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Kopenhagen Sehenswürdigkeiten: 23 Highlights und Geheimtipps mit Karte und Preisen

Kopenhagen ist die Hauptstadt von Dänemark und liegt an der Ostküste der Insel Seeland, direkt am Öresund und gegenüber von Malmö. Zu den bekanntesten Kopenhagen Sehenswürdigkeiten gehören Nyhavn, die Kleine Meerjungfrau, Schloss Rosenborg, der Rundetårn und der Tivoli. Dazu kommen Viertel wie Christianshavn, Nyboder oder Frederiksberg, die in vielen Listen fehlen.

Ich war bisher viermal in Kopenhagen. Das erste Mal 1998, als ich ein Auslandssemester in Schweden gemacht habe und die Uni einen Ausflug in die Stadt organisiert hat. Viel weiß ich davon nicht mehr, außer einem Irish Pub, dem Tivoli und meiner Enttäuschung an der Kleinen Meerjungfrau. Später kamen drei Reisen von je vier Tagen dazu: im August 2013 und im Oktober 2017 mit Judith, im August 2023 mit meiner Tochter. Beim ersten Besuch mit Judith schien die Sonne, und wir haben die Klassiker abgelaufen. Im Oktober war es meist grau und nass, also waren wir viel drinnen, im Rathaus, in Kirchen, in der Bibliothek und in der Glyptotek. Mit meiner Tochter hatte ich eine Copenhagen Card: Wir sind auf den Turm der Erlöserkirche gestiegen, waren im Zoo, im Guinness-Museum und abends im Tivoli, während ich morgens kurz nach halb sechs allein mit der Kamera durch Frederiksberg gelaufen bin.

Hier findest du die 23 Sehenswürdigkeiten, die wir selbst gesehen haben, sortiert nach Stadtteilen. Dazu gibt es eine Karte, Öffnungszeiten und Preise (Stand Oktober 2026), einen Routenvorschlag für drei Tage und Tagesausflüge in die Umgebung.

Inhalte - Diese Tipps findest du hier! Anzeigen

Kopenhagen auf einen Blick

  • Lage: Hauptstadt Dänemarks an der Ostküste von Seeland, am Öresund gegenüber von Malmö
  • Vom Flughafen: mit der Metro M2 in 14 Minuten ins Zentrum
  • Unterwegs: Die Altstadt schaffst du zu Fuß, für Vesterbro, Frederiksberg, Nørrebro und Nordhavn nimmst du Metro, S-Bahn oder Rad
  • Zeitbedarf: drei Tage für die Klassiker, vier, wenn du auch die Viertel abseits sehen willst
  • Geld: Dänische Kronen (DKK)
  • Im Vergleich: Wer Amsterdam mag, fühlt sich hier schnell zu Hause: Kanäle, Backstein, Fahrräder. Kopenhagen ist nur weitläufiger, und im Hafen kann man im Sommer baden.

Karte: alle Kopenhagen Sehenswürdigkeiten

Auf der Karte siehst du alle 23 Sehenswürdigkeiten aus diesem Artikel und die Ziele, die wir uns für das nächste Mal vorgenommen haben. Die Nummern auf der Karte passen zu den Abschnitten.

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1. Nyhavn: der alte Hafen mit den bunten Häusern

An Nyhavn kommt man in Kopenhagen kaum vorbei, und das solltest du auch nicht: Die bunten Häuser sind wirklich schön. Es ist aber auch der touristischste Ort der Stadt, entsprechend viel ist los. Der Kanal führt vom Kongens Nytorv zum Hafen, links und rechts stehen die schmalen Giebelhäuser in Gelb, Rot und Blau, davor liegen alte Holzschiffe. Gegraben wurde der Kanal von 1671 bis 1673, und Hans Christian Andersen hat später in drei Häusern hier gewohnt, in Nummer 20, 67 und 18.

Beim ersten Besuch mit Judith kamen wir am späten Nachmittag in der Sonne an, und die Tische vor den Lokalen waren voll besetzt. Bei der Reise mit meiner Tochter war der Himmel grau, und Nyhavn war trotzdem voll. Ein Motiv abseits der Kaimauer ist der Blick durch den Backstein-Torbogen von Charlottenborg am Anfang des Kanals. Mit etwas Geduld fährt dir ein Radfahrer ins Bild.

Hafenrundfahrt ab Nyhavn

Von Nyhavn aus haben meine Tochter und ich eine Hafenrundfahrt gemacht, ungefähr eine Stunde, mit der Copenhagen Card war sie im Preis drin. Das Boot fährt an Holmen mit dem alten Marinegelände vorbei und bis zur Kleinen Meerjungfrau. Die siehst du vom Wasser aus allerdings nur von hinten, und am Ufer stand eine Menschenmenge um sie herum. Die Fahrt fand ich trotzdem gar nicht schlecht, für den ersten Tag passt sie gut: Du siehst in einer Stunde, wie Kopenhagen am Wasser liegt, bevor du die Viertel zu Fuß abläufst.

Gut zu wissen: Die klassische Kanalrundfahrt von Stromma dauert eine Stunde und startet in Nyhavn 3 oder am Ved Stranden 26 gegenüber von Christiansborg. Ab Nyhavn kostet sie ab 149 DKK, Kinder fahren zum halben Preis. Vom 1. Oktober bis 3. Januar fahren die Boote ab Nyhavn nur mit Live-Guide. Aktuelle Abfahrten stehen auf stromma.com.

2. Die Kleine Meerjungfrau und der Gefion-Brunnen

Die Kleine Meerjungfrau sitzt auf einem Stein an der Uferpromenade Langelinie und schaut aufs Wasser. Die Bronzefigur von Edvard Eriksen steht dort seit dem 23. August 1913 und ist nur 1,25 Meter groß. Für mich ist sie bis heute die größte Enttäuschung in Kopenhagen. Schon als Student bin ich zu ihr hingelaufen und war enttäuscht, und daran hat sich bei keinem Besuch etwas geändert. Sie sitzt weit draußen, gefühlt in einem Industriehafen, und ist eine kleine Statue, die auch von vorn nicht viel hermacht. Vom Boot aus siehst du sie nur von hinten. Beim ersten Besuch mit Judith war es an einem sonnigen Freitagmittag noch erträglich, zehn Jahre später drängten sich die Leute am Ufer dicht um die Figur.

Wenn du trotzdem hinwillst, verbinde den Weg mit Kastellet, dem Gefion-Brunnen und Amalienborg. Kastellet ist eine alte Festung mit sternförmigen Wällen direkt hinter der Meerjungfrau. Ein paar Minuten weiter Richtung Stadt steht der Gefion-Brunnen: Die Göttin Gefion treibt dort vier Ochsen an, nach der Sage hat sie mit ihnen Seeland aus Schweden herausgepflügt. Von dort sind es nur noch wenige Minuten am Wasser entlang bis Amalienborg.

Gut zu wissen: Meerjungfrau und Gefion-Brunnen sind frei zugänglich.

3. Amalienborg und die Marmorkirche

Amalienborg ist die Stadtresidenz der dänischen Königsfamilie: vier gleich aussehende Rokoko-Palais um einen achteckigen Platz, in der Mitte das Reiterstandbild von Frederik V. Beim ersten Besuch standen an einem sonnigen Nachmittag Gardisten mit Bärenfellmützen vor den roten Schilderhäusern, und mitten über das Kopfsteinpflaster radelte ein älterer Herr, als wäre das ein ganz normaler Weg durch die Stadt. Ist es auch. Die Wachablösung haben wir uns natürlich auch angesehen.

Schaust du vom Schlossplatz Richtung Stadt, liegt genau in der Achse die grüne Kuppel der Marmorkirche, eigentlich Frederiks Kirke. Mit meiner Tochter waren wir abends um fünf noch einmal auf dem Platz. Er war fast leer, eines der Palais war eingerüstet.

Gut zu wissen: Wachwechsel ist jeden Tag. Wenn der König in Amalienborg wohnt, startet die Wachparade um 11.27 Uhr an der Kaserne in der Gothersgade, zieht am Rundetårn und am Kongens Nytorv vorbei und marschiert kurz vor 12 Uhr auf den Schlossplatz, dann mit Musik (kongehuset.dk). Das Amalienborgmuseum im Palais Christian VIII. kostet 125 DKK online und 135 DKK an der Kasse, unter 18 Jahren ist der Eintritt frei. In die Marmorkirche kommst du kostenlos, montags bis donnerstags und samstags 10 bis 17 Uhr, freitags 12 bis 17 und sonntags 13 bis 17 Uhr. Die Kuppelführungen sind wegen einer Dachreparatur derzeit abgesagt (marmorkirken.dk).

4. Nyboder: gelbe Reihenhäuser für die Marine

Nyboder ist ein Tipp für alle, die die bunten Häuser von Nyhavn mögen, aber nicht das Gedränge. König Christian IV. ließ die Siedlung ab 1631 für Seeleute der Flotte und ihre Familien bauen, und bis heute wohnen hier rund 2.200 Menschen, die mit dem Militär verbunden sind. Die langen Reihen aus niedrigen gelben und orangefarbenen Häusern stehen nur ein paar Straßen hinter Amalienborg und Rosenborg, und abends ist hier kaum jemand unterwegs.

Beim ersten Besuch sind wir jeden Abend durch Nyboder gelaufen, am letzten in der Abendsonne, die den Backsteinturm der Sankt Pauls Kirke rot leuchten ließ. Im Oktober kamen wir an einem verregneten Nachmittag wieder vorbei, und die Häuser spiegelten sich in den Pfützen. Bitte denk daran: Hier wohnen Menschen, also leise sein und nicht in die Fenster fotografieren.

5. Schloss Rosenborg und Kongens Have

Schloss Rosenborg mit roten Backsteintürmen spiegelt sich im Wassergraben unter blauem Himmel
Rosenborg, gespiegelt im Wassergraben

Schloss Rosenborg sieht aus wie ein Märchenschloss aus rotem Backstein mit grünen Turmspitzen, und es steht mitten im Park Kongens Have. Unter dem Schloss liegt die Schatzkammer mit den dänischen Kronjuwelen. In keinem der Kopenhagener Schlösser waren wir bisher drin, weder mit Judith noch mit meiner Tochter, das würde ich gern beim nächsten Mal nachholen. Aber auch ohne Schlossbesuch ist der Park einen Abstecher wert. Im Oktober sind Judith und ich an einem grauen Nachmittag durch den Rosengarten gelaufen, mit meiner Tochter stand ich an einem strahlend blauen Augustvormittag am Wassergraben, in dem sich das Schloss spiegelte.

Gut zu wissen: Rosenborg ist 2026 täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet, vom 2. November bis 23. Dezember dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr und montags geschlossen. Erwachsene zahlen 140 DKK online oder 150 DKK an der Kasse, unter 18 Jahren ist der Eintritt frei. Taschen dürfen höchstens 15 × 23 × 15 cm groß sein. Mit dem Slotspas für 245 DKK online kommst du in drei Tagen in Rosenborg, das Amalienborgmuseum und Christiansborg (denkongeligesamling.dk).

6. Rundetårn und Trinitatis Kirke

Der Rundetårn hat keine Treppe, sondern eine breite, gepflasterte Rampe, die sich in Spiralen nach oben windet. Judith ist an einem nassen Oktobertag mit rotem Schirm vor mir hergelaufen, und vor den weißen Wänden leuchtete der Schirm wie ein Signal. Auf halber Höhe gibt es Fenster mit Blick über die Kirchendächer, und auf halber Höhe kommst du in den hellen Bibliothekssaal über der Kirche, in dem heute wechselnde Ausstellungen laufen.

Der Turm gehört zur Trinitatis Kirke, und die solltest du nicht auslassen: weiße Gewölbe, goldene Kronleuchter, ein barocker Altar. Im Rundetårn und in der Kirche war ich mit Judith und später noch einmal mit meiner Tochter.

Gut zu wissen: Der Rundetårn steht an der Købmagergade 52A. Von Oktober bis März ist er montags und dienstags von 10 bis 21 Uhr geöffnet, mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, von April bis September täglich von 10 bis 20 Uhr. Erwachsene zahlen 60 DKK, Kinder bis 17 Jahre nichts. Im Winter ist montags und dienstags von 18 bis 21 Uhr die Sternwarte besetzt, laut Betreiber die älteste noch arbeitende in Europa (rundetaarn.dk). Die Trinitatis Kirke ist täglich von 9.30 bis 16.30 Uhr offen, sonntags nur zum Gottesdienst (trinitatiskirke.dk).

7. Strøget und Amagertorv

Strøget ist die Fußgängerzone, die vom Rathausplatz bis zum Kongens Nytorv quer durch die Altstadt läuft. Viele Geschäfte kennst du aus anderen Großstädten, sehenswert ist vor allem der Abschnitt am Amagertorv mit dem Storchenbrunnen und den alten Fassaden. Im Oktober haben wir dort im Regen von oben zugeschaut, wie sich die Schirme über das Muster im Pflaster schoben. Danach gab es für uns ein Plundergebäck. Zimtschnecken und Plunder gehören für mich zu Kopenhagen dazu, der Kaffee war top, und seit dem ersten Besuch mit Judith ist die Bäckerei Lagkagehuset mein Favorit, sobald ich in Dänemark bin.

Mein Tipp: Lauf Strøget einmal komplett, aber bieg immer wieder in die Seitenstraßen ab. Die schönsten Ecken liegen nicht an der Hauptstraße, sondern in den Gassen dahinter, siehe nächster Abschnitt.

8. Altstadt und Latinerviertel: Magstræde, Gråbrødretorv und der Dom

Die Gassen zwischen Strøget und Christiansborg gehören zu den ältesten Ecken der Stadt. In der Magstræde und der Snaregade glänzte bei unserem Regenspaziergang das Kopfsteinpflaster, und die bunten Häuser wirkten dadurch noch kräftiger. Am Nytorv gehen Bögen über die Slutterigade, und im Latinerviertel um die Universität stehen Fahrräder an fast jeder Hauswand.

Mittendrin liegt die Vor Frue Kirke, der Dom von Kopenhagen. Wir waren an einem nassen Oktobertag drin: ein heller, klassizistischer Raum, vorn Bertel Thorvaldsens berühmte Christusfigur, an den Seiten seine Apostel. Den Gråbrødretorv haben wir beim ersten Besuch an einem warmen Sommerabend erwischt: ein kleiner Platz mit bunten Giebelhäusern, Tischen draußen und Abendlicht auf den Fassaden.

Gut zu wissen: Der Dom an der Nørregade 8 ist in der Regel täglich geöffnet, aber nicht während Gottesdiensten, Taufen oder Trauungen. Die genauen Zeiten wechseln, schau vorher auf domkirken.dk.

9. Rathaus: die Halle und die Wendeltreppe

Das Rathaus am Rathausplatz ist von außen ein mächtiger Backsteinbau. Innen hat die große Halle ein Glasdach, Fahnen hängen von den Galerien, und von dort führen Gänge mit Gewölben weiter in das Haus. Ein starkes Fotomotiv ist die Wendeltreppe: Von oben gesehen dreht sie sich wie ein Schneckenhaus nach unten, und bei uns stand ganz unten Judith mit ihrem roten Schirm. In die Hallen kommst du kostenlos, das solltest du auf jeden Fall mitnehmen.

Am Rathausplatz liegt außerdem Ripley’s Believe It or Not! mit Kuriositäten aus aller Welt, und zum selben Betreiber gehört das Guinness World Records Museum. Mit meiner Tochter war ich in beiden, Ripley’s war bei uns in der Copenhagen Card enthalten, und das Guinness-Museum fand ich richtig cool. Tickets, Zeiten und Adressen stehen auf ripleys.com, Ripley’s selbst findest du am Rådhuspladsen 57.

Gut zu wissen: Das Rathaus ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr und samstags von 9.30 bis 13 Uhr frei zugänglich, sonntags und an Feiertagen ist es geschlossen. Auf den 105 Meter hohen Turm kommst du nur mit einer Turmführung, montags bis freitags um 11 und 14 Uhr, samstags um 12 Uhr, für 60 DKK. Eine Führung durch das Haus kostet 80 DKK (kk.dk). Im Rathaus steht auch Jens Olsens Weltuhr aus 14.448 Teilen, die Ausstellung ist kostenlos.

10. Tivoli: der Vergnügungspark mitten in der Stadt

Der Tivoli liegt direkt gegenüber vom Hauptbahnhof und neben dem Rathausplatz, und er ist mehr Garten als Freizeitpark: Blumenbeete, ein See, Pavillons, dazwischen Achterbahnen und Karussells. Ich war schon als Student dort und seitdem eigentlich bei jedem Besuch, und er begeistert mich immer wieder, abends genauso wie tagsüber. Mit Judith waren wir an einem Sonntag am späten Nachmittag knapp zwei Stunden dort und kamen gerade rechtzeitig zur Parade der Tivoli-Garde, die mit Trommeln und roten Uniformjacken in der Abendsonne durch den Park zog. Mit meiner Tochter hatte ich zum Eintritt einen Pass für die Fahrgeschäfte, mit dem wir so oft fahren konnten, wie wir wollten. Das hat richtig Spaß gemacht. Am Abend schien die Sonne auf den See mit dem Piratenschiff.

Gut zu wissen: Der Tivoli hat Saisons. 2026 läuft Halloween noch bis 1. November, Weihnachten im Tivoli vom 13. November bis 3. Januar, Ostern 2027 vom 19. bis 29. März und die Sommersaison 2027 vom 30. März bis 26. September. Dazwischen ist geschlossen. Die Eintrittspreise ändern sich je nach Tag, und der normale Eintritt gilt nur für den Park, für die Fahrgeschäfte brauchst du zusätzlich einen Turpas (tivoli.dk). Adresse: Vesterbrogade 3.

11. Ny Carlsberg Glyptotek

Die Glyptotek war unser Programm für den letzten, grauen Nachmittag im Oktober. Das Museum gegenüber vom Tivoli zeigt griechische und römische Skulpturen, eine ägyptische Sammlung sowie französische und dänische Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. In der großen Halle mit dem Mosaikboden saßen Leute an Staffeleien und zeichneten die Statuen ab. Mittendrin liegt der Wintergarten: Palmen unter einem Glasdach und ein Brunnen in der Mitte, der richtige Ort für eine Pause.

Gut zu wissen: Die Glyptotek ist montags geschlossen, dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet und donnerstags bis 21 Uhr. Erwachsene zahlen 135 DKK online und 150 DKK an der Kasse, unter 18 Jahren ist der Eintritt frei. Am letzten Mittwoch im Monat ist das ganze Museum kostenlos (glyptoteket.dk). Adresse: Dantes Plads 7.

12. Christiansborg und der Schwarze Diamant

Christiansborg auf der Schlossinsel Slotsholmen ist das politische Zentrum Dänemarks: Hier sitzen das Parlament, das Oberste Gericht und das Staatsministerium. Wir haben das Schloss nur von außen gesehen, über die weite Reitbahn hinweg, an einem grauen Oktobertag.

Ein paar Schritte weiter am Wasser steht der Schwarze Diamant, der Neubau der Königlichen Bibliothek. Von außen ist er ein schräger, dunkel glänzender Block, innen ein helles Atrium mit geschwungenen Balkonen, Rolltreppen und einer Glasfront, durch die du direkt auf den Hafen schaust. Über einen Gang kommst du in den Altbau mit Gewölben, Kronleuchtern und Lesetischen.

Gut zu wissen: Der Eintritt in den Schwarzen Diamanten ist frei, auch in die Schatzausstellung. Geöffnet ist montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr, samstags von 9 bis 18 und sonntags von 10 bis 16 Uhr (kb.dk). Adresse: Søren Kierkegaards Plads 1.

13. Christianshavn: Kanal, Hausboote und Fachwerk

Christianshavn liegt auf der anderen Seite des Hafens, und wir waren bei den letzten drei Reisen jedes Mal dort. Am Christianshavns Kanal liegen Hausboote und Segelboote vor Bürgerhäusern, kleine Brücken führen von Ufer zu Ufer. Kurios: Das Hausboot mit dem Schriftzug „Christianshavn“ haben wir bei zwei Reisen am selben Kanal fotografiert, einmal in der Augustsonne, einmal im Oktoberregen.

Im Oktober sind wir mit der Metro rübergefahren und dann einfach durch die Nebenstraßen gelaufen: das Fachwerkhaus Sankt Annæ 8, gelbe Eckhäuser, Stockrosen vor orangefarbenen Fassaden. Am Ende kamen wir an die alten Wälle am Stadsgraven, wo eine Holzbrücke über das Wasser führt.

14. Vor Frelsers Kirke: der Turm mit der Außentreppe

Blick vom Turm der Vor Frelsers Kirke über Christianshavn und den Hafen bis zur Kuppel der Marmorkirche
Aussicht vom Turm der Erlöserkirche

Den Turm der Vor Frelsers Kirke, der Erlöserkirche in Christianshavn, erkennst du an der Treppe, die sich außen um die Spitze windet. Meine Tochter und ich sind an einem diesigen Augustmittag hinaufgestiegen. Erst geht es innen durch enge Holzgänge, durch ein ovales Fenster sieht man unterwegs schon auf die Dächer, dann ins Freie. Von oben siehst du auf den Christianshavns Kanal mit den Booten, über die Stadt bis zur Kuppel der Marmorkirche und auf den Hafen.

Gut zu wissen: Der Turm ist täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet, letzter Einlass 30 Minuten vorher, im Januar ist er geschlossen. Bei Regen, Schnee oder starkem Wind wird er gesperrt, weil die Kupferstufen glatt werden. Es sind 400 Stufen, die letzten 150 außen, bis auf 86 Meter Höhe. Erwachsene zahlen 70 DKK, Kinder 20 DKK, mit der Copenhagen Card ist der Eintritt frei. In vollen Zeiten kann eine Online-Buchung nötig sein (vorfrelserskirke.dk). Kirche und Turm werden 2026 bis 2028 restauriert, bleiben aber geöffnet.

15. Christiania

Christiania ist die Freistadt auf einem alten Militärgelände in Christianshavn, ein Viertel mit selbstgebauten Häusern, Werkstätten, Kneipen und Graffiti. Ich war mehrmals dort. Mit Judith sind wir an einem Sonntagmittag durchgelaufen: vorbei an einem komplett bemalten Citroën, über einen Platz mit Bühne bis zum See, auf dem Schwäne zwischen den Holzstegen schwammen. Am Wasser ist Christiania grün, mit Schwänen und Holzstegen.

Christiania ist kein Freizeitpark, hier leben Menschen. Frag, bevor du jemanden fotografierst, und halte dich an die Bitten der Bewohner.

16. Hafenfront: Kalvebod Bølge, Islands Brygge und Cykelslangen

Südlich von Christiansborg wird der Hafen zum Freizeitraum. Die Kalvebod Bølge ist ein Holzsteg, der in Wellen über das Hafenbecken läuft, mit Treppen zum Wasser und einem Kajakverleih. Von oben sahen die bunten Kajaks aus wie ein Fächer. Judith hat sich an einem Oktobernachmittag einfach mitten auf die Planken gelegt.

Gegenüber liegt Islands Brygge mit dem Hafenbad, und ein Stück weiter Richtung Süden schwingt sich Cykelslangen, die orangefarbene Fahrradbrücke, seit 2014 in einer Kurve über das Wasser.

Gut zu wissen: Das Hafenbad Islands Brygge ist das ganze Jahr täglich von 6 bis 22 Uhr offen und kostenlos, Rettungsschwimmer sind vom 1. Juni bis 31. August zwischen 10 und 18 Uhr da (svoemkbh.kk.dk).

17. Vesterbro, Kødbyen und Carlsberg

Vesterbro beginnt gleich hinter dem Hauptbahnhof und war im Oktober unser Zuhause. Abends sind wir nach Kødbyen gelaufen, ins Fleischerviertel. Es besteht aus der Weißen, der Grauen und der Braunen Kødby, benannt nach der Farbe der Gebäude, und zwischen Bars und Restaurants arbeiten hier bis heute Fleischbetriebe. An einem Morgen ging es von unserer Unterkunft nach Carlsberg und über die Vesterbrogade zurück, vorbei an einer gelben Bäckerei und Altbauten mit Fahrrädern davor. Für Fotos haben wir in der Gegend sogar Treppenhäuser rund um den Hauptbahnhof abgeklappert.

Das Elefantentor, ein Torturm auf vier steinernen Elefanten, ist das Wahrzeichen des alten Brauereigeländes und stammt von 1901. Dahinter entsteht mit Carlsberg Byen ein ganz neues Viertel. Beim ersten Besuch mit Judith haben wir gezielt nach Hinterhöfen, Flohmärkten und kleinen Events gesucht. Auf dem Carlsberg-Gelände gab es an einem warmen Samstag einen Stadtstrand mit Sand, Liegestühlen und einer Bar in Containern. Wir haben zwei Bier getrunken und einem Lastenrad-Rennen zugeschaut, das gerade durch die Straßen führte. Ob es das heute noch gibt, weiß ich nicht. In der Brauerei selbst waren wir nicht, eine Führung ist eher nicht unser Ding.

18. Frederiksberg: Schloss, Park und Morgenlicht

Frederiksberg ist eine eigene Gemeinde mitten in Kopenhagen, ruhig, grün und voller schöner Eckhäuser mit Türmchen. Mit meiner Tochter habe ich dort gewohnt, in einem Viertel, in das Besucher sonst kaum kommen, mit einer super entspannten Atmosphäre. Zweimal bin ich früh morgens allein los. Am Sonntag hatte es nachts geregnet, und um kurz nach halb sechs spiegelten sich die roten Backsteinhäuser in den Pfützen. Im Schaufenster der Konditorei Henrik Jonsbak brannte schon Licht, sonst war niemand auf der Straße.

Gegen sieben war ich im Frederiksberg Have, einem Landschaftspark mit Kanälen, Ruderbooten und einem kleinen chinesischen Pavillon von 1799 am Teich. Das Schloss oben auf dem Hügel stand um Viertel vor acht im tiefen Sonnenlicht vor einer fast schwarzen Wolkenwand, nur ein paar Jogger waren unterwegs.

Gut zu wissen: Der Frederiksberg Have öffnet um 6 Uhr und schließt je nach Monat zwischen 17 Uhr (November bis Februar) und 22 Uhr (Mai bis August). Im Schloss sitzt seit 1869 die Offiziersschule des Heeres, normalerweise ist es nicht zugänglich (slks.dk). Öffentliche Führungen gibt es am letzten Samstag im Monat um 11 und 13 Uhr, außer im Juli und Dezember, für 100 DKK, Kinder unter 15 frei (klartilkamp.dk).

19. Zoo København

Der Zoo grenzt an den Park Søndermarken gegenüber vom Frederiksberg Have. Es ist ein hübscher Zoo, ein bisschen außerhalb, mit der Copenhagen Card war er bei uns im Preis drin. Meine Tochter und ich waren am frühen Nachmittag gut eineinhalb Stunden dort: Eisbären, Pinguine, Zebras, die Giraffen in ihrem Haus und ein Streichelbereich, in dem meine Tochter ein Pony gestreichelt hat. Wenn du mit Kindern in Kopenhagen bist, passt der Zoo gut mit einem Spaziergang durch Søndermarken und den Frederiksberg Have zusammen.

Gut zu wissen: Der Zoo hat bis Ende Oktober von 9 bis 17 Uhr geöffnet, ab dem 2. November von 10 bis 16 Uhr (zoo.dk). Erwachsene zahlen 260 DKK, Kinder von 3 bis 14 Jahren 160 DKK (Stand Oktober 2026). Adresse: Roskildevej 32, Frederiksberg.

20. Nørrebro und Superkilen

Nørrebro liegt jenseits der Seen, und der bunteste Ort dort ist Superkilen, ein langgezogener Stadtpark, den die Künstlergruppe Superflex mit den Architekten BIG und Topotek1 gestaltet hat. Er ist seit 2012 offen und in drei Bereiche geteilt: den roten Platz, den schwarzen Platz und einen grünen Park (superflex.net). Auf dem roten Platz prangt an einer Brandmauer das Wandbild „Vi hader reklamer“, „Wir hassen Werbung“, auf dem schwarzen Platz ziehen sich weiße Linien wie Wellen um Bänke und Hügel. Wir sind im Oktober mit der S-Bahn bis Nørrebro gefahren und dann durch den Park gelaufen.

Auf dem Weg nach Nørrebro kommst du an den Seen vorbei, drei langen Wasserflächen am Rand der Innenstadt: Sankt Jørgens Sø, Peblinge Sø und Sortedams Sø. Einmal um alle drei sind es gut sechs Kilometer. Am Peblinge Sø lagen bei unserem Spaziergang kleine Segeljollen vor dem Søpavillonen.

21. Grundtvigs Kirke

Die Grundtvigs Kirke liegt im Nordwesten der Stadt im Stadtteil Bispebjerg. Am letzten Morgen im Oktober sind wir dafür noch einmal raus aus der Innenstadt gefahren und hatten Glück: Uns blieben noch etwa 20 Minuten, dann wurde die Kirche geschlossen. Die Fassade sieht aus wie eine riesige Orgel aus gelbem Backstein, und die Häuser der Siedlung ringsum sind im selben Stein gebaut. Innen ist der Kirchenraum hoch, hell und fast leer, nur Ziegel und Reihen roter Stühle. Entworfen hat die Kirche P. V. Jensen Klint, nach seinem Tod vollendete sein Sohn Kaare Klint den Bau, der 1921 begann und 1940 fertig war. Rund fünf Millionen Ziegel stecken darin, jeder von Hand geschliffen.

Gut zu wissen: Montags ist die Kirche geschlossen, an den anderen Tagen wechseln die Zeiten von Woche zu Woche. Schau vorher auf grundtvigskirke.dk. Adresse: På Bjerget 14B.

22. Nordhavn und das Dach von Lüders

Nordhavn ist ein neues Viertel auf dem alten Hafengelände nördlich von Langelinie, mit umgebauten Silos und viel moderner Architektur. Wir sind an einem Montag im Oktober von Nyboder aus hingelaufen, und gegen vier riss endlich der Himmel auf. Ja, wir waren wegen der Fotos tatsächlich in Parkhäusern unterwegs. Das rostrote Parkhaus Lüders hat außen eine Treppe, die bis aufs Dach führt, und oben ist ein roter Spiel- und Sportplatz, das Konditaget Lüders, 24 Meter über dem Boden. Es ist öffentlich und täglich von 7 bis 22 Uhr zugänglich (visitcopenhagen.com). In den Pfützen spiegelten sich die Neubauten, und von Nordhavn aus siehst du über das Wasser zur Seefestung Trekroner und zum Windpark Middelgrunden.

23. Amager Strandpark

Holzsteg über den Sandstrand zum Meer im Amager Strandpark
Amager Strand an einem windigen Nachmittag

Der Amager Strandpark ist der Stadtstrand von Kopenhagen, 4,6 Kilometer lang, mit Holzstegen und einer Promenade. Mit der Metro M2 fährst du bis zur Station Amager Strand. Rettungsschwimmer sind vom 23. Juni bis 31. August da (svoemkbh.kk.dk). Wir sind an einem sonnigen, aber windigen Oktobernachmittag mit der fahrerlosen Metro hingefahren, mit Mütze und Pulli. Die Badestationen am Strand tragen große Nummern, und auf der Mole steht ein kleines weißes Leuchtfeuer.

Kopenhagen in drei Tagen: unser Routenvorschlag

Die Wege zwischen den Sehenswürdigkeiten sind kurz, wenn du sie nach Stadtteilen bündelst. So kannst du drei Tage aufteilen:

  • Tag 1, Altstadt und Hafen: Nyhavn mit Hafenrundfahrt, zu Fuß zur Meerjungfrau, Gefion-Brunnen, Amalienborg, Marmorkirche, durch Nyboder zum Rosenborg, dann Rundetårn und am Abend über Strøget.
  • Tag 2, Slotsholmen und Christianshavn: Magstræde und Gråbrødretorv, Rathaus, Christiansborg und Schwarzer Diamant, über die Brücke nach Christianshavn, Turm der Erlöserkirche, Christiania, am Abend Tivoli.
  • Tag 3, die Viertel: morgens Frederiksberg Have, dann Zoo oder Carlsberg und Vesterbro, nachmittags Kalvebod Bølge und Islands Brygge, abends Kødbyen.
  • Wenn du einen vierten Tag hast: Nordhavn mit dem Dach von Lüders, Superkilen in Nørrebro, Grundtvigs Kirke und der Amager Strand.

Auf unserer Liste für das nächste Mal

Ein paar Dinge haben wir bei keiner Reise geschafft, obwohl sie auf vielen Listen stehen:

  • Ein Schloss von innen: Rosenborg mit den Kronjuwelen, das Amalienborgmuseum oder Christiansborg, in keinem waren wir bisher drin.
  • Torvehallerne: Markthallen mit Ständen für Kaffee, Frühstück und Lebensmittel, donnerstags von 13 bis 19 Uhr zusätzlich mit einem Markt kleiner Erzeuger. Montag bis Freitag 10 bis 19 Uhr, am Wochenende 10 bis 18 Uhr, einige Frühstücksstände ab 7 Uhr (torvehallernekbh.dk). Adresse: Frederiksborggade 21.
  • Reffen: Streetfood-Markt auf Refshaleøen, gegenüber der Innenstadt am Hafen. Die Stände öffnen täglich 11.30 bis 20.30 Uhr, von November bis Februar ist Winterpause (reffen.dk).
  • Botanischer Garten: gleich neben Rosenborg, Eintritt frei, im Winter 8.30 bis 16 Uhr, im Sommer bis 18 Uhr. Das Palmenhaus kostet 70 DKK und wird gerade renoviert, Teile sind zeitweise gesperrt (snm.dk).

Tagesausflüge ab Kopenhagen

Rund um Kopenhagen liegen einige der schönsten Ziele Dänemarks, und fast alle erreichst du mit dem Zug:

  • Louisiana Museum of Modern Art: Kunstmuseum mit Skulpturenpark über dem Öresund in Humlebæk, rund 35 Kilometer nördlich.
  • Helsingør mit Schloss Kronborg: das Hamlet-Schloss an der engsten Stelle des Öresunds, dazu eine schöne Altstadt.
  • Schloss Frederiksborg: Renaissanceschloss auf drei Inseln im Schlosssee von Hillerød.
  • Dragør: gelbe Gassen und ein alter Hafen, nur zwölf Kilometer vom Rathausplatz, gut kombinierbar mit dem Flughafen.
  • Malmö: über die Öresundbrücke nach Schweden, mit Altstadt, Schloss und dem Turning Torso.
  • Gilleleje und Nordseeland: Fischerhafen, Reetdachhäuser und Strände an der Nordküste von Seeland.

Touren und Tickets in Kopenhagen

Für vier Dinge lohnt sich das Vorbuchen:

  • Kanalrundfahrt mit Guide. Eine Stunde mit Stromma ab Ved Stranden 26, vorbei an Christiansborg, Amalienborg und der Meerjungfrau. Erklärt wird live auf Englisch, stornieren kannst du bis 24 Stunden vorher. Angebote ansehen*
  • Radtour zu den Highlights. Drei Stunden mit einem ortskundigen Guide, auch auf Deutsch, Kinderräder und Lastenräder gibt es auf Wunsch. Angebote ansehen*
  • Tivoli-Ticket. Eintritt nur in den Park oder mit unbegrenzten Fahrgeschäften, so wie wir ihn mit meiner Tochter hatten. Der Tivoli selbst erstattet gekaufte Tickets nicht, über GetYourGuide kannst du bis 24 Stunden vorher kostenlos stornieren.*
  • Copenhagen Card. Freier Eintritt in mehr als 80 Attraktionen, darunter der Turm der Erlöserkirche, dazu Bus, Bahn und Metro in der ganzen Hauptstadtregion inklusive Flughafen. Offiziell kostet die Karte für 24 Stunden 589 DKK, für 72 Stunden 1.039 DKK. Mit meiner Tochter hatte ich eine, ich meine für 72 Stunden. Bus und Metro, die Hafenrundfahrt, der Zoo und Ripley’s waren damit abgedeckt, dazu eine Rätseltour: Man holt sich einen Umschlag ab, löst unterwegs Rätsel und wird dabei durch ein Viertel geführt, über das man einiges erfährt. Die hat mich positiv überrascht. Angebote ansehen*

Anreise, Fortbewegung und Unterkunft

Wir sind immer mit dem Zug von Hamburg gefahren, das klappt richtig gut. Beim ersten Mal mit Judith ging es noch über Fehmarn und mit der Fähre, inzwischen fährt der Zug über Fünen und die Brücke über den Großen Belt. Die schnellste Verbindung von Hamburg knapp fünf Stunden, bis zu fünfmal am Tag ohne Umsteigen (bahn.de). Mit dem Auto fährst du entweder über Fehmarn und mit der Fähre von Puttgarden nach Rødby, die Überfahrt dauert 45 Minuten (scandlines.de), oder über Jütland, Fünen und die Brücke über den Großen Belt, ab der Grenze rund dreieinhalb Stunden. In der Stadt brauchst du das Auto nicht, also lass es an der Unterkunft stehen.

Vom Flughafen fährst du mit der Metro M2 in 14 Minuten ins Zentrum, tagsüber etwa alle drei Minuten und rund um die Uhr. In der Stadt sind wir viel gelaufen und für längere Strecken Metro und S-Bahn gefahren, mit der Copenhagen Card auch Bus, das hat wunderbar funktioniert. Die Radwege sind breit, oft blau markiert und morgens voll, wer gern Rad fährt, ist in Kopenhagen richtig.

Radfahrerin auf einem blau markierten Radweg an einer Kreuzung in Frederiksberg
Morgens auf dem Radweg in Frederiksberg

Gewohnt haben wir im Oktober in Vesterbro, ein paar Minuten vom Hauptbahnhof, mit meiner Tochter in Frederiksberg an der Grenze zu Nørrebro. Von beiden Vierteln bist du schnell in der Innenstadt. Unterkünfte in allen Stadtteilen findest du auf booking.com.*

Und zur Reisezeit: Im August war es an den bekannten Orten voll, bei der Reise mit meiner Tochter an der Meerjungfrau besonders. Im Oktober war es oft grau und nass, und mit Rathaus, Kirchen, Bibliothek und Glyptotek hatten wir genug Ziele für drinnen. Billig ist Kopenhagen nicht, es ist eben Dänemark, aber den Preis zahle ich gern.

Fazit: Lohnt sich Kopenhagen?

Kopenhagen ist für mich eine richtig schöne Stadt und gehört zusammen mit Odense und Ribe zu meinen drei liebsten Städten in Dänemark. Mir gefällt die Mischung aus alter und moderner Architektur, dass überall Wasser ist und wie sehr die Stadt aufs Fahrrad setzt, und auch bei Regen gibt es genug zu tun. Nyhavn, der Tivoli und das Rathaus gehören beim ersten Besuch dazu, die Kleine Meerjungfrau war für mich jedes Mal eine Enttäuschung. Geh auch mal in die Ecken, die nicht so bekannt sind, nach Christianshavn, Nyboder, Frederiksberg oder Nordhavn. Plan mindestens drei Tage ein und nimm dir für jeden Tag einen Stadtteil vor. Kopenhagen lohnt sich, da darf man gern öfter hinfahren, und ich müsste eigentlich auch mal wieder hin.

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Häufige Fragen

Was muss man in Kopenhagen gesehen haben?

Nyhavn, die Kleine Meerjungfrau, Amalienborg mit der Marmorkirche, Schloss Rosenborg, den Rundetårn, den Tivoli und Christianshavn mit dem Turm der Erlöserkirche. Wenn du mehr Zeit hast, lohnen sich Nyboder, Frederiksberg, Superkilen und das Dach des Parkhauses Lüders in Nordhavn.

Lohnt sich die Kleine Meerjungfrau?

Für mich ist sie die größte Enttäuschung in Kopenhagen: eine 1,25 Meter kleine Bronzefigur weit draußen an der Langelinie, meist umringt von Menschen und vom Boot aus nur von hinten zu sehen. Wenn du hingehst, verbinde den Weg mit Kastellet, dem Gefion-Brunnen und Amalienborg.

Wie viele Tage braucht man für Kopenhagen?

Drei Tage reichen für die Klassiker, wenn du jeden Tag einen Stadtteil zu Fuß abläufst. Mit vier Tagen schaffst du auch Nørrebro, Nordhavn und den Amager Strand oder einen Tagesausflug zum Louisiana oder nach Helsingør.

Ist Kopenhagen gut mit Kindern?

Ja. Der Zoo, der Tivoli, eine Hafenrundfahrt und der Spielplatz auf dem Dach des Parkhauses Lüders kommen bei Kindern gut an. Mit meiner Tochter fand ich außerdem das Guinness World Records Museum richtig cool. Bei den Kanalrundfahrten zahlen Kinder den halben Preis, im Rosenborg, im Amalienborgmuseum und in der Glyptotek ist der Eintritt unter 18 Jahren frei.

Wann ist der Weihnachtsmarkt im Tivoli?

Weihnachten im Tivoli läuft vom 13. November bis 3. Januar. Vorher ist bis 1. November Halloween-Saison, dazwischen ist der Park geschlossen.

Welche Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen sind kostenlos?

Nyhavn, die Kleine Meerjungfrau, der Gefion-Brunnen, Amalienborg von außen, die Marmorkirche, Christiania, Superkilen, Nyboder und der Botanische Garten kosten nichts. Ebenfalls frei sind der Schwarze Diamant, die Halle im Rathaus, das Dach des Parkhauses Lüders und das Hafenbad Islands Brygge. Die Glyptotek ist am letzten Mittwoch im Monat kostenlos.

Wie komme ich vom Flughafen in die Innenstadt?

Mit der Metro M2. Sie braucht 14 Minuten ins Zentrum, fährt rund um die Uhr und tagsüber etwa alle drei Minuten.

Wo liegt Kopenhagen in Dänemark?

Kopenhagen liegt im Osten Dänemarks an der Ostküste der Insel Seeland, ein Teil der Stadt auch auf der Insel Amager. Gegenüber am Öresund liegt Malmö in Schweden, die Öresundbrücke verbindet beide Städte.

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