Idstein im Taunus hatte ich lange auf meiner Liste, aber irgendwie nie geschafft. Bis ich über Instagram auf Diana gestoßen bin – eine Idsteinerin, die ihre Wahlheimat mit viel Liebe fotografiert und mittlerweile tausende Follower durch die Stadt führt. Auch Hessen Tourismus stellt Diana als lokale Insiderin vor. Wir haben uns kurzerhand verabredet: Treffpunkt früh morgens am Marktplatz, dann einfach loslaufen und schauen, wohin es uns treibt.
Und genau so wurde es: Eine private Tour durch die Gassen der Altstadt, ohne festen Plan, ohne Hektik – einfach treiben lassen und an jeder Ecke staunen. Diana kennt jeden Winkel dieser Stadt und hat mir Ecken gezeigt, in die sich kaum ein Tourist verirrt. Was Idstein so besonders macht? Es ist kompakt genug für einen Halbtagesausflug, aber so fotogen, dass du doppelt so lange bleiben willst.
In diesem Artikel zeige ich dir die schönsten Idstein Sehenswürdigkeiten, die ich alle selbst besucht und fotografiert habe – vom 42 Meter hohen Hexenturm (Tipp: Hol dir den Schlüssel bei der Tourist-Info!) über das prächtige Killingerhaus bis hin zu unserer Kaffee-Empfehlung. Idstein gehört für mich definitiv zu den schönsten Städten in Hessen.
Idstein ist eine mittelalterliche Fachwerkstadt im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen, rund 25 Minuten von Wiesbaden und 40 Minuten von Frankfurt entfernt. Bekannt ist die Altstadt für ihre rund 200 Fachwerkhäuser, den 42 Meter hohen Hexenturm und das weiße Renaissance-Residenzschloss.
Idstein auf einen Blick
- Lage: Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen (Taunus)
- Anreise: A3, rund 25 Minuten ab Wiesbaden, 40 Minuten ab Frankfurt; Bahnhof 15 Gehminuten zur Altstadt
- Parken: Parkplatz am Hexenturm, vor 8 Uhr kostenlos
- Dauer: 2 bis 3 Stunden für die Altstadt, ein halber Tag mit Kaffeepause
- Top-Highlights: Hexenturm, Killingerhaus, König-Adolf-Platz, Unionskirche
- Nicht verpassen: Hexenturm-Schlüssel gratis bei der Tourist-Info im Killingerhaus
- Beste Zeit: früher Morgen für leere Gassen und bestes Fotolicht
Wer Rothenburg ob der Tauber mag, aber ohne Reisebus-Touristen erleben will, ist in Idstein genau richtig: dieselbe Fachwerk-Postkartenkulisse, nur kompakter und deutlich ruhiger.
Unser Rundgang durch Idstein
Mein Tag in Idstein startete früh. Ich habe am Parkplatz am Hexenturm geparkt – zentral gelegen und vor 8 Uhr morgens sogar kostenlos. Von dort sind es nur ein paar Schritte zum Hexenturm, wo ich mich mit Diana getroffen habe.
Was dann folgte, war keine klassische Führung mit Daten und Fakten, sondern eher ein gemeinsames Treiben durch die Stadt. Diana kennt wirklich jede Ecke und hat ein Auge für Details, die man alleine übersehen würde – ein verzierter Türknauf hier, eine versteckte Gasse dort. Genau so erkundet man Idstein am besten: ohne festen Plan, mit jemandem, der die Stadt liebt.
Nach ein paar Stunden Altstadt und unzähligen Fotos haben wir den Vormittag im Café UNGRAD der Bäckerei Huth am Marktplatz bei einem Kaffee ausklingen lassen. Kein schlechter Abschluss für einen Morgen in einer der hübschesten Kleinstädte Hessens.
Tipp: Wenn du Idstein auf eigene Faust erkunden willst, hol dir den kostenlosen Flyer bei der Tourist-Info im Killingerhaus – der lotst dich zuverlässig zu allen Sehenswürdigkeiten. Noch besser: Schau mal auf Dianas Instagram vorbei – ihre Fotos zeigen dir vorab, welche Ecken du nicht verpassen solltest.
Wo liegt Idstein?
Idstein liegt im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen, nicht weit von Wiesbaden und Frankfurt entfernt. Die Kleinstadt ist gut über die A3 zu erreichen und eignet sich perfekt als Tagesausflug oder Zwischenstopp auf dem Weg in den Taunus.
Die Geschichte von Idstein



Die Geschichte von Idstein reicht bis ins Jahr 1102 zurück, als die Stadt erstmals als „Etichenstein“ erwähnt wurde. 1287 erhielt Idstein eigene Stadtrechte. Davon merkst du heute noch einiges: Mittelalterliche Bauten wie der Hexenturm oder die Fachwerkhäuser der Altstadt erzählen vom damaligen Wohlstand der Stadt. Das älteste Fachwerkhaus stammt übrigens aus dem Jahr 1410 – wenn du davor stehst, wird dir klar, was über 600 Jahre Baugeschichte bedeuten.
Was viele nicht wissen: Idstein war über anderthalb Jahrhunderte eine Lederstadt. Von einst rund 30 Gerbereien ist das Gerberhaus von 1816 als letztes erhalten und dient heute als Ort für Kulturveranstaltungen, ein schönes Stück Wirtschaftsgeschichte abseits der Fachwerk-Postkarten.
Idstein Sehenswürdigkeiten auf der Karte
Damit du dich vor Ort schnell zurechtfindest, haben wir alle Idstein Sehenswürdigkeiten, unsere Café-Empfehlung, den Parkplatz am Hexenturm und die schönsten Ausflugsziele in der Umgebung auf einer Karte markiert.
Sehenswürdigkeiten in Idstein
Hexenturm

Der Idsteiner Hexenturm ist die bekannteste Sehenswürdigkeit Idsteins und war ursprünglich der Bergfried der ehemaligen Burg. Als zentraler Teil des historischen Stadtbilds besitzt er eine große kulturelle und historische Bedeutung.
Wir können aber beruhigen! Mit einer Höhe von 42 Metern wurden in dem Aussichtsturm nie Hexen gefangen gehalten oder hingerichtet. Der Name stammt von der Gedenktafel am Turm, welche an die unschuldigen Frauen erinnert, welche als Hexen verbrannt wurden.
Ich bin morgens als Erster hochgestiegen und hatte den Blick über die Altstadt komplett für mich – das ist einer der Momente, für die sich frühes Aufstehen lohnt.
Unser Tipp: Den Schlüssel zum Hexenturm bekommst du kostenlos bei der Touristeninformation. Dann kannst du den Ausblick von dort über die Stadt genießen.
Der Name trügt übrigens nicht ganz: Idstein war Ende des 17. Jahrhunderts berüchtigt für seine Hexenprozesse. Zwischen Februar 1676 und März 1677 wurden hier 31 Frauen und 8 Männer als vermeintliche Hexen hingerichtet, auf Betreiben von Graf Johannes von Nassau-Idstein. Gefangen gehalten wurden sie aber nie im Turm. Eine Gedenktafel an der Felswand am Bergfried erinnert heute an die Opfer.
Burg & Schloss Idstein

Die Alte Burg von Idstein hat ihre glorreichen Tage leider schon lange hinter sich, aber sie ist dennoch eine der beliebtesten Idstein Sehenswürdigkeiten!
Die Burg entstand während des 11. Jahrhunderts und wurde damals noch „Etichenstein“ genannt und war somit auch namensgebend für die Stadt selbst.
Diese wurde später in Teilen zum Renaissance-Schloss umgebaut. Das hübsche Schloss von Idstein wurde von etwa 1614 bis 1634 erbaut und die Fassade und das Innere sind im Renaissancestil gehalten. Das weiße Gebäude mit den rötlichen Verzierungen ist schon von weitem zu sehen und ein echter Hingucker!
Für den Bau des Schlosses wurden einige Teile der alten Vorburg verwendet und heute steht das Schloss auf einem erhöhten Plateau, welches du über die Schlossbrücke erreichen kannst.
Im Inneren des Schlosses befindet sich aber im Gegensatz zu vielen anderen Schlössern kein Museum, sondern seit 1946 findet hier das städtische Gymnasium seinen Platz!
Schlosspark
Den Schlosspark findest du direkt gegenüber vom Hexenturm. Es handelt sich hierbei um eine Vielzahl von Rosengärten, die vor allem im Frühjahr und Sommer besonders schön anzusehen sind.
Der Schlosspark ist der perfekte Ort in der Stadt, um zur Ruhe zu kommen und sich zu entspannen. Außerdem hast du von hier aus eine echt hervorragenden Sicht auf die Burg Idstein und den Hexenturm!
König-Adolf-Platz

Als das belebte Zentrum und Hotspot der Stadt gilt der König-Adolf-Platz im Herzen der Altstadt von Idstein. Die historische Bedeutung des König-Adolf-Platzes zeigt sich in seiner Rolle als zentraler Treffpunkt und durch die beeindruckende Architektur der umliegenden Gebäude. Der Platz befindet sich mitten in der Idsteiner Altstadt und ist umringt von einer Vielzahl an Fachwerkhäusern, welche größtenteils aus dem 17. Jahrhundert stammen!
Hier findest du obendrein noch einige weitere Sehenswürdigkeiten Idsteins, wie das schiefe Haus, das Rote Rathaus oder das Kanzleitor, welches den Übergang von Altstadt zur Burg markiert!
Kanzleitor

Der Kanzleitor in Idstein ist ein wunderschönes, historisches Bauwerk, das Besucher aus immer wieder anzieht. Der imposante Turm stammt aus dem 15. Jahrhundert und diente einst als Eingangstor zur Stadt.
Das Kanzleitor, das die Grenze zwischen dem städtischen Gebiet im Süden und dem ländlichen Gebiet im Norden markiert, wurde 1497 während der Herrschaft des Graft Philipp von Nassau-Idstein errichtet. Heute ist der Kanzleitor ein bedeutendes Wahrzeichen und eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Idstein.
Im ersten Obergeschoss befindet sich heute der formale, geräumige Trauersaal des Idsteiner Standesamtes.
Rund um das Kanzleitor gibt es viele malerische Ecken zu entdecken, die den besonderen Charme und die authentische Atmosphäre dieses Stadtteils unterstreichen.
Das schiefe Haus

Ein kleines Highlight am König-Adolf-Platz ist das schiefe Haus! Es ist nur unschwer zu übersehen, mit seiner blauen Fassade und den gelben Fenstern und natürlich den schiefen Wänden.
Das Killingerhaus

Das schönste und prächtigste Fachwerkhaus der Stadt ist das Killingerhaus, welches 1615 erbaut wurde! Johann Conrad Killing und seine Frau ließen das Gebäude errichten. Es ist bunt angestrichen und reich verziert! Vor allem der liebevoll gestaltete Erker ist ein wahrer Hingucker und hebt sich von allen anderen Häusern ab!
Ein Detail, das viele übersehen: der geschnitzte Neidkopf am Killingerhaus. So ein „Neidkopf“ sollte früher Neid und böse Geister abwehren, heute erzählt ein QR-Code direkt davor die Geschichte dazu.
Im Killingerhaus kannst du neben der Touristeninformation das Stadtmuseum finden. Ein großartiges, kleines Museum mit einer informativen Ausstellung zur über 900 Jahre langen Stadtgeschichte! Das Killingerhaus und das Stadtmuseum sind ein echtes Highlight für Gäste, die Idstein besuchen und die Geschichte der Stadt hautnah erleben möchten.
Unionskirche

Eine Überraschung für uns war die Unionskirche in der Stadt. Die evangelische Kirche wirkt von außen nämlich eher unscheinbar, aber wenn du dich in das Innere begibst, ist dem nicht mehr so!
Die Kirche ist wunderschön gestaltet und an jedem Fleck kannst du hier etwas entdecken. Besonders die Deckenmalereien haben uns den Atem geraubt und man kann sich kaum satt sehen an all den Details, die hier verarbeitet sind!
Auffällig sind auch einige Elemente in der Ausstattung und Architektur, die an französischen Einfluss erinnern und der Kirche einen besonderen Charme verleihen.
Der Prunk, mit dem die Kirche ausgestattet ist, lässt einen kaum vermuten, dass es sich um eine evangelische Kirche handelt! Ehrlich gesagt hatten wir die Kirche fast ausgelassen, weil sie von außen so unscheinbar wirkt. Zum Glück hat meine Stadtführerin darauf bestanden – die Deckenmalereien allein sind den Abstecher wert.
Höerhof

Der Höerhof ist eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit Idsteins. Der Höerhof hatte schon viele Funktionen, von Jagdschloss bis Forsthaus. Heutzutage befindet sich ein Hotel in den Räumlichkeiten sowie ein fantastisches Restaurant!
Marktplatz



Brauchst du nach deiner Tour durch die Idsteiner Altstadt eine Verschnaufpause, dann kannst du am Marktplatz haltmachen. Dieser wurde nach dem Fall des Himmelstores in Folge einer Stadterweiterung im Jahre 1700 erbaut! Ein Hingucker ist vor allem der Brunnen in der Mitte des Platzes, um den herum es einige Bänke und Bäume zum Ausruhen gibt! Übrigens, nicht den Marktplatz mit dem zentralen König-Adolf-Platz verwechseln.
Der Marktplatz ist übrigens das Herz der barocken Vorstadt, der barocken Erweiterung östlich der mittelalterlichen Altstadt um 1700. Wo die Altstadt eng und verwinkelt ist, wird es hier großzügiger und ruhiger.
Beginne deinen Stadtrundgang am Marktplatz, um die historischen Gebäude und die Architektur von Idstein zu erkunden.
Tourist-Info und Stadtmuseum
Die Tourist-Info und das Stadtmuseum findest du im Killingerhaus – ja, dem prächtigen Fachwerkhaus von 1615, das ich oben schon erwähnt habe. Hier bekommst du nicht nur Infos und Karten, sondern kannst in der Ausstellung auch in die über 900-jährige Stadtgeschichte eintauchen. Und ganz wichtig: Hier holst du dir auch den kostenlosen Schlüssel für den Hexenturm ab.
Schönste Aussichtspunkte in und um Idstein

Der mit Abstand beste Aussichtspunkt direkt in der Stadt ist der Hexenturm selbst. Von der 42-Meter-Plattform hast du einen Rundumblick über die Fachwerkdächer und den umliegenden Taunus. Den Schlüssel holst du dir kostenlos bei der Tourist-Info im Killingerhaus – ich war morgens als Erster oben und hatte den Blick ganz für mich.
Wer mehr Zeit mitbringt und gern wandert, findet rund um Idstein den ganzen Rhein-Taunus-Naturpark vor der Tür:
Kellerskopf (474 m, ca. 20 Min Richtung Wiesbaden). Ein lohnendes Wanderziel mit einer keltischen Ringwallanlage auf der Kuppe – die Erdwälle sind nach rund 2.000 Jahren noch gut zu erkennen. Oben gibt es eine Schutzhütte und einen schönen Blick.
Großer Feldberg (880 m). Der Taunus-Gipfel schlechthin, sternförmig von Wanderwegen umgeben (siehe oben). Vom Aussichtsturm reicht der Blick weit übers Rhein-Main-Gebiet.
Limes-Wanderwege. Rund um Idstein verläuft der Obergermanisch-Raetische Limes – UNESCO-Welterbe. An mehreren Stellen kannst du auf gut ausgeschilderten Wegen an rekonstruierten Wachtürmen entlangwandern und ein Stück Römergeschichte mitnehmen.
Kurz gesagt: Idstein ist der ideale Basecamp-Ort, wenn du Fachwerk-Bummeln morgens mit einer Taunus-Wanderung am Nachmittag kombinieren willst.
Essen und Kaffee in Idstein
Ich bin ehrlich: Ich habe in Idstein nicht groß essen gewesen, dafür war der Besuch zu kurz. Zum Abschluss meiner Tour sind wir aber im Café UNGRAD der Bäckerei Huth am Marktplatz gelandet. Kein fancy Hipster-Café, sondern eine bodenständige Bäckerei mit gutem Kaffee und netter Atmosphäre direkt am Marktplatz – genau das Richtige nach einem Vormittag auf den Beinen.
Was mir aufgefallen ist: Rund um den König-Adolf-Platz und den Marktplatz gibt es einige Restaurants und Cafés mit Außenplätzen zwischen den Fachwerkhäusern. Die Kulisse allein ist schon einen Stopp wert.
Für mehr als Kaffee hat Idstein einiges zwischen den Fachwerkhäusern: das mexikanische La Cazuela in der Weiherwiese, den Löwenkeller direkt am König-Adolf-Platz oder den Gasthof zur Pfeif mit saisonaler Küche. Wir waren nur auf einen Kaffee da, aber die Auswahl für einen längeren Halt ist da.
Anreise und Parken in Idstein
Idstein ist über die A3 gut zu erreichen. Ich empfehle den Parkplatz am Hexenturm – zentral gelegen, von dort bist du in einer Minute mitten in der Altstadt. Kleiner Tipp: Vor 8 Uhr morgens ist das Parken dort kostenlos. Wer mit der Bahn kommt: Der Bahnhof Idstein liegt etwa 15 Gehminuten von der Altstadt entfernt.
Feste und Veranstaltungen in Idstein
Wenn du deinen Besuch timen kannst, lohnt ein Blick auf den Veranstaltungskalender. Zwei Termine stechen heraus.
Das Idsteiner Jazzfestival verwandelt die Altstadt am ersten hessischen Ferienwochenende im Juli in eine große Open-Air-Bühne: An drei Tagen von Freitag bis Sonntag spielen Bands auf über zehn Bühnen mitten zwischen den Fachwerkhäusern, und das seit über 20 Jahren. Der Eintritt ist frei und die Kulisse eine der schönsten für Live-Musik.
Der Idsteiner Hexenmarkt greift die Geschichte der Stadt auf und findet jährlich rund um Schloss und Burg statt, Mittelalter-Flair genau dort, wo der Hexenturm steht. Dazu gibt es mittwochs und samstags einen Wochenmarkt auf dem Löherplatz, direkt am Parkplatz.
Übernachten in Idstein
Idstein lässt sich gut als Halbtagesausflug machen. Wenn du den Taunus aber in Ruhe erkunden willst, lohnt eine Übernachtung. Das schönste Haus am Platz ist der Höerhof, ein ehemaliges Jagdschloss von 1620 mitten in der Altstadt, heute ein charmantes Hotel mit sehr gutem Restaurant. Wer es günstiger mag, findet in und um Idstein außerdem einige Pensionen und Ferienwohnungen.
Ausflugsziele in der Umgebung von Idstein
Idstein liegt mitten im Rhein-Taunus und ist ein perfekter Ausgangspunkt. In einer knappen halben Stunde bist du in ganz unterschiedlichen Ecken – mehr Fachwerk, Weinberge, Großstadt oder Taunuswald, je nach Lust. Das sind die Ziele, die sich rund um Idstein wirklich lohnen:
Limburg an der Lahn (ca. 30 Min). Wenn dich Idstein schon wegen des Fachwerks begeistert hat, wirst du Limburg lieben. Die verwinkelte Altstadt und der Dom über der Lahn gehören für uns zu den schönsten in ganz Hessen. Alle Highlights findest du in unserem Guide zu den Limburg Sehenswürdigkeiten.
Wiesbaden (ca. 25 Min). Die hessische Landeshauptstadt ist der Kontrast zum Kleinstadt-Idstein: Kurhaus, prächtige Gründerzeit-Villen und das Neroberg-Bähnchen. Ideal, wenn du deinen Idstein-Tag mit etwas Großstadt-Flair verlängern willst.
Kloster Eberbach & Rheingau (ca. 40 Min). Richtung Rhein wird es weinselig. Das mittelalterliche Kloster Eberbach (Drehort von „Der Name der Rose“) liegt eingebettet in die Weinberge des Rheingaus, dazu das hübsche Weindorf Kiedrich und das Niederwalddenkmal bei Rüdesheim. Ein Tag für Genießer.
Großer Feldberg (ca. 30–40 Min). Mit rund 880 Metern ist der Große Feldberg der höchste Punkt im Taunus – und ein Klassiker für Tagesausflügler. Oben gibt es einen Aussichtsturm, weite Blicke übers Rhein-Main-Gebiet und sternförmig abgehende Wanderwege. An klaren Tagen siehst du bis zum Odenwald.
Taunus Wunderland (ca. 15 Min). Direkt vor der Haustür bei Schlangenbad liegt der Familien-Freizeitpark Taunus Wunderland – der Klassiker, wenn du mit Kindern unterwegs bist. Achterbahnen light, viel Grün, überschaubare Größe.
Deutsche Fachwerkstraße. Idstein ist offizielle Station der Deutschen Fachwerkstraße. Wer auf Fachwerk-Städtchen steht, kann daraus eine ganze Rundreise machen – wir haben die schönsten in unseren Ausflugszielen in Hessen und unter den schönsten Städten in Hessen gesammelt. Und für Fachwerk-Fans lohnt der Blick über die Landesgrenze zu Bad Wimpfen oder nach Duderstadt.
Unsere Geheimtipps für deinen Idstein-Besuch
Drei Dinge, die ich aus meinem Besuch mitgenommen habe:
Komm früh. Morgens hast du die Gassen für dich allein, das Licht ist perfekt zum Fotografieren, und der Parkplatz am Hexenturm ist vor 8 Uhr kostenlos.
Geh in die Unionskirche. Von außen unscheinbar, innen ein absoluter Wow-Moment. Die Deckenmalereien gehören zum Beeindruckendsten, was ich in einer Kleinstadt gesehen habe.
Hol dir den Hexenturm-Schlüssel. Kostenlos bei der Tourist-Info im Killingerhaus. Den Blick von oben über die Altstadt willst du nicht verpassen.
Unser Fazit zu den Idstein Sehenswürdigkeiten
Idstein war einer dieser Besuche, die besser waren als erwartet. Die Kombination aus wunderschönem Fachwerk, dem imposanten Hexenturm und der kompakten Altstadt macht die Stadt zu einem perfekten Halbtagesausflug. Idstein ist einer unserer Geheimtipp-Favoriten unter den Kleinstädten.
Dass ich die Stadt mit einer lokalen Insiderin entdecken durfte, hat das Ganze natürlich nochmal besonderer gemacht – aber auch auf eigene Faust findest du hier problemlos die schönsten Ecken. Dafür ist Idstein einfach zu klein und zu charmant, um etwas zu verpassen.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu den Idstein Sehenswürdigkeiten
Was muss man in Idstein gesehen haben?
Der Hexenturm ist das Wahrzeichen der Stadt und ein Muss – hol dir den Schlüssel kostenlos bei der Tourist-Info und steig hoch für den Blick über die Altstadt. Daneben lohnen sich das Killingerhaus, der König-Adolf-Platz mit seinen Fachwerkhäusern, das Kanzleitor und die Unionskirche mit ihren überraschend prächtigen Deckenmalereien.
Wie lange braucht man für Idstein?
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Altstadt reichen 2-3 Stunden locker. Ich war einen halben Tag dort und hatte genug Zeit, alles in Ruhe anzuschauen, viele Fotos zu machen und noch einen Kaffee zu trinken.
Wo kann man in Idstein parken?
Der Parkplatz am Hexenturm ist zentral gelegen und ideal für einen Altstadtbesuch. Vor 8 Uhr morgens ist das Parken dort sogar kostenlos. Von dort bist du in einer Minute mitten im Geschehen.
Ist Idstein einen Ausflug wert?
Auf jeden Fall – besonders wenn du Fachwerk magst. Idstein hat eine der schönsten Altstädte in Hessen und ist dabei angenehm überschaubar. Die Stadt eignet sich perfekt als Tagesausflug von Frankfurt, Wiesbaden oder dem Rhein-Main-Gebiet.
Welche Ausflugsziele gibt es in der Nähe von Idstein?
Limburg an der Lahn ist nur 30 Minuten entfernt. Für Familien lohnt sich das Taunus Wunderland, und Wanderer finden am Großen Feldberg im Taunus tolle Routen. Mehr Ideen findest du in unserem Artikel zu den Ausflugszielen in Hessen.
Was kann man heute in Idstein machen?
Der Klassiker ist ein Bummel durch die Fachwerk-Altstadt: Hexenturm besteigen, Killingerhaus und König-Adolf-Platz anschauen, in die überraschend prächtige Unionskirche gehen und in einem Café am Marktplatz einkehren. Wer Lust hat, kombiniert den Altstadt-Vormittag mit einer Taunus-Wanderung am Nachmittag.
Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in der Umgebung von Idstein?
In einer knappen halben Stunde erreichst du mehr Fachwerk in Limburg an der Lahn, die Landeshauptstadt Wiesbaden, das Kloster Eberbach mit den Rheingau-Weinbergen sowie den Großen Feldberg als höchsten Taunusgipfel. Für Familien liegt das Taunus Wunderland bei Schlangenbad nur rund 15 Minuten entfernt.
Welcher ist der schönste Ort im Taunus?
Das ist Geschmackssache, aber Idstein steht mit seinen rund 200 Fachwerkhäusern und dem Hexenturm ganz weit oben und ist eine der fotogensten Kleinstädte im ganzen Taunus. Wer Weinberge mag, wird den Rheingau lieben, wer Natur sucht, den Großen Feldberg.
Wie kann ich den Hexenturm in Idstein besichtigen?
Den Schlüssel zum 42 Meter hohen Hexenturm holst du dir kostenlos bei der Tourist-Info im Killingerhaus am König-Adolf-Platz. Damit kannst du den Turm auf eigene Faust besteigen und den Rundumblick über die Altstadt und den Taunus genießen. Früh morgens hast du die Aussicht meist für dich allein.
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Idstein sieht ja richtig schick aus. Ich mag diese kleinen Orte, die viel Fachwerk zu bieten haben und bei denen man sich vorkommt, als würde man in eine andere Zeit zurückreisen. Tolle Bilder!
Viele Grüße
Tobias