Wir waren für ein Wochenende in Aberdeen, Schottland, und haben für Euch den perfekten Plan für ein gelungenes Wochenende zusammengestellt. Die Kombi aus wilder schottischer Küstenlandschaft, traumhaften Schlössern, ungewöhnlichen Museen und natürlich typisch schottischem Essen und Trinken garantiert ein einzigartiges Wochenenderlebnis.

Aberdeen ist eine Hafenstadt im Nordosten Schottlands, in der die Flüsse Dee und Don auf die Nordsee treffen. Dank seiner Offshore-Erdölindustrie ist die Stadt die Heimat für eine internationale Bevölkerung. Aberdeen ist aufgrund seiner zahlreichen Gebäude aus grauem Stein auch bekannt als die „Granitstadt“. Im Sonnenlicht glänzen die Mauern allerdings eher rot-golden. Mit ungefähr 200.000 Einwohnern ist Aberdeen Schottlands drittgrößte Stadt nach Edinburgh und Glasgow.

Genug der Hintergrundfakten, hier kommt der perfekte Reiseplan für euer Aberdeen Wochenende.

TAG 1: OLD ABERDEEN ZUM SONNENAUFGANG ERKUNDEN

Wer mag, startet den Tag noch vor Sonnenaufgang und erkundet Old Aberdeen in aller Frühe. Vorteil: Ihr habt die ganzen Straßen für euch, und das Licht ist zum Fotografieren einfach perfekt (und es steht auch niemand in eurem Bild).

Old Aberdeen ist ein Teil der Stadt Aberdeen. Das alte Aberdeen war ursprünglich eine eigenständige Gemeinde und wurde Ende des 19. Jahrhunderts in die Stadt Aberdeen eingemeindet.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Old Aberdeen sind:

  • King’s College und Old Aberdeen Campus
  • Old Town House (Altes Rathaus)
  • St Machar’s Cathedral
  • Cruickshank Botanic Gardens
  • Powis Gates
  • Seaton Park

Ihr solltet aber auch einfach die Straßen entlang schlendern und die Gegend genießen und für euch selbst entdecken, was euch am besten gefällt.

Zum nächsten Spot machen wir uns nach dem Frühstück mit dem Auto auf.

Strasse und Häuserfront in Old Aberdeen

NEWBURGH BEACH / FORVIE SANDS

Etwa 20 km nördlich von Aberdeen befindet sich der Newburgh Beach in den Forvie Sands. Die Forvie Sands sind ein Naturschutzgebiet und beherbergen neben dem Newburgh Beach eines der aktivsten Wanderdünensysteme im Vereinigten Königreich. 

Wir erreichen den Strand am immer noch frühen Morgen und sind, abgesehen von einem Fischer, die einzigen hier. Der Strand befindet sich an der Flussmündung des Ythan, geschützt in einer Bucht. Hier ist es total ruhig, man hört die Vögel zwitschern und die leichte Brise durch das Gras in den Dünen wehen. Auf der anderen Seite des Flusses liegen hunderte von Seehunden am Strand. Auch im Wasser sieht man die niedlichen Tiere immer wieder mit ihrem Kopf auftauchen. Es fühlt sich an, als sei die Zeit stehen geblieben, und die Entspannung setzt sofort ein. 

Wer mag, kann hier am Strand spazieren gehen, die Dünen erkunden oder einfach den Seehunden zuschauen. Nach und nach trudeln auch ein paar mehr Menschen ein. Allesamt scheinen aus dem nahe gelegenen Dorf zu kommen. Der Newburgh Beach ist sowas wie ihr Haus- und Hof-Strand. Von Touristenmassen ist weit und breit nichts zu erahnen. Also der perfekte Strand für Ruhe und Entspannung.

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BRAUEREIFÜHRUNG UND LUNCH IM BREWDOG

Als nächster Punkt steht eine Brauereibesichtigung im BrewDog in Ellon an. BrewDog ist mittlerweile ein sehr populäres Bier (und es gibt auch schon BrewDog Kaffee) in Großbritannien. Gegründet wurde BrewDog im Jahre 2007, die erste BrewDog Bar wurde im Jahre 2010 in Aberdeen eröffnet. Mittlerweile gibt es BrewDog Bars auf der ganzen Welt von Barcelona bis Sydney und auch in Deutschland, in Berlin.

Die Brauereibesichtigung am Stammsitz in Ellon ist sehr unterhaltsam und kurzweilig. Man erfährt natürlich alles zum Bierbrauprozess, aber auch Informationen zum Unternehmen BrewDog.

Nach der Brauereiführung haben wir uns erst einmal beim leckeren Lunch auf der Terrasse der angegliederten Bar gestärkt. Es gibt eine gute Auswahl an Speisen, auch vegetarisch und vegan, und natürlich Bier (wir hatten beide ein alkoholfreies, da wir noch fahren mussten). Neben einem reichhaltigen Salat gab es für uns vegane Pizza und Burger mit Süßkartoffel Pommes. So lecker! 

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SLAINS CASTLE

Gestärkt ging es zurück an die wilde Küste Schottlands zu den Ruinen des Slains Castle. Ich kann nicht sagen, was mich mehr beeindruckt hat, die schroffe Steilküste mit ihren Felsen und den ständigen Wellen oder die Schlossruine Slains. Direkt an den Klippen gelegen, kann man hier erahnen, wie es sich angefühlt haben muss, hier zu leben.

Slains Castle ist frei zugänglich, und es ist kein Eintritt zu zahlen. Jeder kann die Ruine also in Ruhe erkunden und zwischen den alten Gemäuern herumwandern. Nicht-höhenängstliche, unbedingt auf den Turm hoch! Und natürlich solltet ihr ein Stück an den Klippen entlang gehen und die wahnsinnige Aussicht genießen. Aber Vorsicht, passt auf, wo ihr hintretet, die Klippen sind wirklich sehr steil.

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BULLERS OF BUCHAN

Ca. 2 km nördlich von Slains Castle liegt Bullers of Buchan. Der Name Bullers of Buchan bezieht sich sowohl auf eine zusammengebrochene Meereshöhle als auch auf das kleine angrenzende Dorf. 

Es ist möglich, entlang der Küste von Slains Castle nach Bullers of Buchan zu wandern, wir haben darauf aus zeitlichen Gründen verzichtet und sind mit dem Auto das Stück bis zum Dorf gefahren.

Besagte Meereshöhle bildet eine fast kreisförmige Kluft (auch der „Topf“ genannt), die etwa 30 Meter tief ist und in der das Meer durch einen natürlichen Fels-Torbogen hereinströmt. Da dort sehr viele Vögel in den Felsen nisten, riecht es allerdings auch entsprechend. 😉

Ansonsten erlebt ihr hier Natur pur. Wundervolle Aussichten, schroffe Felsen, viele Vogelarten und niemals endende Wellen, die gegen die Felsen krachen…

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AUDIO TOUR DURCH DAS PETERHEAD PRISON MUSEUM

Im Gefängnis von Peterhead, das bis zu seiner Schließung im Jahre 2013 als das härteste in Schottland galt, befindet sich besagtes Museum.

Anhand einer 1,5 stündigen Audio Tour erfährt man auch, warum das so war. Wie die Insassen gelebt haben und vor welche Herausforderungen die Wachen gestellt waren. 

Alles ist sehr anschaulich dargestellt und regt zum Nachdenken an. Und zwar nicht nur visuell sondern auch mittels Geräuschen und Gerüchen. So hat man sofort diesen frischen Duft in der Nase, wenn man die Wäscherei betritt, oder den von Desinfektionsmitteln, wenn man den Krankenflügel besucht. Allerdings steigen auch etwas unangenehme Gerüche in die Nase, wenn man zum Beispiel die Zelle betritt, in der jemand umgebracht wurde…

Übrigens. Wer Glück hat, trifft unterwegs den ehemaligen Wärter, Jackie Stuart, der während eines Gefängnisaufstands für fünf Tage von den Insassen als Geisel genommen wurde und erst durch ein SAS Kommando gerettet werden konnte. Jackie hat so einige Geschichten zu erzählen, die es einem eiskalt den Rücken runterlaufen lassen…  

Wer möchte, kann zum Ausklang des Besuchs in der Gefängnis Cafeteria noch einen leckeren Kaffee und ein Stück Kuchen genießen, bevor er sich wieder in die Freiheit begibt.

RELAXEN AM RATTRAY BEACH

Nach der doch etwas bedrückenden Enge im Gefängnis ist es Zeit für Weite und frische Luft. Wo lässt sich das besser erleben als am Strand? Wir hatten für uns den Rattray Beach mit seinem ikonischen Leuchtturm ausgewählt. Wir hatten Glück, dass wir gegen späten Nachmittag die einzigen am Strand waren, und so konnten wir die Idylle ganz für uns genießen und Kilometer am Strand spazieren, ohne auch nur einer einzigen Menschenseele zu begegnen.

Vieler Worte braucht dieser Strand nicht, die Bilder sprechen für sich…

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DINNER IM HOWIES RESTAURANT ABERDEEN

Zurück in Aberdeen ist es Zeit für ein ausgiebiges Abendessen. Unsere Wahl fiel auf das Howies im Westen Aberdeens. Howies ist eine Gruppe von vier familiengeführten Restaurants in Edinburgh und Aberdeen. Im Howies findet ihr traditionelle Schottische Küche, saisonale Fischgerichte aber auch vegetarische und vegane Gerichte in entspannter Atmosphäre.

In der Tat so entspannt, dass wir es fast vergessen haben, auch nur ein einziges Foto vom Restaurant oder unserem Essen zu machen. Rechtzeitig zum Dessert fiel es uns wieder ein. 😉

Ich glaube, wir hatten Hunger…

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TAG 2: SCHLOSS CRAIGIEVA

Viele nennen es auch das Cinderella Schloss. Wenn man davor steht und dieses rosa schimmernde, kleine, süße Schloss mit eigenen Augen sieht, weiß man auch warum. Inmitten eines grünen Parks mit Bäumen steht es da und leuchtet quasi die ganze Welt an, wie ein Leuchtturm. Schon aus der Ferne kann man es gut erkennen. Angeblich soll Walt Disney auch dieses Schloss als Inspiration für sein Cinderella Schloss genutzt haben… Wobei das eigentlich eine typische Schottische Turmburg ist und kein Schloss.

Wir waren sehr früh hier und hatten das Schloss Craigivar und den Park ganz für uns alleine. Nachteil war, dass das Schloss so früh morgens leider auch noch nicht geöffnet hatte, sodass wir es uns nur von außen anschauen konnten. Zugang zum Schloss bekommt ihr nur mit einer geführten Tour innerhalb der Öffnungszeiten (April bis September 10.30 bis 16.00). Der Eintritt kostet 13 Pfund für Erwachsene, Familien zahlen 30 Pfund. Der umliegende Park ist ganzjährig kostenlos begehbar.

MUIR OF DINNET & BURN O’VAT

Muir of Dinnet ist ein 1.166 Hektar großes Naturreservat. Hier könnten wir uns tagelang aufhalten. Da wir allerdings nur ein Wochenende für die ganze Region haben und nur wenig Zeit für Muir of Dinnet, konzentrieren wir uns auf den wohl bekanntesten Ort dieses Reservats: den Burn O’Vat. 

Der Burn O’Vat ist zu Fuß in 10 Minuten vom Parkplatz aus zu erreichen und der perfekte Ort, um einen kleinen Eindruck des Naturreservats zu bekommen. Entlang von einem kleinen Flusslauf und mitten durch einen urigen Wald kommen wir zum Burn O’Vat, der fast wie aus einer anderen Welt scheint.

Am besten lässt sich dieses geologische Highlight als eine Art Gletschertopf beschrieben, welcher während der Eiszeit entstanden ist. Um ins Innere des Topfes zu gelangen, müssen wir durch den kleinen Flusslauf waten, welcher sich durch eine Felsspalte hindurch zwängt. Wer keine Angst vor nassen Füßen hat, oder Sandalen trägt, den erwartet innerhalb des Burn O’Vat ein spektakulärer Anblick, Wasserfall inklusive. Wer möchte kann hier auch noch an der Seite des Wasserfalls ein wenig herumklettern. 

BESUCH & LUNCH BEIM BRAEMAR HIGHLAND GAMES CENTER

Wir sind spät dran, da wir uns tatsächlich auf dem Weg zum Burn O’Vat ein wenig verlaufen haben, und machen uns auf den Weg zu unserem nächsten Tagespunkt: Den Braemar Highland Games Center, wo unser freundlicher Guide Andy schon auf uns wartet.

Andy trägt den typischen schottischen Kilt. In Farben seines Hauses, den Andersons. Ja, die Muster und Farben des Kilts haben eine Bedeutung. Jeder Clan hat sein eigenes Muster und Farben, erfahren wir im Laufe der Führung. Das Highland Games Center ist recht neu, es wurde erst offiziell in diesem Jahr eröffnet. Es liegt direkt auf dem Gelände, auf dem alljährlich die Braemar Highland Games stattfinden. 

In Center erfahren wir viel über die Historie der Spiele, welche Disziplinen und Regeln es gibt, und natürlich können wir auch jede Menge Bilder der Sieger, Medaillen, Pokale und Spielgeräte bestaunen. 

Nach einer kleinen Runde über das Gelände, nehmen wir im angeschlossenen Cafe unser Mittagessen ein. Es gibt auch hier veganes Essen – eine Linsensuppe als Vorspeise sowie einen Falafel-Salat. Außerdem knabbern wir sehr leckere Gemüsechips. Zum Burger gibt’s allerdings keine Pommes, denn heißes Fett in einem reinen Holzhaus sei keine gute Idee, sagt uns die Leiterin. Verständlich.

Wir verabschieden uns von Andy, aber natürlich nicht ohne ihn vorher um ein Foto gebeten zu haben, und begeben uns zum Schloss Balmoral.

TOUR DURCH DAS SCHLOSS BALMORA

Sofort als wir auf den Parkplatz fahren, merken wir, das Schloss Balmoral ist etwas Besonderes. Es ist nämlich voll und kein Parkplatz zu finden. Ist bei allen anderen Orten an denen wir bisher waren doch eine entspannte “Leere” vorzufinden, herrscht hier große Andrang von Touristen aus aller Welt. 

Kein Wunder, ist das Balmoral Schloss doch der Sommersitz der Queen (und kann deshalb auch im Zeitraum von August bis Oktober nicht besichtigt werden) und bietet neben dem wunderschönen Schloss eine riesige Parkanlage, einen leuchtend grünen, akkurat gemähten und Fußballfeld großen Rasen sowie einen Garten reich an Blumen, Obst und Gemüse. 

Übrigens, das Schloss ist privates Eigentum der Queen und nicht Teil des Crown Estate.

Das Innere des Schlosses kann bis auf den Ballsaal, welches der größte Raum im Schloss ist, leider nicht besichtigt werden. Das ist sehr schade, umfasst das Schloss Balmoral doch insgesamt über 70 Zimmer. Dafür ist die Parkanlage und das Drumherum aber schön genug, um sich dort eine ganze Weile aufzuhalten.

Die Audio Tour führt einen anhand von verschiedenen Stationen einmal über das Gelände und erläutert Geschichte, Entstehung und viele weitere Details. Zum Abschluss trinken wir einen Kaffee im Parkcafé und genießen die Ruhe direkt am Fluss Dee.

Für alle Drohnen-Freunde: Das fliegen von Drohnen ist bis zu einem Umkreis von 1 Kilometer um Schloß Balmoral ganzjährig NICHT gestattet.

TOUR OF ROYAL LOCHNAGAR WHISKY DISTILLERIE

Whiskey gehört zu Schottland wie der Kilt. Beides ist untrennbar miteinander verbunden. Wir haben uns auch eine der vielen Whiskey Destillerien angeschaut und eine kleine Tour inklusive Whiskey Tasting gemacht. 

Aufgrund der Nähe zum Schloß Balmoral entscheiden wir uns für die Royal Lochnagar Whisky Distillerie. Sie wurde im Jahr 1845 von John Begg gegründet. Als Queen Victoria das Schloss Balmoral 1848 kaufte, lud der clevere Unternehmer sie noch im selben Jahr zu der nebenan liegenden Brennerei zum Besuch ein. Die Lochnagar Destillerie wurde zum Hoflieferanten ernannt und konnte den Zusatz „Royal“ im Namen führen. 

Die Destillerie bietet unterschiedlich Touren mit unterschiedlicher Länge und anschließendem Tasting ein. Wir haben uns für die Royal Lochnagar Distillery Tour entschieden, um einen Eindruck in den Prozess der Whiskey Herstellung zu erlangen. Interessanterweise ähnelt der Prozess sehr stark dem Bierbrauen und unterscheidet sich im wesentlichen am Ende, vor allem durch die Lagerung.

Zum Ende der Tour findet dann das Probieren statt, wobei wir auf unserer Tour zwei verschiedene Sorten testen konnten. Wir müssen allerdings gestehen, dass Whiskey, auch nach diesem Tasting, nicht so unser Ding ist. Aber das ist ja Geschmacksache, und die Tour ist auf jeden Fall empfehlenswert.

DINNER IM BISTRO VERDE ABERDEEN

Nach der Whiskey Tour geht es zurück nach Aberdeen, eine gute Stunde sind wir unterwegs, wo wir uns zum Abendessen im Bistro Verde, einem familiengeführten Restaurant im Stadtteil “The Green” im Herzen des Handelsviertel von Aberdeen einfinden.

Im Bistro Verde werden traditionelle Fisch- und Meeresfrüchte-Gerichte serviert. Wie überall in Aberdeen bekommen wir auch hier wieder ein frisches veganes Menü. Also Judith, Oliver nicht. Alle Gerichte werden aus regionalen Zutaten und in bester Qualität zubereitet. Die Bedienung ist sehr freundlich, und es herrscht eine relaxte Atmosphäre in dem kleinen Restaurant. Wir empfehlen eine Tischreservierung, um auch sicher einen Platz zu bekommen. Vor dem Restaurant herrscht ausgelassene Stimmung – Wochenende und gutes Wetter lässt die Menschen draußen feiern.

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BONUS-TIPPS ABERDEEN

Wer jeden Tag noch eher aufstehen möchte, oder das Glück hat, noch etwas mehr Zeit in Aberdeen verbringen zu können, für den haben wir hier noch zwei Bonus-Tipps:

FOOTDEE ABERDEEN ZUM SONNENAUFGANG

Footdee ist ein altes Fischerdorf am östlichen Ende des Hafens, im schottischen unter dem Namen “Fittie” bekannt. 

In Footdee taucht man in eine ganz eigene Welt von Aberdeen ein: Kleine und außergewöhnlich maßgeschneiderte, alte Fischerhäuschen sind in einem Carré gebaut und werden von schmalen Gassen umschlossen. Dazwischen baumelt Wäsche an der Leine, die Häuschen sind bunt bemalt und die kleinen Vorgärten besonders liebevoll gestaltet und dekoriert.

Wir treffen am frühen Morgen ein Ehepaar, welches noch im Schlafanzug Kaffee auf Stühlen vor dem Haus trinkt. Fast schon ein wenig kitschig aber absolut authentisch. Autos haben hier keinen Zutritt, das macht es so besonders ruhig und charmant. 

In Footdee gibt es zudem eine kleine Kunstgalerie, einen Mini-Spirituosenladen und einen Glaskünstler. Insgesamt wirklich schön anzusehen, und für Fotografen bieten sich hier besonders viele Motive.

Den Weg nach Footdee legt man am Besten mit dem Auto oder Taxi zurück – der führt nämlich durch wirklich häßliches Industriehafengebiet.

NUART ABERDEEN ENTDECKEN

Auch wenn man Street-Art nicht unbedingt als erstes mit der Öl und Gas Stadt Aberdeen in Verbindung bringen mag, so gibt es doch eine sehr große Anzahl an Graffitis in Aberdeen. Durch das in 2015 gestartete jährlich stattfindende Street-Art Festival „Nuart Aberdeen“ wächst die Zahl der Kunstwerke stetig an.

Wer mag, kann sich gezielt auf die Suche nach den einzelnen Werken machen, dazu gibt es vom Nuart Aberdeen eine kostenlose Karte. Oder ihr haltet einfach beim Schlendern durch die Stadt die Augen offen und werdet mit Sicherheit das eine oder andere Street-Art Kunstwerk finden. 

FOTOKARTE ABERDEEN

Natürlich haben wir auch für Aberdeen wieder eine Karte mit den Fotospots unserer Bilder vorbereitet, die ihr einfach in Google Maps anzeigen lassen könnt.

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FORTBEWEGUNGSMITTEL IN ABERDEEN & ABERDEENSHIRE

Um die von uns empfohlenen Punkte in zwei Tagen zu erleben, bedarf es eines Autos. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad sind die Strecken in zwei Tagen nicht zu schaffen. Wir hatten unseren Mietwagen von Enterprise Rent a Car am Flughafen. 

ANREISE NACH ABERDEEN

Die Anreise aus Hamburg bzw. Deutschland gestaltet sich leider etwas komplizierter, da es keine Direktflüge nach Aberdeen aus Deutschland gibt. So ist die naheliegende Flugverbindung über London. Wer länger Zeit hat und Aberdeen im Rahmen eines Schottland Besuchs erleben will, kann natürlich auch nach Edinburgh fliegen und von dort aus weiter mit dem Auto Richtung Aberdeen. 

HOTELS IN ABERDEEN

Wir haben eine Nacht im Crowne Plaza Aberdeen Airport übernachtet, um von hieraus direkt früh morgens in die Region nördlich von Aberdeen zu starten, und die zweite Nacht im Sandmand Signature Hotel im Aberdeen Stadtkern. So hatten wir auch noch die Möglichkeit, uns Old Aberdeen, Nuart Aberdeen und Teile der Innenstadt anzuschauen.

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