Schloss Frederiksborg ist das größte Renaissanceschloss Skandinaviens. Es steht auf drei kleinen Inseln im Schlosssee von Hillerød in Dänemark, gut 30 Kilometer nördlich von Kopenhagen, und beherbergt seit 1878 das Nationalhistorische Museum. Gebaut hat es König Christian IV. zwischen 1600 und 1620, aus rotem Backstein mit Sandsteinschmuck, grünen Kupferdächern und Türmen, die sich im See spiegeln.
Im Juli 2019 waren wir auf einer Radtour durch Nordseeland hier, einer Pressereise. Nach einem verregneten Tag auf dem Rad kamen wir von Gilleleje erst am späten Nachmittag in Hillerød an, zu spät für das Museum. Also sind wir am Abend bei grauem Himmel durch die Schlosshöfe gelaufen, zur Kaskade im Barockgarten und am Schlosssee entlang bis in die Stadt. Drinnen waren wir nicht. Was du in der Schlosskirche, im Rittersaal und im Museum siehst, haben wir deshalb für dich recherchiert.
Hier liest du, was du im Schloss und im Garten sehen solltest, was der Eintritt kostet, wie du von Kopenhagen hinkommst und wo du parkst. Und was Hillerød außer dem Schloss zu bieten hat.
Schloss Frederiksborg auf einen Blick
- Was: Renaissanceschloss von Christian IV. mit Nationalhistorischem Museum, Schlosskirche, Barockgarten und Landschaftsgarten
- Wo: in Hillerød im Norden der Insel Seeland, knapp 40 Kilometer Fahrt von Kopenhagen
- Öffnungszeiten: täglich 10 bis 17 Uhr, auch montags
- Eintritt: 125 Kronen, Studierende und Senioren ab 65 Jahren 105 Kronen, unter 18 Jahren frei; Barockgarten und Schlosspark kostenlos
- Zeitbedarf: zwei bis drei Stunden für Schloss und Museum, mit Garten und Seeufer ein halber Tag
- Anreise: mit der S-Bahn-Linie A ab Kopenhagen in etwa 40 Minuten, mit dem Auto in gut einer halben Stunde
- Für wen: Tagesausflügler aus Kopenhagen, Urlauber in Nordseeland und alle, die gern durch Schlösser und Gärten laufen
Schloss Frederiksborg: die Geschichte in kurz
Den ersten Bau ließ König Frederik II. errichten, der 1560 das Gut Hillerødsholm gekauft hatte. Sein Sohn Christian IV. kam hier 1577 zur Welt und ließ das Schloss seines Vaters abreißen, um zwischen 1600 und 1620 etwas viel Größeres hinzustellen: ein Schloss, das seinen Rang als mächtiger europäischer Herrscher zeigen sollte. Daher der viele Schmuck, von den Figuren an den Giebeln bis zum Neptunbrunnen im Hof.
Mitte des 19. Jahrhunderts zog König Frederik VII. ein, mit Louise Rasmussen, der späteren Gräfin Danner. Die beiden ließen neue Öfen und Kamine einbauen, und genau das wurde dem Schloss zum Verhängnis: Im Dezember 1859 brach ein Feuer aus, das große Teile des Inneren zerstörte. Nur die Schlosskirche und der Audienzsaal kamen fast unbeschadet davon. Theodor Fontane hat den Brand übrigens in seinem Roman „Unwiederbringlich“ verarbeitet. Dort endet ein Aufenthalt der Hofgesellschaft auf Frederiksborg mit eben diesem Feuer.
Wiederaufgebaut wurde mit Spenden aus dem ganzen Land, einer Lotterie und mit dem Geld von J. C. Jacobsen, dem Gründer der Carlsberg-Brauerei. Er schlug vor, im Schloss ein nationalhistorisches Museum einzurichten, und bezahlte den Ausbau. Seit 1878 gibt es das Museum, und bis heute ist es eine eigene Abteilung der Carlsberg-Stiftung.
Wer Schloss Glücksburg an der Flensburger Förde kennt, hat ungefähr eine Vorstellung: auch ein Wasserschloss aus der Renaissance, nur ist Frederiksborg um ein Vielfaches größer und aus rotem Backstein statt weiß verputzt.
Rundgang: Was du auf Schloss Frederiksborg sehen solltest
Das Schloss verteilt sich über drei Inseln, die durch Brücken verbunden sind. Aus der Stadt kommst du durch die Torbauten in den äußeren Schlosshof mit dem Neptunbrunnen, von dort über eine weitere Brücke in den inneren Schlosshof. Dort ist der Eingang zum Museum. Alle Höfe sind mit Kopfsteinpflaster belegt, bequeme Schuhe helfen.
1. Die Schlosshöfe und der Neptunbrunnen



Als wir nach dem Abendessen gegen halb acht über die Brücke zum Torhaus kamen, war das Museum zu, die Höfe aber offen. Und die sind schon für sich ein Grund herzukommen: Torbögen aus Sandstein, gepflasterte Gassen zwischen langen Backsteinbauten, der Blick über den Wassergraben auf einen runden Turm mit grauer Haube. Im inneren Hof steht man dann vor dem Hauptflügel mit seinen zwei Treppentürmen, den Figurennischen und dem grünen Kupferdach.
Im äußeren Schlosshof steht der Neptunbrunnen. Das Original schuf der Bildhauer Adriaen de Vries zwischen 1620 und 1622, gegossen in Prag. Keine 40 Jahre später, 1659, bauten schwedische Truppen den Brunnen ab und nahmen ihn als Kriegsbeute mit, heute steht er im Park von Schloss Drottningholm bei Stockholm. Was du in Hillerød siehst, ist eine Kopie von 1888, bezahlt wiederum von J. C. Jacobsen.

Unser Tipp: Wenn du nur wenig Zeit hast, gibt dir schon ein Gang durch die Höfe einen guten ersten Eindruck. Mitgebrachtes Essen ist unter den Bogengängen des inneren Hofs und auf den Bänken im äußeren Hof ausdrücklich erlaubt.
2. Die Schlosskirche
Die Schlosskirche ist der am besten erhaltene Teil der Anlage, weil der Brand von 1859 sie fast verschont hat. Sie zieht sich über die ganze Länge des Westflügels, mit Emporen auf zwei Etagen und einer reich verzierten Decke. Der Altar aus Gold, Silber und Ebenholz stammt von 1606, gefertigt vom Hamburger Goldschmied Jacob Mores. Auf der Empore steht die Compenius-Orgel von 1610 mit 1.001 Holzpfeifen. Jeden Donnerstag von 13:30 bis 14:00 Uhr wird sie in einem kurzen Konzert gespielt, das ist im Museumseintritt enthalten.
Zur Zeit der absoluten Monarchie wurden hier die dänischen Könige gesalbt, von 1671 bis 1840. Seit 1693 ist die Kirche außerdem die Ordenskapelle des Elefanten- und des Dannebrogordens. An den Wänden hängen die Wappenschilde der Ordensritter, darunter die von Nelson Mandela und Niels Bohr. Von der Kirche aus kommst du in das Betzimmer des Königs, das nach dem Brand mit Intarsien und Elfenbeinschmuck neu eingerichtet wurde. Die 23 Bilder aus dem Leben Jesu darin malte Carl Bloch. Eine ganz normale Gemeindekirche ist die Schlosskirche übrigens bis heute.
3. Der Rittersaal
Direkt über der Kirche liegt der Rittersaal, der Festsaal von Christian IV., ebenfalls über die ganze Länge des Westflügels. Er brannte 1859 aus und wurde bis 1880 nach alten Gemälden des Saals wieder hergerichtet: die vergoldete Decke, die Wandteppiche, die Trompetergalerie, von der aus zum Tanz gespielt wurde, der riesige Kamin und die Kronleuchter.
An den Wänden hängen Porträts von Christian IX., der als „Schwiegervater Europas“ gilt, seinen Nachkommen und der heutigen Königsfamilie. Seit Ende September 2026 hängt hier auch ein neues Porträt von König Frederik X., gemalt von Cathrine Raben Davidsen. Christian IX. stammte aus der Glücksburger Linie des Hauses Oldenburg, benannt nach eben jenem Wasserschloss an der Flensburger Förde.
4. Der Audienzsaal
Der Audienzsaal hat den Brand ebenfalls überstanden und gilt als ältester erhaltener Barockraum Dänemarks. Christian V. ließ ihn in den 1680er-Jahren mit Stuck, Schnitzereien und Kuppel ausstatten. Die Gemälde zeigen seine Vorfahren und seine Feldzüge. Im Saal steht außerdem ein Hebestuhl von 1693, mit dem sich der König von unten in den Saal hinaufziehen lassen konnte. Gleich daneben liegt der Løngang, ein langer Gang mit üppiger Stuckdecke.
5. Das Nationalhistorische Museum: 500 Jahre Dänemark in Bildern
Das Museum erzählt dänische Geschichte vom Mittelalter bis heute über Porträts, Historienbilder, Möbel und Kunsthandwerk, verteilt auf die Säle und Zimmer des Schlosses. Die Porträtsammlung ist die größte des Landes, und sie wächst weiter: Im dritten Stock hängen Bilder aus dem 20. und 21. Jahrhundert.
Zum Ticket gibt das Museum einen Etagenplan aus und weist dabei auf eine Eigenheit hin: Die Nummer über jeder Tür ist die Nummer des Raums, in dem du gerade stehst, nicht die des nächsten. Der Audioguide läuft kostenlos über die App Smartify, unter anderem auf Deutsch, und dauert ohne Pausen etwa 45 Minuten. Die moderne Kunst im dritten Stock ist darin nicht enthalten. Werktags um 13 Uhr gibt es außerdem „Frederiksborg Speaks“, eine kostenlose Kurzführung von 30 Minuten zu wechselnden Themen, auf Dänisch oder Englisch. Wer lieber etwas in der Hand hält: Den gedruckten Kurzführer gibt es im Museumsshop für 50 Kronen auch auf Deutsch.
Für Kinder gibt es im alten Weinkeller von Christian IV. eine eigene Ausstellung zur dänischen Geschichte. Unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.
Barockgarten und Schlosspark
Zum Schloss gehören zwei sehr unterschiedliche Gärten: der streng geometrische Barockgarten am Nordufer des Schlosssees und gleich daneben der weitläufige Landschaftsgarten. Beide kosten keinen Eintritt, und mit dem Museumsticket kannst du zwischendurch raus in den Garten und wieder rein.
Der Barockgarten mit der Kaskade

Den Barockgarten ließ Frederik IV. in den 1720er-Jahren anlegen. Dafür musste das italienische Lustschloss weichen, in dem Christian IV. während der Bauzeit gewohnt hatte. Ende des 18. Jahrhunderts verwilderte der Garten, erst in den 1990er-Jahren wurde er wieder hergerichtet, eingeweiht 1996 von Königin Margrethe II.
Der Garten fällt in vier Terrassen zum Schlosssee ab, in der Mitte läuft eine Wasserkaskade hinunter. Rechts und links stehen streng geschnittene Hecken und Bäume. Auf der untersten Terrasse sind vier Königsmonogramme aus Buchsbaum geschnitten: Frederik IV., Christian VI., Frederik V. und Margrethe II., also der Gründer, zwei seiner Nachfolger und die Königin, die den wiederhergestellten Garten eröffnete. Am oberen Ende steht das Café Havehuset in einem Fachwerkhaus. Von dort oben siehst du, wie die Gartenbauer mit schmaler werdenden Wegen und Böschungen Tiefe vorgetäuscht haben.
Wir standen an diesem Juliabend kurz vor acht unten an der Kaskade. Der Barockgarten ist ab 10 Uhr bis Sonnenuntergang geöffnet, spätestens bis 21 Uhr. Die Kaskade und der Springbrunnen laufen vom 1. Mai bis zu den dänischen Herbstferien in Woche 42, täglich von 10 bis 21 Uhr, mit einer Viertelstunde Pause, wenn die Glocken zur vollen Stunde schlagen.
Landschaftsgarten, Badstueslottet und Louises Ø
Neben dem Barockgarten wird es wild: Im romantischen Landschaftsgarten aus dem 19. Jahrhundert schlängeln sich Kieswege durch Wald, an kleinen Seen und Kanälen vorbei. Mittendrin steht das Badstueslottet, ein kleines Schlösschen von etwa 1580, das die Königsfamilie noch heute bei Jagden nutzt. Von innen siehst du es nur bei seltenen Sonderführungen auf Dänisch. Auf der kleinen Insel Louises Ø ließ Frederik VII. einen Pavillon für sich und Louise Rasmussen bauen.
Der Landschaftsgarten ist rund um die Uhr offen. Judith hat das am nächsten Morgen ausgenutzt und ist früh um den See gelaufen, auf einem Rundkurs „ähnlich wie um die Alster – doch morgens menschenleer“, wie sie damals geschrieben hat. Ihren Lauftipp findest du in ihrem Artikel über unseren Aktivurlaub in Dänemark. Mehr zum Garten, auch zu Führungen, steht auf der Seite von VisitNordsjælland zum Schlossgarten.
Am Schlosssee entlang und mit der Kleinen Fähre



Vom Barockgarten sind wir am Abend am Ufer entlang zurück in die Stadt gelaufen. Von hier unten hast du die schönsten Blicke auf das Schloss: rot über dem Wasser, mit den grünen Turmspitzen als Spiegelbild darunter. Der Uferweg heißt Søstien. VisitNordsjælland hat daraus einen Rundweg von sechs Kilometern gemacht, der am Bahnhof beginnt, am See entlang zum Barockgarten führt, durch den Schlosspark und über die Schlossbrücke zurück zum Torvet.
Wer nicht laufen mag, nimmt die Kleine Fähre, die M/F Frederiksborg. Sie fährt vom Anleger unterhalb des Torvet über den Rosengarten zum Barockgarten und zurück, die Runde dauert etwa eine halbe Stunde, und der Kapitän erzählt unterwegs ein wenig zu dem, was du siehst. Eine Fahrt kostet 40 Kronen, für Kinder 10 Kronen, mit der Copenhagen Card nichts. Gezahlt wird an Bord bar oder mit MobilePay. Kinderwagen, Fahrräder und Rollstühle passen nicht aufs Boot.
Die Fähre fährt laut VisitNordsjælland vom 15. Mai bis 15. September werktags von 11 bis 17 Uhr und sonntags von 13 bis 17 Uhr, in den dänischen Herbstferien (Woche 42) von 12 bis 16 Uhr. Ob sie gerade unterwegs ist, zeigt eine Flagge an den Anlegern.
Hillerød: die Stadt rund ums Schloss



Hillerød hat knapp 37.000 Einwohner und ist der Verwaltungssitz der Region Hovedstaden, aber keine Stadt, für die man allein anreist. Wir fanden sie damals eher unspektakulär, das Schloss ist eindeutig der Grund herzukommen. Als Ausgangspunkt für Rad- und Wandertouren in die Wälder ringsum liegt Hillerød aber gut.
Das Zentrum ist der Torvet am Südufer des Schlosssees. Dort steht die Statue von Frederik VII., hinter ihm liegen der See und das Schloss, und dort legt auch die Kleine Fähre ab. Vom Torvet führt die Slotsgade, anfangs als Fußgängerzone, hinauf zum Schloss. Entlang der Straße stehen Bänke und Tische, an denen du dein Picknick essen kannst. Leckere Pizza haben wir an diesem Abend in der Nähe des Schlosses gegessen, und auf dem Rückweg vom See kamen wir am Kulturhaus Støberihallen vorbei, das in einer roten Backsteinhalle sitzt.

Übernachtet haben wir im Hotel Hillerød an der Milnersvej, etwas außerhalb des Zentrums, zu Fuß gut eine Viertelstunde. Die Zimmer waren einfach, mit Bad und eigener Terrasse, unser Highlight waren die Gänge unter dem Glasdach. Das Personal war ausgesprochen hilfsbereit, beim späten Auschecken genauso wie mit Regenschirmen und Restauranttipps. Das Frühstück war einfach, aber gut, im Speisesaal kam eher Jugendherbergsstimmung auf, und das Hotelrestaurant hatte gerade Sommerferien. Wenn du Hillerød als Standort für ein paar Tage in Nordseeland nutzen willst, findest du Hotels und Ferienwohnungen in Hillerød auf Booking.com.*
Rund um Hillerød liegt der Nationalpark Kongernes Nordsjælland mit der Parforce-Jagdlandschaft, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Wir sind damals von Gilleleje auf der Radroute 33 durch den Gribskov nach Hillerød gefahren und am nächsten Tag weiter zum Esrum Sø und nach Fredensborg. Die ganze Tour mit allen Etappen steht in unserem Artikel zur Fahrradtour durch Nordseeland.
Gut zu wissen: Eintritt, Öffnungszeiten, Anreise und Parken
Gut zu wissen (Stand Oktober 2026, Quelle frederiksborg.dk, wenn nicht anders angegeben)
- Öffnungszeiten: täglich 10 bis 17 Uhr, das ganze Jahr, auch montags. Am 24., 25., 26. und 31. Dezember und am 1. Januar bis 15 Uhr. Wegen Ausstellungsaufbauten sind manchmal einzelne Säle geschlossen, das steht dann auf der Startseite des Museums.
- Eintritt: Erwachsene 125 Kronen, Studierende und Senioren ab 65 Jahren 105 Kronen, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre frei, mit der Copenhagen Card frei. Das Ticket gilt den ganzen Tag. Online gekaufte Tickets werden nicht erstattet.
- Garten: Barockgarten 10 Uhr bis Sonnenuntergang, spätestens 21 Uhr, übriger Schlosspark immer offen, beides kostenlos (Quelle: VisitNordsjælland).
- Taschen: Rucksäcke, größere Taschen, Regenschirme und Wasserflaschen dürfen nicht mit ins Museum. Für die Schließfächer im Foyer brauchst du eine 20-Kronen-Münze.
- Fotografieren: mit Handy oder kleiner Kamera erlaubt, ohne Blitz, Stativ und Selfiestick.
- Barrierefreiheit: Ein Aufzug erreicht alle Etagen. Schlosskirche und Rittersaal liegen vier bis fünf Stufen höher, im Rittersaal steht ein Rollstuhl bereit. Höfe und Wege sind gepflastert.
- Mit der Bahn: S-Bahn-Linie A von Kopenhagen nach Hillerød, etwa 40 Minuten. Vom Bahnhof sind es gut ein Kilometer zu Fuß, oder du nimmst Bus 301 (Richtung Ullerød) oder 302 (Richtung Sophienlund) bis zur Haltestelle „Frederiksborg Slot“. Aus Helsingør und Gilleleje fahren Lokalbahnen nach Hillerød.
- Mit dem Auto: ins Navi „Møntportvejen“ eingeben. Gebührenpflichtig parkst du ein paar Gehminuten vom Schloss auf dem Parkplatz Annaborg (Europark). Acht Ladesäulen gibt es auf dem Parkplatz an der Møntportvejen. Kostenlos parkst du am Rendelæggerbakken hinter dem Barockgarten (laut Museum 500 Meter) oder am Batzkes Bakke (etwa ein Kilometer), jeweils mit einem schönen Fußweg durch den Park.
- Essen und Trinken: Das Museumsrestaurant Rabarbergaarden Slottet hat sonntags bis donnerstags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, freitags und samstags von 10 bis 23 Uhr (Abendessen 17:30 bis 21 Uhr). Kaffee zum Mitnehmen gibt es täglich von 10 bis 17 Uhr im Fadeburet, einem der ältesten Gebäude der Anlage, das auch Infos und Wanderkarten für den Nationalpark hat. Im Barockgarten liegt das Café Havehuset.
Tickets und Touren zum Schloss Frederiksborg
Eintrittskarte über GetYourGuide. Anbieter ist das Museum selbst, der Preis entspricht ungefähr dem Ticket an der Kasse. Der Unterschied: Bei GetYourGuide kannst du bis 24 Stunden vorher kostenlos stornieren, ein online beim Museum gekauftes Ticket wird dagegen nicht erstattet. Praktisch, wenn das Wetter oder die Reiseplanung noch wackelt. Angebote ansehen.*
Tagestour ab Kopenhagen: Kronborg, Frederiksborg und Roskilde. Ohne eigenes Auto ist das der bequemste Weg, die beiden großen Schlösser Nordseelands an einem Tag zu sehen. Die Tour dauert etwa achteinhalb Stunden im Minibus, mit Abholung an Hotels in Kopenhagen, dazu die Kathedrale von Roskilde. Geführt wird auf Englisch. Angebote ansehen.*
Fazit: Lohnt sich Schloss Frederiksborg?
Ja. Schon ohne Museum, nur mit Höfen, Garten und einem Abend am See, hat uns Frederiksborg damals beeindruckt. Plan das Museum für den Vormittag ein, dann hast du nachmittags Zeit für den Barockgarten, den Uferweg oder die Kleine Fähre. Und komm nicht wie wir damals auf der Radtour erst nach fünf Uhr an.
Wenn du mehr Zeit hast, verbinde Frederiksborg mit Schloss Kronborg in Helsingør und dem Fischerort Gilleleje an der Nordküste, beides etwa eine halbe Stunde entfernt. Wie das mit dem Rad aussieht, steht in unserer Fahrradtour durch Nordseeland. Und für einen Tag in der Hauptstadt haben wir unsere Tipps für Kopenhagen gesammelt. Mehr Fotos aus Dänemark findest du auf unserem Instagram-Kanal.
Häufige Fragen zu Schloss Frederiksborg
Was kostet der Eintritt ins Schloss Frederiksborg?
Erwachsene zahlen 125 Kronen, Studierende und Senioren ab 65 Jahren 105 Kronen (Stand Oktober 2026). Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre kommen kostenlos rein, mit der Copenhagen Card ist der Eintritt ebenfalls frei. Barockgarten und Schlosspark kosten nichts.
Wie lange braucht man für Schloss Frederiksborg?
Für Schloss und Museum solltest du zwei bis drei Stunden einplanen. Allein der Audioguide dauert ohne Pausen etwa 45 Minuten. Mit Barockgarten und einem Spaziergang am Schlosssee wird daraus ein halber Tag.
Wie komme ich von Kopenhagen zum Schloss Frederiksborg?
Am einfachsten mit der S-Bahn-Linie A bis zur Endstation Hillerød, die Fahrt dauert etwa 40 Minuten. Vom Bahnhof gehst du gut einen Kilometer zu Fuß oder nimmst Bus 301 oder 302 bis „Frederiksborg Slot“. Mit dem Auto sind es knapp 40 Kilometer.
Ist der Barockgarten von Schloss Frederiksborg kostenlos?
Ja, der Barockgarten und der übrige Schlosspark kosten keinen Eintritt. Der Barockgarten ist täglich ab 10 Uhr bis Sonnenuntergang geöffnet, spätestens bis 21 Uhr, der Landschaftsgarten rund um die Uhr. Die Kaskade läuft vom 1. Mai bis zu den dänischen Herbstferien.
Was ist das Nationalhistorische Museum auf Frederiksborg?
Das Nationalhistorische Museum zeigt im Schloss 500 Jahre dänische Geschichte in Porträts, Historienbildern, Möbeln und Kunsthandwerk. Gegründet hat es 1878 der Carlsberg-Gründer J. C. Jacobsen, heute gehört es zur Carlsberg-Stiftung. Die Porträtsammlung ist die größte Dänemarks.
Frederiksborg, Fredensborg oder Frederiksberg: Was ist was?
Frederiksborg ist das große Renaissanceschloss mit Museum in Hillerød. Schloss Fredensborg liegt rund elf Kilometer entfernt am Esrum Sø, ist Residenz der Königsfamilie und nur im Sommer bei Führungen von innen zu sehen. Frederiksberg ist eine eigene Gemeinde mitten in Kopenhagen, ebenfalls mit einem Schloss.
Was gibt es in Hillerød in Dänemark außer dem Schloss zu sehen?
In Hillerød selbst lohnen der Torvet am Schlosssee, die Fußgängerzone und der Uferweg Søstien rund um den See. Mehr bietet die Umgebung: der Nationalpark Kongernes Nordsjælland mit dem Wald Gribskov, Schloss Fredensborg und der Esrum Sø in einer Viertelstunde mit dem Auto, das Kloster Esrum in gut 20 Minuten.
Darf man im Schloss Frederiksborg fotografieren?
Ja, mit dem Handy oder einer kleinen Kamera darfst du im Museum fotografieren. Blitz, Stativ und Selfiestick sind nicht erlaubt.
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