20:00 Uhr
Freitag und Samstag11:00 bis 21:30 Uhr
Sonntag11:30 bis 20:00 Uhr
Heiligabend, 24.12.10:00 bis 14:00 Uhr
1. Weihnachtstag, 25.12.12:00 bis 18:00 Uhr
2. Weihnachtstag, 26.12.12:00 bis 20:00 Uhr

Stand August 2026. Die Stadt gibt die Zeiten für die kommende Saison erfahrungsgemäß im Herbst final frei, und in der Gastronomie wird oft eine halbe bis ganze Stunde länger ausgeschenkt als an den Warenständen. Wenn dein Besuch auf einen Feiertag oder auf den letzten Abend fällt, wirf vorher kurz einen Blick auf die offizielle Seite von Celle Tourismus.

Wo der Weihnachtsmarkt in Celle genau stattfindet

Der Markt ist kein einzelner Platz, sondern zieht sich durch die Altstadt. Das ist der eigentliche Reiz und gleichzeitig der Grund, warum viele Besucher die Hälfte verpassen.

Der Große Plan ist das Zentrum. Hier stehen der große Weihnachtsbaum und das Karussell, hier ist abends am meisten los. Auf der Stechbahn am Alten Rathaus und an der Stadtkirche stehen die Buden direkt vor dem schönsten Fachwerkensemble der Stadt. Von dort ziehen sich weitere Stände durch die Poststraße und die angrenzenden Gassen bis zum Robert-Meyer-Platz.

Eines solltest du wissen, weil es dir sonst niemand sagt: Die genaue Aufteilung ändert sich fast jedes Jahr. An der Stechbahn stand früher ein kleines Riesenrad, ob es das aktuell noch gibt, kann ich dir ehrlich nicht sagen. Eine Zeit lang gab es auch direkt vorm Schloss einen Bereich, das liegt nur ein paar Schritte von der Stechbahn entfernt. Aktuell ist da meines Wissens nichts mehr. Auch die Buden selbst wechseln. Verlass dich also auf die Plätze, nicht auf einzelne Attraktionen.

Mein Rat: Lauf einmal komplett durch, bevor du dich irgendwo anstellst. Die Wege sind kurz, du brauchst für eine Runde keine zwanzig Minuten, und die ruhigeren Stände in den Seitengassen sind oft die interessanteren.

Stand mit französischen Spezialitäten vor Fachwerkgiebeln auf dem Weihnachtsmarkt Celle
Nicht alles ist klassisch weihnachtlich: Der Stand „Le Marché de Provence“ verkauft französische Spezialitäten, direkt daneben steht eine Konditorei. Solche Buden wechseln von Jahr zu Jahr. | Foto: Oliver Bock

Das Programm 2026: Lichterparade, Weihnachtsmann und Weihnachtsbaumweitwurf

Anders als bei vielen Märkten gibt es in Celle ein paar feste Termine, die den Besuch lohnenswerter machen, wenn du sie einplanst.

Die Lichterparade am Samstag, 28. November, ab 18 Uhr am Alten Rathaus ist der Auftakt und das größte Ereignis der Saison. Wenn du nur einmal kommen kannst und Kinder dabei hast, dann an diesem Abend. Sei aber früh da, denn der Bereich rund um das Alte Rathaus ist dann voll.

Der Weihnachtsmann kommt am 28. und 29. November sowie am 12. Dezember jeweils um 15 Uhr auf die Stechbahn, der Nikolaus am 6. Dezember ebenfalls um 15 Uhr. Am 28. November und 12. Dezember gibt es um 16 Uhr zusätzlich ein Treffen mit den Figuren der Lichterparade am Celler Schloss.

Der schönste Termin steht ganz am Schluss: Am Sonntag, 27. Dezember, um 14 Uhr findet der Weihnachtsbaumweitwurf statt. Das ist genau so albern und genau so gut, wie es klingt, und es ist der Grund, warum sich der Markt zwischen den Jahren noch lohnt, wenn anderswo längst abgebaut ist.

Für Familien laufen parallel Kinderführungen im Schloss um 11:30 Uhr an mehreren Terminen im November und Dezember. Das komplette Rahmenprogramm mit allen Musikterminen steht auf der offiziellen Programmseite.

Für kleinere Kinder gibt es außerdem meistens eine kleine Eisenbahn zum Mitfahren und ein paar Karussells. „Meistens“ ist hier wörtlich gemeint: Welche Fahrgeschäfte am Ende wirklich stehen, wechselt von Jahr zu Jahr. Versprich deinen Kindern also lieber nichts Bestimmtes, bevor ihr da wart.

Warum der Celler Weihnachtsmarkt anders ist

Die meisten Weihnachtsmärkte bauen ihre Kulisse selbst auf. In Celle ist die Kulisse schon da.

Rund um den Markt stehen über 400 Fachwerkhäuser, und das ist keine Marketing-Zahl, sondern der Grund, warum die Altstadt zu den größten geschlossenen Fachwerkensembles Europas gehört. Wenn abends die Buden leuchten und dahinter die schiefen Giebel und die Balkenfassaden stehen, sieht das aus wie eine Filmkulisse, ohne dass jemand eine gebaut hätte. Auf der Stechbahn ist der Effekt am stärksten.

Dazu kommt die Größe. Celle hat knapp 67.000 Einwohner, der Markt ist überschaubar und trotzdem vollständig. Du bekommst hier nicht das Gewühl von Hannover oder Bremen, sondern einen Markt, den du in Ruhe abgehen kannst.

Ich sage das als jemand, der befangen ist, aber ich sage es trotzdem: Für mich ist der Celler Weihnachtsmarkt der schönste in Deutschland. Nicht der größte, nicht der spektakulärste, und er hat auch keine Attraktion, mit der er wirbt. Es ist die Atmosphäre, und die kommt komplett aus dem Fachwerk ringsum.

Wie die Altstadt außerhalb der Adventszeit aussieht und was du dort sonst noch findest, habe ich ausführlich in meinen Celle Sehenswürdigkeiten aufgeschrieben, ebenfalls aus Einheimischen-Sicht.

Essen und Trinken auf dem Markt

Schmalzkuchen-Stand auf der Stechbahn beim Weihnachtsmarkt Celle, links der Turm des Alten Rathauses
Der Schmalzkuchen-Stand auf der Stechbahn, links im Bild der Turm des Alten Rathauses. Frisch aus dem Fett, und bei mir landet er zuverlässig im Programm. | Foto: Oliver Bock

Jetzt kommt der Teil, in dem andere Blogs dir den einen wahren Glühweinstand verraten. Ich mache das nicht, weil ich es ehrlich nicht kann. Auf dem Celler Weihnachtsmarkt schmeckt es an den Ständen überall gut, und die Preise liegen fast überall gleich. Da einen Geheimtipp zu erfinden wäre gelogen.

Ich gehe da sowieso anders ran. Für mich ist ein Weihnachtsmarkt ein Fressfest. Ich könnte an jeder Bude etwas essen, weil überall etwas gut riecht. Eine Bratwurst, dann Bratkartoffeln, ein Glühwein, danach Pommes, und am Ende noch etwas Süßes. Poffertjes oder Mutzen, die gehen bei mir immer. Wenn du es genauso hältst, plan eher Hunger als eine Liste ein.

Eine Sache mache ich allerdings jedes Jahr gleich: Ich treffe mich einmal in der Saison mit ehemaligen Schulkollegen auf einen Glühwein. Das ist für viele Celler so, der Markt ist hier auch ein Wiedersehenstreffpunkt. Wenn du also abends an den Glühweinständen keinen Platz findest, liegt das nicht nur an den Touristen.

Wenn du etwas Richtiges essen willst statt Marktverpflegung: Rund um den Großen Plan liegen mehrere Cafés, mein Stammladen dort ist das M-One, freundlich und mit vielen Plätzen. Für ein Stück Pizza auf die Hand geht es zur Pizzeria Molise in der Piltzergasse, das ist zwei Minuten von der Stechbahn entfernt. Beim Eis gibt es für mich nur das Dolomiti, auch im Winter.

Eine echte Celler Spezialität, die du zur Weihnachtszeit in mehreren Wirtshäusern bekommst, ist die Rohe Roulade: rohes, gewürztes Rindfleisch in Rouladenform, ähnlich wie Mett. Ich mag rohes Fleisch nicht und habe sie bis heute nicht probiert, aber sie gehört zu Celle wie das Fachwerk.

Parken und Anreise: der wichtigste Tipp

Der eine Tipp, der dir Geld und Nerven spart: Parke am Schützenplatz.

Dort stehst du mit Parkscheibe bis zu 11,5 Stunden kostenlos, und bis zur Stechbahn läufst du rund 7 Minuten. Hier parkt jeder Einheimische, der in die Stadt will. Zwei Dinge musst du wissen. Erstens: Parkscheibe auslegen, sonst werden 20 Euro fällig, das ist mir selbst schon passiert. Zweitens: Aus Richtung Stadt kommend ist nur der hintere Teil kostenlos, die vorderen Plätze sind kostenpflichtig. Hier liegt der Schützenplatz auf Google Maps.

Wenn der Schützenplatz voll ist, was an den Adventssamstagen ab dem späten Nachmittag durchaus vorkommt, sind die Parkhäuser am Nordwall und am Südwall die nächstgelegenen Alternativen, kosten dann aber. Für Anreisende aus der Ferne empfiehlt die Stadt den P+R-Parkplatz am Bahnhof.

Mit der Bahn ist Celle bequem zu erreichen. Die Stadt liegt an der Strecke Hannover–Hamburg, es halten IC- und ICE-Züge, dazu Metronom und Regionalbahnen aus Hannover. Vom Bahnhof sind es rund 15 Minuten mit dem Bus in die Altstadt. Ab Hannover bist du in gut 20 Minuten da, was Celle zum entspanntesten Weihnachtsmarkt-Ausflug der Region macht, weil du das Auto stehen lassen und in Ruhe einen Glühwein trinken kannst.

Wann du am besten kommst

Das ist die Frage, die auf keiner offiziellen Seite beantwortet wird, und sie entscheidet darüber, ob du einen schönen Abend hast oder im Gedränge stehst.

Meine Antwort ist eindeutig: wenn es dunkel ist, und am besten kalt. Dann stimmt die Atmosphäre, und dann schmeckt der Glühwein auch am besten. Bei mildem Nieselwetter im Hellen ist es einfach ein Markt mit Buden.

Der Haken daran ist der Andrang. Tagsüber ist unter der Woche nicht besonders viel los, am Wochenende schon. Abends wird es dagegen richtig voll, und gerade an den Glühweinständen bekommst du dann kaum noch einen Platz. Beides zusammen bedeutet: Wenn du die Stimmung willst, nimm den Trubel in Kauf. Wenn du Ruhe willst, komm unter der Woche am frühen Nachmittag, dann fehlt dir aber genau das, wofür der Markt schön ist.

Der Kompromiss, den ich Besuchern empfehle: unter der Woche, sobald es richtig dunkel ist. Im Dezember ist das ab etwa 17 Uhr. Dunkel genug für die volle Wirkung, früh genug, bevor der Feierabendandrang einsetzt.

Und ein Hinweis aus der Fotografen-Ecke, weil es oft andersherum weitergegeben wird: Für dieses Motiv ist die blaue Stunde nicht der beste Moment. Erst wenn der Himmel wirklich schwarz ist, stehen die Lichterketten und die angestrahlten Fassaden so da, wie man es in Erinnerung behält. Bei Restlicht konkurriert der Himmel mit den Buden. Alle Fotos in diesem Artikel sind bei komplett dunklem Himmel entstanden, und genau deshalb funktionieren sie.

Einzelner beleuchteter Marktstand vor reich verzierten Fachwerkgiebeln in der Celler Altstadt
Schwarzer Himmel, und die Fachwerkfassade steht als warme Wand hinter der Bude. Bei Dämmerlicht wäre davon die halbe Wirkung weg. | Foto: Oliver Bock

Weihnachtsmarkt Celle oder Goslar: was ist der Unterschied?

Wer in Niedersachsen einen Weihnachtsmarkt sucht, landet schnell bei Goslar. Beide lohnen sich, aber sie sind nicht dasselbe.

Goslar ist der größere und bekanntere von beiden: rund 80 Hütten auf dem Marktplatz und um den Marktkirchhof, dazu der Weihnachtswald auf dem Schuhhof, für den jedes Jahr 60 Fichten aufgestellt werden, und ringsum die UNESCO-Altstadt. Er läuft 2026 vom 25. November bis zum 30. Dezember, also sogar drei Tage länger als Celle.

Celle ist mit über 60 Ständen kleiner und arbeitet nicht mit einer Inszenierung. Die Kulisse ist einfach da: über 400 Fachwerkhäuser, zwischen denen die Buden stehen. Dafür ist die Anreise aus Richtung Hamburg oder Hannover deutlich kürzer, und es ist entspannter.

Kurz gesagt: Goslar, wenn du das große Spektakel und den Weihnachtswald willst. Celle, wenn du einen Abend zwischen Fachwerk und Glühwein willst, ohne dich durchzuschieben. Wenn du beide sehen willst, findest du in meinen Ausflugszielen in Niedersachsen die passende Route.

Was du in Celle sonst noch machen kannst

Der Markt allein füllt keinen ganzen Tag, und das ist gut so, weil die Altstadt drumherum genug hergibt.

Direkt am Markt liegt das Celler Schloss, jahrhundertelang Welfenresidenz und mit dem ältesten noch bespielten Barocktheater Europas im Inneren. Gegenüber steht das Bomann-Museum. Und wenn das Wetter mitspielt, lohnt der Aufstieg auf den 74,5 Meter hohen Turm der Stadtkirche St. Marien, allerdings ist der im Winter in der Regel geschlossen, das ist eher etwas für einen zweiten Besuch im Sommer.

Ein Tipp, den kaum jemand kennt: Sobald der Weihnachtsmarkt läuft, gibt es die öffentliche Stadtführung täglich um 11 Uhr statt wie im November sonst nur am Wochenende, und das bis zum 31. Dezember mit Ausnahme von Heiligabend. Sie dauert etwa 90 Minuten, kostet 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro ermäßigt, und Treffpunkt ist die Brücke vor dem Schloss am Schloßplatz.

Das passt zeitlich gut zusammen: Der Markt öffnet ebenfalls um 11 Uhr, ist in der ersten Stunde aber ohnehin noch verschlafen. Du bist gegen halb eins zurück, genau dann, wenn es sich zu füllen beginnt. Anmelden musst du dich nicht, an starken Tagen kann die Führung aber ausgebucht sein.

Alle Details dazu stehen in meinem Guide zu den Celle Sehenswürdigkeiten. Wer die Fachwerkstadt in eine größere Runde einbauen will: Auch Lüneburg und Uelzen liegen in der Lüneburger Heide und sind von Celle aus gut erreichbar. Und wenn dich Altstädte generell packen, findest du in meiner Übersicht der historischen Orte und schönsten Altstädte noch einige Städte in dieser Liga.

Ein Wochenende daraus machen

Für einen Abend auf dem Markt brauchst du keine Unterkunft, gerade wenn du aus Hannover oder Hamburg kommst. Wenn du aber die Altstadt, das Schloss und die Heide drumherum mitnehmen willst, lohnt eine Übernachtung, und im Advent hat das den angenehmen Nebeneffekt, dass du beim Glühwein nicht aufs Autofahren achten musst. Celle hat für seine Größe erstaunlich viele Hotels und Pensionen direkt in und um die Altstadt, eine aktuelle Übersicht mit Preisen findest du bei den Unterkünften in Celle auf Booking.com*. Ich selbst übernachte hier nicht, ich wohne quasi um die Ecke, daher gebe ich bewusst keine Hotelempfehlung aus eigener Erfahrung ab.

Wichtig, wenn du im Advent kommst: Die Adventswochenenden sind in Celle früh ausgebucht. Wer spontan am dritten Advent sucht, zahlt deutlich mehr oder landet außerhalb.

Fazit: lohnt sich der Weihnachtsmarkt in Celle?

Ja, und zwar aus einem Grund, den kein anderer Markt in der Gegend so bieten kann: Die Kulisse ist echt. Über 400 Fachwerkhäuser stehen ohnehin da, die Buden stellen sich nur dazwischen. Dazu kommt, dass der Markt fünf Wochen läuft und über Weihnachten hinausgeht, was ihn zum seltenen Fall macht, in dem du zwischen den Jahren noch etwas davon hast.

Erwarte keine große Inszenierung und keine Attraktion, mit der geworben wird. Was du bekommst, ist Atmosphäre, und die trägt für mich mehr als jedes Spektakel. Deshalb steht der Celler Weihnachtsmarkt bei mir ganz oben.

Mein Ablauf, wenn ich Besuch durch die Stadt führe: am Schützenplatz parken, in der Dämmerung über die Stechbahn laufen, einmal komplett durch bis zum Großen Plan, dort im Dunkeln einen Glühwein, und auf dem Rückweg durch die Poststraße die kleineren Stände abklappern. Zwei bis drei Stunden, und du hast alles gesehen, ohne gehetzt zu sein. Iss unterwegs, was gut riecht. Das ist ohnehin der halbe Sinn der Sache.

Mehr Bilder aus Celle und von unseren Reisen findest du auf unserem Instagram.

Häufig gestellte Fragen

Wann ist der Weihnachtsmarkt in Celle 2026?

Der Weihnachtsmarkt Celle findet 2026 vom 23. November bis zum 27. Dezember statt. Er startet am Montag vor dem ersten Advent und läuft über Weihnachten hinaus, insgesamt fünf Wochen. Damit gehört er zu den wenigen Märkten in Niedersachsen, die auch zwischen den Jahren noch geöffnet haben.

Welche Öffnungszeiten hat der Weihnachtsmarkt Celle?

Montag bis Donnerstag von 11:00 bis 20:00 Uhr, Freitag und Samstag von 11:00 bis 21:30 Uhr und sonntags von 11:30 bis 20:00 Uhr. An Heiligabend öffnet der Markt von 10:00 bis 14:00 Uhr, am 1. Weihnachtstag von 12:00 bis 18:00 Uhr und am 2. Weihnachtstag von 12:00 bis 20:00 Uhr. In der Gastronomie wird meist etwas länger ausgeschenkt als an den Warenständen.

Wo findet der Weihnachtsmarkt in Celle statt?

In der historischen Altstadt, mit dem Schwerpunkt auf dem Großen Plan und der Stechbahn. Von dort ziehen sich weitere Stände durch die Poststraße und die angrenzenden Gassen bis zum Robert-Meyer-Platz. Alle Bereiche liegen fußläufig beieinander, eine komplette Runde dauert keine zwanzig Minuten.

Was kostet der Eintritt zum Weihnachtsmarkt Celle?

Der Eintritt ist frei. Bezahlt wird nur an den Ständen, und für den Glühweinbecher wird wie üblich Pfand fällig, das du bei Rückgabe zurückbekommst.

Wo parkt man am besten beim Weihnachtsmarkt Celle?

Am Schützenplatz. Dort stehst du mit Parkscheibe bis zu 11,5 Stunden kostenlos, bis zur Stechbahn sind es rund 7 Minuten zu Fuß. Achtung: Parkscheibe auslegen, sonst werden 20 Euro fällig, und aus Richtung Stadt kommend ist nur der hintere Teil kostenlos. Als Alternativen gibt es die Parkhäuser am Nordwall und Südwall sowie den P+R-Parkplatz am Bahnhof.

Wie lange dauert ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt Celle?

Für den Markt selbst reichen zwei bis drei Stunden, inklusive einmal komplett durchlaufen, essen und einem Glühwein. Wenn du die Altstadt, das Celler Schloss oder das Bomann-Museum mitnehmen willst, plane einen ganzen Tag ein.

Wann ist der Weihnachtsmarkt in Celle am wenigsten voll?

Unter der Woche tagsüber. Abends wird es voll, und an den Glühweinständen findest du dann kaum noch einen Platz. Am Wochenende ist auch tagsüber viel los. Der beste Kompromiss aus Stimmung und Platz ist ein Wochentag, sobald es richtig dunkel ist, im Dezember also ab etwa 17 Uhr.

Was ist die beste Zeit für den Weihnachtsmarkt in Celle?

Abends, wenn es dunkel und kalt ist. Dann wirken die beleuchteten Buden vor den Fachwerkhäusern am stärksten, und der Glühwein schmeckt bei Kälte ohnehin besser. Bei mildem Wetter im Hellen verliert der Markt viel von seinem Reiz.

Ist der Weihnachtsmarkt Celle etwas für Kinder?

Ja. Neben dem Weihnachtsmann und dem Nikolaus auf der Stechbahn gibt es meistens eine kleine Eisenbahn zum Mitfahren und ein paar Karussells, dazu Kinderführungen im Celler Schloss um 11:30 Uhr. Welche Fahrgeschäfte tatsächlich stehen, wechselt allerdings von Jahr zu Jahr.

Gibt es beim Weihnachtsmarkt Celle ein Rahmenprogramm?

Ja. 2026 startet der Markt mit der Lichterparade am 28. November um 18 Uhr am Alten Rathaus. Der Weihnachtsmann kommt am 28. und 29. November sowie am 12. Dezember jeweils um 15 Uhr auf die Stechbahn, der Nikolaus am 6. Dezember. Zum Abschluss findet am 27. Dezember um 14 Uhr der Weihnachtsbaumweitwurf statt.

Lohnt sich eine Übernachtung in Celle für den Weihnachtsmarkt?

Für einen reinen Marktbesuch nicht, gerade aus Hannover ist die Bahnfahrt in gut 20 Minuten erledigt. Wenn du Altstadt, Schloss und Heide mitnehmen willst oder beim Glühwein nicht aufs Autofahren achten möchtest, lohnt sie sich. Die Adventswochenenden sind allerdings früh ausgebucht.

Wie komme ich mit der Bahn zum Weihnachtsmarkt Celle?

Celle liegt an der Bahnstrecke Hannover–Hamburg. Es halten IC- und ICE-Züge sowie Metronom und Regionalbahnen. Vom Bahnhof fährst du in etwa 15 Minuten mit dem Bus in die Altstadt, ab Hannover bist du insgesamt in gut 20 Minuten da.

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