Einbeck Sehenswürdigkeiten lassen sich auf drei Wörter herunterbrechen: Fachwerk, Bier und Oldtimer. Die Stadt liegt in Südniedersachsen zwischen Weserbergland und Harz, hat rund 150 erhaltene Fachwerkhäuser, eine 700 Jahre alte Brautradition und mit dem PS.SPEICHER das größte Oldtimermuseum Europas. Ich war zwei Nächte dort und habe Einbeck danach zur hübschesten Stadt des Fachwerk-Fünfecks erklärt.
Was auf den offiziellen Seiten fehlt: welche der Sehenswürdigkeiten wirklich Zeit kosten, welche du in zehn Minuten mitnimmst und wo du am Ende des Tages sitzt. Genau das steht hier, mit Preisen und Öffnungszeiten, Stand 2026.
Einbeck auf einen Blick
- Wo: Südniedersachsen, Landkreis Northeim, zwischen Weserbergland und Harz. 20 Minuten von der A7, an der B3.
- Wofür die Stadt steht: Fachwerk, Bockbier, PS.SPEICHER
- Zeitbedarf: Altstadt an einem halben Tag, mit PS.SPEICHER zwei Tage
- Das eine Highlight: der Marktplatz mit dem Alten Rathaus
- Parken: Köppenweg am Neuen Rathaus, 160 Plätze, kostenfrei
- Zum Einordnen: Fachwerkdichte wie in Quedlinburg, aber ohne die Besuchermassen



Karte: alle Einbeck Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
Die 15 schönsten Einbeck Sehenswürdigkeiten
1. Altes Rathaus am Marktplatz

Drei spitze Rundtürme, ein Brunnen davor, dahinter eine geschlossene Fachwerkkulisse: Das Alte Rathaus ist das Wahrzeichen der Stadt und das Motiv, das du garantiert fotografierst. Erstmals urkundlich erwähnt wurde es 1334, nach dem Stadtbrand von 1540 musste es neu errichtet werden.
Genutzt wurde das Gebäude im Lauf der Jahrhunderte als Markthalle, Sparkasse und Stadtgericht. Die Verwaltung zog 1997 ins Neue Rathaus um, heute sitzt hier unter anderem das Standesamt. Der Platz davor ist der Ort, an dem ich in Einbeck am meisten Zeit verbracht habe, und der einzige der ganzen Fünfeck-Runde, an dem abends noch etwas los war.
2. Marktkirche St. Jacobi und der schiefe Turm



Direkt neben dem Rathaus steht die Marktkirche St. Jacobi, und sie hat das, was Einbeck zur Kleinstadt mit Superlativ macht: den schiefen Turm von Einbeck. 65 Meter hoch, rund 1,5 Meter zur Seite geneigt. 1741 baute man eine Stützmauer an, damit es dabei bleibt. Der Bau des Langhauses begann vermutlich um 1270, seit 1988 steht die Kirche unter Denkmalschutz. Sie liegt am Marktplatz 9 und ist in den Sommermonaten von Mai bis Oktober geöffnet.
Ich bin oben gewesen, weil mich jemand vom Tourismusverbund privat und allein hochgeführt hat. Der Blick über die roten Dächer bis ins Umland ist die Treppen wert. Ob eine Turmbesteigung regulär möglich ist, fragst du am besten direkt in der Tourist-Information nach, ein festes Angebot mit Öffnungszeiten gibt es dafür nicht.
3. Eickesches Haus

Das prächtigste Einzelhaus der Stadt steht in der Marktstraße 13: das Eickesche Haus von 1612, ein Meisterstück der Spätrenaissance. Die Fassade ist über drei Geschosse mit Schnitzereien überzogen, und zwar so dicht, dass du eine Weile davorstehst und trotzdem Motive übersiehst. Seinen Namen trägt es nach dem Händler Herrmann Eike, der es 1877 kaufte.
Heute sitzt hier die Tourist-Information Einbeck, Telefon 05561 916-555. Das Erdgeschoss kannst du zu deren Öffnungszeiten von innen ansehen, sonntags und an Feiertagen ist geschlossen (Stand 2026). Praktisch: Hier bekommst du auch Auskunft zu Führungen, Turmbesteigung und Blaudruck.
4. Tiedexer Straße
Die Tiedexer Straße gilt als die prächtigste Straße der Einbecker Altstadt, und das ist ausnahmsweise keine Broschürensprache. Hier reihen sich die Bierbrauerhäuser aneinander, in denen früher gewohnt und gebraut wurde. Der Reiz liegt in der Einheitlichkeit: gleiche Bauhöhe, gleiche Fassadenlogik, dieselben bemalten Fächerrosetten über die ganze Zeile.
Geh früh hin. Zwischen sieben und acht Uhr steht kein Auto in der Straße und das Licht fällt von der Seite in die Schnitzereien. Später am Tag ist es die gleiche Straße und ein deutlich schlechteres Foto.

5. Münsterkirche St. Alexandri
Die zweite große Kirche der Stadt steht am Stiftplatz 8 und wird in Reiseartikeln über Einbeck gern übersehen. Zu Unrecht, denn sie beherbergt einen echten Superlativ: Das hölzerne Chorgestühl von 1288 ist das älteste datierte Chorgestühl Deutschlands. Gebaut wurde die dreischiffige Hallenkirche zwischen 1275 und 1508 auf einem deutlich kleineren romanischen Vorgänger.
Sehenswert sind außerdem der Radleuchter von 1420, der Taufstein von 1427 und die fast vollplastischen Schluss- und Konsolsteine. Der Eintritt ist frei, vom Marktplatz läufst du rund vier Minuten.

6. Brodhaus


Das Brodhaus am Marktplatz 13 ist gleichzeitig Sehenswürdigkeit und Gaststätte. Der Bau von 1552 entstand nach dem Stadtbrand, die Geschichte des Hauses als Wirtshaus reicht bis 1333 zurück, womit es zu den ältesten Gästehäusern Niedersachsens gehört. Die Schnitzereien auf der Fassade sind das, was der Bierhandel den Einbeckern eingebracht hat.
Was du hier machst, steht weiter unten bei den Aktivitäten: Bierprobe und Abendessen. Beides habe ich hier gehabt, und beides würde ich wieder so machen.
7. Neues Rathaus


Das Neue Rathaus am Teichenweg 1 fällt aus der Reihe, und genau deshalb lohnt der Blick. Es ist deutlich jünger als die Altstadt und viel größer: eine lange Front mit Zierfachwerk, schiefergedeckten Giebelfeldern in hellen Rautenmustern, Erkern und einem Uhrturm obendrauf. Gebaut wurde es 1869 als Kaserne für die preußische Armee, danach zog die Versandfirma von August Stukenbrok ein, ehe die Stadtverwaltung 1997 hierher wechselte.
Der große kostenfreie Parkplatz Köppenweg liegt direkt daneben. Wenn du mit dem Auto anreist, ist das Neue Rathaus also ohnehin deine erste Einbecker Sehenswürdigkeit.
8. PS.SPEICHER



Der PS.SPEICHER am Tiedexer Tor 3 ist Europas größtes Oldtimermuseum und der Grund, warum Einbeck kein Halbtagesziel ist. Über 2.500 historische Fahrzeuge verteilen sich auf fünf Standorte im Stadtgebiet: die Erlebnisausstellung im Speicher selbst plus vier Depots für Kleinwagen, Automobile, Motorräder sowie LKW und Bus. Dazu kommen mehr als 8.000 Modellfahrzeuge und über 90 interaktive Stationen.
Ich habe mir alles angesehen, und das war eine echte Halbtagessache. Wenn du wenig Zeit hast, nimm die Hauptausstellung und lass die Depots weg. Am schönsten fand ich das Motorrad-Depot, weil es in der ehemaligen Einbecker Tapetenfabrik untergebracht ist und die alten Druckmaschinen und Musterbücher einfach stehengeblieben sind.
- Adresse: Tiedexer Tor 3, Zufahrt laut Museum über die Jahnstraße
- Öffnungszeiten April bis Oktober: Di bis So 10 bis 18 Uhr
- Öffnungszeiten November bis März: Di bis Fr 11 bis 17 Uhr, Sa und So 10 bis 18 Uhr
- Ruhetag: Montag, an Feiertagen aber regulär geöffnet. Letzter Einlass eine Stunde vor Schließung.
- Shuttle: Am Wochenende verbindet ein historischer Bus die Standorte
Das Tagesticket für alle Fahrzeugwelten gilt für sämtliche Standorte ohne feste Reihenfolge und kostet vorab online gebucht ab 43 Euro (Stand 2026).* Für einzelne Sammlungen gibt es günstigere Einzeltickets direkt an der Kasse.
9. StadtMuseum Einbeck mit RadHaus

Das StadtMuseum sitzt in einem Patrizierhaus auf dem Steinwege 11/13, über dem Portal steht die Jahreszahl 1548. Schon die Fassade lohnt den Weg, weil sie in Grün, Rot und Gold ausgemalt ist wie kaum ein zweites Haus der Stadt. Drinnen geht es um 800 Jahre Stadtgeschichte, um die Bauweise der Fachwerkhäuser und um den Blaudruck.
Zwei Dinge bleiben hängen. In der Bierausstellung steht das älteste vollständig erhaltene Bierfass Deutschlands. Und im Sertürner-Zimmer geht es um Friedrich Wilhelm Sertürner (1783 bis 1841), der ab 1805 in der Rats-Apotheke an der Langen Brücke arbeitete und dort aus Opium das Morphium isolierte, das erste Alkaloid überhaupt. Eine Gedenktafel dazu hängt an der Langen Brücke 8. Ein eigener Teil des Hauses ist als RadHaus dem Fahrrad und den Einbecker Fahrradherstellern gewidmet.
- Adresse: Auf dem Steinwege 11/13
- Öffnungszeiten: Di bis So 11 bis 16 Uhr, Montag Ruhetag
- Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, 6 bis 14 Jahre 1 Euro, bis 6 Jahre frei, Familienkarte 10 Euro (Stand 2026)
10. Einbecker Blaudruck

Am Möncheplatz 4 steht eine Werkstatt, die von 1638 bis 2005 der Familie Wittram gehörte. Ursprünglich war es eine Färberei. Als billige bunte Stoffe aus Übersee die heimische Produktion bedrohten, wichen die Einbecker Färber auf den Blaudruck aus und machten die Stadt im 19. Jahrhundert zu einem Zentrum dieses Handwerks.
Rund 800 historische Model, also die geschnitzten Druckstempel für die Muster, sind erhalten. Gedruckt wird bis heute, und im Laden bekommst du Tischdecken, Vorhänge oder Jutebeutel im klassischen Blau. Geöffnet ist montags, dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs und samstags von 10 bis 13 Uhr (Stand 2026). Gruppenführungen laufen über die Tourist-Information.
11. Street Art in der Altstadt


Das ist der Teil, mit dem in Einbeck niemand rechnet. Über das Stadtgebiet verteilt hängen rund 70 sogenannte ArtSpots an Hauswänden, Garagen und sogar an Bussen. Angefangen hat es 2014 mit der Kinder- und Jugendinitiative YoungArt unter dem Motto, die Stadt solle bunter werden. Daraus wurde die Street-Art-Meile SAM, zu der jedes Jahr Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt kommen und neue Motive dazubringen.
Du musst nicht gezielt danach suchen, beim Bummeln fallen dir die ersten von allein auf. Mein Favorit ist ein Rennfahrer auf einem historischen Motorrad, dem ein knallroter Fiat 600 hinterherfährt, dahinter ein Backsteinbau. Das Motiv könnte genauso gut im PS.SPEICHER hängen.
12. Wallanlagen und Stadtmauer



Die Wallanlagen legen sich als grüner Ring über rund zwei Kilometer um die Altstadt. Zwischen dem ehemaligen Tiedexer Tor und dem Hullerser Tor ist die Mauer vollständig erhalten. Dazwischen stehen mehrere Mauertürme mit Namen wie Storchenturm, Diekturm oder Totenturm, dazu kommen fünf Stadttore. Der Rundweg dauert eine knappe Stunde und ist der schnellste Weg, aus dem Trubel der Fußgängerzone herauszukommen.
Erstmals urkundlich erwähnt wurden die Anlagen 1264. Der Dreißigjährige Krieg und die französische Besatzung im 18. Jahrhundert haben ihnen zugesetzt. Heute stehen Bänke am Weg, am Bäckerwall gibt es außerdem eine Minigolfanlage und einen Spielplatz.
13. Burgruine Heldenburg in Salzderhelden

Acht Kilometer außerhalb, im Ortsteil Salzderhelden, steht die Burgruine Heldenburg. Gebaut wurde sie im 13. Jahrhundert von den Grafen von Dassel und den Welfenherzögen, um die Salzquelle zu schützen. Die Herzöge von Braunschweig-Grubenhagen machten sie danach für rund 200 Jahre zu ihrer Hauptresidenz, bis diese Welfenlinie 1596 ausstarb. Der Name kommt vom Heldenberg, an dessen Hang sie liegt, und helde bedeutet steiler Abhang.
Ich bin rausgefahren und habe sie mir von außen angesehen. Der Blick ins Leinetal allein lohnt den Abstecher. Das Burggelände ist frei zugänglich, 17 Informationstafeln stehen entlang eines Rundwegs, und von Mai bis September gibt es jeden ersten Sonntag eine öffentliche Führung. Saniert wurde die Anlage zwischen 1983 und 1988, heute gehört sie dem Land Niedersachsen. Seit Mai 2021 kann man sich dort unter freiem Himmel trauen lassen. Barrierefrei ist der Aufstieg nicht.
14. NaturErlebnisRaum Dohrenberg


Ebenfalls in Salzderhelden, rund 15 Autominuten von der Altstadt, liegt der Dohrenberg. Der Rundweg ist nur zwei Kilometer lang, aber der Blick von oben nimmt den Leinepolder, das Leinetal, die B3-Brücke und die Heldenburg auf einmal mit.
Landschaftlich ist der Berg eine Folge der starken Holzrodung im Mittelalter: Übrig blieb trockener Kalkmagerrasen, und auf dem wachsen heute Orchideen, Enziane und Thymian. Kurios ist der kleine Weinberg, den Hobbywinzer bewirtschaften. Gekeltert wird der Müller-Thurgau allerdings nicht hier, sondern bei befreundeten Winzern an der Mosel.
15. Einbecker Stadtwald auf der Hube

Der Stadtwald auf dem Hubenrücken gehört zum niedersächsischen Bergland und war für Einbeck jahrhundertelang Wirtschaftsgrundlage: Ohne Holz kein Hausbau, kein Handwerk und vor allem kein Bier. Heute wanderst du hier durch, oder du nutzt den Wald als Startpunkt Richtung Greener Berg und Altendorfer Berg.
Auf der Hube liegt außerdem der Einbecker Märchenwald, ein drei Kilometer langer Rundweg mit Stationen zu Wald und Tieren, gut geeignet, wenn Kinder dabei sind. Der Kaiser-Friedrich-Turm steht ebenfalls dort, ist aber nicht mehr öffentlich zugänglich. Auf den Aussichtsblick vom Turm musst du also verzichten, dafür gibt es Grillplätze und Wiesen.
Bier in Einbeck: BierPfad, Bierprobe und Brauereiführung
Einbeck ist die Heimat des Bockbiers, und das ist keine Marketingerfindung. Bis ins 17. Jahrhundert hatten über 700 Häuser der Stadt Braurecht, das Bier ging bis an europäische Königshäuser. Der Legende nach wurde im 17. Jahrhundert ein Einbecker Braumeister nach Bayern abgeworben. Aus dem Ainpöckisch Bier wurde im dortigen Dialekt erst Oanpock und irgendwann Bockbier.
Den BierPfad ablaufen


Der BierPfad ist die entspannte Variante, sich mit der Braugeschichte zu beschäftigen, und meine Empfehlung für den ersten Vormittag. 2,40 Kilometer, acht große Metallfässer als Stationen, jedes mit einer Tafel und einem QR-Code für mehr Informationen. Auf dem Boden führt dich eine aufgesprühte Fass-Spur von Station zu Station.
Los geht es am Alten Rathaus bei Fass 1, Schluss ist an der Papenstraße beim Einbecker Brauhaus, wo Fass 8 steht. Reine Gehzeit sind rund 35 Minuten, realistisch bist du eine gute Stunde unterwegs. Nebenbei siehst du die halbe Altstadt, und dass der Weg ausgerechnet an der Brauerei endet, haben sich die Organisatoren vermutlich gedacht.
Bierprobe im Brodhaus

Danach gehörst du an den Marktplatz 13. Im Brodhaus bekommst du eine Bierprobe mit fünf Einbecker Sorten zu je 0,1 Liter, vom hellen Landbier bis zum Bockbier, dazu ein Blatt, auf dem steht, was du gerade trinkst. In einer Stadt mit 700 Jahren Brautradition ist das für mich Pflichtprogramm und nicht Folklore.
Brauereibesichtigung im Einbecker Brauhaus
Wer tiefer einsteigen will, bucht eine Führung durch das Einbecker Brauhaus. Sie geht durch Sudhaus, Gär- und Lagerkeller, Filtration und Abfüllung und endet mit einer Verkostung im Ur-Bock-Keller. Wichtig vorher: Der Rundgang führt über rund zehn Treppen und 230 Stufen, festes Schuhwerk ist Pflicht, Kinder unter 16 dürfen nicht mit und die Verkostung ist ab 18. Wer will, legt noch das Einbecker Bierdiplom ab und bekommt eine Urkunde dazu.
Die Führung habe ich mir gespart, das ist der eine Programmpunkt in diesem Artikel, bei dem ich nicht dabei war. Mit dem BierPfad und der Bierprobe war mein Bierpensum für zwei Tage gedeckt.
Essen und Trinken in Einbeck



Zwei Abende, zwei Schnitzel. Das war nicht geplant, und bereut habe ich keines davon.
Am ersten Abend blieb ich nach der Bierprobe gleich im Brodhaus sitzen. Es gab Schnitzel mit Bratkartoffeln, die Hausspezialität heißt Einbecker Senfmühlen-Schnitzel und schlägt den Bogen zur örtlichen Senfmühle. Dass man in einem Haus isst, dessen Wirtshausgeschichte bis 1333 zurückreicht, macht das Essen nicht besser, aber den Abend besser.
Am zweiten Abend war ich im Gigant XXL in der Altendorfer Straße 41, keine fünf Gehminuten vom Marktplatz. Der Name ist dort keine Übertreibung. Es gab wieder ein Schnitzel, diesmal in einer Größe, bei der der Teller an seine Grenzen kommt, dazu ein Einbecker vom Fass. Geöffnet ist dienstags bis sonntags ab 16 Uhr, montags ist Ruhetag (Stand 2026).
Für den Kaffee tagsüber: die Einbecker Kaffeerösterei am Marktplatz 25. Geröstet wird im Haus, im Sommer stehen rund 30 Plätze draußen mit Blick auf den Platz, und genau da habe ich in Einbeck am längsten gesessen. Dienstags ist Produktionstag, dann bleibt die Rösterei zu (Stand 2026).
Praktische Tipps für deinen Besuch
Anreise und Parken
Mit dem Auto liegt Einbeck rund 20 Minuten von der A7 entfernt, dazu kommt die B3 als Verbindung nach Göttingen und Hildesheim. Mit der Bahn ist der Haltepunkt Einbeck Mitte die richtige Wahl, er liegt zentral direkt am Busbahnhof. Der größere Bahnhof Einbeck-Salzderhelden liegt dagegen ein gutes Stück außerhalb.
| Parkplatz | Plätze | Gebühr |
|---|---|---|
| Köppenweg / Neues Rathaus | 160 | kostenfrei |
| Möncheplatz | 60 | Mo bis Fr 9 bis 17 Uhr und Sa 9 bis 13 Uhr gebührenpflichtig, sonst frei, max. 8 Stunden |
Ähnliche Gebührenzeiten gelten für die Parkplätze Tiedexer Straße, Neuer Markt und Judenstraße. Bezahlen kannst du am Automaten oder per App, unterstützt werden easy:park, mobilet, PayByPhone, Parkster und PARCO (Stand 2026). Wenn du nicht rechnen willst: Köppenweg ist kostenfrei und du bist in fünf Minuten am Marktplatz.
Wie viel Zeit du einplanen solltest
- Halber Tag: Marktplatz, Tiedexer Straße, Eickesches Haus, Wallanlagen
- Ganzer Tag: dazu BierPfad, Bierprobe und StadtMuseum
- Zwei Tage: dazu der PS.SPEICHER mit Depots und ein Abstecher nach Salzderhelden
Übernachten in Einbeck
Ich hatte zwei Übernachtungen im Hotel Goldener Löwe am Möncheplatz 10, zwölf Zimmer, direkt im historischen Stadtkern. Von dort läufst du überall in ein paar Minuten hin, und genau darum ging es mir. Weil Einbeck sich als Basis für die ganze Region anbietet, von hier sind es nach Northeim nur 23 Minuten, lohnt das Übernachten hier mehr als in den Nachbarstädten. Wenn du breiter vergleichen willst, findest du die Auswahl in Einbeck mit rund 45 Unterkünften.*
Die beste Zeit für Einbeck

Ich war im August da, bei strahlendem Wetter und in einer Zeit, in der pandemiebedingt wenig los war. Beides waren Vorteile, die du so nicht bestellen kannst. Für Fachwerkfotos ist der frühe Morgen die beste Zeit, weil die Gassen dann leer sind. Wer Trubel sucht, kommt im Oktober zum Eulenfest: drei Tage, mehrere Bühnen, am Sonntag ein Stargast. Der traditionelle Frühjahrsmarkt läuft seit über hundert Jahren im März, und von November bis Dezember steht das Einbecker Weihnachtsdorf in der Innenstadt.
Mein Fazit zu Einbeck

Einbeck ist von den fünf Städten des Fachwerk-Fünfecks meine Nummer eins, und der Abstand ist nicht knapp. Die Altstadt ist klein genug zum Ablaufen und trotzdem die dichteste der Runde, mit dem PS.SPEICHER hat die Stadt eine Attraktion von überregionalem Format, und sie ist die einzige der fünf, in der abends noch etwas los ist.
Wenn du nur einen Tag hast, nimm Marktplatz, Tiedexer Straße und den BierPfad. Wenn du zwei hast, kommt der PS.SPEICHER dazu und du hast eine der besseren Kleinstadt-Wochenenden in Niedersachsen. Mehr Bilder aus Einbeck und den anderen Fachwerkstädten findest du auf unserem Instagram.
Häufige Fragen zu Einbeck
Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Einbeck?
Die wichtigsten Einbeck Sehenswürdigkeiten sind das Alte Rathaus am Marktplatz mit seinen drei spitzen Rundtürmen, die Marktkirche St. Jacobi mit dem schiefen Turm, das Eickesche Haus von 1612, die Tiedexer Straße, die Münsterkirche St. Alexandri mit dem ältesten datierten Chorgestühl Deutschlands und der PS.SPEICHER als größtes Oldtimermuseum Europas.
Wie viel Zeit sollte man für Einbeck einplanen?
Für die Altstadt reicht ein halber Tag. Mit BierPfad, Bierprobe und StadtMuseum wird daraus ein ganzer Tag. Wer den PS.SPEICHER mit seinen vier Depots komplett sehen will, plant zwei Tage ein, denn allein das Museum ist eine Halbtagessache.
Wo liegt Einbeck?
Einbeck liegt in Südniedersachsen im Landkreis Northeim, zwischen Weserbergland und Harz. Die Stadt ist rund 20 Minuten von der A7 entfernt und liegt an der B3 zwischen Göttingen und Hildesheim. Der zentrale Haltepunkt heißt Einbeck Mitte und liegt direkt am Busbahnhof.
Warum ist Einbeck die Heimat des Bockbiers?
Bis ins 17. Jahrhundert hatten über 700 Häuser in Einbeck das Braurecht, das Bier wurde in ganz Europa gehandelt. Der Legende nach wurde ein Einbecker Braumeister nach Bayern abgeworben. Aus dem dort gebrauten Ainpöckisch Bier wurde im bayerischen Dialekt erst Oanpock und schließlich Bockbier.
Was kostet der PS.SPEICHER in Einbeck?
Das Tagesticket für alle Fahrzeugwelten kostet online vorab gebucht ab 43 Euro und gilt für die Erlebnisausstellung sowie alle vier Depots (Stand 2026). Für einzelne Sammlungen gibt es günstigere Einzeltickets an der Kasse. Geöffnet ist von April bis Oktober dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, montags ist Ruhetag.
Wie lang ist der Einbecker BierPfad?
Der BierPfad ist 2,40 Kilometer lang und führt an acht großen Metallfässern vorbei. Start ist am Alten Rathaus bei Fass 1, Ziel das Einbecker Brauhaus an der Papenstraße bei Fass 8. Die reine Gehzeit liegt bei rund 35 Minuten, mit den Infotafeln solltest du eine gute Stunde einplanen.
Wo kann man in Einbeck kostenlos parken?
Kostenfrei parkst du am Köppenweg beim Neuen Rathaus, dort gibt es 160 Plätze und du bist in wenigen Minuten am Marktplatz. Die innenstadtnahen Parkplätze wie der Möncheplatz sind montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr gebührenpflichtig, außerhalb dieser Zeiten kostenfrei.
Wie viele Fachwerkhäuser hat Einbeck?
Rund 150 Fachwerkhäuser sind erhalten, überwiegend aus der Zeit nach den Stadtbränden von 1540 und 1549. Vor den Bränden waren es deutlich mehr. Einbeck ist Mitglied der Deutschen Fachwerkstraße und gehört zum Fachwerk5Eck in Südniedersachsen.
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Das klingt ja richtig interessant, dabei habe ich von dieser Stadt noch nie etwas gehört!
Vielen Dank für dein feedback, Bettina. Einbeck ist wirklich sehr schön und lohnt sich aus vielen Gründen. Wir waren auf jeden Fall sehr begeistert. P.S. Gutes Essen und Kaffee gibt es dort auch 😉