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Taormina Sehenswürdigkeiten auf Sizilien: ein Tag zu Fuß, bevor es voll wird

Taormina auf Sizilien ist eine Kleinstadt auf einem Felsvorsprung über der Ostküste der Insel, rund 200 Meter über dem Ionischen Meer, und bekannt für ihr antikes Theater mit Blick auf den Ätna. Fast alle Sehenswürdigkeiten von Taormina liegen an einer einzigen Straße oder ein paar Treppen davon entfernt. Taormina ist für Sizilien, was Rothenburg ob der Tauber für Franken ist: klein, berühmt und ab Mittag voll.

Judith und ich waren im September 2026 einen Tag dort, von kurz vor neun bis zum späten Nachmittag. Um neun hatten wir den Corso Umberto fast für uns. Am Nachmittag gehörte er allen anderen. Ins Teatro Antico sind wir nicht hineingegangen, davor stand eine lange Schlange.

In diesem Artikel findest du unsere Runde mit Karte, die aktuellen Preise im Parkhaus Lumbi (inklusive der Stunde, die dich am meisten kostet), Eintrittspreise vom Stand September 2026, fünf Fotospots und die Uhrzeit, die in Taormina über alles entscheidet.

Taormina auf einen Blick

  • Region: Sizilien, Metropolitanstadt Messina, an der Ostküste zwischen Messina und Catania
  • Lage: auf rund 200 m Höhe am Hang des Monte Tauro, unten an der Küste liegen Mazzarò, die Isola Bella und die Bucht von Giardini Naxos
  • Bekannt für: das Teatro Antico, den Corso Umberto, den Blick auf den Ätna und die Isola Bella
  • Einwohner: rund 10.500
  • Zeit einplanen: ein Tag für die Stadt, mit dem Fußweg nach Castelmola ein langer Tag
  • Anreise: mit dem Auto von Catania rund 55 km, per Bus direkt ab dem Flughafen Catania, per Bahn bis Taormina-Giardini unten an der Küste
  • Parken: Parkhaus Lumbi, Via Mario e Nicola Garipoli, 98039 Taormina. Hauptsaison 3 € für die erste Stunde, 21 € bis zehn Stunden
  • Eintritt: Teatro Antico 14 € (ermäßigt 7 €), Isola Bella 6 € (3 €), Castello 10 € (5 €). Villa Comunale, Madonna della Rocca, Odeon und Naumachie kosten nichts (Stand September 2026)

Karte: unsere Runde durch Taormina

Auf der Karte findest du das Parkhaus, unsere Stationen in der Reihenfolge, die wir empfehlen, und die Isola Bella unten am Meer:

  1. Parcheggio Lumbi: Parkhaus am nördlichen Stadtrand
  2. Porta Messina und Odeon: der Anfang des Corso
  3. Naumachie: die römische Mauer in der Seitengasse
  4. Piazza IX Aprile: Uhrturm und Terrasse über dem Meer
  5. Dom und Porta Catania: das Ende des Corso, mit Terrasse
  6. Villa Comunale: der Park mit den Pavillons
  7. Belvedere an der Via Pirandello: Isola Bella von oben
  8. Teatro Antico
  9. Madonna della Rocca: die Felskirche über der Stadt
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Taormina parken: Wo und was kostet das Lumbi?

Am einfachsten im Parkhaus Lumbi am nördlichen Stadtrand. Mit dem Auto in die Altstadt hineinzufahren, versuchst du besser gar nicht erst: Der Corso Umberto ist Fußgängerzone, und die Gassen drumherum sind eng und steil. Wir waren um Viertel vor neun am Lumbi.

Vom Parkhaus kommst du auf zwei Wegen in die Stadt: aus dem vierten Stock über eine Treppe hinauf oder mit dem Shuttle. Der fährt ab 6:30 Uhr etwa alle 15 Minuten bis zur Piazza San Pancrazio, direkt an der Porta Messina. Wir haben natürlich die Treppe genommen, nach ein paar Minuten stehst du an der Porta Messina.

Günstig ist das Lumbi nicht. Die Staffel für die Hauptsaison (1. April bis 31. Oktober):

  • 1 Stunde: 3 €
  • 2 Stunden: 8 €
  • 3 Stunden: 10 €
  • 5 Stunden: 16 €
  • 7 Stunden: 19 €
  • 10 Stunden: 21 €
  • 24 Stunden: 30 €

Die zweite Stunde ist also die teuerste des Tages: Sie kostet allein 5 €. Danach wird jede weitere Stunde billiger. Für einen Tag wie unseren, von neun bis zum späten Nachmittag, landest du bei 21 €. In der Nebensaison kostet dasselbe deutlich weniger (2 Stunden 4 €, 24 Stunden 20 €).

Wichtig: Neben dem Tarif für Besucher hängt eine zweite Tafel mit viel niedrigeren Preisen. Das ist die Tarifa residenti, sie gilt nur für Einwohner von Taormina. Nicht verwechseln.

Gut zu wissen: Laut der Stadt ist der Shuttle im Parkpreis enthalten, der Betreiber sagt dazu nichts. Frag an der Kasse im Erdgeschoss nach. Eine Alternative ist das Parkhaus Porta Catania am anderen Ende der Altstadt, dort kostet die Stunde in der Hauptsaison 5 €. Alle Tarife stehen auf der Seite des Betreibers ASM (Stand September 2026).

Taormina Sehenswürdigkeiten: unsere Runde zu Fuß

Die Runde ist kurz, aber sie hat Höhenmeter. Vom Odeon bis zur Porta Catania sind es auf dem Corso knapp ein Kilometer, dazu kommen die Abstecher hinunter zur Villa Comunale und hinauf zur Madonna della Rocca. Feste Schuhe sind keine schlechte Idee.

Odeon: das kleine Theater am Anfang des Corso

Römisches Odeon in Taormina mit halbrunden Sitzreihen aus Ziegeln
Das Odeon kurz nach neun, gleich hinter der Porta Messina.

Gleich hinter der Porta Messina, an der Piazza Vittorio Emanuele, liegt das Odeon, ein kleines römisches Theater aus Ziegeln. Es wurde Ende des 1. oder Anfang des 2. Jahrhunderts n. Chr. neben einen griechischen Tempel gebaut, dessen Reste heute in den Fundamenten der Kirche Santa Caterina stecken. Elf Sitzreihen, drei Treppen, eine kleine Bühne: Hier gab es Konzerte, Musikwettbewerbe und Lesungen, die großen Aufführungen liefen im Teatro Antico.

Laut der Tafel vor Ort ist es zusammen mit dem Odeon von Catania das einzige überdachte Theater, das auf Sizilien nachgewiesen ist. Das Dach fehlt heute natürlich. Wir haben hier um neun Uhr angefangen, denn das Odeon liegt am Anfang des Corso und ist von der Straße aus frei einsehbar.

Direkt gegenüber steht der Palazzo Corvaja, ein mittelalterlicher Palast, in dem zurzeit wechselnde Ausstellungen laufen.

Corso Umberto: morgens leer, nachmittags voll

Der Corso Umberto zieht sich einmal quer durch die Altstadt, von der Porta Messina bis zur Porta Catania. Er ist Fußgängerzone, gesäumt von Palazzi, Kirchen, Keramikläden und Cafés, und er ist das, was die meisten Besucher von Taormina sehen.

Um neun Uhr morgens war er fast leer. Die Läden machen erst gegen zehn auf, und bis dahin war es angenehm. Am späten Nachmittag, als wir aus Castelmola zurückkamen, war auf demselben Pflaster kaum ein Durchkommen. Das ist kein Detail, sondern der wichtigste Tipp für Taormina: Komm früh.

Unser Tipp: Lauf den Corso gleich zu Beginn einmal komplett durch, solange er leer ist. Einkaufen kannst du am Nachmittag, dann sind die Läden offen und die Menge stört beim Bummeln weniger als beim Fotografieren.

Naumachie: eine römische Mauer in der Seitengasse

Römische Ziegelbögen der Naumachie in Taormina zwischen Palmen
Die Naumachie: keine Arena für Seeschlachten, sondern die Schauwand eines römischen Brunnens.

Ein paar Schritte vom Corso entfernt, in der Treppengasse Via Naumachie, steht eine lange Ziegelmauer mit hohen Nischen. Der Name klingt nach Seeschlachten, stimmt aber nicht. Laut der Tafel war die Mauer die Schauseite eines Nymphäums, einer römischen Brunnenanlage, gebaut auf dem Sockel einer älteren griechischen Säulenhalle. Dahinter lag ein großer Wasserspeicher. In den Nischen standen vermutlich Statuen, ein Torso des Apollon aus parischem Marmor wurde hier gefunden.

Die Naumachie steht in vielen Reiseführern nur als Nebensatz. Wir sind gegen halb zwölf vorbeigekommen, der Zugang ist frei, die Mauer siehst du von der Gasse aus.

Piazza IX Aprile und der Uhrturm

Ungefähr auf halber Strecke öffnet sich der Corso zur Piazza IX Aprile, einer Terrasse mit Blick über die Küste. An ihrer Westseite führt die Straße durch den Bogen des Uhrturms (Torre dell’Orologio). Er stammt aus dem 12. Jahrhundert, wurde 1676 im Krieg zerstört und drei Jahre später wieder aufgebaut, diesmal mit Uhr.

Morgens ist die Piazza der beste Platz für einen ersten Blick aufs Meer, bevor sich der Corso füllt.

Dom und Porta Catania: das Ende des Corso

Hinter dem Uhrturm wird der Corso ruhiger und endet am Dom San Nicolò, der mit seinen Zinnen eher wie eine kleine Festung aussieht als wie eine Kathedrale. Auf dem Domplatz steht ein barocker Brunnen. Der Dom ist täglich von 8:30 bis 20 Uhr geöffnet.

Ein paar Meter weiter steht die Porta Catania, das Tor am Südwestende der Altstadt. Direkt dahinter liegt eine kleine Aussichtsterrasse mit Blick hinunter auf die Bucht von Giardini Naxos. Sie heißt ganz offiziell Terrazza Panoramica su Giardini Naxos, ein Gedenkstein erinnert dort an die Opfer der Bombenangriffe von 1943. Viele laufen nach dem Dom einfach wieder um. Die zwei Minuten bis zur Terrasse lohnen sich.

Den zweiten Blick nach unten bekommst du von der Via Roma, der Straße am Hang unterhalb des Corso. Wir sind dort von der Porta Catania aus ein Stück entlanggelaufen, die Küste liegt dir zu Füßen, und nach Osten führt sie Richtung Villa Comunale.

Villa Comunale: Park mit Pavillons und Blick über die Bucht

Unterhalb des Corso liegt die Villa Comunale, offiziell Parco Duca di Cesarò. Angelegt hat sie die Engländerin Florence Trevelyan, die sich in Taormina niedergelassen hatte. Zwischen 1890 und 1899 ließ sie im Garten verspielte Pavillons aus Ziegeln und Lavastein bauen, die man wegen ihrer Form „Bienenstöcke“ nennt. Dort hat sie laut der Tafel am Eingang einen Großteil ihrer Zeit verbracht, heute sind es kleine Aussichtspunkte.

Wir waren gegen halb elf dort. Zwischen Palmen, Pinien und Zypressen war ein Straßenmaler bei der Arbeit. Von den Terrassen am Rand schaust du über die Bucht von Naxos bis zum Ätna, jedenfalls laut der Tafel. Bei uns hing der Ätna den ganzen Tag in den Wolken.

Gut zu wissen: Die Villa Comunale liegt in der Via Bagnoli Croci 73. Eintritt frei, im Sommer von 8 bis 24 Uhr geöffnet, im Winter bis 20 Uhr (Stand September 2026).

Belvedere an der Via Pirandello: Isola Bella von oben

Das Motiv, das auf jeder Postkarte von Taormina ist, bekommst du vom Belvedere an der Via Luigi Pirandello, östlich der Porta Messina, in der Nähe der Seilbahnstation. Unter dir liegt die Isola Bella, eine kleine Insel, die bei ruhigem Meer über eine schmale Kiesbank mit dem Strand verbunden ist.

Direkt am Aussichtspunkt liegt das Café L’Oblò mit Terrasse. Den Blick hast du dort beim Kaffee, allerdings für 4 € pro Americano. Die Aussicht ist im Preis inbegriffen, man merkt es an der Rechnung.

Gut zu wissen: Die Isola Bella selbst ist ein Naturschutzgebiet und kostet 6 €, ermäßigt 3 €. Sie ist täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet und nach Sturmschäden seit Juni 2026 wieder zugänglich. Hinunter kommst du zu Fuß über Treppen oder mit der Seilbahn ab der Via Pirandello (8 € einfach, 15 € hin und zurück). Tickets und Zeiten beim Parco Archeologico Naxos Taormina (Stand September 2026).

Teatro Antico: 14 € und eine Schlange

Das Teatro Antico ist der Grund, warum die meisten nach Taormina kommen. Die Griechen haben es im 3. Jahrhundert v. Chr. in den Hang gebaut, die Römer später umgebaut. Von den oberen Rängen schaust du durch die Ruine der Bühnenwand aufs Meer und bei klarem Wetter auf den Ätna. Es ist nach dem Theater von Syrakus das zweitgrößte antike Theater auf Sizilien, und im Sommer finden dort bis heute Konzerte statt.

Als wir am Eingang in der Via del Teatro Greco vorbeikamen, stand dort schon eine lange Schlange. Wir haben uns stattdessen für die Madonna della Rocca entschieden.

Gut zu wissen: Eintritt 14 €, ermäßigt 7 € für EU-Bürger von 18 bis 25 Jahren, unter 18 frei. Geöffnet täglich 9 bis 19:45 Uhr, letzter Einlass 19 Uhr. Am ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt frei, dann ist es entsprechend voll. Tickets gibt es an der Kasse und online, alle Infos beim Parco Archeologico Naxos Taormina (Stand September 2026). Wer früh kommt, geht um neun als Erster hinein, bevor die Schlange entsteht.

Madonna della Rocca: die Felskirche über der Stadt

Oberhalb der Altstadt klebt eine kleine Kirche am Fels: die Chiesa della Madonna della Rocca. Sie wurde um 1640 direkt in eine Grotte gebaut, der Fels bildet Wände und Decke. Hinauf kommst du über die Treppe Via Crucis – Salita Castello, die an der Via Circonvallazione oberhalb des Corso beginnt und in vielen Kehren den Hang hinaufzieht. Es sind viele Stufen, und Schatten gibt es kaum.

Oben stehst du auf einem kleinen Vorplatz mit einem großen Kreuz und schaust über ganz Taormina, das Teatro Antico und die Küste. Der Blick ist großartig, und er kostet nichts. Als wir in die Kirche kamen, wurden gerade frische Blumen gesteckt.

Über der Kirche thront die Burg, das Castello di Taormina (10 €, ermäßigt 5 €, ab 10 Uhr). Und wer noch Kraft hat, läuft von hier weiter hinauf nach Castelmola, das Bergdorf über Taormina. Das haben wir gemacht, und es war der zweite Teil unseres Tages.

Gut zu wissen: Die Kirche ist im Sommer von 9:30 bis 12:30 und von 16 bis 19:30 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei (Stand September 2026). Wer sie von innen sehen will, sollte vor der Mittagspause oben sein.

Essen und Trinken in Taormina: Granita und Kaffee mit Aussicht

Richtig gegessen haben wir in Taormina nicht, dafür oben in Castelmola: Bruschetta in einem winzigen Familienrestaurant, dem Gallo Cedrone. In der Stadt selbst waren es zwei Adressen.

Bam Bar: die Granita mit der Schlange

Warteschlange vor der Bam Bar in der Via Giovanni di Giovanni in Taormina
Die Schlange vor der Bam Bar um Viertel nach elf.

Die Bam Bar in der Via Giovanni di Giovanni 45 ist die bekannteste Granita-Adresse der Stadt, angeblich die beste Siziliens. Davor stand eine lange Schlange, und wir haben uns nicht angestellt, das hätte viel zu lange gedauert. Eine Bekannte, die ein paar Tage vor uns in Taormina war, hat es versucht, irgendwann aufgegeben und ihre Granita woanders gegessen. Wenn du hierher willst, dann früh am Morgen.

Café L’Oblò: Kaffee mit Blick auf die Isola Bella

Das Café L’Oblò liegt direkt am Belvedere über der Isola Bella. Der Americano kostet 4 €, dafür sitzt du mit einem der schönsten Blicke der Stadt.

Fun Fact: In der Villa Comunale steht der Nachbau eines Torpedos, auf dem zwei Taucher rittlings saßen. Die Italiener nannten diese Kleinst-U-Boote wegen ihrer plumpen Form „maiale“, Schwein. Der Nachbau erinnert an Salvatore Leone aus Taormina, der als einziger Sizilianer eines dieser Boote steuerte und 1942 bei einem Angriff auf den Hafen von Gibraltar starb.

Was ich beim nächsten Mal anders machen würde: noch früher kommen. Wir waren um neun da, und bis zehn war es gut. Beim nächsten Mal wäre ich um acht am Parkhaus, würde mir bis zehn alles in Ruhe ansehen und die Zeiten außerhalb der Massen auch für die Schlangen nutzen: zur Öffnung ans Teatro Antico oder an die Bam Bar, bevor alle anderen dort stehen.

Fotospots in Taormina

  1. Corso Umberto, kurz nach 9 Uhr: die leere Straße Richtung Westen, Hauptkamera (24 mm). Um diese Zeit läuft dir kaum jemand ins Bild.
  2. Piazza IX Aprile, gegen Viertel nach neun: Schachbrettpflaster, Uhrturm und San Giuseppe mit dem Monte Tauro dahinter. Das passt nur mit dem Ultraweitwinkel (13 mm) aufs Bild.
  3. Belvedere an der Via Pirandello, gegen elf: die Isola Bella mit Kiesbank, mit 24 mm die ganze Bucht, mit 48 mm nur die Insel.
  4. Treppe zur Madonna della Rocca, gegen Mittag: Das Teatro Antico von oben, mit dem Tele (117 und 233 mm) herangeholt. Der einzige Blick ins Theater, der nichts kostet.
  5. Terrasse hinter der Porta Catania, gegen 9:40: die Bucht von Giardini Naxos mit Zypressen im Vordergrund, 48 mm.

Alle Fotos in diesem Artikel sind mit dem Google Pixel 7 Pro entstanden, die Brennweiten sind Kleinbild-Äquivalente.

Wie viel Zeit für Taormina einplanen?

Einen Tag. Für den Corso, das Odeon, die Naumachie, Dom und Porta Catania reichen zwei bis drei Stunden. Mit Villa Comunale, Belvedere und der Treppe zur Madonna della Rocca wird es ein Tag bis zum frühen Nachmittag, mit dem Teatro Antico von innen kommt eine gute Stunde dazu. Wir sind danach noch zu Fuß nach Castelmola und zurück, das war ein langer, voller Tag.

Wann ist die beste Tageszeit für Taormina?

Der frühe Morgen. Zwischen acht und zehn Uhr hast du den Corso, die Piazza IX Aprile und die Aussichtspunkte fast für dich, erst gegen zehn öffnen die Läden, und ab Mittag wird es richtig voll. Den Nachmittag hebst du dir für die Orte oberhalb der Stadt auf oder für Castelmola, dort oben verläuft sich die Menge.

Wetter ist die andere Unbekannte. Bei uns stand den ganzen Tag ein schwarzes Unwetter über den Bergen, es donnerte zuverlässig und kam nie an. Der Ätna blieb dabei die meiste Zeit hinter Wolken. Wer den Vulkan im Bild haben will, schaut vorher auf die Wolken über dem Gipfel, nicht auf die Sonne über der Küste.

Anreise nach Taormina und wo wir gewohnt haben

Mit dem Auto sind es von Catania rund 55 km über die Autobahn A18. Ohne Auto fährt der Bus direkt vom Flughafen Catania bis zum Busterminal an der Via Pirandello, von dort sind es ein paar Minuten zu Fuß bis zur Porta Messina. Der Bahnhof Taormina-Giardini liegt unten an der Küste, von dort geht es mit dem Stadtbus hinauf.

Wir haben nicht in Taormina gewohnt, sondern in Gaggi, rund 12 km landeinwärts im Tal des Alcantara, in der Ferienwohnung La Casa dei Limoni. Ruhig, mit Garten, und von dort liegen die Alcantara-Schlucht und der Ätna näher als von Taormina. Als bei unserer Ankunft die Therme streikte, wurde sie ausgetauscht, und die Gastgeber haben uns obendrein zwei Nächte geschenkt. Nachteil: Ohne Auto ist Gaggi unpraktisch. Wer abends durch Taormina bummeln will, wohnt besser in der Stadt. La Casa dei Limoni auf booking.com ansehen*.

Lohnt sich Taormina?

Taormina und die Ostküste Siziliens von oben
Taormina und die Küste Richtung Giardini Naxos, vom Hang über der Madonna della Rocca.

Ja, wenn du früh kommst. Dann bekommst du den leeren Corso, weite Blicke über die Küste, eine Felskirche, die nichts kostet, und einen Park mit Blick über die Bucht. Plane einen Tag ein, gern mit Castelmola dazu.

Eher nicht, wenn du nur mittags ein, zwei Stunden Zeit hast. Dann erlebst du vor allem Schlangen, volle Gassen und die teuerste Parkstunde des Tages. Wer lieber ohne Gedränge durch eine Barockstadt läuft, ist in Catania eine gute Autostunde südlich besser aufgehoben, oder in den Städten des Val di Noto.

Führungen und Touren ab Taormina

Taormina selbst läufst du gut ohne Führung. Für drei Dinge kann sich ein gebuchtes Angebot trotzdem lohnen:

Ticket fürs Teatro Antico mit Audioguide. Du stehst nicht in der Schlange an der Kasse, und den Audioguide gibt es auch auf Deutsch. Dafür zahlst du mehr als die 14 € an der Kasse. Angebote ansehen.

Stadtführung durch Taormina. Private Tour über Porta Messina, Corso und Villa Comunale, auch auf Deutsch, rund zwei Stunden. Sinnvoll, wenn du die Geschichten hinter den Palazzi hören willst. Angebote ansehen.

Bootstour zur Isola Bella. Eine Stunde mit dem Boot ab dem Strand an der Isola Bella, zur Grotta Azzurra und in die Bucht von Mazzarò. Geführt auf Englisch, Italienisch und Spanisch, nicht auf Deutsch. Angebote ansehen.

Fazit: Taormina gehört den Frühaufstehern

Taormina ist klein, schön gelegen und berühmt genug, um mittags aus allen Nähten zu platzen. Das Beste, was du tun kannst, ist die Uhr: um acht am Lumbi, den Corso zuerst, dann Park und Aussichtspunkte, und den Nachmittag oben bei der Madonna della Rocca oder in Castelmola. So haben wir es gemacht. Mehr Bilder von unserer Sizilien-Reise zeigen wir auf Instagram.

Häufige Fragen zu Taormina

Welche Sehenswürdigkeiten hat Taormina?

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Taormina sind das Teatro Antico, der Corso Umberto mit Piazza IX Aprile und Uhrturm, der Dom, das Odeon, die Naumachie, die Villa Comunale, die Felskirche Madonna della Rocca und der Blick auf die Isola Bella. Fast alles liegt an oder nahe dem Corso und ist zu Fuß in einem Tag zu schaffen.

Wo liegt Taormina auf Sizilien?

Taormina liegt an der Ostküste Siziliens, zwischen Messina im Norden und Catania im Süden, auf rund 200 Metern Höhe über dem Ionischen Meer. Nach Catania sind es rund 55 Kilometer, der Ätna liegt südwestlich der Stadt.

Lohnt sich Taormina?

Ja, wenn du früh am Morgen kommst. Dann sind Corso Umberto und Aussichtspunkte fast leer. Wer nur mittags ein paar Stunden Zeit hat, erlebt vor allem volle Gassen und Schlangen am Teatro Antico und an der Bam Bar.

Wie viel Zeit sollte man für Taormina einplanen?

Einen Tag. Für den Corso und die Sehenswürdigkeiten der Altstadt reichen zwei bis drei Stunden, mit Villa Comunale, Madonna della Rocca und Teatro Antico wird es ein ganzer Tag. Mit dem Fußweg nach Castelmola kommen rund drei bis vier Stunden dazu.

Wo parkt man in Taormina und was kostet es?

Am einfachsten im Parkhaus Lumbi am nördlichen Stadtrand. In der Hauptsaison kostet die erste Stunde 3 Euro, zwei Stunden 8 Euro und bis zu zehn Stunden 21 Euro (Stand September 2026). Vom Parkhaus fährt ein Shuttle zur Porta Messina, alternativ führt eine Treppe hinauf in die Stadt.

Wann ist die beste Reisezeit für Taormina?

Frühjahr und Herbst, also April bis Juni und September bis Oktober. Dann ist es warm genug fürs Meer, aber nicht so heiß wie im Hochsommer. Wichtiger als der Monat ist die Uhrzeit: Vor zehn Uhr ist die Stadt deutlich leerer als am Mittag.

Noch mehr Reisetipps für Sizilien

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