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Modica auf Sizilien: Schokolade, Barock und eine Stadt auf zwei Etagen

Modica ist eine Barockstadt im Südosten Siziliens, in der Provinz Ragusa, und bekannt für ihre Schokolade, die bis heute kalt verarbeitet wird. Wie Noto gehört sie zum UNESCO-Welterbe des Val di Noto, ist aber steiler, verteilt sich über zwei Etagen und hat eben die Schokolade.

Judith und ich waren im September 2026 dort, an einem Sonntag über Mittag, auf dem Weg von Ragusa nach Noto. Unser Urteil: Für einen halben Tag lohnt sich Modica auf Sizilien. Den Barock haben wir uns angesehen, die Schokolade haben wir probiert. Von innen haben wir dagegen keine Kirche gesehen (für ein schnelles Foto war uns der Eintritt jedes Mal zu schade), und ein paar Klassiker wie den Belvedere Pizzo haben wir ausgelassen.

Hier findest du unseren Rundgang mit Karte, wo du am Anfang der Hauptstraße kostenlos parkst, unsere Fotospots und alles, was die Schokolade aus Modica besonders macht.

Modica auf einen Blick

  • Region: Sizilien, Provinz Ragusa, im Südosten der Insel
  • Bekannt für: Spätbarock nach dem Erdbeben von 1693 (UNESCO-Welterbe seit 2002) und Schokolade nach altem Verfahren (geschützte Herkunftsangabe seit 2018)
  • Größe: rund 53.600 Einwohner
  • Zeit einplanen: ein halber Tag
  • Anreise: am einfachsten mit dem Mietwagen. Nach Ragusa sind es rund 15 km (ca. 20 Minuten), nach Noto rund 40 km (knapp eine Stunde). Modica hat außerdem einen Bahnhof an der Bahnstrecke von Syrakus und einen Busbahnhof.
  • Parken: kostenlos an der Via Nazionale, der Straße aus Richtung Ragusa, rund 90 m vor dem Busbahnhof am Piazzale Falcone e Borsellino (Standort auf Google Maps)
  • Kircheneintritt: in vier Kirchen je 2,50 € (Stand Juli 2024)

Karte: unsere Stationen in Modica

Auf der Karte findest du unseren Parkplatz, den Busbahnhof am Anfang des Corso, unsere sechs Stationen und weitere Sehenswürdigkeiten:

  1. Corso Umberto I: die Hauptstraße im Tal
  2. Antica Dolceria Bonajuto: die älteste Schokoladenmanufaktur der Stadt
  3. Duomo di San Pietro: Barockkirche mit den zwölf Aposteln auf der Treppe
  4. Castello dei Conti: Burgfelsen mit Uhrturm
  5. Duomo di San Giorgio: die große Kirche von Modica Alta
  6. Aussichtspunkt an der Via San Benedetto da Norcia: der Blick über das Tal
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Modica Bassa und Modica Alta: unser Rundgang

Modica besteht aus zwei historischen Teilen. Modica Bassa liegt unten im Tal, entlang des Corso Umberto I. Modica Alta zieht sich darüber den Hang hinauf, rund um den Felsen mit dem Castello dei Conti. Zwischen dem Rathaus unten (296 m) und dem Glockenturm von San Giovanni Evangelista ganz oben (449 m) liegen gut 150 Höhenmeter.

Wer Bad Wimpfen kennt, kennt das Prinzip mit Bergstadt oben und Talstadt unten. In Modica ist es Barock statt Fachwerk.

Unser Weg führte vom Parkplatz den Corso entlang bis Bonajuto und San Pietro, dann hoch nach Modica Alta und zum Schluss mit dem Auto zum Aussichtspunkt auf der anderen Talseite. So läufst du unten alles ab und steigst nur einmal auf.

Corso Umberto I: die Hauptstraße im Tal

Der Corso Umberto I ist die Hauptstraße von Modica Bassa und der beste Einstieg in die Stadt: Du siehst die Unterstadt einmal komplett, ohne einen Höhenmeter zu machen. Links und rechts stehen alte Palazzi, bei manchen ruhen die Balkone auf steinernen Fratzen und Putten. Dazwischen liegen Cafés, Läden und einige der Schokoladenmanufakturen der Stadt.

Wir sind vom Parkplatz am Busbahnhof einfach geradeaus gelaufen. Bis Bonajuto und San Pietro sind es knapp einen Kilometer. Die Straße ist lang, aber flach, und das ist in Modica eine Seltenheit.

Gut zu wissen: Wir haben kostenlos an der Via Nazionale geparkt, der Straße aus Richtung Ragusa, rund 90 Meter vor dem Busbahnhof am Piazzale Falcone e Borsellino (Parkplatz auf Google Maps). Eine Zufahrtsbeschränkung gab es dort nicht. Modica hat ohnehin keine Altstadt-ZTL wie Noto oder Syrakus. Die einzige feste ZTL ist die Via Lantieri, die Gasse hoch zum Duomo di San Giorgio. An Wochenendabenden kann der Corso für Autos gesperrt sein, achte dann auf die Schilder.

Antica Dolceria Bonajuto: Schokolade seit 1880

Die Antica Dolceria Bonajuto gilt als älteste Schokoladenmanufaktur Siziliens, gegründet 1880. Sie lohnt sich, weil du hier siehst und schmeckst, was Modica-Schokolade ausmacht: kalt verarbeitet, mit Zuckerkristallen, die beim Kauen knirschen. Mehr dazu weiter unten im Schokoladen-Kapitel.

Wir sind reingegangen und haben eine ganz normale Zartbitter probiert. Ich fand sie sehr lecker, nur die Konsistenz ist ungewohnt, wenn du Schokolade von zu Hause kennst. Gekauft haben wir nichts.

Unser Tipp: Wer mehr sehen will als den Verkaufsraum, bucht den Besuch in Bonajutos Werkstatt, dem „Fattojo“. Er dauert rund 30 Minuten, eine Verkostung ist dabei, angeboten wird er täglich außer an Feiertagen, auf Italienisch oder Englisch. Anmelden kannst du dich über die Website von Bonajuto oder per E-Mail.

  • Adresse: Vicolo Franco Ruta 1, eine Seitengasse direkt am Corso Umberto I, gegenüber von San Pietro
  • Öffnungszeiten: stehen nicht auf der Website. Wir waren an einem Sonntagmittag dort, da war offen.

Duomo di San Pietro

Direkt gegenüber steht der Duomo di San Pietro, eine der beiden Hauptkirchen der Stadt. Auf der breiten Treppe davor stehen die Statuen der zwölf Apostel, und die sind der Grund, hier stehen zu bleiben. Wir sind auf dem Corso daran vorbeigekommen und haben sie fotografiert.

  • Adresse: Corso Umberto I, 97015 Modica
  • Eintritt: 2,50 €, Kombiticket mit Santa Maria di Betlem, San Giovanni Evangelista und der Chiesa del Carmine 6 €; zum Beten frei (Stand Juli 2024, laut RagusaNews)

Gut zu wissen: Auf Sizilien kostet fast jede größere Kirche einen kleinen Obolus. In Modica betrifft das vier Kirchen, San Giorgio gehört nicht dazu.

Castello dei Conti und Torre dell’Orologio

Blick über die Ziegeldächer von Modica mit Glockenturm und Hang, vom Weg am Castello dei Conti
Vom Weg am Castello schaust du über die Dächer

Ein Stück weiter geht es um die Ecke und bergauf. Auf einem Felsvorsprung zwischen Unter- und Oberstadt liegt das Castello dei Conti, jahrhundertelang Sitz der Grafen von Modica. Am auffälligsten ist der Uhrturm, die Torre dell’Orologio: Die Uhr darin stammt von 1725 und läuft bis heute mechanisch. Allein dafür lohnt der Umweg auf dem Weg nach oben.

Wir sind auf dem Weg nach Modica Alta am Castello vorbeigekommen. Es war Sonntag, und es war geschlossen.

Gut zu wissen: Verlässliche Öffnungszeiten haben wir nicht gefunden, die Angaben im Netz widersprechen sich. Wenn dir das Castello wichtig ist, frag vorher bei der Tourist-Info nach und rechne am Sonntag damit, dass es zu ist.

Modica Alta und der Duomo di San Giorgio

Oben in Modica Alta steht der Duomo di San Giorgio, die zweite Hauptkirche der Stadt. Die Fassade ist als Turm gebaut und 62 Meter hoch, davor fällt eine Treppe mit 164 Stufen nach unten ab.

Wir haben gleich nebenan in der Bar del Duomo Pause gemacht und danach vor dem Dom gestanden und fotografiert.

Aussichtspunkt an der Via San Benedetto da Norcia

Panorama von Modica mit Unter- und Oberstadt unter dunklen Gewitterwolken, vom Aussichtspunkt an der Via San Benedetto da Norcia
Modica von gegenüber, das Gewitter grummelte schon

Für den Blick auf das Ganze sind wir noch einmal ins Auto gestiegen. Auf der anderen Talseite, an der Via San Benedetto da Norcia, liegt ein Aussichtspunkt, von dem du über die Unterstadt hinweg auf Modica Alta schaust. Das lohnt sich, weil du erst von hier siehst, wie die Stadt übereinander gebaut ist.

Über der Stadt hingen dunkle Wolken, im Hintergrund grummelte ein Gewitter. Geregnet hat es erst später, auf der Weiterfahrt nach Noto. Dann aber gründlich.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Modica

  • Belvedere Pizzo: der bekannte Aussichtspunkt ganz oben in Modica Alta, neben der Kirche San Giovanni Evangelista, dem höchsten Punkt der Stadt.
  • Casa natale di Salvatore Quasimodo: das Geburtshaus des Dichters, der 1959 den Literaturnobelpreis bekam. Via Posterla 84, hinter San Pietro; geöffnet täglich 10 bis 13 und 15:30 bis 18:30 Uhr (Stand September 2026).
  • Museo del Cioccolato: das Schokoladenmuseum im Palazzo della Cultura am Corso, betrieben vom Konsortium der Modica-Schokolade.
  • Cava d’Ispica: eine lange Schlucht mit Felsgräbern und Höhlen zwischen Modica und Ispica, eher etwas für einen eigenen Ausflug.

Modica Schokolade: was sie besonders macht

Karte mit der Geschichte der Modica-Schokolade auf einem Tisch der Bar del Duomo in Modica
Die Rückseite der Karte in der Bar del Duomo: die Geschichte der Modica-Schokolade

Die Schokolade aus Modica wird kalt verarbeitet. Die Kakaomasse wird nur so weit erwärmt, dass sie sich mit dem Zucker verrühren lässt, der Zucker selbst schmilzt dabei nicht. Conchiert, also stundenlang warm gerührt wie normale Schokolade, wird sie nicht. Deshalb ist die Tafel körnig und bröselig, und die Zuckerkristalle knirschen beim Kauen.

Wie warm genau, darüber gibt es unterschiedliche Angaben. Die Karte in der Bar del Duomo nennt höchstens 35 bis 40 Grad. Die Regeln der geschützten Herkunftsangabe erlauben bis 50 Grad im Kern der Masse.

Nach diesen Regeln gehören hinein: Kakaomasse mit mindestens 50 Prozent Kakao-Trockenmasse, Zucker und je nach Sorte Gewürze wie Zimt, Vanille oder Chili. Milch, Pflanzenfette und Emulgatoren sind nicht erlaubt.

Woher das Verfahren kommt: Die Technik geht auf die Azteken zurück. Sie rösteten Kakaobohnen und rieben sie auf einem gewölbten, von unten beheizten Mahlstein, dem Metate, zu einer Paste, gewürzt mit Vanille oder rotem Pfeffer. Die Spanier brachten um 1519 die ersten Bohnen nach Europa und während ihrer Herrschaft über Sizilien im 16. Jahrhundert auch in die Grafschaft Modica. So steht es auf der Rückseite der Karte in der Bar del Duomo, ausführlich und auf Italienisch. Wir hatten nur einen Kaffee bestellt.

IGP ohne Bonajuto: Seit 2018 ist „Cioccolato di Modica“ eine geschützte geografische Angabe der EU. Ausgerechnet die älteste Manufaktur der Stadt macht nicht mit: Bonajuto hat die IGP abgelehnt, weil ihr die Regeln zu lasch sind. Auf den Tafeln von Bonajuto steht deshalb kein IGP-Siegel. Aus Modica sind sie trotzdem.

Fotospots in Modica

Fünf Stellen, an denen sich die Kamera lohnt, jeweils mit der Uhrzeit, zu der wir dort waren. Alle Fotos in diesem Artikel sind mit dem Smartphone entstanden, einem Google Pixel 7 Pro.

  • Modica Alta vom Aussichtspunkt, am frühen Nachmittag: An der Via San Benedetto da Norcia schaust du nach Osten über das Tal. Mit dem Tele holst du San Giorgio samt Freitreppe heran. Nachmittags hat die Oberstadt die Sonne von vorn, vormittags stehst du im Gegenlicht.
  • Die Apostel-Treppe von San Pietro, gegen Viertel nach zwölf: vom Corso aus, direkt gegenüber der Kirche. Mit der Hauptkamera (24 mm) passen Treppe, Apostel und Fassade aufs Bild.
  • Die Dächer vom Weg am Castello, gegen 12:40 Uhr: an der Via Castello beim Uhrturm, auf halber Höhe zwischen Unter- und Oberstadt. Mit der Hauptkamera (24 mm) geht der Blick über die Ziegeldächer bis zum Hang gegenüber.
  • San Giorgio von der Freitreppe, gegen halb zwei: Die 62 Meter hohe Turmfassade passt aus der Nähe nur mit dem Ultraweitwinkel (13 mm) ganz aufs Bild. Am Rand der Treppe blüht Bougainvillea, die sich als Rahmen anbietet.
  • Der Balkon der Bar del Duomo, gegen 13:20 Uhr: rote Stühle, ein Kaffeeschild und dahinter der Turm von San Giorgio. Hauptkamera, 24 mm.

Wie viel Zeit für Modica einplanen?

Ein halber Tag reicht für den Corso, Bonajuto, den Aufstieg nach Modica Alta und den Aussichtspunkt. Mit Schokoladenmuseum, Kirchen von innen und dem Belvedere Pizzo wird es eher ein ganzer Tag.

Modica lässt sich gut mit Ragusa und Noto an einem Tag verbinden. Wir haben es so gemacht: vormittags Ragusa, mittags Modica, abends Noto. Für Noto bleibt dann vor allem der Abend, und das ist kein Nachteil, denn abends wird dort das Licht schön.

Wir selbst haben in Ragusa im Terrazzo su Ibla übernachtet und drei Nächte in Noto in der Casa Bellavista, einem Ferienhaus mit Küche.* Wer den Südosten ohne Umziehen erkunden will, sitzt aber auch in Modica zentral: Ragusa, Noto und die Küste erreichst du jeweils in unter einer Stunde. Unterkünfte in Modica findest du hier.*

Modica bei Regen

Dunkle Gewitterwolken über den Dächern von Modica
Das Gewitter blieb bei uns in der Ferne

Bei Regen verlegst du den Tag nach drinnen: Schokolade bei Bonajuto oder im Museo del Cioccolato, dazu die Kirchen von innen, für die der Eintritt dann gut angelegt ist.

Uns hat das Gewitter nur von Weitem begleitet. Auf der Weiterfahrt nach Noto stand danach aber so viel Wasser auf der Straße, dass wir kurz überlegt haben, ob wir stecken bleiben. Wie tief so eine Senke voll Wasser ist, siehst du vom Fahrersitz aus nicht. Fahr nach einem Gewitter deshalb langsam.

Beste Tageszeit für Modica

Für den Blick vom Aussichtspunkt ist der Nachmittag am besten, weil du dann Modica Alta mit der Sonne im Rücken fotografierst. Vormittags stehst du dort gegen das Licht. Wir waren über Mittag da. Wenn du ins Castello willst, komm nicht an einem Sonntag.

Essen und Trinken in Modica

Balkon der Bar del Duomo in Modica mit roten Stühlen, dahinter der Turm von San Giorgio
Der Balkon der Bar del Duomo, gleich neben San Giorgio

Bar del Duomo (Via San Michele 6, direkt neben San Giorgio): Hier haben wir unsere Pause gemacht. Wir haben Kaffee getrunken, ich hatte dazu einen Arancino, die frittierte Reiskugel (im Osten Siziliens heißt sie Arancino, in Palermo Arancina). Danach haben wir noch ein bisschen gesessen und uns ausgeruht.

Antica Dolceria Bonajuto (Vicolo Franco Ruta 1, am Corso): Hier haben wir die Schokolade probiert, siehe oben.

Fun Fact: Die Hauptstraße von Modica war mal ein Fluss. Unter dem Corso Umberto I flossen zwei Bäche zusammen. Heute sind sie trocken und seit Anfang des 20. Jahrhunderts überbaut.

Was ich nächstes Mal anders machen würde: Nicht an einem Sonntag kommen, dann hätte ich auch das Castello gesehen. Und hoch zum Belvedere Pizzo gehen, der auf unserer Runde gefehlt hat.

Lohnt sich Modica?

Dicht gebaute Häuser am Hang von Modica mit Grün darüber
Häuser am Hang: Modica zieht sich bis weit nach oben

Ja, wenn du im Südosten Siziliens unterwegs bist, Barock magst und die Schokolade probieren willst. Ein halber Tag reicht, am besten als Halt zwischen Ragusa und Noto.

Eher nein, wenn du nur Zeit für eine einzige Barockstadt hast. Dann würden wir Noto nehmen, das ist kompakter. Für die Schokolade musst du dann aber doch nach Modica. Und wer schlecht zu Fuß ist, bleibt am besten unten auf dem Corso: Der ist flach, Modica Alta ist es nicht.

Führungen und Touren in Modica

Schokoladen-Verkostung in Modica. Eine Stunde mit Blick in Werkstatt und Reifekeller einer Chocolaterie in Modica Alta, danach wird probiert. Treffpunkt ist der Corso San Giorgio 105, geführt wird auf Italienisch, Englisch, Spanisch oder Französisch, nicht auf Deutsch. Angebote ansehen.*

Barock-Tour ab Catania. Für alle ohne Mietwagen: Die Tagestour fährt in kleiner Gruppe (höchstens acht Personen) mit Abholung nach Noto, Modica und Ragusa. Die Führung ist auf Englisch, Italienisch oder Spanisch. Angebote ansehen.*

Bonajutos eigenen Werkstattbesuch buchst du direkt bei Bonajuto, siehe oben.

Unser Fazit zu Modica

Modica war für uns ein guter Halt zwischen Ragusa und Noto: unten ein flacher Spaziergang, oben Barock und dazwischen eine Schokolade, die es so nur hier gibt. Unsere Empfehlung: Heb dir den Blick von der anderen Talseite für den Schluss auf, dann siehst du das ganze Modica auf einmal. Weitere Orte dieser Art sammeln wir unter Kleine Städte mit Charakter, Fotos von unterwegs zeigen wir auf unserem Instagram. Warst du schon in Modica? Schreib uns dort, welche Schokolade du probiert hast.

Häufige Fragen zu Modica

Lohnt sich ein Besuch in Modica auf Sizilien?

Ja, für einen halben Tag. Modica verbindet spätbarocke Kirchen, die zum UNESCO-Welterbe gehören, mit der bekannten Schokolade nach altem Verfahren und liegt praktisch zwischen Ragusa und Noto.

Wie viel Zeit sollte ich für Modica einplanen?

Ein halber Tag reicht für den Corso Umberto I, die Schokolade bei Bonajuto, den Aufstieg nach Modica Alta und einen Aussichtspunkt. Mit Museen und Kirchen von innen wird es ein ganzer Tag.

Wo kann man in Modica kostenlos parken?

An der Via Nazionale, der Straße aus Richtung Ragusa, rund 90 Meter vor dem Busbahnhof am Piazzale Falcone e Borsellino. Dort beginnt der Corso Umberto I, und du läufst direkt in die Altstadt.

Was ist das Besondere an der Schokolade aus Modica?

Sie wird kalt verarbeitet, sodass der Zucker nicht schmilzt. Dadurch ist sie körnig und knirscht beim Kauen. Seit 2018 ist „Cioccolato di Modica“ eine geschützte geografische Angabe (IGP).

Kostet der Eintritt in die Kirchen von Modica etwas?

In vier Kirchen ja: San Pietro, Santa Maria di Betlem, San Giovanni Evangelista und die Chiesa del Carmine kosten je 2,50 Euro, das Kombiticket 6 Euro (Stand Juli 2024). Zum Beten ist der Eintritt frei.

Was ist die beste Tageszeit für Modica?

Der Nachmittag, wenn du Modica Alta vom Aussichtspunkt auf der anderen Talseite fotografieren willst, denn dann steht die Sonne hinter dir. Für das Castello dei Conti solltest du keinen Sonntag wählen.

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