Persönlich besucht Ehrlich beschrieben Mit eigenen Fotos
HHOT – Helga & Heini on Tour
Suche

Baden auf Sizilien: 7 Strände und Naturbecken, die wir selbst kennen

Du planst Sizilien und suchst Strände, an denen sich das Baden wirklich lohnt? Baden auf Sizilien heißt dreierlei: Buchten in Naturreservaten, Stadtstrände mit Strandbädern und Becken in Schluchten, durch die ein Fluss über Kalk oder Lava läuft. Die Strände auf Sizilien sind bekannt für klares Wasser, weniger für die Bude am Aufgang.

Judith und ich waren im September zwei Wochen mit dem Mietwagen auf der Insel und sind an sieben Stellen ins Wasser gegangen oder zumindest bis ans Wasser: vier am Meer, drei im Süßwasser. Eine Liste mit zwanzig Stränden ist das nicht, hier steht nur, wo wir selbst waren. Wer Strand nach Ostsee-Art sucht, also lang, gratis und mit Eis um die Ecke, findet das bei uns nur in Cefalù. Die schönsten Buchten kosten Eintritt und einen Fußmarsch.

Du findest hier jede Badestelle mit Eintritt, Parken und Weg zum Wasser, eine Vergleichstabelle, eine Karte, unsere Fotospots und den aktuellen Stand an der Scala dei Turchi.

Sizilien Strände auf einen Blick

  • Am Meer: Cala dell’Uzzo (Riserva dello Zingaro, Nordwesten), Cala Mosche (Riserva di Vendicari, Südosten), Stadtstrand und Porto Vecchio in Cefalù (Nordküste), Spiaggia di Manfria (Südküste bei Gela)
  • Im Süßwasser: Laghetti der Cava Grande del Cassibile (Südosten), Alcantara-Schlucht und Gurne dell’Alcantara (Nordosten, unterhalb des Ätna)
  • Zum Anschauen: Scala dei Turchi bei Realmonte, Betreten nur mit Ticket
  • Eintritt: in den Reservaten 2 bis 5 €, die Strände in Cefalù und Manfria sowie die Gurne kostenlos (Stand September 2026)
  • Bezahlung: In Zingaro, Vendicari und an der Kasse der Cava Grande geht nur Karte, der Parkplatz der Cava Grande will nur Bargeld
  • Versorgung: In Zingaro, Vendicari und unten in der Cava Grande gibt es nichts zu kaufen, kein Wasser, keinen Kiosk
  • Schuhe: Für Flüsse und steinige Buchten Wasserschuhe, für die Wege dorthin feste Schuhe
  • Beste Zeit: Juni bis September, am besten morgens. Wir waren im September dort

Die sieben Badestellen im Vergleich

BadestelleWasserEintrittWeg zum WasserZu kaufenGut für
Cala dell’Uzzo (Zingaro)Meer, sehr klar5 €, nur Karte6,4 km ab Süd-, 1,8 km ab NordeingangnichtsWandern und Baden
Cala Mosche (Vendicari)Meer, flach3,50 €, nur Karterund 4,4 km ab Haupteingang, ohne Schattennichts, Bistro am EingangSandbucht, Flamingos unterwegs
CefalùMeerfrei10 Minuten vom BahnhofsparkplatzallesStadt und Strand an einem Tag
Spiaggia di ManfriaMeer, Sandstrandfreirund 200 m von der Straße–ein ruhiger Nachmittag
Cava Grande del CassibileBecken, tief2 €, Karte; Parken 5 €, bar1,2 km Treppe, knapp 300 Höhenmeternichts untenSchwimmen im Canyon
Alcantara-SchluchtFluss, kalt2 €; Parken 3 € halber Tag450 Stufen, wenige MinutenCafé am EingangWaten zwischen Basaltwänden
Gurne dell’AlcantaraBecken, kaltfrei10 bis 15 Minuten ab Francavillaim Ortkurzer Abstecher

Alle Preise Stand September 2026.

Karte: Sizilien Strände und Naturbecken, an denen wir waren

Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden

Auf der Karte findest du alle sieben Badestellen, die Parkplätze dazu und die Scala dei Turchi mit dem Aussichtspunkt, von dem aus wir sie gesehen haben.

Sizilien Strand und Buchten: unsere vier Badestellen am Meer

Sizilien hat drei Küsten, und wir haben an allen dreien angehalten. Gebadet haben wir in drei Buchten, in Manfria sind wir nur am Wasser entlanggelaufen.

Cala dell’Uzzo in der Riserva dello Zingaro

Die Cala dell’Uzzo liegt mitten in der Riserva dello Zingaro, dem ältesten Naturreservat Siziliens im Nordwesten der Insel. Eine Straße gibt es an dieser Küste nicht. Du kommst zu Fuß hin oder vom Boot aus.

Wir sind am Südeingang bei Scopello gestartet, kurz nach acht, und waren nach gut drei Stunden in der Sonne an der Bucht. Der Strand besteht aus Kieseln und Felsen, Wasserschuhe sind hier angenehm. Dort haben wir alles abgelegt und sind ins Wasser. Es ist kristallklar und war genau die Abkühlung, die wir brauchten. Allein waren wir nicht: Vom Nordeingang sind es nur 1,8 Kilometer, dazu kommen die Ausflugsboote.

Wichtig: In der Reserve gibt es nichts zu kaufen. Wir hatten vier Liter Wasser pro Person dabei. Sechs wären richtig gewesen.

Eintritt 5 €, nur mit Karte, täglich 7 bis 19 Uhr. Am Südeingang parkst du kostenlos, solange Platz ist, sonst kostet der Platz davor 10 € (Stand September 2026). Wer nur baden will, startet am Nordeingang bei San Vito lo Capo. Alle Wege und Buchten stehen im Zingaro-Artikel.

Cala Mosche in der Riserva di Vendicari

Die Cala Mosche ist eine kleine Sandbucht zwischen zwei Felsnasen im Süden der Riserva di Vendicari, rund 30 Minuten von Noto. Das Wasser ist flach und frisch, gut zum Baden und Planschen. Viele hatten eigene Sonnenschirme dabei.

Sie gilt als schönster Strand Italiens. Den Titel hat die Umweltorganisation Legambiente vergeben, im Jahr 2005. Wir haben eine schöne Sandbucht mit gutem Wasser erlebt, auf der man ganz gut liegen kann. Warum ausgerechnet diese, hat sich uns nicht erschlossen. Muss es ja auch nicht.

Vom Haupteingang sind es rund 4,4 Kilometer an den Lagunen und der alten Tonnara vorbei, flach und ohne Schatten. Bei 27 Grad war der Rückweg um die Mittagszeit richtig heiß. Unterwegs standen Flamingos in der Lagune, noch ziemlich weiß.

Gut zu wissen: Vendicari ist laut Aushang der Reservatsverwaltung ausdrücklich kein Strandbad. Erlaubt sind Sonnenschirm, Handtuch und Schwimmhilfen. Liegen, Stühle, Luftmatratzen, Zelte, Strandspielzeug und alles Aufblasbare sind verboten. Mülleimer gibt es keine.

Eintritt 3,50 €, nur mit Karte, im September 7 bis 19 Uhr. Gratis parken an der Straße vor dem Haupteingang, wenn du vor zehn kommst. Der kürzere Weg über den Eingang Calamosche (rund 1,2 km) ist laut Aushang des Reservats vom 13.09.2026 gesperrt, weil ein umgestürzter Baum die Zufahrt blockiert. Schau vorher auf die Startseite der Reservatsverwaltung. Nach dem Rückweg wartet am Haupteingang das dalla terra bistrot im Schatten, Caffè 1,50 €.

Cefalù: Stadtstrand und die Bucht an der Mole

Cefalù ist an der Nordküste die Ausnahme: Hier liegt die Altstadt direkt am Strand, und du brauchst weder Eintritt noch Wanderschuhe. Am langen Stadtstrand am Lungomare stehen die Schirme der Strandbäder in Reihen. Von dort siehst du die Häuser am Wasser und darüber die Türme des Doms.

Gebadet haben wir in der kleinen Bucht an der Mole, der Spiaggia del Porto Vecchio am alten Hafen. Handtuch ausgebreitet, Sachen daneben, ab ins Wasser. Am Nachmittag war es dort recht voll, als Abkühlung zwischen Dom und Rocca war es trotzdem richtig gut. Den Kaffee gab es am Morgen im Molo 19 direkt an der Mole: Americano für 1,80 €.

Wichtig: In der Altstadt ist es verboten, in Badekleidung herumzulaufen. Das Schild steht auch auf Deutsch da (Verordnung Nr. 113/2001). Erst umziehen, dann zurück in die Gassen.

Die Bucht an der Mole kostet nichts, die Strandbäder nehmen Gebühr. Geparkt haben wir am Bahnhof, 1 € pro Stunde, 10 € pro Tag, Vorkasse mit Karte oder EasyPark (Stand September 2026). In den Gassen ist fast alles Anwohnerparken. Wie das Parken anderswo auf Sizilien klappt, steht in unserem Artikel Autofahren und Parken auf Sizilien. Weitere Strände rund um Palermo findest du in unserem Artikel Palermo Strände.

Spiaggia di Manfria: Zwischenstopp an der Südküste

Die Spiaggia di Manfria liegt an der Südküste am Golf von Gela, rund zwölf Kilometer westlich der Stadt. Manfria ist ein kleiner Badeort, der zu Gela gehört. Auf dem Hügel darüber steht die Torre di Manfria, ein Wachturm aus dem 16. Jahrhundert, der zum Warnsystem gegen Piraten an der sizilianischen Küste gehörte (heute Privatbesitz, nur von außen).

Wir haben hier auf der Fahrt von Agrigent nach Ragusa am frühen Nachmittag angehalten, am Lido Manfria. Geparkt haben wir kostenlos an der Straße auf dem Weg dorthin, von dort sind es rund 200 Meter bis zum Strand. Der ist breit und sandig, hinten liegen Dünen mit trockenem Gras, an der Flutlinie Streifen aus Seegras. Der Himmel war grau, die Wellen kamen ordentlich rein, und wir waren fast allein.

Gebadet haben wir nicht, zum Wasser können wir deshalb nichts sagen. Zwei Wochen Strandurlaub würde ich hier eher nicht machen. Für einen Nachmittag, wenn du ohnehin in der Gegend bist, ist Manfria aber richtig gut. Eintritt kostet der Strand nicht.

Baden im Süßwasser: drei Naturbecken auf Sizilien

Im Landesinneren badest du in Flüssen, die sich durch Kalk oder Lava gegraben haben. Du stehst mitten in einer Schlucht, und das Wasser ist frischer als das Meer, in der Alcantara sogar richtig kalt.

Cava Grande del Cassibile: Schwimmen in den Laghetti

Die Cava Grande del Cassibile ist eine rund zehn Kilometer lange Schlucht zwischen Avola und Noto. Am Grund fließt der Cassibile durch eine Kette von Becken, die Laghetti di Avola. Einige sind tief genug zum Schwimmen, am Hauptbecken fällt ein kleiner Wasserfall über eine Kalkstufe.

Hinunter geht es über die Scala Cruci, einen Treppenweg aus Steinstufen: 1,2 Kilometer, knapp 300 Höhenmeter, 30 bis 45 Minuten. Judith ist unten gleich rein und geschwommen. Außer uns waren noch vier andere Leute da, es war bedeckt und mild. Der Aufstieg hat für mich ewig gedauert.

Gut zu wissen: Viele deutsche Seiten schreiben noch, der Weg sei gesperrt. Er ist seit dem 3. August 2024 wieder offiziell offen. Ob du in den Laghetti baden darfst, ist dagegen nicht eindeutig geregelt: Die Reserve schreibt, Baden sei „nur in einigen Zonen“ möglich. Welche das sind, sagt sie nicht. Frag an der Kasse nach.

Eintritt 2 €, an der Kasse nur mit Karte. Parken am Belvedere 5 €, nur bar (Stand September 2026). Kassenschluss um 16 Uhr. Nach Regen bleibt die Reserve manchmal zu.

Alcantara-Schlucht: Waten im kalten Fluss

Die Alcantara-Schlucht liegt bei Motta Camastra zwischen Taormina und dem Ätna. Der Fluss hat sich hier durch einen alten Lavastrom gegraben, die Wände bestehen aus dunklen Basaltsäulen. Schwimmen ist das nicht, eher Waten: Das Wasser ist glasklar und kalt, anders kann man es nicht sagen.

Über den kommunalen Eingang geht es 450 Stufen hinunter, so steht es angeschrieben. Unten haben wir die Trailschuhe einfach angelassen und sind durchs Wasser gegangen, bis zu einer kleinen Stromschnelle. Dort drehen die meisten um. Wir auch, weil wir die Rucksäcke mit den Wechselklamotten dabeihatten.

Wichtig: Gegenüber vom kommunalen Eingang wollte man uns ein Ticket für 30 € mit botanischem Garten verkaufen. Für die Schlucht selbst brauchst du es nicht. Der kommunale Zugang kostet 2 €.

Eintritt 2 € und Parkticket (1 € pro Stunde, 3 € für einen halben Tag) bekommst du zusammen am kommunalen Ticketschalter (Stand September 2026). Nimm nur Badesachen und Wasserschuhe mit hinunter.

Gurne dell’Alcantara: die kostenlosen Becken bei Francavilla

Gut fünf Kilometer flussaufwärts liegen bei Francavilla di Sicilia die Gurne dell’Alcantara: runde Becken, die der Fluss über Jahrtausende in die Lava gewaschen hat, dazu zwei kleine Wasserfälle nebeneinander. Riesig ist das nicht. Schön anzusehen ist es trotzdem, und es kostet nichts.

Bei uns nieselte es noch vom Unwetter in der Schlucht, also haben wir nur geschaut und sind weiter bis zum Picknickplatz gegangen. An den Wasserfällen standen Esel. Die Tafel am Weg beschreibt das Wasser als kalt und klar, ein Badeverbot haben wir weder dort noch beim Flusspark gefunden. Eine Aufsicht gibt es nicht.

Geparkt haben wir vor dem Museum MAFRA an der Piazza San Francesco, von dort 10 bis 15 Minuten zu Fuß auf dem beschilderten Naturpfad (Wegbeschreibung beim Flusspark). Lass dich von Google Maps nicht durch die Gassen von Francavilla schicken. Wir sind darauf reingefallen.

Scala dei Turchi: Darf man auf die weißen Felsen?

Ja, aber nur mit Ticket und für 20 Minuten. Die Scala dei Turchi bei Realmonte, westlich von Agrigent, ist eine Steilküste aus weißem Mergel, die in Stufen zum Meer abfällt. Nach mehreren Abbrüchen an der Kante, einer Beschlagnahme durch die Staatsanwaltschaft im Jahr 2020 und Vandalismus (2022 wurde der Fels mit rotem Pulver beschmiert) lässt die Gemeinde heute nur noch kontrolliert hinauf.

Wir haben uns die Scala dei Turchi auf dem Weg nach Porto Empedocle nur von oben angesehen, vom Aussichtspunkt an der Via Panoramica in Realmonte. Der Blick kostet nichts, und die Felsen leuchten am späten Nachmittag fast weiß. Unten standen kleine Gruppen auf dem Stein. Wir standen oben, ohne Ticket und ohne Wartezeit.

So läuft der Besuch auf den Felsen (Gemeinde Realmonte, Stand August 2026):

  • Ticket: 6 € pro Person, nur vor Ort und nur mit Karte. Die Online-Reservierung gibt es seit Mai 2026 nicht mehr, reservieren kannst du nur noch per E-Mail
  • Zeiten: täglich 8 bis 19:40 Uhr (letzter Einlass), Aufenthalt 20 Minuten
  • Kontingent: laut Bürgermeister höchstens 1.800 Besucher am Tag, 50 alle 20 Minuten
  • Geschlossen bei Regen, Wetterwarnung, starkem Wind, hohem Wellengang, Hitze über 34 bis 35 Grad und nach einem Erdbeben
  • Regeln: Schuhe mit weicher, rutschfester Sohle, Kamera nicht auf den Mergel legen, nichts mitnehmen, Müll wieder raus
  • Parken: drei kostenpflichtige Parkplätze an der Straße SP 68 zwischen Realmonte und Porto Empedocle, zwei weitere am Ende der Discesa Majata. Zum Eingang läufst du über den Strand

Wichtig: Einen Zugang „mit Führung“ gibt es nicht. Legal ist entweder der Blick von oben oder der Ticket-Besuch. Den aktuellen Stand und die E-Mail-Adresse für Reservierungen findest du auf der Seite der Gemeinde Realmonte. Bei Hitze oder Regen fährst du sonst umsonst hin.

Baden vom Boot aus: Touren zu den Buchten

Einige Buchten erreichst du bequemer vom Wasser aus. Wir sind überall gelaufen, die Boote haben wir von oben gesehen.

Mit dem Fischerboot an der Zingaro-Küste. Vier Stunden ab Castellammare del Golfo an der Küste von Scopello und der Riserva dello Zingaro entlang, drei Badestopps, der letzte in der Cala dell’Uzzo. Die Tour wird auch auf Deutsch angeboten. Angebote ansehen

Bootsausflug ab Cefalù. Drei Stunden an der Küste mit Badestopps, Schnorcheln und Aperitif an Bord, die Abfahrt am frühen Abend fällt in den Sonnenuntergang. Ab 55 € (Stand September 2026). Angebote ansehen

Was du zum Baden auf Sizilien mitnehmen solltest

Oliver und Judith mit Rucksäcken in der Alcantara-Schlucht
Hier noch mit Rucksack. Beim nächsten Mal bleibt er im Auto.
  • Karte und Bargeld: In den Reservaten zahlst du nur mit Karte, auf manchen Parkplätzen nur bar
  • Wasser und Essen: In Zingaro, Vendicari und der Cava Grande gibt es nichts zu kaufen. Bei 30 Grad rund sechs Liter pro Person
  • Wasserschuhe für Flüsse und steinige Buchten. Unsere Trailschuhe taten es auch, waren danach aber klitschnass und voller Sand
  • Feste Schuhe für die Wege zu den Buchten. Von Flip-Flops rät die Riserva dello Zingaro ausdrücklich ab
  • Sonnenschutz: Hut, Sonnencreme, in Vendicari gern ein Sonnenschirm. Schatten gibt es auf den Wegen kaum
  • Eine Tüte für den Müll. Mülleimer gibt es in den Reservaten nicht
  • Kleidung über die Badesachen, wenn es danach in eine Altstadt geht. In Cefalù ist Badekleidung in den Gassen verboten

Gut zu wissen: Getränke für den Rückweg sind an den 24-Stunden-Automaten in Cefalù günstiger als in den kleinen Supermärkten.

Wann ist die beste Zeit zum Baden auf Sizilien?

Zum Baden von Juni bis September, und am besten morgens. Wir waren im September dort: Das Meer war angenehm, die Flüsse kalt, und an Land hatten wir im Zingaro noch 31 Grad im Schatten.

Die Tageszeit ist fast wichtiger als der Monat. Wer früh kommt, bekommt in Zingaro und Vendicari noch einen Gratisparkplatz und läuft die schattenlosen Wege, bevor es heiß wird. Mittags war die Cala dell’Uzzo voll, nachmittags die Bucht in Cefalù. In den Laghetti der Cava Grande waren wir am Vormittag fast allein. Die Scala dei Turchi haben wir am späten Nachmittag gesehen, da leuchtet der Mergel fast weiß.

Baden auf Sizilien bei Regen und Unwetter

Der Alcantara ist nach dem Regen braun gefärbt, am Rand der Schlammwasserfall
Eben noch glasklar, jetzt braun: die Alcantara nach dem Unwetter.

Bei Gewitter gehst du aus dem Wasser, besonders in den Schluchten. In der Alcantara-Schlucht haben wir das selbst erlebt: Ein Unwetter zog auf, wir haben uns eine Viertelstunde untergestellt, und in dieser Zeit wurde der Fluss von glasklar zu braun. Über die Felskante lief ein Wasserfall aus Schlamm.

Nach Regen schließen auch die anderen Stellen. Die Cava Grande bleibt dann manchmal zu, weil die Steinstufen rutschig werden, und an der Scala dei Turchi ist bei Regen und Wetterwarnung kein Einlass. Schau morgens auf die Seiten der Reservate und auf die Warnungen des Zivilschutzes, die der Alcantara-Flusspark auf parcoalcantara.it veröffentlicht.

Fotospots an Siziliens Badestellen

Alle Fotos in diesem Artikel sind mit dem Smartphone entstanden, einem Google Pixel 7 Pro. Die Brennweiten sind aufs Kleinbild umgerechnet.

  • Oberhalb der Cala dell’Uzzo, am Verbindungsweg kurz vor der Bucht: gegen 11 Uhr, Zwergpalmen im Vordergrund, darunter Bucht und Boote. 2-fach-Zoom.
  • Wasserfall an den Laghetti der Cava Grande: Ultraweitwinkel (13 mm) vom Beckenrand, dann passen Wasserfall, Becken und Felswand in ein Bild. Gegen 11 Uhr.
  • Stadtstrand Cefalù am Lungomare: gegen 17 Uhr, Blick über die Schirmreihen auf Altstadt und Domtürme. Mit 48 mm wie im Titelbild, mit dem Tele holst du den Dom näher an die Häuser.
  • Aussichtspunkt Via Panoramica an der Scala dei Turchi: am späten Nachmittag, 24 mm für die ganze Küste, 117 mm für die Menschen auf dem Mergel.
  • Gurne dell’Alcantara: vom Ufer mit dem Tele auf die zwei Wasserfälle, bei uns gegen halb drei unter grauem Himmel.

Fun Fact: Übernachtet haben wir im Nachbarort Porto Empedocle, ein paar Kilometer weiter an der Küste. Dort wurde Andrea Camilleri geboren, und sein Vigàta aus den Montalbano-Krimis ist diesem Hafenstädtchen nachempfunden.

Was ich beim nächsten Mal anders machen würde: In der Alcantara-Schlucht gehe ich nur in Badesachen und Wasserschuhen hinunter, dann traue ich mich durch die Stromschnelle. In Vendicari plane ich mehr Zeit an der Cala Mosche ein, mit Essen, Trinken und einem richtigen Badetuch statt nur einer Pause. Und für den Zingaro nehme ich sechs Liter Wasser mit statt vier.

Welche Badestelle lohnt sich für wen?

  • Wenn du baden und wandern willst: Cala dell’Uzzo im Zingaro oder die Laghetti der Cava Grande. Beide kosten einen halben bis ganzen Tag und etwas Kondition.
  • Wenn du einen klassischen Sandstrand suchst: Cala Mosche, aber nur mit Lust auf gut vier Kilometer Fußweg in der Sonne. Ohne diesen Weg: Cefalù.
  • Wenn du Stadt und Strand verbinden willst: Cefalù. Dom am Morgen, Baden am Nachmittag, alles zu Fuß.
  • Wenn du nur kurz ins Wasser willst: die Alcantara-Schlucht. Nach wenigen Minuten stehst du im Fluss, und kalt genug für eine schnelle Abkühlung ist er allemal.
  • Eher nicht: Wer Liegen, Strandbar und Dusche erwartet, wird in den Reservaten nicht glücklich.

Unsere Standorte für die Badestellen: eine Unterkunft bei Scopello für den Zingaro, Noto für Vendicari und die Cava Grande, eine Ferienwohnung in Gaggi für die Alcantara. In Noto haben wir drei Nächte in der Casa Bellavista gewohnt, einem kleinen Ferienhaus mit Küche.*

Unser Fazit zu den Stränden auf Sizilien

Die besten Badestellen auf Sizilien haben wir nicht an den langen Stränden gefunden, sondern dort, wo man ein Stück laufen muss. Die Cava Grande war für mich einer der besten Tage der Reise, fast allein am Wasserfall. Das klarste Wasser hatte die Cala dell’Uzzo. Plan die Reservate für den Vormittag, nimm Karte, Bargeld und genug Wasser mit, und heb dir Cefalù für den Tag auf, an dem du einfach nur ins Meer willst.

Mehr Fotos von unterwegs zeigen wir auf Instagram.

Häufige Fragen zu den Stränden auf Sizilien

Wo kann man auf Sizilien am besten baden?

Für klares Wasser in den Buchten der Naturreservate, etwa in der Cala dell’Uzzo im Zingaro und in der Cala Mosche in Vendicari. Für einen Strandtag ohne Fußweg eignet sich Cefalù. Im Landesinneren lohnen die Becken der Cava Grande del Cassibile und die Alcantara-Schlucht.

Gibt es auf Sizilien Sandstrände?

Ja, zum Beispiel die Cala Mosche in Vendicari und den Stadtstrand von Cefalù. Die Cala dell’Uzzo im Zingaro ist dagegen ein Kiesstrand zwischen Felsen, dort sind Wasserschuhe angenehm.

Darf man die Scala dei Turchi betreten?

Nur mit Ticket und unter Aufsicht. Der Besuch kostet 6 Euro, wird nur mit Karte bezahlt und dauert 20 Minuten, täglich mit letztem Einlass um 19:40 Uhr (Stand August 2026). Bei Regen, Wind, hohem Wellengang oder großer Hitze bleibt der Zugang geschlossen, der Aussichtspunkt oben ist frei.

Kann man in der Alcantara-Schlucht baden?

Ja, aber eher waten als schwimmen, und das Wasser ist sehr kalt. Am kommunalen Eingang kostet der Eintritt 2 Euro, Wasserschuhe sind sinnvoll. Bei Gewitter solltest du die Schlucht sofort verlassen.

Wann ist die beste Zeit zum Baden auf Sizilien?

Von Juni bis September, am besten morgens. Im September ist das Meer noch angenehm, die Reservate sind leerer als im Hochsommer, und früh am Tag bekommst du leichter einen Parkplatz.

Braucht man an Siziliens Stränden Bargeld?

Für die Naturreservate nicht, dort geht nur Kartenzahlung. Bargeld brauchst du für manche Parkplätze, etwa an der Cava Grande del Cassibile. Nimm am besten beides mit.

Noch mehr Reisetipps für Sizilien

Folge uns gerne auch auf unseren sozialen Kanälen, wie Facebook, Instagram und Pinterest. Auf diesen Plattformen nehmen wir dich mit auf unsere aktuellen Reisen und zeigen dir magische Bilder & Videos und verraten unsere besten Reisetipps.

Das könnte dich auch interessieren

* In diesem Beitrag verwenden wir sogenannte „Affiliate-Links“ (Werbelinks). Diese leiten dich zu Produkten bzw. Dienstleistungen, welche wir dir zu 100% empfehlen können. Solltest du über diese Links etwas buchen oder kaufen, erhalten wir als Dankeschön eine kleine Provision. Dir entstehen dadurch aber keine weiteren Kosten. Diese Werbeeinnahmen helfen uns all unsere Inhalte, Bilder und Videos auch weiterhin völlig kostenfrei für dich anzubieten.