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Malmö Sehenswürdigkeiten: 23 Highlights, die sich wirklich lohnen

Malmö ist Schwedens drittgrößte Stadt, liegt am Öresund direkt gegenüber von Kopenhagen und lässt sich an einem langen Tag zu Fuß erlaufen. Die wichtigsten Malmö Sehenswürdigkeiten liegen so dicht beieinander, dass du vom mittelalterlichen Schloss bis zum verdrehten Wolkenkratzer eine halbe Stunde Fußweg brauchst. Genau das macht die Stadt so angenehm: kein Pflichtprogramm über weite Strecken, sondern ein kompaktes Zentrum mit einem ziemlich schroffen Kontrast zwischen alt und neu.

Wir waren im August hier, zweimal an unterschiedlichen Sommern, und sind beide Male morgens um sechs durch die Altstadt gelaufen, als noch niemand unterwegs war. Dazu später mehr, das ist der Teil, den wir dir am ehesten ans Herz legen.

Was dich hier erwartet: 23 Sehenswürdigkeiten, die wichtigsten davon mit Adresse, Öffnungszeiten und aktuellen Preisen, eine Karte mit allen Punkten, die Fotospots für den Sonnenaufgang, und am Ende die praktischen Dinge, an denen es sonst hakt. Parken, Anreise, Bezahlen.

Malmö auf einen Blick

  • Wo liegt Malmö? In der Region Skåne ganz im Süden Schwedens, am Öresund. Von Kopenhagen mit dem Zug in gut 35 Minuten über die Öresundbrücke.
  • Wie lange bleiben? Für die Highlights reicht ein Tag. Für Bad, Fika und Fotospots plan zwei ein.
  • Größte Sehenswürdigkeit: Malmöhus Slott, das älteste erhaltene Renaissanceschloss Skandinaviens.
  • Bekanntestes Bauwerk: Turning Torso, 190 Meter hoch, um 90 Grad verdreht.
  • Beste Zeit für Fotos: Sonnenaufgang in Gamla Väster. Im Sommer heißt das kurz vor fünf.
  • Kostet nichts: Malmö Konsthall, Stadtbibliothek, alle Parks, die Öresundbrücken-Aussicht.

Malmö Sehenswürdigkeiten auf der Karte

Alle Punkte aus diesem Artikel haben wir auf einer Karte gesammelt: Schlösser, Museen, Bademöglichkeiten, die Fotospots und die Cafés, in denen wir tatsächlich waren. Du kannst sie dir aufs Handy holen und unterwegs nutzen.

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Gamla Väster: die schönste Ecke der Altstadt

Gamla Väster ist das älteste Viertel Malmös und der Grund, warum wir zweimal hierhergekommen sind. Niedrige Häuser in Ocker, Rostrot und Pastellgelb, Kopfsteinpflaster, Stockrosen an den Fassaden und Fahrräder vor fast jeder Tür. Das Viertel ist winzig, du läufst es in zwanzig Minuten ab.

Besonders lohnen die Jakob Nilsgatan und die Hjorttackegatan. In der Hjorttackegatan steht auf Hausnummer 3 eines der kleinsten und niedlichsten Häuser der ganzen Stadt.

Der Name täuscht ein wenig: Gamla Väster heißt schlicht die alte Westseite, und was heute so pittoresk aussieht, war lange ein einfaches Handwerker- und Arbeiterviertel. Die niedrigen Häuser stammen überwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert und waren nie repräsentativ gemeint. Erst in den 1970ern wurde das Viertel unter Schutz gestellt, nachdem ernsthaft über Abriss diskutiert worden war.

Tagsüber ist hier durchaus was los. Der Unterschied zum frühen Morgen ist trotzdem groß genug, dass wir beim zweiten Besuch den Wecker gestellt haben.

Stortorget, Lilla Torg und Sankt Petri

Der Stortorget ist Malmös großer Platz, angelegt im 16. Jahrhundert, mit dem Rathaus als Schauseite. Das Rådhuset von 1546 wurde im 19. Jahrhundert im Stil der niederländischen Renaissance überformt. Deshalb sieht es reicher aus, als es alt ist.

Gleich daneben liegt Lilla Torg, der kleine Platz, den alle fotografieren. Fachwerk, Restaurants, Sonnenschirme. Am Abend ist hier jeder Stuhl besetzt, mittags bekommst du gut einen Platz.

Die Sankt Petri Kyrka ist die älteste Kirche der Stadt, Backsteingotik aus dem 14. Jahrhundert, innen hell und ziemlich schmucklos, bis auf die bemalte Krämerkapelle. Wir waren kurz drin, der Eintritt ist frei.

Adresse: Stortorget, 211 34 Malmö. Sankt Petri Kyrka: Göran Olsgatan 4, Eintritt frei.

Malmöhus Slott: das älteste Renaissanceschloss Skandinaviens

Malmöhus wurde 1434 von Erik von Pommern gegründet und in den 1530er Jahren zur Festung ausgebaut. Es war dänisch, bevor Skåne 1658 schwedisch wurde, und diente danach über hundert Jahre als Gefängnis. Heute steckt darin das Malmö museum, Südschwedens größtes Museum, mit Aquarium, Naturkundeabteilung und dem Planetarium Wisdome.

Die Geschichte hat es in sich: Hier saß im 16. Jahrhundert der schottische Earl of Bothwell ein, dritter Ehemann von Maria Stuart, fünf Jahre lang. Und als Skåne 1658 im Frieden von Roskilde von Dänemark an Schweden fiel, wechselte die Festung mit. Der Wechsel erklärt bis heute, warum in Skåne ein Dialekt gesprochen wird, den viele Schweden für halb dänisch halten.

Von außen ist es der Wassergraben, der den Unterschied macht: Backsteinbau, rote Rundbastion, Schilf und eine Spiegelung, die bei ruhigem Wasser perfekt ist.

Uns hat das Museum innen weniger begeistert als der Bau von außen, das Aquarium ist in die Jahre gekommen. Für Familien mit Kindern ist die Kombination aus Aquarium, Technik und Planetarium trotzdem ein solider Regentag.

Adresse: Malmöhusvägen 6. Öffnungszeiten: 1. Juni bis 6. September täglich 10 bis 17 Uhr, sonst Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr, donnerstags bis 19 Uhr, montags geschlossen. Eintritt: Kombiticket für alle Gebäude 100 SEK, einzelnes Gebäude 60 SEK, Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre frei. Stand 2026, aktuelle Zeiten und Preise beim Malmö museum.

Slottsträdgården und die Slottsmöllan

Direkt hinter dem Schloss liegt der Slottsträdgården, ein Schaugarten mit Gemüsebeeten, Stauden und einem Café im Gewächshaus. Der Garten ist frei zugänglich und der angenehmste Ort in Malmö, um eine Stunde nichts zu tun.

Am Rand steht die Slottsmöllan, eine holländische Windmühle von 1851. Sie ist 54 Meter vom Garten entfernt und wird trotzdem regelmäßig übersehen, weil sie hinter den Bäumen steht.

Stadsbiblioteket: die schönste Bibliothek Schwedens

Das ist der Ort, der uns in Malmö am meisten überrascht hat, und er taucht in kaum einer Top-10-Liste auf. Die Stadtbibliothek besteht aus drei Teilen: dem alten Backsteinbau von 1901, einem Zwischenbau und dem Kalendern von 1997, einem gläsernen Kubus des dänischen Architekten Henning Larsen. Drinnen stehst du in einem Raum, dessen komplette Stirnseite Glas ist, mit Blick in den Slottsparken, und über dir vier Etagen Bücher.

Du darfst rein, ohne irgendetwas zu leihen. Es kostet nichts, es ist warm, und fotografieren ist erlaubt.

Adresse: Kung Oscars väg 11. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8:30 bis 20 Uhr, von Juni bis August bis 19 Uhr, freitags 8:30 bis 18 Uhr, samstags und sonntags 10 bis 17 Uhr. Eintritt frei. Stand 2026.

Ribersborgs Kallbadhus: baden im Öresund

Das Kaltbadehaus liegt am Ende eines langen Holzstegs im Meer, gebaut 1898. Es gibt zwei Meerbecken, sechs Saunen, darunter eine holzbefeuerte, und eine strikte Trennung nach Geschlechtern in den Badebereichen. Gebadet wird nackt.

Das Prinzip heißt in Schweden kallbadhus und ist älter als jeder Wellnesstrend: aufheizen in der Sauna, dann über eine Leiter ins offene Meer, wieder rein, von vorn. Dass die Bereiche nach Geschlechtern getrennt sind, hat einen praktischen Grund, weil eben ohne Badekleidung gebadet wird. Es gibt einen gemischten Bereich mit dem Restaurant und der Terrasse, dort ist Badekleidung Pflicht.

Wir sind im August rein, das Wasser hatte irgendwas um 18 Grad, und der Weg über den Steg ist der schönste Teil. Im Winter machen die Leute das auch, dann bei zwei Grad.

Der Steg davor ist frei zugänglich und einer der besten Sonnenuntergangs-Plätze der Stadt. Dafür musst du nichts bezahlen.

Adresse: Limhamnsvägen 47B. Eintritt: Erwachsene 90 SEK, Jugendliche von 12 bis 17 Jahren 45 SEK, Kinder bis 11 Jahre frei. Stand 2026, Preise und Saunazeiten beim Ribersborgs Kallbadhus.

Västra Hamnen und der Turning Torso

Der Västra Hamnen war bis in die 1980er eine Werft. Heute steht dort ein Stadtviertel, das komplett mit erneuerbarer Energie versorgt wird, mit Holzterrassen am Wasser, Badeleitern und Menschen, die abends einfach am Kai sitzen.

Dass daraus ein Wohnviertel wurde, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer Bauausstellung: 2001 fand hier die Bo01 statt, eine europäische Wohnausstellung mit dem Anspruch, einen Stadtteil zu bauen, der sich zu hundert Prozent aus erneuerbarer Energie versorgt. Windkraft, Solarthermie und Erdwärme decken den Bedarf, das Regenwasser läuft über offene Rinnen in den Kanälen ab. Malmö hat damit international ziemlich viel Aufmerksamkeit bekommen.

Wenn du durch die Straßen läufst, merkst du das vor allem an der Kleinteiligkeit: Keine zwei Häuser sehen gleich aus, weil jedes von einem anderen Architekturbüro stammt. Für einen Neubaustadtteil ist das ungewöhnlich lebendig.

Mittendrin der Turning Torso von Santiago Calatrava: 190 Meter hoch, 54 Etagen, um 90 Grad in sich verdreht. Es sind Wohnungen, du kannst nicht hinein. Das macht nichts, denn das Gebäude wirkt von außen ohnehin am besten, besonders wenn nach Regen eine Pfütze auf dem Platz steht.

Die Form geht auf eine Skulptur zurück: Calatrava hatte einen sich drehenden menschlichen Oberkörper aus Marmor gestaltet, den Twisting Torso. Der damalige Chef der schwedischen Wohnungsbaugenossenschaft HSB sah das Modell, fand es solle ein Haus daraus werden, und 2005 stand es. Neun Würfel mit je fünf Etagen, gegeneinander verdreht, die oberste Einheit um exakt 90 Grad gegenüber der untersten.

Am nördlichen Ende liegt das Scaniabadet mit Badestegen ins offene Meer und den blauen Umkleidehäuschen.

Adresse: Lilla Varvsgatan 14 für den Turning Torso, von außen jederzeit zugänglich. Eine Innenbesichtigung gibt es nicht.

Stapelbäddsparken: Skatepark mit Wolkenkratzer im Rücken

Einer der größten Betonskateparks Europas, gebaut auf dem alten Werftgelände, frei zugänglich rund um die Uhr. Auch wenn du nicht skatest: Die Kombination aus Betonwellen im Vordergrund und dem verdrehten Turning Torso dahinter ist eines der besseren Motive der Stadt.

Adresse: Stapelbäddsgatan 3, frei zugänglich.

Malmö Live und die Öresundbrücke

Malmö Live ist Konzerthaus, Kongresszentrum und Hotel in einem, seit 2015 am Kanal. Architektonisch ein gestapelter Haufen weißer Quader mit einem roten Block dazwischen. Der Vorplatz am Wasser ist öffentlich.

Die Öresundbrücke siehst du von der Küste bei Ribersborg und noch besser von Västra Hamnen aus. Sie ist 7,8 Kilometer lang und geht auf halber Strecke in einen Tunnel über, weshalb sie aus der Ferne im Wasser zu verschwinden scheint.

Die Öresundbrücke überqueren

Die Brücke ist mautpflichtig, und zwar deutlich. Eine einfache Fahrt mit dem PKW bis 6 Meter kostet mit vorab gekauftem Onlineticket 64 Euro, an der Mautstation 72 Euro. Für ein Motorrad sind es 32 beziehungsweise 36 Euro, für ein Wohnmobil zwischen 6 und 10 Metern 128 beziehungsweise 144 Euro. Die Preise gelten pro Richtung und seit dem 18. Mai 2026, nachzulesen bei Øresundsbron.

Wer öfter pendelt, nimmt BroPas, ein Abonnement mit deutlichem Rabatt. Für einen einzelnen Städtetrip lohnt sich das nicht.

Unser Rat: Lass das Auto stehen. Der Zug fährt von Malmö C und von der Station Hyllie im Süden der Stadt alle paar Minuten nach Kopenhagen und braucht gut 35 Minuten bis zum Hauptbahnhof, bei einem Bruchteil der Mautkosten. Tickets bekommst du in der App von Skånetrafiken oder DSB. An der Barzahlstelle der Brücke werden übrigens nur schwedische und dänische Kronen genommen, keine Euro.

Parks und Möllevångstorget

Der Pildammsparken ist Malmös größter Park, angelegt um zwei alte Wasserspeicher. Der formale Teil mit der Hecke und dem Pavillon am Ende der Achse ist der fotogenste Fleck.

Zwischen Schloss und Bibliothek liegen außerdem der Kungsparken und der Slottsparken, Malmös älteste Parkanlagen aus dem 19. Jahrhundert, mit altem Baumbestand und einem Teich. Du läufst ohnehin hindurch, wenn du vom Schloss Richtung Stadtbibliothek gehst.

Der Folkets Park südlich davon ist etwas ganz anderes: ein Volkspark von 1891, der älteste seiner Art in Schweden, mit Minigolf, kleinem Rummel, Freiluftbühne und im Sommer Konzerten. Sehr lokal, sehr wenig touristisch.

Ein ganz anderes Malmö findest du am Möllevångstorget, kurz Möllan, gleich nebenan. Der Platz im gleichnamigen Viertel ist seit Jahrzehnten der multikulturellste Ort der Stadt: Gemüsemarkt am Vormittag, Obst und Gewürze aus aller Welt, abends Kneipen. Hier merkst du am deutlichsten, dass in Malmö Menschen aus über 180 Ländern leben.

Möllevången hat dabei eine eigene Geschichte: Es war das Arbeiterviertel der Werftzeit, und die Bronzestatue in der Mitte des Platzes, das Arbetets ära von 1930, zeigt Arbeiter, die einen Steinblock stemmen. Heute stehen um dieselbe Statue Gemüsestände und Bars.

Malmö an einem Tag: unsere Route

Wenn du nur einen Tag hast, kannst du die wichtigsten Malmö Sehenswürdigkeiten zu Fuß abgehen. Das ist die Runde, die wir beim zweiten Besuch gelaufen sind, knapp sieben Kilometer, mit Pausen ein voller Tag.

  • 9 Uhr, Stortorget und Lilla Torg. Zwei Plätze, zehn Minuten auseinander. Frühstück gibt es rund um Lilla Torg.
  • 10 Uhr, Gamla Väster. Eine Stunde durch die Gassen, Jakob Nilsgatan und Hjorttackegatan nicht auslassen.
  • 11:30 Uhr, Malmöhus Slott. Von außen den Wassergraben, dann entweder ins Museum oder weiter in den Slottsträdgården.
  • 13 Uhr, Stadtbibliothek. Liegt direkt am Weg zwischen Schloss und Kungsparken und kostet nichts.
  • 14 Uhr, Ribersborg. Zwanzig Minuten Fußweg ans Wasser, Steg zum Kaltbadehaus, notfalls nur die Aussicht.
  • 16 Uhr, Västra Hamnen. Am Wasser entlang zum Turning Torso und weiter in den Stapelbäddsparken.
  • 18 Uhr, zurück in die Stadt. Fika oder Abendessen rund um die Västergatan oder in Möllevången.

Wenn du das Rad nimmst, passt der Pildammsparken noch dazwischen. Zu Fuß wird es dann zu viel.

Museen in Malmö

Disgusting Food Museum

Achtzig der ekelhaftesten Lebensmittel der Welt, ausgestellt und teilweise zum Probieren: Surströmming, isländischer Gammelhai, Casu Marzu, Durian. Die Eintrittskarte ist eine Spucktüte. Klingt nach Gag, ist aber gut gemacht, weil das Museum die eigentliche Frage stellt: Warum ekelt uns, was für andere völlig normal ist. Das Exponat mit dem rosa Schwein und den Antibiotika-Spritzen bleibt hängen.

Adresse: Södra Förstadsgatan 2. Öffnungszeiten: täglich 11 bis 18 Uhr, letzter Einlass um 17 Uhr. Eintritt: Erwachsene 230 SEK, Studierende und Senioren 185 SEK, Kinder von 6 bis 15 Jahren 80 SEK. Stand 2026, siehe Disgusting Food Museum. Vorab buchen kannst du das Ticket hier.*

Moderna Museet Malmö

Ableger des Stockholmer Hauses, untergebracht in einem alten Elektrizitätswerk mit knallorangener Erweiterung. Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst, überschaubare Größe, in einer Stunde durch.

Adresse: Ola Billgrens plats 2 bis 4. Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch 11 bis 17 Uhr, donnerstags 11 bis 19 Uhr, Freitag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr, montags geschlossen. Eintritt: 50 SEK, unter 19 Jahren frei. Stand 2026, aktuelle Ausstellungen beim Moderna Museet Malmö.

Malmö Konsthall

Eine der größten Ausstellungshallen für zeitgenössische Kunst in Nordeuropa, 1975 gebaut, mit einem Oberlichtdach, das den Raum gleichmäßig ausleuchtet. Der Eintritt ist frei, immer. Mehr dazu auf der Seite der Konsthall.

Adresse: S:t Johannesgatan 7. Öffnungszeiten: dienstags 11 bis 17 Uhr, mittwochs 11 bis 19 Uhr, Donnerstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr, montags geschlossen. Eintritt frei. Stand 2026.

Die besten Fotospots in Malmö

Hier kommt der Teil, für den wir zweimal um halb fünf aufgestanden sind.

Gamla Väster bei Sonnenaufgang. Die Gassen liegen nach Osten offen, das Licht kriecht flach über das Kopfsteinpflaster, und du bist allein. Im Hochsommer heißt das in Malmö: kurz vor fünf. Am besten funktionieren die Jakob Nilsgatan und die Hjorttackegatan.

Der Leuchtturm im Hafen. Malmös alter Leuchtturm von 1878 steht am Inre Hamnen, daneben eine Fontänenanlage. Zum Sonnenaufgang bekommst du Leuchtturm, Wasserfontäne und Morgenrot in ein Bild.

Die Turning-Torso-Spiegelung. Braucht Regen und danach Windstille. Der Platz östlich des Turms sammelt das Wasser am zuverlässigsten.

Die Details in Gamla Väster. Rote Türen, Fahrräder, Efeu. Das funktioniert auch mittags.

Fika: Kaffee und Kanelbullar

Fika ist in Schweden kein Kaffeetrinken, sondern eine Institution: Pause, Gebäck, Gespräch. Die Zimtschnecke dazu heißt Kanelbulle und ist deutlich weniger süß als das deutsche Pendant.

Unsere Adressen, in denen wir tatsächlich waren: das Lilla Kafferosteriet in der Baltzarsgatan 24 mit eigener Röstung, verwinkelten Räumen in einem Haus von 1766 und einem Innenhof. Der beste Kaffee, den wir in Malmö hatten. Dazu Bullar och Bröd am Davidshallstorg für die Kanelbullar und die Superfoodbar in Möllevången, wenn es etwas Leichteres sein soll.

Oliver mit Kaffee und Kanelbulle bei einer Fika in Malmö
Kanelbulle Nummer drei an diesem Tag. Die Recherche war anstrengend.

Essen in Malmö: wo wir hängengeblieben sind

Malmö hat die vielfältigste Esskultur Schwedens, was schlicht daran liegt, dass hier Menschen aus über 180 Ländern leben. Das merkst du weniger an teuren Restaurants als an den Imbissen und Markthallen.

Die Malmö Saluhall am Gibraltargatan ist eine Markthalle in alten Frachtcontainern gleich neben dem Bahnhof, mit Ständen für Fisch, Käse, Kaffee und warme Küche. Gute Anlaufstelle, wenn ihr euch nicht einigen könnt, weil dort jeder etwas anderes bekommt.

Rund um das Möllevångstorget wird es günstiger und lauter: Falafel gilt in Malmö als halbes Nationalgericht, und die Läden dort nehmen das ernst. In der Västergatan reihen sich die kleineren Restaurants aneinander, das ist die Straße, in der wir abends am ehesten gelandet sind.

Ein Hinweis zum Preisniveau: Essengehen ist in Schweden spürbar teurer als in Deutschland. Mittags gibt es dafür fast überall einen dagens lunch, ein Tagesgericht zum Festpreis, oft inklusive Salat, Brot und Kaffee. Das ist mit Abstand das beste Preis-Leistungs-Verhältnis des Tages.

Malmö mit dem Rad und per Boot

Malmö ist flach und hat über 500 Kilometer Radweg. Das städtische Leihsystem heißt Donkey Republic und läuft per App. Wir haben einen kompletten Tag damit gemacht: Schloss, Ribersborg, Västra Hamnen, zurück durch den Pildammsparken. Das sind gut 15 Kilometer, ohne einen einzigen nennenswerten Anstieg.

Die zweite Variante ist das Wasser. Rundan fährt in 45 Minuten durch die Kanäle rund um die Altstadt und unter reichlich niedrigen Brücken hindurch, mit Erklärungen zu den Gebäuden am Ufer. Das ist die etablierteste Tour der Stadt und lässt sich vorab buchen: Rundan Bootstour ansehen.* Alternativ mietest du dir ein kleines Elektroboot ohne Führerschein und fährst selbst.

Auf den Spuren von Zlatan

Zlatan Ibrahimović ist in Rosengård aufgewachsen, einem Viertel im Osten Malmös. Dort steht der Zlatan Court, ein Kunstrasenplatz, den er selbst gestiftet hat, mit seiner Silhouette über dem Eingang. Ein Denkmal für ihn steht außerdem vor dem Eleda Stadion. Beides ist eher eine Randnotiz als eine Sehenswürdigkeit, aber wenn du Fußball magst, ist der Abstecher nach Rosengård interessanter als das Denkmal.

Zlatan Court in Rosengård in Malmö mit der Silhouette von Zlatan Ibrahimović
Der Zlatan Court in Rosengård. Gestiftet von dem Mann, dessen Silhouette darüber steht.

Tagesausflüge ab Malmö

  • Kopenhagen. 35 Minuten mit dem Zug über die Öresundbrücke. Wenn du in Malmö bist, ist der Sprung nach Dänemark fast Pflicht. Was sich dort lohnt, steht in unserem Artikel zu den Kopenhagen Sehenswürdigkeiten.
  • Lund. 13 Minuten mit dem Zug. Universitätsstadt mit einem der bedeutendsten romanischen Dome Skandinaviens.
  • Österlen. Die Ostküste Skånes mit Kunsthandwerk, Apfelplantagen und den Steinsetzungen von Ales Stenar. Wir haben ihr einen eigenen Guide für Österlen gewidmet.
  • Skånes Natur. Buchenwälder, Kreidefelsen, Küste. Nachzulesen in Skåne und seine atemberaubende Natur.

Übernachten und Shopping in Malmö

Wenn du in Malmö übernachtest, hast du grob drei Möglichkeiten. Rund um Malmö C und die Altstadt bist du überall zu Fuß, zahlst aber am meisten. Västra Hamnen ist ruhiger und moderner, du wohnst am Wasser und brauchst zwanzig Minuten in die Innenstadt. Möllevången ist am günstigsten und am lebendigsten, dafür abends auch am lautesten.

Für einen Tagesbesuch aus Kopenhagen lohnt das Übernachten ohnehin selten, dafür liegen die beiden Städte zu dicht beieinander. Wenn du doch bleibst: Über die Unterkünfte in Malmö* bekommst du einen Überblick über alle drei Viertel.*

Zum Einkaufen: Die Fußgängerzonen Södergatan und Södra Förstadsgatan decken die üblichen Ketten ab. Interessanter sind die kleinen Läden in der Västergatan und rund um Lilla Torg, dort sitzen skandinavisches Design, Secondhand und Keramik. Das große Einkaufszentrum Emporia liegt draußen in Hyllie, direkt an der Zugstation Richtung Kopenhagen, und ist vor allem wegen seiner geschwungenen goldenen Glasfassade einen Blick wert.

Beste Reisezeit für Malmö

Wir waren zweimal im August da, und das ist auch die Zeit, die wir empfehlen würden. Von Juni bis August ist es warm genug zum Baden, die Außenplätze sind offen, und es wird erst gegen 22 Uhr dunkel. Das verlängert den Tag erheblich.

Der Haken am Hochsommer: Der Sonnenaufgang liegt dann kurz vor fünf. Wer die leeren Gassen fotografieren will, steht sehr früh auf. Im September ist das Licht ähnlich gut, der Sonnenaufgang liegt aber schon bei halb sieben, und es ist deutlich leerer.

Im Winter fällt das Baden nicht aus, das Kaltbadehaus hat ganzjährig offen. Nur der Rest der Stadt wird dann sehr grau.

Praktisches für deinen Malmö-Besuch

Anreise mit dem Flugzeug. Der nächstgelegene große Flughafen ist Kopenhagen-Kastrup. Von dort fährt der Zug direkt vom Flughafenbahnhof über die Brücke, du bist in gut 20 Minuten in Malmö, ohne umzusteigen. Das ist bequemer als der kleine Flughafen Malmö-Sturup, der 30 Kilometer außerhalb liegt und kaum internationale Verbindungen hat.

Anreise mit der Fähre. Ab Travemünde oder Rostock nach Trelleborg, von dort sind es noch 30 Kilometer bis Malmö. Die Überfahrt dauert je nach Route zwischen sechs und acht Stunden. Wer aus Norddeutschland kommt, spart sich damit die Brückenmaut und einen guten Teil der Fahrstrecke durch Dänemark.

Anreise mit der Bahn. Malmö C liegt mitten in der Stadt, du läufst vom Bahnsteig in zehn Minuten zum Stortorget. Wer aus Deutschland kommt, fährt in der Regel über Hamburg und Kopenhagen.

Anreise mit dem Auto. Über die Öresundbrücke von Dänemark aus, siehe oben, oder über die Fähre nach Trelleborg. Innerhalb Malmös brauchst du das Auto nicht, siehe den nächsten Punkt.

Parken. Malmö arbeitet mit Tarifzonen von Taxa A bis F. In der Innenstadt gilt meist Taxa A mit 30 SEK pro Stunde zwischen 8 und 22 Uhr, in den übrigen Zeiten 5 SEK pro Stunde. Weiter außen wird es günstiger: Taxa C liegt bei 20 SEK, Taxa D bei 15 SEK zwischen 8 und 20 Uhr. Pendlerparkplätze kosten 1 SEK pro Stunde. Abends, nachts und sonntags ist es überall deutlich billiger. Stand 2026.

Unser Tipp: Stell das Auto auf einem Pendlerparkplatz ab und nimm das Rad oder den Bus. Bei 30 SEK pro Stunde in der Innenstadt hast du den Unterschied nach einem halben Tag wieder drin.

Bezahlen. Schweden ist faktisch bargeldlos. Karte funktioniert überall, Bargeld an vielen Stellen gar nicht mehr. Das Malmö museum bittet ausdrücklich um Kartenzahlung.

Sprache. Englisch reicht überall. Schwedisch ist dem Deutschen ähnlich genug, dass du Schilder oft errätst.

Wie viel Zeit? Ein Tag reicht für Altstadt, Schloss und Västra Hamnen. Zwei Tage brauchst du, wenn du baden, ins Museum und zum Sonnenaufgang los willst.

Fazit: Lohnt sich Malmö?

Ja, und zwar aus einem Grund, den man der Stadt von außen nicht ansieht. Malmö war bis in die 1980er eine Werftstadt, und als die Werft dichtmachte, war das eine Katastrophe. Was daraus geworden ist, kannst du an einem Nachmittag ablaufen: Auf dem Gelände der alten Kockums-Werft stehen heute ein Ökostadtteil, einer der größten Skateparks Europas und ein 190 Meter hoher verdrehter Turm.

Dazu kommt eine Altstadt, die klein genug ist, um sie zweimal zu durchqueren, ohne dass es langweilig wird. Und die Möglichkeit, morgens im Öresund zu baden und mittags in Kopenhagen zu stehen.

Was uns weniger überzeugt hat: Das Museum im Schloss wirkt angestaubt, und wer nur Fachwerkidylle sucht, ist in Ystad oder Lund besser aufgehoben. Malmö ist eine echte Stadt mit rauen Ecken, kein Freilichtmuseum.

Mehr Bilder aus Skåne und dem Rest der Welt findest du übrigens auf unserem Instagram.

Häufige Fragen zu Malmö

Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Malmö?

Die wichtigsten Malmö Sehenswürdigkeiten sind Malmöhus Slott, die Altstadt Gamla Väster, der Turning Torso im Västra Hamnen und das Ribersborgs Kallbadhus. Dazu kommen Stortorget und Lilla Torg, die Stadtbibliothek, das Disgusting Food Museum und der Pildammsparken. Alle liegen im Umkreis von rund drei Kilometern.

Reicht ein Tag für Malmö?

Für die Highlights reicht ein Tag. Altstadt, Schloss und Västra Hamnen schaffst du bequem zu Fuß oder mit dem Rad. Zwei Tage brauchst du, wenn du im Kallbadhus baden, ein Museum besuchen und zum Sonnenaufgang fotografieren willst.

Wo liegt Malmö?

Malmö liegt in der Region Skåne ganz im Süden Schwedens, direkt am Öresund. Kopenhagen liegt gegenüber und ist mit dem Zug über die Öresundbrücke in etwa 35 Minuten erreichbar. Malmö ist mit rund 360.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Schwedens.

Was kostet Parken in Malmö?

In der Innenstadt gilt überwiegend Taxa A mit 30 SEK pro Stunde zwischen 8 und 22 Uhr, außerhalb dieser Zeiten 5 SEK. Weiter außerhalb gelten Taxa C mit 20 SEK und Taxa D mit 15 SEK. Pendlerparkplätze kosten 1 SEK pro Stunde. Stand 2026.

Wo sind die besten Fotospots in Malmö?

Die besten Fotospots sind die Gassen von Gamla Väster bei Sonnenaufgang, der alte Leuchtturm am Inre Hamnen mit den Wasserfontänen und der Turning Torso mit Spiegelung in einer Pfütze nach Regen. Für den Sonnenuntergang eignet sich der Holzsteg am Ribersborgs Kallbadhus.

Ist Malmö schön?

Malmö ist keine Postkartenstadt wie Ystad, sondern eine echte Stadt mit einem starken Kontrast: mittelalterliche Altstadt neben einem ehemaligen Werftgelände, das heute Ökostadtteil ist. Wer diesen Kontrast mag, findet Malmö sehr schön. Wer reine Fachwerkidylle sucht, ist anderswo besser aufgehoben.

Kann man den Turning Torso besichtigen?

Nein. Der Turning Torso ist ein reines Wohnhaus und kann innen nicht besichtigt werden. Von außen ist er frei zugänglich, am eindrucksvollsten vom Stapelbäddsparken oder vom Platz östlich des Turms aus.

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1 Kommentar zu „Malmö Sehenswürdigkeiten: 23 Highlights, die sich wirklich lohnen“

  1. Wahsinns Fotos und direkt Fernweh. Ich liebe Schweden und Malmö steht ganz oben auf meiner Liste, jetzt noch mehr. Ich bin auch völlig bei dir, auch wenn man sich perfekt in englisch verständigen kann, die Basics sollte man schon immer in Ladessprache drauf haben. Danke also für den schönne Beitrag und Hej då!
    Sylvia

    Antworten

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