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Aberdeen Sehenswürdigkeiten: Die Granite City in Schottland und die Highlights in Aberdeenshire

Aberdeen in Schottland hat ein Imageproblem, und das völlig zu Unrecht. Wer an Schottland denkt, denkt an Edinburgh, an die Highlands, an Loch Ness. Aberdeen kommt meist gar nicht vor. Dabei ist die drittgrößte Stadt des Landes eine der ungewöhnlichsten: fast komplett aus grauem Granit gebaut, direkt an der Nordsee, mit einem über 500 Jahre alten Universitätsviertel und einem Fischerdorf mitten im Stadtgebiet. Und drumherum liegt Aberdeenshire, eine Region mit mehr Schlössern pro Quadratkilometer als irgendwo sonst in Großbritannien.

Wir waren im Juli 2019 ein verlängertes Wochenende hier und haben in diesen Tagen mehr gesehen, als wir für möglich gehalten hätten: Sonnenaufgang zwischen den Universitätsgebäuden, eine Burgruine über der Nordsee, die Bram Stoker zu Dracula inspiriert haben soll, das Sommerschloss der königlichen Familie und ein Gefängnis, durch das man mit Kopfhörern läuft. In diesem Artikel findest du 27 Aberdeen Sehenswürdigkeiten, die sich wirklich lohnen: 14 in der Stadt, 13 in der Region Aberdeenshire, jeweils mit aktuellen Preisen und Öffnungszeiten.

Werbehinweis: Zu dieser Reise hat uns VisitAberdeenshire eingeladen und das Programm mit Unterkunft, Führungen und Eintritten organisiert. Auf unsere Meinung hatte das keinen Einfluss. Was uns nicht gefallen hat, steht auch so im Text.

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Aberdeen auf einen Blick

Was ist Aberdeen? Aberdeen ist mit rund 225.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Schottlands, liegt an der Nordseeküste zwischen den Flüssen Dee und Don und wird „Granite City“ genannt, weil fast die gesamte Innenstadt aus lokalem grauem Granit gebaut ist. Jahrzehntelang war sie Europas Ölhauptstadt.

Wofür sich der Besuch lohntGranitarchitektur, das Universitätsviertel Old Aberdeen, das Fischerdorf Footdee, Street Art, Schlösser in Aberdeenshire
Highlights in diesem Artikel27 insgesamt: 14 in der Stadt Aberdeen, 13 in Aberdeenshire
Wie lange bleiben?2 Tage für die Stadt, 3 bis 4 Tage mit der Region
Beste ReisezeitMai bis September; im Juli ist es abends bis nach 22 Uhr hell
AnreiseMeist mit Umstieg in London, Amsterdam oder Edinburgh; der Flughafen liegt 11 km nordwestlich
Autofahren?Für die Stadt nicht nötig, für Aberdeenshire dringend zu empfehlen
Ähnlich wieWer schon einmal in Edinburgh war: Aberdeen ist kleiner, deutlich weniger touristisch und grauer, dafür hat man die Sehenswürdigkeiten oft für sich allein

Der Vergleich, der es am besten trifft: Edinburgh ist die Stadt, die man Schottland-Besuchern zeigt. Aberdeen ist die, in der die Schotten arbeiten. Das merkt man an jeder Ecke, im Guten wie im weniger Guten.

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Teil 1: Sehenswürdigkeiten in der Stadt Aberdeen

Old Aberdeen: das schönste Viertel der Stadt

Wenn du in Aberdeen nur eine Sache machst, dann diese: Steh früh auf und geh durch Old Aberdeen, bevor die Stadt wach ist. Das alte Universitätsviertel liegt rund zwei Kilometer nördlich des Zentrums und wirkt wie eine eigene Kleinstadt: Kopfsteinpflaster, niedrige Granithäuser, kein Verkehr. Wir waren kurz nach Sonnenaufgang dort und sind in einer Stunde vielleicht drei Menschen begegnet.

Das Herzstück ist das King’s College, gegründet 1495. Der Kronturm über der Kapelle ist das Wahrzeichen der Universität, und die Arkadengänge dahinter sind der Ort, an dem wir am längsten hängen geblieben sind: eine lange Flucht aus Sandsteinbögen mit roten Holzbänken, in die das Morgenlicht in Streifen fällt.

Ein paar Hundert Meter weiter nördlich steht die St Machar’s Cathedral, und die ist eine kleine Besonderheit: Sie sieht mit ihren zwei wehrhaften Sandsteintürmen mehr nach Festung als nach Kirche aus. Der Friedhof davor ist von einem schmiedeeisernen Tor mit einer Laterne eingefasst. Durch diesen Torbogen hindurch fotografiert man die Kathedrale am besten.

St Machar's Cathedral mit ihren zwei Sandsteintürmen in Old Aberdeen
St Machar’s Cathedral, von der Chanonry aus gesehen

Auf dem Weg zwischen Kathedrale und College kommst du an zwei weiteren Bauten vorbei, die leicht zu übersehen sind. Das Old Town House am Ende der High Street war einmal das Rathaus des damals eigenständigen Ortes Old Aberdeen. Und die Powis Gates an der College Bounds sind schlicht kurios: zwei schlanke Türme mit Zwiebelhelmen, die aussehen, als hätte jemand versehentlich Minarette nach Schottland gebaut. Genau das war die Absicht. Ein Grundbesitzer ließ sie 1834 in orientalisierendem Stil errichten.

Etwas außerhalb, über den Fluss Don, spannt sich die Brig o‘ Balgownie. Der Spitzbogen aus dem 14. Jahrhundert gilt als älteste erhaltene Brücke Schottlands. Sie liegt gut einen Kilometer nördlich der Kathedrale und braucht damit einen eigenen Abstecher. Wer fotografiert, sollte ihn einplanen: Die Brücke spiegelt sich bei ruhigem Wasser komplett im Don.

Praktisch: Old Aberdeen erreichst du vom Zentrum mit den Bussen 1 und 2 in rund 15 Minuten. Alle Außenbereiche sind frei zugänglich. Die Kapelle des King’s College und St Machar’s Cathedral haben eingeschränkte Besuchszeiten, beide sind kostenlos, aber nicht durchgehend geöffnet.

Marischal College: das zweitgrößte Granitgebäude der Welt

Es gibt weltweit genau ein Granitgebäude, das größer ist als das Marischal College: den Escorial bei Madrid. Alles andere kommt danach. Und dieses zweitgrößte steht mitten in Aberdeen an der Broad Street.

Die Fassade ist ein einziges Feuerwerk aus Fialen, Türmchen und Spitzen, komplett aus hellem Granit gehauen, einer Technik, die als nahezu unmöglich galt, weil Granit sich so schwer bearbeiten lässt. Fertiggestellt wurde der Bau 1906. Heute sitzt darin die Stadtverwaltung von Aberdeen, was der Sache einen schönen Zug ins Absurde gibt: Der Termin beim Einwohnermeldeamt findet in einem Palast statt.

Innen kommt man als Besucher nur in das Foyer, und das reicht auch. Der eigentliche Effekt ist die Fassade, und die ist am späten Nachmittag am besten, wenn die tief stehende Sonne den Granit von grau nach hell-golden dreht.

Praktisch: Broad Street, AB10 1AB. Von außen jederzeit zugänglich, kostenlos. Direkt gegenüber liegt Provost Skene’s House.

Castlegate und Mercat Cross: der historische Mittelpunkt

Am östlichen Ende der Union Street öffnet sich der Castlegate, der alte Marktplatz der Stadt. In seiner Mitte steht das Mercat Cross von 1686, ein sechseckiger Marktkreuz-Pavillon mit einem Fries aus königlichen Porträtmedaillons. Es gilt als das schönste erhaltene Marktkreuz Schottlands. Dahinter ragt die Salvation Army Citadel auf, ein Bau, der mit seinen Ecktürmen und Zinnen ernsthaft wie ein Schloss aussieht und tatsächlich nur ein Versammlungshaus der Heilsarmee ist.

Der Platz selbst ist im Alltag eher unspektakulär: Hier fahren Busse, hier stehen Leute mit Einkaufstüten. Aber genau das ist Aberdeen. Die Sehenswürdigkeiten stehen mitten im normalen Leben, nicht in einer abgesperrten Altstadt.

Aberdeen Art Gallery und Provost Skene’s House

Die Aberdeen Art Gallery an der Schoolhill wurde nach einem mehrjährigen Umbau wiedereröffnet und ist seitdem das kulturelle Zentrum der Stadt: schottische Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, dazu französische Impressionisten und wechselnde Ausstellungen. Wie die meisten städtischen Museen in Großbritannien kostet der Besuch keinen Eintritt.

Ein paar Schritte weiter, im Schatten des Marischal College, steht Provost Skene’s House, das älteste erhaltene Wohnhaus der Stadt, im Kern aus dem 16. Jahrhundert. Es hat auf bemerkenswerte Weise überlebt: In den 1930ern sollte es abgerissen werden, in den 1980ern verschwand es fast hinter einem Betonklotz. Heute erzählt es als Museum die Geschichte Aberdeener Persönlichkeiten. Auch hier ist der Eintritt frei.

Praktisch: Aberdeen Art Gallery, Schoolhill, AB10 1FQ. Provost Skene’s House, Guestrow, direkt hinter dem Marischal College. Beide kostenlos. Die Öffnungszeiten ändern sich saisonal, sieh vor der Fahrt auf der Seite der Aberdeen Art Gallery & Museums nach.

St Andrew’s Cathedral: die schottische Kirche mit 48 US-Wappen an der Decke

An der King Street steht ein Bau, an dem die meisten Besucher vorbeilaufen, und der eine der ungewöhnlichsten Geschichten der Stadt erzählt. Die St Andrew’s Cathedral wurde 1817 von Archibald Simpson entworfen, dem Architekten, der das Gesicht des georgianischen Aberdeen geprägt hat. Drei Seiten bestehen aus lokalem Granit, nur die Schauseite zur King Street ist aus Sandstein.

St Andrew's Cathedral an der King Street in Aberdeen mit ihrer gotischen Sandsteinfassade
St Andrew’s Cathedral an der King Street. Die Sandsteinfassade ist die Ausnahme, der Rest des Baus besteht aus Granit

Der eigentliche Grund für einen Besuch hängt an der Decke. Im November 1784 wurde in Aberdeen Samuel Seabury zum ersten Bischof der amerikanischen Episkopalkirche geweiht, dem ersten anglikanischen Bischof überhaupt außerhalb der Britischen Inseln. Die Weihe fand nicht in dieser Kirche statt, sondern in einem Obergeschoss des Wohnhauses von Bischof John Skinner, rund 500 Meter entfernt. An der Mauer des Marischal College erinnert eine Granittafel an die ungefähre Stelle. Kathedrale wurde St Andrew’s erst 1914.

In den 1930er Jahren baute der Architekt Ninian Comper den Innenraum zum 150. Jahrestag dieser Weihe um. Seitdem trägt die Holzdecke die Wappen der damals 48 US-Bundesstaaten, dazu kam ein goldbemaltes Baldachin über dem Altar. Eine schottische Granitkirche, in der man nach oben schaut und die Vereinigten Staaten sieht: Das gibt es sonst nirgends.

Praktisch: King Street, wenige Gehminuten nördlich vom Castlegate. Der Eintritt ist frei, die Öffnungszeiten sind aber begrenzt und richten sich nach den Gottesdiensten. Wer die Decke sehen will, sollte vorher auf der Seite der Gemeinde nachsehen, ob offen ist.

Union Terrace Gardens: der Park mitten in der Stadt

Die Union Terrace Gardens liegen als grünes Tal unterhalb des Straßenniveaus mitten im Zentrum, eine ehemalige Flussniederung, die im 19. Jahrhundert zum Park wurde. Über Jahre war das eine Dauerbaustelle und Gegenstand eines der hitzigsten Stadtentwicklungsstreits Schottlands; inzwischen ist der Park saniert und wieder offen, mit neuen Treppen und Pavillons.

Für Besucher ist er vor allem eins: die schnellste Möglichkeit, dem Granit für zwanzig Minuten zu entkommen. Von den oberen Terrassen hat man außerdem einen guten Blick auf die Rückseite der Union Street.

Footdee: das Fischerdorf in der Stadt

Footdee ist der Ort, über den wir hinterher am meisten geredet haben. Ausgesprochen wird es „Fittie“, und es ist eine komplette Fischersiedlung von 1809, die am Ende des Hafens liegt, mitten in Aberdeen, keine zwei Kilometer vom Zentrum entfernt.

Die Häuser stehen in geschlossenen Quadraten, alle Türen nach innen zum Hof, alle Rücken nach außen gegen den Nordseewind. Dazwischen: selbstgebaute Holzschuppen in Grün, Blau und Braun, vollgehängt mit Bojen, Muscheln, Wetterhähnen und Dingen, für die es keinen Namen gibt. Jeder Schuppen ist anders, und jeder erzählt etwas über die Leute, die dort wohnen.

Wir waren zweimal dort, einmal am frühen Morgen und einmal zum Sonnenuntergang. Beim ersten Besuch saß ein älteres Paar im Schlafanzug auf Stühlen vor der Haustür und trank Kaffee, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Genau das ist der Punkt, den man beim Besuch im Kopf behalten sollte: Footdee ist keine Museumssiedlung, sondern ein bewohntes Wohnviertel. Die Höfe sind Privatgrund, auch wenn sie offen aussehen. Wir haben uns an die Gassen gehalten und nicht in die Fenster fotografiert. Das sollte selbstverständlich sein, ist es aber offenbar nicht immer, wie uns eine Anwohnerin erzählt hat.

Praktisch: Zu Fuß vom Zentrum rund 25 Minuten am Hafen entlang, mit dem Bus 14 etwa 10 Minuten. Frei zugänglich, kostenlos. Parken ist am Beach Boulevard möglich.

Nuart Aberdeen: Street Art an Granitwänden

Seit 2017 kommt jeden Frühsommer das norwegische Street-Art-Festival Nuart nach Aberdeen und lässt internationale Künstler auf die Granitfassaden los. Das Ergebnis ist der vielleicht größte Kontrast der Stadt: strenger grauer Stein, darauf riesige, farbige Wandbilder.

Die Werke sind über die ganze Innenstadt verteilt, viele in Seitengassen und Hinterhöfen. Nuart veröffentlicht jedes Jahr eine kostenlose Karte mit allen Standorten. Such vor Ort danach, sonst läufst du an der Hälfte vorbei. Wer es geführt mag, findet weiter unten eine Tour, die genau das abdeckt.

Aberdeen Beach: zwei Meilen Sand hinter der Stadt

Dass Aberdeen einen langen Sandstrand direkt hinter dem Zentrum hat, überrascht die meisten Besucher. Zwischen den Mündungen von Dee und Don zieht sich die Strandpromenade über gut drei Kilometer, mit Riesenrad, Spielhallen und Fish-and-Chips-Buden am südlichen Ende.

Zum Baden ist die Nordsee hier eine Zumutung. Zum Spazierengehen ist es großartig, besonders bei Wind. Wir standen an einem Abend bei aufziehendem Regen dort, und die Kombination aus dunkelgrauer Wolkenwand, Riesenrad und der Silhouette der Granitstadt dahinter war eines der besten Motive der Reise.

Aberdeen Beach bei aufziehendem Sturm mit dem Riesenrad von Codonas
Aberdeen Beach bei aufziehendem Sturm. Das Riesenrad gehört zu Codonas am südlichen Ende der Promenade

Wer mit Kindern reist, findet hier auch den Codonas Amusement Park und ein paar Hundert Meter weiter das Aberdeen Science Centre, beides gute Schlechtwetter-Optionen.

Teil 2: Aberdeenshire, Schlösser, Klippen und leere Strände

Der eigentliche Grund, warum sich eine Reise nach Aberdeen lohnt, liegt außerhalb der Stadt. Aberdeenshire hat rund 260 Burgen, Schlösser und Ruinen, die höchste Dichte in ganz Großbritannien. Dazu kommen Klippen voller Seevögel, Strände, an denen man stundenlang keinen Menschen trifft, und das Sommerdomizil der königlichen Familie.

Für diesen Teil brauchst du ein Auto. Der öffentliche Nahverkehr erreicht die meisten dieser Orte nicht oder nur mit sehr viel Geduld.

Slains Castle: die Ruine, die Dracula inspiriert haben soll

Slains Castle steht auf einer Klippe bei Cruden Bay, rund 40 Minuten nördlich von Aberdeen, und es ist die eindrucksvollste Ruine, die wir auf dieser Reise gesehen haben. Die Mauern stehen direkt an der Abbruchkante; hinter den leeren Fensteröffnungen sieht man nichts als Nordsee.

Bram Stoker verbrachte mehrere Sommer in Cruden Bay und schrieb hier Teile von „Dracula“. Ob Slains tatsächlich die Vorlage für Schloss Dracula war, ist unter Literaturhistorikern umstritten, die Beschreibung im Roman passt nur teilweise. Aber wenn man bei aufziehendem Nebel davorsteht, will man es sofort glauben.

Person läuft über die Wiese auf die Ruine von Slains Castle zu
Kein Zaun, kein Ticket, kein Kassenhäuschen: Man läuft einfach über die Wiese auf die Ruine zu

Was du wissen solltest: Slains ist nicht gesichert. Es gibt keinen Zaun, kein Geländer, keine Aufsicht. Man läuft durch Räume ohne Böden und steht ohne Vorwarnung an Abbrüchen von mehreren Dutzend Metern. Mit kleinen Kindern würden wir da nicht hingehen, und bei Nässe ist der Untergrund tückisch.

Praktisch: Frei zugänglich, kostenlos, jederzeit. Parken am Rand der Straße nach Cruden Bay, von dort rund 15 Minuten zu Fuß über einen Wiesenweg. Feste Schuhe sind Pflicht, keine Sandalen.

Bullers of Buchan: ein Loch in der Küste

Zwei Kilometer nördlich von Slains liegt eine geologische Merkwürdigkeit: Die Bullers of Buchan sind ein kreisrunder, eingestürzter Meereshöhlenkessel, ein Loch von rund 30 Metern Durchmesser in der Klippe, unten durch einen natürlichen Bogen mit dem offenen Meer verbunden. Bei Flut schießt das Wasser durch den Bogen und der Kessel brodelt, daher der Name („Buller“ von französisch bouillir, kochen).

Im Sommer brüten hier Papageitaucher, Trottellummen, Tordalken und Eissturmvögel. Wir waren Anfang Juli da, also am Ende der Papageitaucher-Saison, und haben trotzdem noch welche gesehen.

Der Pfad führt teilweise auf einem schmalen Grat zwischen Kessel und offener Klippe entlang, ohne jede Absicherung. Wer nicht schwindelfrei ist, bleibt besser auf dem breiteren Weg oberhalb.

Praktisch: Kleiner kostenloser Parkplatz an der A975. Frei zugänglich. Beste Zeit für Papageitaucher: Mai bis Anfang Juli.

Dunnottar Castle: die berühmteste Burg der Region

Dunnottar Castle liegt auf einem freistehenden Felsplateau über der Nordsee bei Stonehaven, rund 30 Minuten südlich von Aberdeen. Es ist das meistfotografierte Motiv von Aberdeenshire, und praktisch jedes Bild, das du je von einer schottischen Küstenburg gesehen hast, könnte dieses hier sein.

Die Geschichte ist entsprechend: Hier versteckte eine kleine Besatzung 1652 acht Monate lang die schottischen Kronjuwelen vor Cromwells Truppen und schmuggelte sie schließlich hinaus. William Wallace nahm die Burg, Maria Stuart war hier zu Gast, und Zeffirelli drehte hier seinen „Hamlet“ mit Mel Gibson.

Wir haben es an diesem Wochenende nicht dorthin geschafft. Unser Programm führte uns nach Norden statt nach Süden, und Dunnottar ist der eine Punkt, der uns hinterher wirklich leidgetan hat. Wenn du mehr Zeit hast als wir: Fahr hin. Der Blick vom Klippenpfad auf die Burg, mit dem schmalen Grat als einziger Verbindung zum Festland, ist das Bild, das die meisten Leute von Schottland im Kopf haben.

Praktisch: Stonehaven, AB39 2TL. Geöffnet 1. April bis 30. September 9 bis 18 Uhr, im Winter kürzer, letzter Einlass jeweils eine Stunde vor Schließung. Eintritt Erwachsene 13,50 Pfund, Konzession (über 65 und Studierende) 12 Pfund, Kinder von 5 bis 15 Jahren 6,25 Pfund, Familie (2+2) 36 Pfund. Diese Preise gelten bis 31. März 2027. Es wird ausschließlich Karte akzeptiert, kein Bargeld. Parkplatz vor Ort, von dort rund 15 Minuten zu Fuß und einige Hundert Stufen, also nicht barrierefrei. Bei Sturm wird kurzfristig geschlossen. Die aktuellen Zeiten stehen auf der offiziellen Seite von Dunnottar Castle.

Craigievar Castle: das rosa Märchenschloss

Craigievar sieht aus, als hätte es jemand für einen Zeichentrickfilm entworfen: ein siebenstöckiger, rosafarbener Turm mit Türmchen, Erkern und Zinnen, der einfach aus einer Wiese wächst. Die Ähnlichkeit mit dem Disney-Cinderella-Schloss ist kein Zufall. Walt Disney soll sich hier inspiriert haben, und der National Trust for Scotland spielt entspannt mit dieser Geschichte.

Der Bau wurde um 1626 fertiggestellt und ist seitdem außen praktisch unverändert. Innen ist er berühmt für seine Stuckdecken.

Wichtiges Update seit unserem Besuch: Craigievar war für 18 Monate komplett eingerüstet und geschlossen. Im „Pink Again“-Projekt wurde der Außenputz saniert und mit über 13.000 Litern speziell angemischter Kalkfarbe neu gestrichen, genug, um ein kleines Schwimmbad zu füllen. Seit dem 31. Mai 2024 ist das Schloss wieder geöffnet.

Praktisch: Betreiber ist der National Trust for Scotland. Eintritt Erwachsene 18 Pfund, Konzession 14 Pfund, Familie 40,50 Pfund, Ein-Eltern-Familie 34,50 Pfund, dazu 5 Pfund Parkgebühr. Für Mitglieder des National Trust frei. Öffnungszeiten wechseln saisonal, das Gelände ist von Sonnenauf- bis -untergang zugänglich. Für die Innenräume gibt es Zeitfenster, an vollen Tagen kann es Wartezeit geben.

Balmoral Castle und Royal Deeside

Das Tal des Flusses Dee westlich von Aberdeen heißt Royal Deeside, und der Grund dafür steht bei Crathie: Balmoral Castle, seit Queen Victoria das Sommerdomizil der britischen Königsfamilie.

Was man wissen muss: Balmoral ist ein bewohntes Privathaus, kein Museum. Zu sehen sind normalerweise der Park, die Gärten, die Ausstellungen und der Ballsaal, nicht die Wohnräume. Die Familie ist traditionell im Spätsommer selbst vor Ort, und dann ist geschlossen.

Achtung, das hat sich seit unserem Besuch grundlegend geändert: Früher war Balmoral im Frühjahr und Frühsommer geöffnet. Inzwischen liegt die Besuchersaison im Herbst, vom 29. September bis 1. November, täglich 10 bis 16 Uhr, Eintritt 10 Pfund für Erwachsene, der Ballsaal ist eingeschlossen. Zusätzlich gibt es an ausgewählten Terminen geführte Touren durch einige Innenräume, streng limitiert auf zwölf Personen. Wenn du Balmoral fest einplanst, prüfe die Termine vor der Reise auf der offiziellen Seite von Balmoral. Sie werden jedes Jahr neu festgelegt und kurzfristig veröffentlicht.

Nur wenige Minuten entfernt liegt die Royal Lochnagar Distillery, eine der kleinsten Whiskybrennereien Schottlands. Sie bekam ihr „Royal“ im Namen, weil Victoria und Albert 1848 kurz nach ihrem Einzug in Balmoral spontan zu Besuch kamen.

Die Führung ist angenehm unaufgeregt. Wer fährt, bekommt die Probe zum Mitnehmen abgefüllt.

Braemar und das Highland Games Centre

Braemar, gut eine Stunde westlich von Aberdeen, ist ein kleiner Ort mit einer großen Sache: Das Braemar Gathering im September ist das bekannteste Highland-Games-Treffen Schottlands, seit über 170 Jahren, und die königliche Familie ist traditionell zu Gast.

Wer nicht im September kommt, kann trotzdem etwas mitnehmen: Das Highland Games Centre erklärt die Disziplinen Baumstammwerfen, Steinstoßen, Hammerwerfen und Tauziehen samt der Geschichte dahinter. Wir haben dort auch zu Mittag gegessen; die Küche ist einfach und gut.

Der Ort selbst liegt schon am Rand des Cairngorms National Park, des größten Nationalparks Großbritanniens. Wenn du nach Braemar fährst, plane Zeit für die Strecke ein. Die Fahrt durch das Dee-Tal ist eigentlich das Hauptereignis.

Muir of Dinnet und Burn o‘ Vat: der Kessel im Wald

Zwischen Ballater und Aboyne liegt das Naturreservat Muir of Dinnet, und darin versteckt sich einer der ungewöhnlichsten Orte der Reise. Der Burn o‘ Vat ist ein riesiger, fast kugelrunder Felskessel, den Schmelzwasser am Ende der letzten Eiszeit ausgewaschen hat.

Man geht auf einem Waldweg einen Bachlauf entlang, quetscht sich durch einen schmalen Felsspalt und steht plötzlich in einer runden Halle aus Stein, oben offen, mit einem kleinen Wasserfall an der Rückwand. Die Akustik dort drin ist verblüffend.

Nass wird man dabei fast garantiert: Der letzte Meter führt über Trittsteine im Bach. Gummistiefel oder wasserfeste Schuhe sind keine schlechte Idee.

Praktisch: Kostenloses Besucherzentrum und Parkplatz an der B9119. Vom Parkplatz rund 10 Minuten zu Fuß. Frei zugänglich.

Newburgh Beach, Forvie Sands und Rattray Beach

Aberdeenshire hat Strände, an denen im Hochsommer nichts los ist, und das ist nach mitteleuropäischen Maßstäben schwer zu glauben.

Newburgh Beach an der Mündung des Ythan ist der bekannteste, und zwar wegen der Robben. Auf der Sandbank gegenüber liegt eine Kolonie von mehreren Hundert Kegelrobben. Wir kamen am frühen Morgen an und waren, abgesehen von einem Angler, die Einzigen dort.

Kolonie von Kegelrobben auf einer Sandbank an der Ythan-Mündung bei Newburgh
Die Robbenkolonie an der Ythan-Mündung. Sie liegt auf der anderen Flussseite, und das soll auch so bleiben

Wichtig: Die Robben liegen auf der anderen Flussseite. Man beobachtet sie vom Dünenrand aus, im Idealfall mit Fernglas.

Direkt nördlich schließt das Naturreservat Forvie Sands an, eines der größten unberührten Dünensysteme Großbritanniens. Unter dem Sand liegt ein im 15. Jahrhundert verschüttetes Dorf; von der Kirche stehen noch Reste.

Rattray Beach weiter nördlich, hinter Peterhead, ist der einsamste der drei. Ein breiter Sandstrand, dahinter Dünen, dazwischen nichts. Draußen im Wasser steht der Leuchtturm von Rattray Head, der bei Flut komplett von der Nordsee umschlossen wird.

Peterhead Prison Museum: durch den Zellentrakt mit Kopfhörern

Peterhead war fast hundert Jahre lang eines der härtesten Gefängnisse Schottlands, berüchtigt für seine Insassen und für die Geiselnahme von 1987, die der SAS beendete. Seit der Schließung ist es ein Museum, und es ist eines der besseren, die wir gesehen haben.

Erzählt wird von Leuten, die dort gearbeitet oder gesessen haben, keine dramatisierte Inszenierung. Man steht in einer Zelle, während einem jemand ins Ohr erzählt, wie es war, dort zu sein. Das wirkt.

Praktisch: Peterhead Prison Museum, Admiralty Gateway, South Road, Peterhead, AB42 2ZX. Geöffnet täglich 10 bis 15 Uhr. Der Audioguide ist im Eintritt enthalten. Für die Runde solltest du rund zwei Stunden einplanen.

BrewDog in Ellon: Brauereiführung mit Verkostung

BrewDog ist in Deutschland als Craft-Beer-Marke bekannt; die Brauerei steht in Ellon, rund 25 Minuten nördlich von Aberdeen. Die Führung geht durch die Produktion und endet mit einer Verkostung, dazu gibt es das angeschlossene Restaurant.

Das war der Programmpunkt, der uns am wenigsten gefehlt hätte. Es ist eine moderne Industriebrauerei, kein historischer Ort, und wer schon mal eine Brauereiführung gemacht hat, erlebt wenig Neues. Als Regenprogramm völlig in Ordnung, als Highlight einer Schottlandreise nicht.

Praktisch: Führungen müssen vorab gebucht werden, die Termine stehen auf der BrewDog-Website. Wer fährt, bekommt die Verkostung zum Mitnehmen.

Essen und Trinken in Aberdeen

Aberdeen hat uns kulinarisch positiv überrascht. Drei Adressen, die wir wiederholen würden:

Howies an der Chapel Street ist schottische Küche ohne Folklore: regionale Zutaten, saubere Teller, faire Preise. Das Angus-Rind kommt von hier aus der Region, und man schmeckt den Unterschied.

Sticky Toffee Pudding mit Vanilleeis im Howies Restaurant in Aberdeen
Sticky Toffee Pudding bei Howies. Der einzige Nachtisch, von dem wir ein Foto gemacht haben, bevor er weg war

Bistro Verde in der Nähe des Fischmarkts macht Fisch, und zwar den, der morgens angelandet wurde. Wir haben dort so entspannt gesessen, dass wir am Ende feststellten: kein einziges Foto vom Restaurant. Ich glaube, wir hatten Hunger.

Vorspeise, Suppe und Hauptgang auf einem dunklen Holztisch in Aberdeen
Abendessen in Aberdeen. Fisch, Suppe und ein Tisch, an dem wir lange sitzen geblieben sind

Rustico an der Union Row ist italienisch, in einem alten Granithaus mit Fahrrad vor der Tür. Nicht schottisch, aber der Ort, an dem wir am schönsten gesessen haben.

Ein Wort zur Sprache: In und um Aberdeen wird Doric gesprochen, ein schottischer Dialekt, der sich vom Rest des Landes deutlich unterscheidet. „Fit like?“ heißt „Wie geht’s?“. Wenn du im Bus kein Wort verstehst, liegt es nicht an deinem Englisch.

Anreise, Fortbewegung und Wetter

Anreise: Der Aberdeen International Airport liegt rund 11 Kilometer nordwestlich der Stadt. Direktverbindungen ab Deutschland gibt es kaum, die üblichen Wege führen über London, Amsterdam oder Edinburgh. Vom Flughafen fährt der Bus 727 in etwa 30 Minuten ins Zentrum. Mit der Bahn ist Aberdeen von Edinburgh in rund 2,5 Stunden erreichbar, die Strecke entlang der Küste ist landschaftlich schön.

In der Stadt kommst du zu Fuß und mit dem Bus überall hin. Ein Mietwagen im Zentrum ist eher hinderlich, denn Parken ist teuer und Einbahnstraßen sind reichlich vorhanden.

Für Aberdeenshire brauchst du ein Auto. Ohne eigenes Fahrzeug bleiben nur geführte Tagestouren.

Wetter: Aberdeen ist windig und wechselhaft, und der Nordostwind kommt direkt von der Nordsee. Selbst im Juli hatten wir Tage mit 13 Grad. Pack eine Windjacke ein, auch im Hochsommer, und rechne mit vier Wetterlagen an einem Tag. Dafür ist es im Juni und Juli extrem lang hell, abends bis nach 22 Uhr. Für Fotografen ist das ein Geschenk.

Übernachten: Wir hatten unser Quartier im Stadtzentrum, und das ist die richtige Wahl, wenn du ohne Auto unterwegs bist. In Aberdeen findest du das ganze Spektrum von Budget-Ketten bis zu Häusern in restaurierten Granitgebäuden; aktuelle Unterkünfte in Aberdeen findest du hier*. Wenn du die Region erkunden willst, ist ein Standort im Westen der Stadt praktischer, dann bist du schneller auf der Straße Richtung Royal Deeside.

Führungen und Touren ab Aberdeen

Wenn du ohne Auto anreist, sind geführte Tagestouren die einzige realistische Möglichkeit, Aberdeenshire zu sehen. Vier, die zu den Orten in diesem Artikel passen:

Dunnottar Castle und Cairngorms Tagestour. Die Burg und die Fahrt durch den Nationalpark an einem Tag, ohne selbst zu fahren. Neun Stunden, sehr gut bewertet. Angebote ansehen*

Balmoral Estate und Royal Deeside. Deckt das Dee-Tal ab, ohne dass du dich um Parkplätze und die wechselnden Balmoral-Öffnungszeiten kümmern musst. Kleingruppe, 7,5 Stunden. Angebote ansehen*

Stadtzentrum und Old Aberdeen zu Fuß. Wer die Granitarchitektur erklärt bekommen möchte, statt nur davorzustehen: 3,5 Stunden durch beide Stadtteile, in kleiner Gruppe. Angebote ansehen*

Street-Art-Rundgang. Die Nuart-Werke verteilen sich über die ganze Innenstadt, und ohne Ortskenntnis findet man höchstens die Hälfte. Diese Tour startet täglich um 14 Uhr und dauert anderthalb Stunden. Angebote ansehen*

Wer Whisky mag, findet außerdem eine Verkostung in der Royal Lochnagar Distillery* bei Balmoral sowie eine Tagestour auf dem Speyside Whisky Trail* ab Aberdeen.

Fazit: Lohnt sich Aberdeen?

Ja, aber nicht als Ersatz für Edinburgh, sondern als etwas anderes.

Aberdeen ist keine hübsche Postkartenstadt. Der Granit wirkt bei Regen streng und manchmal abweisend, und die Innenstadt hat Ecken, die schon bessere Zeiten gesehen haben. Aber die Stadt hat drei Dinge, die uns hängen geblieben sind: ein Universitätsviertel, das man morgens für sich allein hat, ein echtes Fischerdorf im Stadtgebiet, und einen Umgang mit Street Art, der ungewöhnlich mutig ist für eine Stadt dieser Größe.

Der eigentliche Gewinn ist aber die Region. Slains Castle über der Nordsee, die brütenden Seevögel an den Bullers of Buchan, ein rosa Märchenschloss im Wald, leere Strände mit Robben: das alles liegt innerhalb einer Autostunde. Und dabei ist man fast allein, während sich in Edinburgh die Royal Mile staut.

Unsere Empfehlung: zwei Tage Stadt, zwei Tage Region, Mietwagen ab dem dritten Tag. Und steh mindestens einmal früh auf.

Mehr Bilder von unseren Reisen findest du übrigens auf unserem Instagram. Aus Aberdeen sind einige der Sonnenaufgangsaufnahmen dort gelandet.

Häufige Fragen zu Aberdeen

Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Aberdeen?

Die wichtigsten Aberdeen Sehenswürdigkeiten sind Old Aberdeen mit dem King’s College und der St Machar’s Cathedral, das Marischal College als zweitgrößtes Granitgebäude der Welt, das Fischerdorf Footdee, die Nuart-Street-Art im Zentrum und der Castlegate mit dem Mercat Cross. In der Region Aberdeenshire kommen Slains Castle, Dunnottar Castle, Craigievar Castle und Balmoral dazu.

Lohnt sich ein Besuch in Aberdeen in Schottland?

Ja, besonders in Kombination mit der Region. Die Stadt selbst braucht rund zwei Tage; ihre Stärken sind Granitarchitektur, das Universitätsviertel Old Aberdeen und die Nordseelage. Der eigentliche Grund für die Reise ist aber Aberdeenshire mit der höchsten Schlossdichte Großbritanniens, und dort ist deutlich weniger los als in den bekannten Regionen Schottlands.

Wie viele Tage sollte man für Aberdeen einplanen?

Für die Stadt reichen zwei Tage. Wenn du Aberdeenshire mit Slains Castle, Dunnottar, Craigievar und Royal Deeside sehen willst, plane drei bis vier Tage ein und miete ab dem zweiten Tag ein Auto.

Warum heißt Aberdeen Granite City?

Weil fast die gesamte Innenstadt aus lokalem grauem Granit gebaut ist, der über Jahrhunderte in den Steinbrüchen der Umgebung gebrochen wurde. Der größte davon war Rubislaw Quarry. Der Stein enthält Glimmer, weshalb die Fassaden bei Sonne silbrig glitzern. Daher stammt auch der zweite Spitzname Silver City.

Kann man Slains Castle besichtigen?

Ja, die Ruine ist frei zugänglich und kostet keinen Eintritt. Es gibt allerdings keinerlei Absicherung: keine Geländer, keine Aufsicht, offene Abbruchkanten direkt an der Klippe. Feste Schuhe sind Pflicht, mit kleinen Kindern ist der Besuch nicht zu empfehlen.

Wann ist Balmoral Castle für Besucher geöffnet?

Die Saison hat sich geändert: Balmoral ist inzwischen im Herbst geöffnet, etwa von Ende September bis Anfang November, täglich 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt liegt bei 10 Pfund für Erwachsene und schließt den Ballsaal ein. Die Termine werden jedes Jahr neu festgelegt, prüfe sie vor der Reise auf der offiziellen Seite.

Wie kommt man von Aberdeen nach Dunnottar Castle?

Dunnottar liegt bei Stonehaven, rund 30 Minuten südlich von Aberdeen. Mit dem Auto über die A90, mit der Bahn nach Stonehaven und von dort etwa 45 Minuten zu Fuß am Klippenweg entlang. Ohne Auto ist eine geführte Tagestour die bequemste Lösung.

Braucht man in Aberdeen ein Auto?

In der Stadt nicht: Zentrum, Old Aberdeen, Footdee und der Strand sind zu Fuß und mit dem Bus gut erreichbar. Für Aberdeenshire schon, denn Slains Castle, die Bullers of Buchan, Craigievar und Royal Deeside sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln kaum sinnvoll zu erreichen.

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1 Kommentar zu „Aberdeen Sehenswürdigkeiten: Die Granite City in Schottland und die Highlights in Aberdeenshire“

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