Stade ist eine Hansestadt in Niedersachsen, an der Schwinge kurz vor ihrer Mündung in die Elbe und rund eine S-Bahn-Stunde westlich von Hamburg. Die meisten Stade Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander in der Altstadt, die rundum vom Burggraben umschlossen ist: der Alte Hansehafen mit seinen Fachwerkhäusern, der Holzkran am Fischmarkt, das Bürgermeister-Hintze-Haus, der Schwedenspeicher und die beiden großen Kirchen St. Cosmae und St. Wilhadi.
Von Hamburg aus liegt Stade für mich quasi vor der Haustür, und ich war entsprechend häufiger hier, mehrfach allein mit der Kamera. Einmal war ich zu einem Insta-Walk eingeladen: in die Kirche St. Cosmae, hinauf auf ihren Turm und danach aufs Wasser. Ein Besuch im Februar fiel zufällig mit einem Karnevalsumzug zusammen, und im Advent war ich zum Weihnachtsmarkt hier. Stade ist klein und schnuckelig, und das Schönste ist für mich der Hafen mit den Häusern ringsum.
Hier findest du alle Sehenswürdigkeiten in der Reihenfolge eines Rundgangs, dazu die Turmführung, die Museen mit Preisen und Öffnungszeiten, Tipps für den Burggraben, die Anreise mit der S-Bahn und das Parken. Die Karte mit allen Punkten ist gleich unten eingebunden.
Stade auf einen Blick
- Was: Hansestadt mit Fachwerk-Altstadt, dem Alten Hansehafen und zwei großen Backsteinkirchen, rundum vom Burggraben umgeben
- Wo: im Landkreis Stade in Niedersachsen, an der Schwinge kurz vor der Elbe, am Westrand des Alten Landes
- Zeitbedarf: ein halber Tag für Hafen, Altstadt und Kirchen, ein ganzer Tag mit Museum, Turmführung oder Bootsfahrt
- Kosten: Altstadt und Hafen kostenlos, das Museen-Stade-Ticket für drei Museen 9 €, die Turmführung auf St. Cosmae 4 €
- Anreise: mit der S5 ab Hamburg Hauptbahnhof in knapp 60 Minuten, mit dem RE5 in 50 Minuten, vom Bahnhof gut zehn Minuten zu Fuß bis zum Hafen
- Vergleich: wie Lüneburg eine alte Hansestadt mit Kran am Wasser, aber deutlich kleiner und in ein paar Stunden zu Fuß zu schaffen
- Für wen: Tagesausflügler aus Hamburg, Fachwerk-Fans und alle, die gern fotografieren
Stade Altstadt: der Alte Hansehafen und die Häuser am Wasser
Wenn du nur eine Stunde hast, verbring sie am Hafen. Der Alte Hansehafen ist ein schmales Becken mitten in der Altstadt, auf beiden Seiten von Giebelhäusern gesäumt. Die Straßen links und rechts heißen ganz schlicht Wasser West und Wasser Ost, am Südende liegt der Fischmarkt, am Nordende der Schwedenspeicher.
1. Alter Hansehafen und Fischmarkt



Um das Jahr 1000 wurde hier die natürliche Anlegestelle an der Schwinge zum Hafen ausgebaut, und bis ins 13. Jahrhundert war Stade der wichtigste natürliche Hafen zwischen Cuxhaven und Harburg. Heute liegt das Becken still. Nach der großen Sturmflut von 1962 wurde es durch das Schwingewehr und eine Straße darüber vom Fluss abgeschnitten, seit 1968 ist es nicht mehr schiffbar. Der Verein Alter Hafen setzt sich dafür ein, das zu ändern. Trotzdem liegt ein Segelschiff im Becken, auf meinen Fotos im September genauso wie im Dezember.
Der Fischmarkt am Südende gilt in Stade als „Wohnzimmer“ der Stadt. Restaurants und Cafés stellen ihre Tische bis an die Kaimauer, und hier sitzt auch die Tourist-Information (Fischmarkt 10), in der du Turmführung, Fleetkahn und Stadtführungen buchst.
Mein Fototipp: Komm vormittags. Dann liegt die Sonne auf der Häuserzeile von Wasser West, und vom Südende am Fischmarkt hast du das ganze Becken mit seinen Giebeln vor dir. Stade war eine Zeit lang ein Pflichtziel der Instagram-Szene, da musste man einmal hin und den Hafen fotografieren.
2. Holzkran am Fischmarkt

Der dunkle Holzbau mit dem spitzen Dach und dem langen Ausleger am Fischmarkt ist der Holzkran, das Erkennungszeichen des Hafens. Er sieht alt aus, ist aber ein Nachbau von 1977. An dieser Stelle stand ab 1661 ein Salzkran, das baufällige Original wurde 1898 abgerissen. Vorbild für den Nachbau war der Alte Kran in Lüneburg, eine Mechanik hat der Stader Kran nicht. Drinnen betreibt der Verein Alter Hafen ein Informationszentrum zur Stader Hafengeschichte.
3. Kunsthaus Stade
Ein paar Häuser weiter an der Zeile Wasser West steht das Kunsthaus, ein altes Kaufmanns- und Speicherhaus und das höchste Fachwerkhaus der Häuserreihe. Oben siehst du noch die Kranbalken und Speichertore, über die die Ware in die Lagerböden gezogen wurde, die Fassade wurde 1667 erneuert. Drinnen laufen wechselnde Ausstellungen, in den vergangenen Jahren unter anderem mit Werken von August Macke, Pablo Picasso und Jeanne Mammen.
Gut zu wissen: Wasser West 7, Dienstag, Donnerstag und Freitag 10 bis 17 Uhr, Mittwoch 10 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr, bei Ausstellungswechseln geschlossen. Es gilt das Museen-Stade-Ticket, mehr dazu beim Schwedenspeicher.
4. Bürgermeister-Hintze-Haus

Die prächtigste Fassade am Hafen gehört dem Bürgermeister-Hintze-Haus. Heino Hintze, Reeder, Kaufmann und von 1617 bis 1646 Bürgermeister, ließ seinem spätmittelalterlichen Kaufmannshaus 1621 diese Front im Stil der Weserrenaissance vorsetzen: Sandstein, verputzter Backstein, ein Giebel mit sieben Türmchen und Goldbuchstaben. Was du heute siehst, ist allerdings ein Wiederaufbau. Das Haus war so baufällig, dass es 1930 abgerissen wurde, die Fassade wurde 1932/33 mit dem gesicherten alten Material wieder aufgebaut.
Ich habe es vormittags von der anderen Seite des Beckens fotografiert, von Wasser Ost aus, dann steht die Sonne fast frontal auf der Fassade. Gleich nebenan liegt das Café im Goebenhaus, dazu weiter unten mehr.
5. Museum Schwedenspeicher

Am Nordende schließt der Schwedenspeicher das Hafenbecken ab, ein wuchtiger Backsteinbau aus der Zeit, als Stade schwedisch war. Nach dem Dreißigjährigen Krieg fiel die Stadt 1648 an Schweden und wurde Regierungssitz der Herzogtümer Bremen und Verden. Für die Garnison brauchte es ein Proviantlager, gebaut wurde es mit Unterbrechungen von 1692 bis 1705. Der Speicher ist 41 Meter lang, 16 Meter breit und fast 20 Meter hoch.
Seit 1977 ist er ein Museum. Im Erdgeschoss geht es um die Stadtgeschichte, mit den Funden aus dem Stader Hafenbecken, im ersten Stock um die Hanse und im zweiten Obergeschoss um die Ur- und Frühgeschichte des Elbe-Weser-Raums.
Gut zu wissen: Wasser West 39, Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr, montags geschlossen. Das Museen-Stade-Ticket kostet 9 € für einen Tag oder 12 € für drei Tage und gilt für den Schwedenspeicher, das Kunsthaus und das Freilichtmuseum, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre zahlen nichts (Stand Oktober 2026, laut Museen Stade).
St. Cosmae und St. Wilhadi: zwei Kirchen, zwei Türme
Über die Dächer der Altstadt ragen zwei Kirchtürme, und du kannst sie nicht verwechseln: die achteckige Barockhaube von St. Cosmae und der gedrungene, viereckige Westturm von St. Wilhadi mit seinem flachen Pyramidendach. Die beiden Kirchen liegen nur rund 200 Meter auseinander, und ich war in beiden drin.
6. St. Cosmae et Damiani


St. Cosmae et Damiani, in Stade meist nur Cosmae genannt, ist das Wahrzeichen der Stadt. Der Backsteinbau auf kreuzförmigem Grundriss geht in seinen ältesten Teilen auf das 13. Jahrhundert zurück. Beim großen Stadtbrand von 1659 verbrannten Turmhelm, Dachstühle und die gesamte Ausstattung. Die achteckige Barockhaube, die du von überall in der Stadt siehst, wurde 1684 aufgesetzt, ohne Wetterfahne ist der Turm 62,45 Meter hoch.
Die Ausstattung stammt deshalb größtenteils aus der Zeit nach dem Brand: der Hochaltar von Christian Precht aus den Jahren 1674 bis 1677, dessen weiß gefasste Holzfiguren wie Marmor wirken sollen, die Kanzel von 1663 und die große Orgel, die Berendt Hus und sein Neffe Arp Schnitger von 1668 bis 1673 gebaut haben.
7. Turmführung auf St. Cosmae: 187 Stufen bis in die Laterne



Beim Insta-Walk ging es für mich oben auf den Turm. Der Weg führt durch ein dichtes Gerüst aus alten Holzbalken, an den Glocken und dem Uhrwerk vorbei bis hinauf in die Laterne. Durch die vergitterten Rundbogenfenster schaust du über die roten Dächer der Altstadt, auf den viereckigen Turm von St. Wilhadi und weit ins flache Land.
Die Kirchturmführung bietet Stade Marketing über die Tourist-Information am Fischmarkt an. Es sind 187 Stufen, die Treppen sind steil und werden auf dem Rückweg rückwärts hinuntergestiegen. Pro Führung dürfen höchstens acht Gäste mit, sie dauert etwa 45 Minuten und kostet 4 € pro Person. Für Kinder unter acht Jahren, Menschen mit eingeschränkter Mobilität und alle mit Höhenangst ist sie nichts. Termine und Buchung findest du auf der Seite zur Turmführung.
8. St. Wilhadi



St. Wilhadi ist eine dreischiffige gotische Hallenkirche aus dem 14. Jahrhundert, der Westturm stammt vermutlich sogar noch aus dem 13. Jahrhundert. Sein flaches Pyramidendach bekam er erst, nachdem 1724 ein Blitz den barocken Turmhelm zerstört hatte. Die Wetterfahne trägt die Jahreszahl 1765.
Innen fallen im westlichen Teil die wuchtigen Rundpfeiler auf, die das Gewölbe tragen, und am Ende des Mittelschiffs die Orgel von Erasmus Bielfeldt aus den Jahren 1731 bis 1736. Altar und Kanzel stammen beide von 1660, also aus der Zeit direkt nach dem Stadtbrand.
Gassen, Rathaus und Pferdemarkt
9. Durch die Gassen der Altstadt



Zwischen Hafen und Kirchen lohnt es sich, einfach loszulaufen. Die Altstadt wurde nach dem Brand von 1659 mit unverändertem Grundriss wieder aufgebaut, deshalb folgen die Gassen bis heute dem alten Verlauf. Westlich der Hökerstraße habe ich vor allem in der Bäckerstraße und der Rosenstraße fotografiert, dazu ein Abstecher in die Bungenstraße: Kopfsteinpflaster, Fachwerk und Backstein, Haustüren in Blau und Grün. Rund um St. Wilhadi bin ich noch durch die Schiefe Straße und den Bischofshof gelaufen, und in der Großen und der Kleinen Schmiedestraße mit ihren Läden taucht immer wieder der Turm von St. Wilhadi auf.
Wer mehr Fachwerk sehen will: Stade ist auch eine der Städte in meinem Überblick über die schönsten Fachwerkstädte in Deutschland.
10. Rathaus
Das Rathaus an der Hökerstraße entstand 1667/68 nach dem Stadtbrand neu, auf dem Gewölbekeller seines Vorgängers. Ich habe es mir auch von innen angesehen, und das lohnt sich. Wer hinein will, bucht am besten die Führung „Im Rathaus brennt noch Licht“: Sie dauert etwa 60 Minuten, kostet 10 € pro Person und erklärt unter anderem, was die bleiverglasten Fenster zeigen und warum im Stader Rathaus Porträts englischer Könige hängen. Eine Anmeldung im Voraus ist nötig.
11. Pferdemarkt und Zeughaus
Am Südrand der Altstadt liegt der Pferdemarkt. Hier steht das Zeughaus, das die Schweden von 1697 bis 1699 als Waffenarsenal gebaut haben, bis Ende der 1980er-Jahre war es Kino und Konzert- und Theatersaal. Im Advent steht hier der Weihnachtsmarkt mit der großen Pyramide.
Stade vom Wasser aus: Burggraben, BBQ-Donut und Museumsinsel
Die Altstadt liegt auf einer Insel. Rundherum zieht sich der Burggraben, der frühere Festungsgraben, heute mit Parks und Wegen am Ufer. Vom Wasser aus siehst du Stade noch einmal von einer ganz anderen Seite.
12. Mit dem BBQ-Donut über den Burggraben



Nach dem Turm ging es beim Insta-Walk aufs Wasser, mit dem BBQ-Donut des SUP Club Stade. Das ist ein kreisrundes Boot mit Elektromotor, Sonnenschirm und einem Grill in der Mitte, um den alle herumsitzen. Es gab etwas zu essen, und wir sind über den Burggraben gefahren, was echt irgendwie ganz cool war. Abends ging es danach noch zum Essen, bei tollem Licht.
Den Donut kann eine Gruppe mieten, er hat zehn Sitzplätze, einer davon ist für den Fahrer. Abfahrt ist am StadeBeach am Holzhafen (Salztorswall 8), etwa zehn Minuten zu Fuß vom Bahnhof. Buchbar ist er von Mai bis September, mittwochs bis sonntags, ab 199 € für zwei Stunden plus 100 € Kaution, das Grillgut bringst du selbst mit. Wer lieber selbst paddelt: Der SUP Club verleiht in der Saison auch Boards, Kajaks, Kanus und Tretboote, ein SUP-Board kostet 11 € pro Stunde (Stand Oktober 2026, laut Stade Tourismus).
Ohne eigene Gruppe kommst du mit dem Fleetkahn aufs Wasser. Die öffentliche Fahrt dauert etwa eine Stunde, startet ebenfalls am Holzhafen und führt an den Wallanlagen und der Museumsinsel entlang. Sie kostet 12 €, Kinder von 6 bis 16 Jahren zahlen 6 €, buchbar von April bis Oktober über die Tourist-Information.
13. Freilichtmuseum auf der Insel
Ein Stück Altes Land mitten in der Stadt: Auf einer Insel im Burggraben liegt das Freilichtmuseum, eines der ältesten Freilichtmuseen Deutschlands, 2014 wurde es 100 Jahre alt. Die Insel selbst ist ein Rest der schwedischen Festung, der Bleicher-Ravelin, angelegt 1692 bis 1694. Zu sehen sind ein Altländer Bauernhaus von 1733 mit reichem Schmuckmauerwerk und einem Großteil der alten Einrichtung, eine Bockwindmühle und eine Altländer Prunkpforte. In einem Geest-Bauernhaus mit einem Giebel von 1641 sitzt heute ein Restaurant.
Gut zu wissen: Das Gelände ist ganzjährig frei zugänglich und kostet nichts. Ins Altländer Bauernhaus kommst du von Mai bis September, dienstags bis freitags 10 bis 17 Uhr, samstags und sonntags 10 bis 18 Uhr, für 3 €. Vom Fischmarkt sind es etwa zehn Minuten zu Fuß.
Stade im Advent

Im Advent zieht sich der Stader Weihnachtsmarkt vom Hafen durch die Altstadt. Offiziell gesetzt sind der Pferdemarkt mit der großen Pyramide und die Hafen-Weihnacht am Fischmarkt. Bei meinem Besuch an einem Dezembernachmittag standen aber auch in der Hökerstraße Buden, und in meiner Erinnerung reichte der Markt bis zum Platz Am Sande. Die Stimmung ist schön, schon weil die Stadt selbst so hübsch ist, und am Hafen habe ich ein paar Buden getestet, mit lecker Bratwurst. Termine, Öffnungszeiten, Eisbahn und alles andere stehen in meinem Artikel zum Weihnachtsmarkt Stade. Wenn du zwei Märkte an einem Tag willst: Der Weihnachtsmarkt in Buxtehude liegt an derselben S-Bahn-Linie.
Kaffee und Essen: Café im Goebenhaus und Fischmarkt

Mein Tipp für Kaffee und Kuchen ist das Café im Goebenhaus an der Zeile Wasser West, direkt neben dem Bürgermeister-Hintze-Haus. Die Kuchen sind lecker, vor allem die Schokotorte. Restaurants und Cafés reihen sich vor allem am Fischmarkt und entlang der Kaimauer aneinander.
Ausflüge rund um Stade
Altes Land
Direkt östlich von Stade beginnt das Alte Land, mit rund 10 Millionen Obstbäumen auf über 170 Quadratkilometern. Im Frühjahr blühen nacheinander Kirschen, Pflaumen, Zwetschgen und Äpfel, später im Jahr stehen Obststände an den Straßen. Am schönsten erkundest du es mit dem Fahrrad, Stade Tourismus führt dafür zum Beispiel die Obstroute unter seinen Tagestouren ab Stade. Wenn du dir für die Blüte zwei Tage Zeit nimmst, ist Stade ein guter Standort für die Nacht: Unterkünfte in Stade findest du hier.*
Buxtehude
Rund 20 Kilometer südöstlich liegt Buxtehude, ebenfalls eine Hansestadt am Rand des Alten Landes. Die S5 hält in beiden Städten, Stade und Buxtehude passen also gut in einen Tag. Was es dort zu sehen gibt, steht in meinem Artikel zu den Buxtehude Sehenswürdigkeiten.
Festung Grauerort und die Elbstrände
Rund acht Kilometer nördlich der Altstadt liegt an der Elbe bei Abbenfleth die Festung Grauerort, ein preußisches Fort, das von 1868 bis 1873 zum Schutz vor feindlichen Schiffen auf der Elbe gebaut wurde. Zu Kampfhandlungen kam es dort nie, heute bietet Stade Marketing Führungen an. Ganz in der Nähe liegt der kleine Elbstrand von Abbenfleth, längere Sandstrände findest du in Bassenfleth im Alten Land und auf der Elbinsel Krautsand.
Anreise und Parken
Am entspanntesten kommst du mit der Bahn. Die S5 fährt ab Hamburg Hauptbahnhof über Harburg und Buxtehude ohne Umstieg nach Stade, braucht knapp 60 Minuten und fährt mindestens einmal pro Stunde. Schneller ist der RE5 Richtung Cuxhaven mit 50 Minuten. Vom Bahnhof Stade läufst du gut zehn Minuten bis zum Hafen, der Pferdemarkt liegt nur ein paar Hundert Meter entfernt.
Mit dem Auto kommst du über die A26. In der Altstadt sind die ersten 15 Minuten Parken kostenlos, danach kostet jede angefangene Viertelstunde 50 Cent. Für einen ganzen Tag sind die beiden Parkhäuser die bessere Wahl, die Parkgarage Am Sande mit 450 und das Parkhaus Wallstraße mit 600 Plätzen. Dort zahlst du laut Stade Tourismus höchstens 5 € am Tag. Günstiger sind die Parkplätze am Bahnhof und am Stadeum mit 25 Cent pro Stunde oder 2 € am Tag, von dort ist es ein kurzer Spaziergang in die Altstadt.
Mein Fazit: Lohnt sich Stade?
Ja, gerade als Tagesausflug. Stade ist klein genug, um es in ein paar Stunden zu Fuß zu sehen, und der Hafen mit den Häusern ringsum ist für mich der schönste Ort der Stadt. Wenn du etwas buchen willst, ist die Turmführung auf St. Cosmae der Programmpunkt mit dem besten Blick über die Stadt, und von Mai bis September lohnt sich zusätzlich eine Runde auf dem Burggraben. Weitere Ideen für Tagesausflüge findest du in meinen Ausflugszielen rund um Hamburg, und mehr Reisefotos gibt es auf unserem Instagram.
Häufige Fragen zu Stade
Was sind die wichtigsten Stade Sehenswürdigkeiten?
Der Alte Hansehafen mit Fischmarkt und Holzkran, das Bürgermeister-Hintze-Haus, der Schwedenspeicher, die Kirchen St. Cosmae et Damiani und St. Wilhadi, das Rathaus und das Freilichtmuseum auf der Insel. Fast alles liegt in der Altstadt und ist zu Fuß erreichbar.
Was ist das Besondere an der Altstadt von Stade?
Die Stader Altstadt liegt auf einer Insel, rundum vom Burggraben umgeben, und hat mit dem Alten Hansehafen einen Hafen mitten im Zentrum. Nach dem Stadtbrand von 1659 wurde sie mit unverändertem Grundriss wieder aufgebaut, deshalb folgen die Gassen bis heute dem alten Verlauf.
Was kann man in Stade machen?
Durch die Altstadt und am Hansehafen bummeln, mit einer Führung auf den Turm von St. Cosmae steigen, ins Museum Schwedenspeicher gehen, mit dem Fleetkahn oder dem BBQ-Donut über den Burggraben fahren und mit dem Rad ins Alte Land fahren. Im Advent kommt der Weihnachtsmarkt auf Pferdemarkt und Fischmarkt dazu.
Wie lange braucht man für Stade?
Für Hafen, Altstadt und die beiden Kirchen reicht ein halber Tag. Mit Museum, Turmführung oder einer Bootsfahrt auf dem Burggraben füllt Stade einen ganzen Tag.
Wo parkt man in Stade am besten für die Altstadt?
In der Parkgarage Am Sande mit 450 oder im Parkhaus Wallstraße mit 600 Plätzen, laut Stade Tourismus kostet der Tag dort höchstens 5 €. In der Altstadt selbst sind die ersten 15 Minuten frei, danach kostet jede angefangene Viertelstunde 50 Cent.
Wie komme ich von Hamburg nach Stade?
Mit der S5 ab Hamburg Hauptbahnhof ohne Umstieg in knapp 60 Minuten oder mit dem RE5 Richtung Cuxhaven in 50 Minuten. Vom Bahnhof Stade sind es gut zehn Minuten zu Fuß bis zum Hafen.
Kann man in Stade auf den Kirchturm?
Ja, auf den Turm von St. Cosmae et Damiani, aber nur mit Führung. Es sind 187 steile Stufen, die Führung dauert etwa 45 Minuten, kostet 4 € und wird über die Tourist-Information am Fischmarkt gebucht. Für Kinder unter acht Jahren ist sie nicht geeignet.
Noch mehr Reisetipps
- Buxtehude Sehenswürdigkeiten: die Nachbar-Hansestadt, mit der S5 ohne Umstieg zu erreichen.
- Weihnachtsmarkt Stade: Termine, Öffnungszeiten und Eisbahn am Hansehafen.
- Lüneburg Sehenswürdigkeiten: mit dem Alten Kran, dem Vorbild für den Stader Holzkran.
- Hansestädte in Deutschland: meine Favoriten und was sie besonders macht.
- Ausflugsziele rund um Hamburg: weitere Tagestouren ab der Hansestadt an der Elbe.
- Ausflugsziele in Niedersachsen: meine Lieblingsorte von der Küste bis zum Harz.
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