Aktualisiert am 1. Oktober 2026
Welche Städte auf Sizilien lohnen sich, und welche kannst du dir sparen? Sizilien ist die größte Insel im Mittelmeer und bekannt für Städte, die auf Felsen und Hügeln gebaut sind, die meisten nicht weit vom Meer.
Wir waren im September zwei Wochen mit dem Mietwagen auf Sizilien unterwegs und stellen dir hier 13 Orte vor, von Palermo über Noto bis Taormina. Die schönsten Orte Siziliens stehen hier nach Region sortiert, jeder mit unserem Urteil und einem Parktipp, elf davon mit eigenem Artikel. Zur Einordnung: Taormina ist für Sizilien, was Rothenburg ob der Tauber für Franken ist, klein, berühmt und ab Mittag voll.
Dazu findest du eine Karte, unsere Route und eine Liste der Orte, die du auslassen kannst.
Städte auf Sizilien auf einen Blick
Die Kurzfassung für Eilige, in der Reihenfolge unserer Runde:
- Palermo: laute, lebendige Hauptstadt mit Märkten und Streetfood. Zwei Tage ideal.
- Trapani: Hafenstadt auf einer Landzunge, zwei Stunden reichen.
- Erice: mittelalterliches Bergstädtchen über Trapani, am späten Nachmittag fast leer.
- Agrigent: überraschend hübsche Altstadt auf dem Hügel, mit Blick auf das Tal der Tempel.
- Ragusa Ibla: Barock am Hang, am schönsten abends von oben. Für mich die Nummer eins.
- Modica: Barock auf zwei Etagen und kalt verarbeitete Schokolade.
- Noto: Barockstadt aus einem Guss, am schönsten abends.
- Marzamemi: kleines Fischerdorf, eine Stunde reicht.
- Syrakus (Ortigia): Altstadtinsel mit Tempeln, Gassen und Werkstattläden.
- Catania: zweitgrößte Stadt der Insel, Barock aus Lavastein unter dem Ätna.
- Taormina: berühmt, klein und ab Mittag voll. Früh kommen.
- Castelmola: Bergdorf über Taormina, zu Fuß erreichbar, mit Mandelwein.
- Cefalù: Normannendom, Stadtstrand und ein Felsen zum Hinaufsteigen.
Gut zu wissen:
- Zeit einplanen: Für alle 13 Orte brauchst du rund zwei Wochen. Mit einer Woche nimmst du dir besser eine Hälfte der Insel vor.
- Anreise: Flughäfen in Palermo und Catania. Wir sind in Palermo gelandet und haben den Mietwagen erst bei der Weiterfahrt geholt.
- Parken: Fast jede Altstadt ist ganz oder teilweise ZTL, also für Autos ohne Genehmigung gesperrt. Parke am Rand und geh zu Fuß. Unsere Plätze stehen bei jedem Ort.
- Beste Reisezeit: Frühjahr und Herbst. Mitte September hatten wir 27 bis fast 29 Grad.
- Beste Tageszeit: früh morgens oder am späten Nachmittag. Mittags sind die bekannten Orte voll und das Licht ist grell.
Karte: die Städte auf Sizilien, die wir besucht haben
Auf der Karte findest du alle 13 Orte, die Parkplätze, die wir genutzt haben, und zwei Aussichtspunkte.
Welche Städte auf Sizilien passen zu dir?
Kurze Antwort: Das hängt davon ab, was du suchst. Unsere Einteilung nach dem, was uns an jedem Ort am meisten in Erinnerung geblieben ist:
- Barock: Noto, Ragusa Ibla, Modica und Catania. Alle vier gehören zum UNESCO-Welterbe Spätbarocke Städte des Val di Noto, mehr dazu in unserem Artikel über das Val di Noto.
- Meer vor der Haustür: Cefalù, Ortigia, Trapani und Marzamemi. Baden waren wir in Cefalù direkt an der Altstadt.
- Aussicht von oben: Taormina, Castelmola, Erice und Ragusa Ibla.
- Großstadt mit Trubel: Palermo und Catania. Beide sind laut, eng und voller Märkte.
- Antike: Syrakus mit dem Apollontempel mitten in Ortigia und dem Athena-Tempel, der heute im Dom steckt.
- Klein und überschaubar: Erice, Castelmola und Marzamemi.
Palermo und der Nordwesten
Palermo: Märkte, Streetfood und viel Leben auf der Straße



Palermo ist die Hauptstadt Siziliens und liegt in einer Bucht an der Nordküste, unter dem Monte Pellegrino. Bekannt ist sie für ihre Märkte, ihr Streetfood und die arabisch-normannischen Bauten, die seit 2015 UNESCO-Welterbe sind. Wir haben zwei Nächte in der Kalsa gewohnt, dem alten Viertel am Hafen.
Um acht Uhr morgens hatten wir die Kreuzung Quattro Canti fast für uns. Von den Märkten hat mir der Mercato del Capo besser gefallen als Ballarò. Ballarò war mir zu eng und zu laut, und dort fahren die Palermitaner mit dem Mofa auch noch zwischen den Ständen durch.
Abends ist an der Hafenmauer am Foro Italico einiges los. Die Sonne geht dort hinter der Stadt unter, nicht über dem Meer. Sehen kannst du sie trotzdem.
Palermo lohnt sich, wenn du Städte magst, in denen auf der Straße mehr passiert als im Museum. Wer Ruhe sucht, wird hier nicht glücklich.
Gut zu wissen: Mit dem Auto am besten gar nicht in die Altstadt, sie ist montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr ZTL. Wir haben den Mietwagen erst bei der Abreise geholt. Alles zu Kathedrale, Märkten und Kalsa steht in unserem Artikel über Palermos Sehenswürdigkeiten.
Cefalù: Dom, Stadtstrand und der Felsen darüber



Cefalù ist eine Kleinstadt an der Nordküste, knapp 70 Straßenkilometer östlich von Palermo. Bekannt ist sie für ihren normannischen Dom, die Altstadt direkt am Strand und den 270 Meter hohen Felsen La Rocca mit Burgruine und antikem Tempel. Cefalù ist wie Taormina, nur unten am Wasser statt oben am Berg.
Kurz nach neun war der Corso Ruggero noch fast leer, die Läden hatten zu, und wir hatten ein Croissant in der Hand. Den Dom fanden wir von innen eher unspektakulär, die Rocca dagegen war richtig gut: rund zwei Stunden hinauf und wieder hinunter, oben der Blick über die roten Dächer. Nachmittags waren wir an der alten Mole baden. Voll war es, aber als Abkühlung genau richtig.
Unser Tipp: Parke am Bahnhof in der Via Aldo Moro (1 € pro Stunde, 10 € am Tag, Stand September 2026) und geh die zehn Minuten zu Fuß. Tagesplan, Rocca und Fotospots stehen im Artikel über Cefalù auf Sizilien.
Trapani: Hafenstadt auf der Landzunge



Trapani ist die Hafenstadt an der Westküste unterhalb von Erice. Ihre Altstadt liegt auf einer schmalen Landzunge, die ins Meer ragt, und ist in zwei Stunden gut abgelaufen. Die Kathedrale siehst du am besten nicht von vorn, sondern von der Stadtmauer am Meer aus, zum Beispiel vom Bastione Conca.
Wir waren nur kurz hier, für die Altstadt, den Hafen und einen Teller Pasta. Den alten Fischmarkt wollten wir sehen und haben einen Bauzaun gefunden: Der Brunnen dort ist 2024 teilweise eingestürzt und wird saniert. Mit etwas Abstand würde ich Trapani beim nächsten Mal auslassen und die Zeit lieber Erice geben.
Gut zu wissen: Kostenlos parken kannst du an der Via Isola Zavorra am Hafen, östlich der Altstadt. Von dort sind es rund 15 Minuten am Wasser entlang. Trapani steht mit im Artikel über Erice, siehe unten.
Erice: Mittelalter aus grauem Stein, 751 Meter über dem Meer



Erice ist ein mittelalterliches Städtchen aus grauem Stein auf einem Berg über Trapani, 751 Meter hoch. Bekannt ist es für seine gepflasterten Gassen, das Mandelgebäck und den Blick über die Westküste. Wer San Gimignano in der Toskana kennt, kennt das Prinzip.
Als wir gegen fünf Uhr oben ankamen, war die Stadt fast leer. Katzen liefen dafür reichlich herum. Ab halb sieben kamen dann alle, die den Sonnenuntergang sehen wollten, und Erice wurde voller und voller.
Unsere gut anderthalb Stunden waren zu knapp. Zum Essen wollten wir um 18:40 Uhr ins Restaurant, geöffnet wurde um 19 Uhr. Auf Sizilien waren wir damit nicht zu spät, sondern zu früh.
Unser Tipp: Kostenlos parkst du auf dem Schotterplatz an der Viale Senatore Simone Gatto, rund fünf Minuten vor der Porta Trapani. Die Altstadt innerhalb der Mauern ist ganzjährig ZTL. Mehr über Erice und Trapani steht in unserem Artikel über Erice auf Sizilien.
Agrigent und der Süden
Agrigent: eine Altstadt, die sich auch ohne Tal der Tempel lohnt



Agrigent liegt an der Südküste, die Altstadt auf einem Hügel, darunter das Tal der Tempel, seit 1997 UNESCO-Welterbe. Die Tempel haben wir ausgelassen und uns stattdessen einen Vormittag in der Altstadt gegönnt, und die hat mich überrascht. Den Grund findest du abseits der Hauptstraße: bunt bemalte Treppen, die den Hang hinaufgehen. Wie du parkst, welchen Weg du nimmst und was das Tal der Tempel kostet, steht in unserem Artikel über Agrigent auf Sizilien.
Syrakus, Noto und die Barockstädte im Südosten
Im Südosten liegen die Orte dicht beieinander. Marzamemi, Syrakus und die Cava Grande sind von Noto aus jeweils in rund einer halben Stunde erreichbar, Ragusa in gut einer Stunde. Wir haben drei Nächte in Noto gewohnt.
Ragusa Ibla: Barock am Hang und für mich die schönste Stadt



Ragusa besteht eigentlich aus zwei Städten: oben die neuere Oberstadt, unten Ibla auf einem schmalen Bergrücken. Bekannt ist Ibla für den Dom San Giorgio und für den Blick von oben. Ibla ist wie Noto, nur steiler.
Den schönsten Blick hast du von der Treppe bei Santa Maria delle Scale, auch nachts, wenn die Altstadt beleuchtet ist. Den Aussichtspunkt für den Sonnenuntergang hätten wir allein nicht gefunden. Zwei andere Touristen fragten uns nach dem Weg dorthin, und bis dahin wussten wir nicht, dass es ihn gibt.
Zum Abendessen hatte Judith eine Pizza Rossa, ich eine Pizza mit Pommes und Würstchen. In Italien, ja.
Unser Tipp: Übernachte hier. Wir haben eine Nacht im B&B Terrazzo su Ibla* gewohnt, oben an der Kante zur Altstadt, und beim nächsten Mal würden wir zwei bleiben. Kostenlos parken kannst du am Parcheggio an der Via Avvocato Giovanni Ottaviano. Rundgang und Aussichtspunkte stehen im Artikel über Ragusa Ibla.
Modica: Schokolade und Barock auf zwei Etagen



Modica ist eine Barockstadt in der Provinz Ragusa und bekannt für ihre Schokolade, die bis heute kalt verarbeitet wird. Die Stadt liegt in einem Tal und an den Hängen darüber. Unten verläuft der flache Corso Umberto I, oben liegt Modica Alta mit der Kirche San Giorgio.
Bei der Manufaktur Bonajuto haben wir probiert. Ich fand die Schokolade sehr lecker, nur die Konsistenz ist ungewohnt, wenn du Schokolade von zu Hause kennst. Vom Aussichtspunkt oben sahen wir dunkle Wolken über der Stadt, im Hintergrund grummelte ein Gewitter. Geregnet hat es erst auf der Weiterfahrt nach Noto, dann aber gründlich.
Für einen halben Tag lohnt sich Modica. Hast du nur Zeit für eine einzige Barockstadt, nimm Noto, das ist kompakter. Gut zu wissen: Kostenlos parkst du an der Via Nazionale, rund 90 Meter vor dem Busbahnhof, dort beginnt der Corso. Mehr im Artikel über Modica auf Sizilien.
Noto: Barock aus einem Guss



Noto ist eine Barockstadt im Südosten Siziliens. Nach dem Erdbeben von 1693 wurde sie ein paar Kilometer weiter komplett neu gebaut, aus hellem Kalktuff und fast alles aus einer Zeit. Das meiste liegt an einer einzigen Hauptstraße, dem Corso Vittorio Emanuele.
Tagsüber ist der Corso voll, abends wird der Stein warm. Einmal stand hinter der Kathedrale plötzlich eine rosa Wolke, einmal regnete es, und im nassen Pflaster spiegelten sich die Laternen.
Morgens um sieben fotografierte ich eine Pfütze in der Via Nicolaci. Ein Straßenfeger hielt sie für einen verstopften Abfluss und fing an, darin herumzustochern. Ich habe ihm das Spiegelbild auf dem Display gezeigt. Fand er gut.
Unser Tipp: Übernachte in Noto, sonst verpasst du genau diese Stunden. Wir hatten drei Nächte in der Casa Bellavista*, rund zehn Minuten zu Fuß vom Zentrum, geparkt haben wir dort kostenlos. Die Innenstadt ist für Autos gesperrt. Alles Weitere steht im Artikel über Noto auf Sizilien.
Marzamemi: kleines Fischerdorf, eine Stunde reicht



Marzamemi ist ein Fischerdorf mit knapp 400 Einwohnern im Südosten Siziliens, bekannt für seine Piazza Regina Margherita und die alte Tonnara, in der früher Thunfisch verarbeitet wurde.
Der Platz sieht schick aus, die Mauern aus hellem Kalkstein wirken am Nachmittag fast sandfarben. Rund um den Hafen liegen heute vor allem Restaurants, und das Ganze wirkt, als wäre es für Besucher gemacht. Von allen Orten unserer zwei Wochen ist Marzamemi der, den ich am ehesten hätte weglassen können. Gute Fotos bekommst du hier trotzdem.
Gut zu wissen: Eine Stunde reicht für Piazza, Gassen, Tonnara und Hafen. Kostenlos parkst du am Kreisel an der Via Mario Falla, sieben bis acht Minuten zu Fuß. Für wen sich der Abstecher lohnt, steht im Artikel über Marzamemi. Ganz in der Nähe liegt die Riserva di Vendicari, die uns mehr begeistert hat.
Syrakus: Ortigia, die Altstadt auf der Insel



Ortigia ist die Altstadt von Syrakus, eine kleine Insel vor der Südostküste, rund einen Quadratkilometer groß und über Brücken mit dem Festland verbunden. Bekannt ist sie für den ältesten dorischen Steintempel Siziliens, eine Kathedrale, die in einen Athena-Tempel hineingebaut wurde, und die Stauferburg Castello Maniace an der Inselspitze.
Uns hat vor allem das Treibenlassen gefallen: rechts, links, mal in einen Laden, mal um die nächste Ecke. In vielen Werkstattläden wird vorne verkauft und hinten gearbeitet. Weniger gefallen haben uns die Gruppen und die Mittagshitze. Um Viertel vor eins war das Pflaster auf der Piazza Duomo so hell, dass gute Fotos kaum möglich waren.
Unser Tipp: Komm früh, am besten um acht, und im Oktober statt im September. Kostenlos parkst du am Largo Gaetano Arezzo della Targia, knapp einen Kilometer vor Ortigia. Den Rundgang findest du im Artikel über Syrakus und Ortigia. Wer im Südosten auch wandern und baden will: Die Cava Grande del Cassibile liegt eine halbe Stunde von Noto entfernt.
Catania, Taormina und der Osten unter dem Ätna
Catania: Barock aus Lavastein



Catania ist mit knapp 300.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Siziliens und liegt an der Ostküste direkt unter dem Ätna. Bekannt ist sie für ihren Barock aus dunklem Lavastein, gebaut nach dem Erdbeben von 1693, und für den Elefantenbrunnen auf dem Domplatz.
An unserem Morgen war der Himmel blau, und am Ende der Via Etnea qualmte der Ätna ordentlich. Den Fischmarkt A Piscaria fand ich wenig beeindruckend, er liegt aber ohnehin auf dem Weg. Besser gefallen hat uns ein Lokal, in dessen Keller der unterirdische Fluss Amenano durch das Lavagestein rauscht. Wir waren die Einzigen dort.
Gut zu wissen: Ein voller Tag reicht für die Altstadt, ein Auto brauchst du dafür nicht. Wer eins hat, parkt zum Beispiel auf dem AMTS-Parkplatz an der Piazza Paolo Borsellino (tagsüber 1 € pro Stunde, Stand September 2026).
Alle 14 Tipps stehen im Artikel über Catanias Sehenswürdigkeiten. Von hier aus sind wir auch auf den Ätna gewandert.
Taormina: früh kommen, dann lohnt es sich



Taormina liegt auf einem Felsvorsprung rund 200 Meter über der Ostküste und ist bekannt für sein antikes Theater mit Blick auf den Ätna.
Um neun Uhr morgens war der Corso Umberto fast leer. Am späten Nachmittag, als wir aus Castelmola zurückkamen, war auf demselben Pflaster kaum ein Durchkommen. Vom Belvedere schaust du auf die Isola Bella, in der Villa Comunale malte ein Straßenmaler zwischen Palmen und Pinien.
Taormina lohnt sich, wenn du früh da bist. Für ein, zwei Stunden am Mittag eher nicht. Gut zu wissen: Wir haben im Parkhaus Lumbi geparkt (3 € die erste Stunde, 21 € bis zehn Stunden, Hauptsaison 2026). Den ganzen Tag beschreibt unser Artikel über Taorminas Sehenswürdigkeiten.
Castelmola: zu Fuß hinauf zum Mandelwein



Castelmola ist ein Bergdorf auf 529 Metern direkt über Taormina, bekannt für seinen Mandelwein und den Blick über den Golf von Naxos. Castelmola ist für Taormina, was Erice für Trapani ist.
Wir sind von Taormina aus hinaufgelaufen, über die Kapelle Madonna della Rocca, und auf einem anderen Weg wieder hinunter. Hinauf brauchst du 45 bis 60 Minuten, fast alles Treppe oder steiler Asphalt.
Oben war die Piazza Chiesa Madre für uns der schönste Platz im Ort. Zur Bruschetta gab es den Mandelwein aufs Haus. Unser Getränk ist er nicht, probiert haben muss man ihn hier trotzdem. Den Ätna haben wir von oben nur als Wolke gesehen.
Gut zu wissen: Wer fahren will, parkt an der Porta di Mola (1,50 € pro Stunde, Stand September 2026). Wege, Zeiten und Karte stehen im Artikel über Castelmola.
Welche Stadt auf Sizilien ist die schönste?
Für mich ganz klar Ragusa Ibla. Von der Treppe bei Santa Maria delle Scale liegt die ganze Altstadt auf ihrem Bergrücken vor dir, und abends, wenn sie beleuchtet ist, noch einmal ganz anders. Auf Platz zwei kommt für mich Palermo. Taormina und Syrakus sind auch schön, dort ist aber wesentlich mehr los.
Welche Stadt für dich die schönste ist, hängt auch von der Tageszeit ab. Taormina hat uns morgens um neun gefallen und nachmittags nicht mehr, Erice am späten Nachmittag mehr als ab halb sieben, wenn alle zum Sonnenuntergang kommen. Die bekannten Orte sind früh morgens am schönsten.
Welche Städte auf Sizilien kannst du auslassen?
Kurze Antwort: keine, die dich reizt. Wenn die Zeit knapp ist, würden wir aber diese streichen:
- Marzamemi, wenn du nicht ohnehin in der Gegend bist. Die Riserva di Vendicari nebenan hat uns mehr gegeben.
- Trapani, wenn du dafür länger in Erice bleiben kannst.
- Modica, wenn du nur Zeit für eine Barockstadt hast. Dann Noto.
- Palermo und Catania, wenn du Ruhe suchst und mit Lärm, Enge und Verkehr schlecht klarkommst. Dann lieber Cefalù, Erice oder Castelmola.
Eine Stadt würden wir dagegen nicht mittags besuchen: Taormina. Dann erlebst du vor allem Schlangen, volle Gassen und die höchsten Parkpreise.
Wie viele Tage brauchst du für die Städte auf Sizilien?
Kurze Antwort: Für alle 13 Orte rund zwei Wochen, so wie wir. Dazu gehörten bei uns auch Naturtage in Schluchten, Reservaten und auf dem Ätna.
| Ort | Zeit, die reicht |
|---|---|
| Palermo | 2 Tage (1 Tag für das Wichtigste) |
| Catania | 1 Tag |
| Cefalù | halber Tag, ganzer Tag mit Rocca und Baden |
| Taormina | 1 Tag |
| Castelmola | halber Tag zu Fuß |
| Noto, Modica, Ortigia, Erice | je ein halber Tag |
| Ragusa Ibla | 3 bis 4 Stunden, besser mit Übernachtung |
| Trapani | 2 Stunden |
| Marzamemi | 1 Stunde |
| Agrigent (Altstadt) | ein Vormittag |
Mit einer Woche nimmst du dir besser eine Hälfte vor: den Nordwesten mit Palermo, Cefalù, Erice und Trapani oder den Südosten mit Noto, Ragusa, Modica und Syrakus.
Unsere Route durch Sizilien in zwei Wochen
Wir sind in Palermo gelandet und gegen den Uhrzeigersinn einmal um die Insel gefahren. Alle Etappen mit Fahrzeiten und Karte stehen in unserem Artikel zur Sizilien-Rundreise. Übernachtet haben wir hier:
- Palermo, 2 Nächte (BLU Fronte Mare*), Apartment in der Kalsa
- bei Scopello, 1 Nacht (Camera Tina*), für Trapani und Erice
- Porto Empedocle, 1 Nacht (B&B Empedocle*), 15 Minuten vor Agrigent
- Ragusa, 1 Nacht (B&B Terrazzo su Ibla*)
- Noto, 3 Nächte (Casa Bellavista*), für Marzamemi, Syrakus und den Südosten
- Catania, 2 Nächte (Chrilu house*)
- Gaggi, 3 Nächte (La Casa dei Limoni*), für Taormina, Castelmola und den Ätna
- Castelbuono, 1 Nacht (Olinad Rooms*)
- Carini, 1 Nacht (l’angolo carinese*), nach dem Tag in Cefalù und nahe dem Flughafen Palermo
Fun Fact: Noto ist flächenmäßig die viertgrößte Gemeinde Italiens, mit rund 550 Quadratkilometern mehr als doppelt so groß wie Frankfurt am Main. Die Barockstadt selbst ist in drei, vier Stunden abgelaufen.
Was ich beim nächsten Mal anders machen würde: früher aufstehen. In Taormina waren wir um neun da, und bis zehn war es gut. In Ortigia wären wir um acht statt um halb elf gern gewesen. Und in Erice würde ich länger bleiben und Trapani dafür auslassen.
Fotospots in den Städten auf Sizilien
Fotografiert habe ich mit dem Google Pixel 7 Pro. Vier Spots, für die sich der Wecker lohnt:
- Ragusa Ibla, Treppe bei Santa Maria delle Scale: Blick von oben auf die ganze Altstadt, am schönsten abends und nachts, wenn Ibla beleuchtet ist.
- Noto, Via Nicolaci: morgens um sieben, nach Regen spiegeln sich die Fassaden in den Pfützen.
- Cefalù, am Eisenkreuz auf der Rocca: die ganze Altstadt auf einmal, mit Weitwinkel.
- Palermo, Quattro Canti: kurz nach acht, bevor der Verkehr einsetzt.
Unser Fazit zu den Städten auf Sizilien
Sizilien hat mehr schöne Städte, als in zwei Wochen passen, und keine gleicht der anderen. Im Südosten liegen Noto, Ragusa Ibla, Modica und Ortigia dicht beieinander und sind von Noto aus gut erreichbar. Plane die bekannten Orte früh am Morgen und lass das Auto immer am Rand der Altstadt stehen.
Welche Stadt auf Sizilien hat dir am besten gefallen? Schreib es uns in die Kommentare. Mehr Fotos von unterwegs findest du auf unserem Instagram.
Häufige Fragen zu den Städten auf Sizilien
Welche Städte auf Sizilien sollte man gesehen haben?
Aus unserer Erfahrung Ragusa Ibla, Palermo, Noto, Ortigia in Syrakus, Taormina und Cefalù. Wer Zeit hat, ergänzt Catania, Modica, Erice und Castelmola. Alle liegen in drei Regionen, die du von festen Standorten aus gut erreichst.
Welche ist die schönste Stadt auf Sizilien?
Für uns ist es Ragusa Ibla, die barocke Altstadt von Ragusa auf einem schmalen Bergrücken, am schönsten abends von oben. Auf Platz zwei folgt Palermo. Taormina und Ortigia in Syrakus sind ebenfalls schön, aber deutlich voller.
Welche Städte auf Sizilien liegen am Meer?
Direkt am Meer liegen Palermo, Catania, Cefalù, Trapani, Syrakus mit Ortigia und Marzamemi. Taormina und Erice liegen hoch über dem Meer, mit Blick darauf. Baden direkt an der Altstadt geht zum Beispiel in Cefalù.
Wie viele Tage brauche ich für die schönsten Städte auf Sizilien?
Für die 13 Orte aus diesem Artikel rund zwei Wochen. Mit einer Woche konzentrierst du dich besser auf eine Region, etwa den Südosten mit Noto, Ragusa, Modica und Syrakus oder den Nordwesten mit Palermo, Cefalù, Erice und Trapani.
Brauche ich für die Städte auf Sizilien ein Auto?
Für eine Rundreise durch viele Städte ja, vor allem im Südosten und für Bergorte wie Erice. In Palermo und Catania selbst brauchst du keins. Fast alle Altstädte sind ZTL, also für Autos gesperrt, deshalb parkst du am Rand und gehst zu Fuß.
Welche Städte auf Sizilien haben einen Flughafen?
Die beiden großen Flughäfen liegen in Palermo und Catania. Einen kleineren gibt es in Trapani an der Westküste. Wir sind in Palermo gelandet.
Noch mehr Reisetipps für Sizilien
- Die Barockstädte im Südosten und warum Noto die beste Basis ist: Val di Noto
- Bunte Treppen in der Altstadt und der Blick aufs Tal der Tempel: Agrigent auf Sizilien
- Baden unter Wasserfällen im Canyon: Cava Grande del Cassibile
- Flamingos, Tonnara und ein langer Weg zum Strand: Riserva di Vendicari
- Zwei Rundwege ohne Guide am Vulkan: Ätna-Wanderung
- Der 2-Euro-Eingang und kaltes Wasser zwischen Lavasäulen: Alcantara-Schlucht
- Küstenwanderung mit Badestopp nahe Trapani und Erice: Riserva dello Zingaro
- Für den Strandtag rund um die Hauptstadt: Palermo Strände
- Noch mehr Städte in Italien: Die schönsten Städte in Italien
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