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Als in Dänemark: zwei Schlösser, kleine Häfen und unser Ferienhausstrand

Als, auf Deutsch Alsen, ist eine Insel in der Ostsee ganz im Süden Dänemarks, nur durch den schmalen Alssund vom Festland getrennt. Sie gehört zu Südjütland, liegt eine halbe Stunde hinter der deutschen Grenze und ist mit gut 310 Quadratkilometern die größte Insel der Region. Auf Als stehen die Schlösser von Augustenborg und Nordborg, an der Ostküste liegen die kleinen Häfen Fynshav und Mommark, und im Süden liegen am Wasser große Ferienhausgebiete.

Wir waren bestimmt zehn-, zwölfmal auf Als, mal mit der Familie, mal mit Freunden, und hatten das Ferienhaus fast immer in Skovmose, ganz im Süden der Insel. Von dort haben wir uns über die Jahre angesehen, was die Insel zu bieten hat. Große Sehenswürdigkeiten gibt es nicht: Die Schlösser sind hübsch, die Häfen klein, und für jeden Ort reicht ungefähr eine Stunde. Als Ferienhausinsel mit Strand vor der Tür und kurzen Wegen hat Als für uns trotzdem jedes Mal funktioniert.

Hier liest du, was du auf Als sehen kannst, was in den Schlössern offen ist, wohin die Fähren ab Fynshav fahren und wie du die Insel an einem Tag einmal umrundest.

Die Insel Als auf einen Blick

  • Was: Ostseeinsel mit zwei Schlössern, kleinen Häfen, Stränden und vielen Ferienhäusern
  • Wo: Südjütland, gegenüber von Sønderborg, eine halbe Stunde hinter der Grenze bei Kruså
  • Deutsche Namen: Alsen; Augustenborg heißt Augustenburg, Nordborg heißt Norburg
  • Größe: gut 310 km², gut anderthalbmal so groß wie Fehmarn, rund 50.000 Einwohner, mehr als die Hälfte davon in Sønderborg
  • Zeitbedarf: etwa eine Stunde pro Ort, für eine Runde über die ganze Insel ein Tag (rund 90 Kilometer)
  • Kosten: Schlossparks, Schlosshof, Strände und die Aussicht vom Leuchtturm Kegnæs Fyr kostenlos, die Schlösser selbst sind innen nicht zugänglich
  • Für wen: Ferienhausgäste, Familien mit Kindern am Strand, alle, die mit der Fähre weiter nach Fünen oder Ærø wollen

Als in Dänemark: Lage und Anreise

Als liegt zwischen der Flensburger Förde im Süden, dem Kleinen Belt im Osten und Norden und dem Alssund und Als Fjord im Westen. Auf die Insel kommst du ohne Fähre: In Sønderborg führen zwei Brücken über den Alssund. Die Stadt liegt zur Hälfte auf Als, das Schloss und die Altstadt stehen schon auf der Inselseite. Mehr dazu findest du in unserem Artikel über Sonderburg in Dänemark.

Von der Grenze bei Kruså bis Sønderborg sind es laut Routenplaner rund 36 Kilometer und eine halbe Stunde, von Hamburg ohne Stau gut zwei Stunden. Die anderen Wege auf die Insel führen übers Wasser: die Fähren von Bøjden auf Fünen und von Søby auf Ærø nach Fynshav, und im Norden die kleine Autofähre Bitten, die von Ballebro auf dem Festland nach Hardeshøj übersetzt.

Mit gut 310 Quadratkilometern ist Als gut anderthalbmal so groß wie Fehmarn. Im Norden ist die Landschaft hügelig, dort haben Gletscher in der Eiszeit tiefe Täler gegraben, sonst prägen Felder, Hecken und Buchenwälder die Insel. Rund 50.000 Menschen leben hier, mehr als die Hälfte davon in Sønderborg. Der Rest verteilt sich auf kleine Orte wie Augustenborg, Nordborg und Fynshav und auf viele Dörfer.

Insel Als Sehenswürdigkeiten: von Augustenborg bis Kegnæs

Die meisten Sehenswürdigkeiten auf Als sind klein und schnell angesehen. Wir haben sie über mehrere Urlaube verteilt besucht, immer vom Ferienhaus aus: die beiden Schlösser an einem eiskalten, aber sonnigen Märztag, als mein Vater und ich zu zweit unterwegs waren, Augustenborg Jahre später noch einmal mit der ganzen Familie, die Häfen und Kegnæs zwischendurch. Die Reihenfolge unten folgt einer Runde über die Insel, von Sønderborg erst nach Norden und dann die Ostküste hinunter nach Süden.

1. Schloss Augustenborg: das gelbe Barockschloss am Fjord

Augustenborg liegt eine Viertelstunde nordöstlich von Sønderborg am Augustenborg Fjord, und das Schloss ist der Grund hinzufahren. Drei Flügel in Gelb und Weiß umschließen einen großen gepflasterten Hof, VisitSønderjylland zählt es zu den schönsten Barockschlössern Dänemarks.

Gebaut wurde das heutige Schloss zwischen 1770 und 1776 im Stil des Spätbarocks, unter Herzog Frederik Christian I. Den Namen hat es von Herzogin Augusta, der Frau von Herzog Ernst Günther, der das Land hier 1651 gekauft hatte. Seine Nachfahren, die Herzöge von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg, hatten hier bis 1852 ihren Hauptsitz. Danach wechselten die Nutzer: erst Lazarett und Kaserne der dänischen Armee, unter preußischer Herrschaft ein Seminar für Lehrerinnen, von 1932 bis 2015 ein psychiatrisches Krankenhaus. Seit 2016 sitzt die dänische Landwirtschaftsbehörde Landbrugsstyrelsen im Haus.

Ins Hauptgebäude kommst du deshalb nicht. Offen sind der Schlosshof, der Schlosspark und die Schlosskirche, die seit 1874 auch die Pfarrkirche des Ortes ist. Die Kirche hat eigene Öffnungszeiten und bleibt zu, wenn gerade eine kirchliche Veranstaltung stattfindet. Ein kleines Museum am Glockenturm erzählt die Geschichte der Herzogsfamilie, und im Park stehen noch die Reste der Linde, unter der H. C. Andersen einmal im Schatten saß.

Wir waren zweimal hier. Beim ersten Mal, unter tiefblauem Märzhimmel, war außer uns kaum jemand auf dem Hof. Beim zweiten Mal, mit der ganzen Familie, zogen Wolken über das Schloss. Beide Male haben wir uns nur angesehen, was von außen und kostenlos zugänglich ist, und sind nach höchstens einer Stunde weitergefahren. Eine Führung haben wir nie mitgemacht. Hübsch ist das Schloss trotzdem, und den Blick durch den Torbogen auf das Schloss solltest du dir nicht entgehen lassen.

Gut zu wissen: Augustenborg Slot 1, 6440 Augustenborg. Schlosspark und Hof sind frei zugänglich und kosten keinen Eintritt, das Hauptgebäude ist nicht öffentlich. Im Sommer gibt es die Führung „Augustenborg, Stadt der Herzöge“ durch Schlosskirche, Minimuseum und Ort, 2026 vom 8. Juli bis 12. August jeden Mittwoch um 13:30 Uhr, für 60 DKK, Kinder bis 12 Jahre frei. Parken kannst du am Jægerpladsen an der Storegade, gleich beim Schloss. Aktuelles findest du bei VisitSønderjylland. (Stand Oktober 2026)

2. Augustenborg: Glockenturm, Fjord und eine Handvoll Läden

Vor dem Schloss liegt eine große Rasenfläche, an ihrem anderen Ende steht ein Torgebäude aus hellem Backstein mit Uhr und Glockentürmchen. Durch seinen Bogen siehst du genau auf den Mittelbau des Schlosses. Gleich südlich vom Schloss liegt der Augustenborg Fjord, und am Ufer führt ein schmaler Weg am Wasser entlang. Das Wasser war bei uns ruhig und tiefblau.

Im hinteren Teil des Schlossparks beginnt der Skulpturenpark Augustiana, dahinter der Augustenborg Wald mit seinen Lindenalleen. Bis dorthin sind wir an beiden Tagen nicht gekommen.

Der Ort selbst hat gut 3.100 Einwohner. Mehr als ein kurzer Gang an den paar Läden vorbei ist hier nicht drin, und viel los war bei keinem unserer Besuche. Hübsch sind die alten Häuser rund ums Schloss, weiß gekalkt, mit roten Ziegeldächern und grünen Türen. An einem Backsteinhaus gleich beim Schloss steht über der Tür die Jahreszahl 1774. Unten am Fjord liegt ein kleiner Yachthafen.

3. Schloss Nordborg: weiß, mit Turm, auf einer Insel im See

Nordborg liegt ganz im Norden von Als, gut 20 Minuten von Augustenborg entfernt, und ist nach Sønderborg die zweitgrößte Stadt der Insel. Das Schloss steht auf einer kleinen Insel am Westende des Nordborg Sø: ein langes, weißes Gebäude mit roten Dächern und einem runden Turm mit orangefarbener Haube.

Die Geschichte des Ortes ist viel älter als das Gebäude. Um 1150 ließ König Svend Grathe hier die Alsborg bauen, die erste Burg auf Als. Sie lag ein paar Kilometer im Landesinneren, damit Angreifer von See nicht unbemerkt herankamen. Später hieß sie Nordborg, als Gegenstück zum jüngeren Sønderborg im Süden. 1665 brannte das Schloss nieder, ab 1678 wurde es wieder aufgebaut, und diese Jahreszahl steht noch im Wappen über dem Haupteingang. Was du heute siehst, stammt aber zum größten Teil von 1909 und 1910, nachdem die Stadt die Anlage gekauft hatte. Seit 1922 ist im Schloss eine Efterskole untergebracht, ein Internat für Jugendliche, heute die Scienceefterskolen Nordborg Slot.

Hinein kommst du deshalb nicht. Super hübsch fanden wir das Schloss trotzdem, vor allem an einem Tag wie unserem: eiskalt, und über dem weißen Bau ein tiefblauer Himmel. Wir sind die gepflasterte Zufahrt hinaufgegangen, ein Stück durch den Park und hinunter zum See.

4. Der Schlosspark und der Nordborg Sø

Den Schlosspark darfst du betreten, er ist der Garten der Schüler und tagsüber für Besucher offen. Er besteht vor allem aus Rasen, ein paar Beeten und Sträuchern, dazu kommt eine alte Lindenallee aus dem 18. Jahrhundert. An unserem Märztag lag am Ufer des Nordborg Sø noch Eis, und auf der Wiese blühten trotzdem schon Schneeglöckchen und lila Krokusse.

Wer mehr Zeit hat als wir, läuft den Nordborg Søsti, einen sieben Kilometer langen Rundweg um den See. Er beginnt am Parkplatz am Johan Hansens Vej gegenüber dem Schlosseingang und ist in beide Richtungen ausgeschildert. Unterwegs kommst du durch das Dorf Lavensby mit seinen alten Häusern und hast von einer Kuppe aus einen Blick auf Schloss und Wasserturm. Am Søvænget gibt es eine kreisrunde Brücke mit Blick übers Wasser zum Schloss, im Juli und August blühen dort die Seerosen. Am Ridepladsen steht eine Statue von Svend Grathe.

Gut zu wissen: Nordborg Slotspark, Slotsgrunden 1, 6430 Nordborg. Der Park ist täglich von 10 bis 17 Uhr offen, außer an einigen Veranstaltungstagen der Schule und während des Nordals Musik Festivals. Die Gebäude sind nicht zugänglich. Hunde dürfen angeleint mit, Rauchen und Alkohol sind auf dem Gelände verboten. Mit dem Auto darfst du nicht aufs Schlossgelände, geparkt wird am Johan Hansens Vej oder am Ridepladsen. Mehr bei VisitSønderjylland. (Stand Oktober 2026)

5. Ein kurzer Gang durch Nordborg

Vom Schloss sind es nur ein paar Minuten zu Fuß in den Ort. Viel los war dort nicht: ein paar Geschäfte, gelb und weiß gestrichene Häuser mit roten Ziegeln, durch die Straße rollte ein grüner VW Käfer, und vor einem Haus hing die Wäsche in der Sonne. Nach etwa einer Stunde in Nordborg sind wir weiter nach Augustenborg gefahren.

Nordborg ist vor allem eine Industriestadt. Gleich nebenan, in Elsmark, gründete Mads Clausen 1933 die Firma Danfoss, heute einer der größten Industriebetriebe Dänemarks, und fast jeder im Ort hat auf die eine oder andere Weise mit ihr zu tun.

6. Fynshav: der Fährhafen nach Fünen und Ærø

Hellblauer Fischkutter NANA im Hafen von Fynshav unter tiefblauem Himmel
Der Kutter NANA im Hafen von Fynshav

Fynshav, auf Deutsch Fünenshaff, liegt in der Mitte der Ostküste und ist für die meisten vor allem eins: der Fährhafen. Von hier fährt die Alslinjen in 50 Minuten nach Bøjden auf Fünen, und die Elektrofähre Ellen der Ærøfærgerne nach Søby auf Ærø. Seit 2025 ist auch auf der Linie nach Fünen eine Elektrofähre unterwegs, die Nerthus.

Damit ist Fynshav das Sprungbrett zu den Nachbarinseln. Von Bøjden fährst du weiter nach Odense oder zum Schloss Egeskov, auf Ærø liegen die kleinen Städte Ærøskøbing und Marstal. Der Ort selbst hat knapp 800 Einwohner, einen Yacht- und Fischereihafen und einen größeren Supermarkt.

In Fynshav haben wir uns nur den Hafen mit seinen Fischkuttern angesehen. Mit der Fähre gefahren sind wir nie, weder nach Fünen noch nach Ærø. Das wollen wir schon lange einmal machen.

Gut zu wissen: Fahrpläne und Preise ändern sich nach Saison. Die aktuellen Abfahrten findest du bei der Alslinjen für die Strecke nach Bøjden und bei den Ærøfærgerne für die Strecke nach Søby. (Stand Oktober 2026)

7. Mommark: kleiner Hafen mit Strand

Kleines weißes Leuchtfeuer mit roter Laterne am Ende der Mole von Mommark, davor große Steine und ein Sandstrand
Am Ende der Mole in Mommark steht ein kleines Leuchtfeuer

Gut zehn Kilometer südöstlich von Fynshav liegt Mommark, ein Ort mit rund 200 Einwohnern, der im Grunde aus seinem Hafen besteht. Früher war das anders: Bis 1967 fuhren von hier Fähren nach Faaborg auf Fünen, bis 2009 nach Søby auf Ærø, dann zog auch diese Linie nach Fynshav um. Seitdem ist Mommark ein reiner Yachthafen. Nach einem Umbau öffnete er 2010 als Mommark Marina neu, mit Campingplatz, Café und Eisbude, und zwei Berufsfischer gibt es hier auch noch.

Gleich neben dem Hafen liegt ein Sandstrand mit Badesteg. VisitSønderjylland führt ihn als Strand mit Blauer Flagge und als einen der besten im Süden der Insel. Er gehört zur Marina, du musst aber nicht auf dem Campingplatz wohnen, um dort zu baden.

Am Ende der Mole steht ein kleines weißes Leuchtfeuer mit roter Laterne, davor liegen große Steine. Wir haben in Mommark nur kurz geschaut und sind ein Stück am Wasser entlanggelaufen. Für einen richtigen Spaziergang ist es hier zu klein, dafür gehst du besser an den Strand bei Skovmose.

Gut zu wissen: Mommark Marina, Mommarkvej, Sydals. Hunde müssen am Strand von April bis Ende September an die Leine. Jetskis sind verboten, der Strand liegt in einem Natura-2000-Gebiet. (Stand Oktober 2026)

8. Skovmose und Skovby: unser Ferienhausstrand im Süden

Fast jedes Mal, wenn wir auf Als waren, lag unser Ferienhaus in Skovmose, dem Ferienhausgebiet gleich neben Skovby im Süden der Insel. Einmal lag es auch auf Kegnæs, in Sønderby, damals waren wir mit der ganzen Familie da. Skovby selbst ist ein winziger Ort. Zu tun gibt es dort nichts, außer in der Brugsen einzukaufen, und das machen so ziemlich alle, die in Skovmose wohnen.

Was Skovmose ausmacht, ist der Strand. Vom Ferienhausgebiet sind wir oft am Wasser entlanggelaufen, Richtung Drejet, dem schmalen Damm hinüber nach Kegnæs, und dort kannst du richtig gut am Strand spazieren gehen. Im Dünengras liegt hier und da ein Ruderboot kieloben, und über Holztreppen geht es durch die Dünen hinunter ans Wasser. Der Strand bei Skovmose hat einen Badesteg und eine Toilette und gilt als kinderfreundlich. Parkplätze für Tagesgäste gibt es keine, er ist also vor allem etwas für die, die hier wohnen. Wenn du selbst hier ein Ferienhaus suchst: Für Sydals zeigt Booking.com mehr als 1.400 Unterkünfte.*

In Skovby endet übrigens der Gendarmenpfad, der Fernwanderweg auf der Route der alten Grenzgendarmen, rund 84 Kilometer von Padborg an der deutschen Grenze immer an der Küste entlang. Seit 2016 reicht er bis hierher, vorher war in Høruphav Schluss. Bewusst gegangen sind wir ihn nie. Länge und Etappen findest du in unserem Überblick über die Sehenswürdigkeiten in Südjütland.

Gut zu wissen: Am Strand bei Skovmose dürfen Hunde mit, von April bis September an der Leine. Jetskis sind auch hier verboten, der Strand liegt im Natura-2000-Gebiet. (Stand Oktober 2026)

9. Kegnæs Fyr und der Damm Drejet

Ganz im Süden hängt an Als die Halbinsel Kegnæs, verbunden nur über Drejet, einen schmalen Naturdamm zwischen dem Hørup Hav und der offenen Ostsee. Gleich dahinter steht auf einer Anhöhe der Leuchtturm Kegnæs Fyr, ein runder, hellgelb gestrichener Turm von 1896, auf den eine kurze Baumallee zuführt. Er ist 18 Meter hoch, sein Licht brennt in 32 Metern Höhe.

Schon 1845 stand hier ein Leuchtturm, der einzige in der Gegend, der noch vor 1864 gebaut wurde, bevor das Gebiet an Preußen fiel. Heute gehört der Turm der Sønderborg Kommune. Drinnen ist ein kleines Museum zu seiner Geschichte, und wenn weder Nebel noch Sturm ist, darfst du kostenlos nach oben. Von dort siehst du über Kegnæs und Broagerland bis zur deutschen Küste und nach Ærø und Langeland. Wir waren auch oben auf dem Turm. Von Skovmose aus ist Kegnæs das nächste Ziel, wenn du am Nachmittag noch etwas sehen willst.

Am Parkplatz gleich hinter dem Damm beginnt der Kegnæs-Pfad, drei markierte Rundwege von 6, 7 und 10 Kilometern, die du kombinieren kannst. Dort stehen auch die Reste des alten Wehrturms Kegborg. Seit der Sturmflut vom 20. Oktober 2023 sind Teile des Weges wegen Erdrutschgefahr gesperrt, schau vorher auf die Karte bei VisitSønderjylland.

Gut zu wissen: Kegnæs Fyr, Nørre Landevej 7, 6470 Sydals. Von April bis September täglich von 8 bis 19 Uhr offen, von Oktober bis März von 10 bis 16 Uhr, Eintritt frei. Kinder unter 12 Jahren dürfen nur mit Erwachsenen hinauf, bei Nebel oder Sturm bleibt der Turm zu. Geparkt wird auf dem Parkplatz hinter dem Damm am Nørre Landevej. Mehr bei VisitSønderjylland. (Stand Oktober 2026)

Noch mehr auf Als: was wir selbst nicht gesehen haben

Ein paar Ziele auf Als haben wir in all den Urlauben nie angesteuert. Wir kennen sie nur aus der Recherche.

Universe Science Park. Am Stadtrand von Nordborg liegt der größte Erlebnispark Südjütlands, ein Mitmach-Park rund um Naturwissenschaft und Technik, 2006 als Danfoss Universe eröffnet.

Center Parcs Nordborg Resort. Seit dem 20. Juni 2025 gibt es bei Nordborg den ersten Center Parcs in Skandinavien, keinen Kilometer Luftlinie vom Universe entfernt. Zum Schloss Nordborg sind es von dort mit dem Auto eine Viertelstunde, nach Augustenborg gut 20 Minuten.

Nørreskoven. Der Küstenwald im Nordosten von Als zieht sich an der Ostküste entlang. Bekannt sind dort die Bräutigamseichen, um 1770 gepflanzt und heute rund 30 Meter hoch.

Die Fähre Bitten. Im Norden pendelt die kleine Autofähre Bitten zwischen Hardeshøj auf Als und Ballebro auf dem Festland, Fahrräder fahren kostenlos mit. Von Nordborg aus ist das die kurze Verbindung zu den Düppeler Schanzen und nach Gråsten.

Praktische Infos für die Insel Als

Alle Orte aus diesem Artikel, die Parkplätze und den Fährhafen findest du auf unserer Karte.

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Eine Runde über die Insel. Wenn du Als an einem Tag sehen willst: von Sønderborg nach Augustenborg (9 Kilometer), weiter nach Nordborg (19), dann quer über die Insel nach Fynshav (22), die Ostküste hinunter nach Mommark (11), nach Skovby (7) und hinüber nach Kegnæs (4). Von dort sind es 19 Kilometer zurück nach Sønderborg. Zusammen sind das rund 90 Kilometer und knapp zwei Stunden reine Fahrzeit, mit einer Stunde pro Stopp wird ein voller Tag daraus.

Parken. In Augustenborg am Jægerpladsen beim Schloss, in Nordborg am Johan Hansens Vej oder am Ridepladsen, auf Kegnæs auf dem Parkplatz hinter dem Damm. Am Strand bei Skovmose gibt es keine Parkplätze für Tagesgäste.

Zeitbedarf. Für Augustenborg und Nordborg reicht jeweils etwa eine Stunde, für Fynshav und Mommark weniger. Mit dem Nordborg Søsti (7 Kilometer) oder einer Runde auf dem Kegnæs-Pfad (6 bis 10 Kilometer) wird mehr daraus.

Beste Zeit. Im Hochsommer waren wir nie auf Als, immer im Frühjahr oder Herbst. Für Schlösser und Strandspaziergänge ist das ideal, unterwegs ist dann kaum jemand. Zum Baden, für die Führung in Augustenborg und für die Seerosen am Nordborg Sø musst du im Juli oder August kommen.

Lohnt sich die Insel Als? Unser Fazit

Als Ferienhausinsel: ja, wir sind nicht ohne Grund immer wieder hingefahren. Als Ziel für einen einzelnen Ausflugstag nur bedingt. Die Schlösser in Augustenborg und Nordborg sind hübsch, aber in beide kommst du nicht hinein, und nach einer Stunde hast du jeweils alles gesehen. Fynshav und Mommark sind kleine Häfen, mehr nicht. Was Als ausmacht, ist die Mischung aus Strand vor der Tür, kurzen Wegen und immer einem Ziel für den Nachmittag, an dem es zum Baden zu kalt ist.

Unser Tipp: Nimm dir ein Ferienhaus im Süden, in Skovmose oder auf Kegnæs, lauf am Strand Richtung Drejet, fahr an einem Tag zu den Schlössern im Norden und nimm, wenn du schon mal da bist, die Fähre ab Fynshav nach Fünen oder Ærø. Das ist der Teil, den wir selbst noch nachholen müssen. Wie wir Ferienhausurlaube in Dänemark sonst angehen, steht in unserem Artikel über Urlaub in Dänemark im Ferienhaus.

Mehr Bilder aus Dänemark und von unseren anderen Touren findest du auf unserem Instagram.

Häufige Fragen zur Insel Als

Wo liegt die Insel Als in Dänemark?

Als liegt in der Ostsee ganz im Süden Dänemarks, gegenüber von Sønderborg, nur durch den schmalen Alssund vom Festland getrennt. Sie gehört zu Südjütland und zur Sønderborg Kommune. Von der deutschen Grenze bei Kruså sind es rund 36 Kilometer bis Sønderborg, über zwei Brücken kommst du ohne Fähre auf die Insel.

Ist Alsen dasselbe wie Als?

Ja. Alsen ist der deutsche Name der Insel, Als der dänische. Auch die Orte haben deutsche Namen: Augustenborg heißt Augustenburg, Nordborg heißt Norburg, Fynshav heißt Fünenshaff. Bis 1920 gehörte Als zu Preußen, seit der Volksabstimmung gehört die Insel zu Dänemark.

Was kann man auf der Insel Als unternehmen?

Die wichtigsten Ziele auf Als sind Schloss Augustenborg mit Schlosspark und Schlosskirche, Schloss Nordborg am Nordborg Sø mit dem Rundweg Nordborg Søsti, die Häfen Fynshav und Mommark, der Leuchtturm Kegnæs Fyr und die Strände im Süden, etwa bei Skovmose und in Mommark. Dazu kommen der Universe Science Park bei Nordborg, der Gendarmenpfad, der in Skovby endet, und die Fähren ab Fynshav nach Fünen und Ærø.

Kann man Schloss Augustenborg besichtigen?

Das Hauptgebäude nicht, dort sitzt seit 2016 die dänische Landwirtschaftsbehörde. Frei zugänglich und kostenlos sind der Schlosshof und der Schlosspark, dazu kommen die Schlosskirche zu ihren Öffnungszeiten und ein kleines Museum über die Herzogsfamilie. Im Juli und August gibt es mittwochs eine Führung durch Kirche, Museum und Ort. (Stand Oktober 2026)

Kann man Schloss Nordborg besichtigen?

Von innen nicht, im Schloss ist seit 1922 eine Efterskole, also ein Internat für Jugendliche. Der Schlosspark mit der alten Lindenallee ist aber täglich von 10 bis 17 Uhr offen, außer an Veranstaltungstagen der Schule und während des Nordals Musik Festivals. Auf das Gelände darfst du nicht mit dem Auto, geparkt wird am Johan Hansens Vej oder am Ridepladsen. (Stand Oktober 2026)

Welche Fähren fahren ab Fynshav?

Ab Fynshav fahren zwei Fährlinien: die Alslinjen in 50 Minuten nach Bøjden auf Fünen und die Ærøfærgerne mit der Elektrofähre Ellen nach Søby auf Ærø. Fahrpläne und Preise wechseln mit der Saison, die aktuellen Abfahrten stehen auf den Seiten der Reedereien. (Stand Oktober 2026)

Hat Mommark einen Strand?

Ja, gleich neben der Mommark Marina liegt ein Sandstrand mit Badesteg, den VisitSønderjylland als Strand mit Blauer Flagge führt. Er gehört zur Marina, ist aber für alle offen, auch wenn du nicht auf dem Campingplatz wohnst. Von April bis Ende September müssen Hunde dort an die Leine.

Was kann man vom Center Parcs Nordborg aus unternehmen?

Das Center Parcs Nordborg Resort liegt im Norden von Als, keinen Kilometer Luftlinie vom Universe Science Park entfernt. Mit dem Auto bist du in einer Viertelstunde am Schloss Nordborg und am Nordborg Sø, in gut 20 Minuten in Augustenborg und in einer halben Stunde in Sønderborg. Bis zur Fähre nach Fünen in Fynshav sind es etwa 25 Minuten.

Noch mehr Reisetipps für Südjütland

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