Der Weihnachtsmarkt Lüneburg ist eigentlich eine ganze Weihnachtsstadt: Vom 19. November bis zum 30. Dezember 2026 öffnen in der Lüneburger Altstadt mehr als 15 Märkte, allen voran der Weihnachtsmarkt am Rathaus. Wer in Lüneburg Weihnachtsmarkt sagt, meint also nicht einen Platz mit Buden, sondern Märkte vor Backsteingiebeln, an der Ilmenau und in versteckten Innenhöfen. Am 5. und 6. Dezember kommt der Historische Christmarkt rund um St. Michaelis dazu.
Ich war im Advent allein in Lüneburg und bin an einem Nachmittag bis in den Abend von Markt zu Markt gelaufen: über Am Sande zum Rathaus, zur blauen Stunde ins Wasserviertel und im Dunkeln in die Heiligengeiststraße. Den Historischen Christmarkt, den es nur an einem Wochenende gibt, kenne ich auch, und er ist mein Favorit. In diesem Guide findest du die Termine und Öffnungszeiten für 2026, alle Märkte auf einer Karte, einen Rundgang, der die schönsten verbindet, und das, was du zu Anreise und Parken wissen musst.

Weihnachtsmarkt Lüneburg 2026 auf einen Blick
- Zeitraum: 19. November bis 30. Dezember 2026 (Weihnachtsstadt), einzelne Märkte ab Oktober oder bis Ende Januar
- Märkte: 18 in der offiziellen Liste, 16 davon in der Innenstadt
- Hauptmarkt: am Rathaus, sonntags bis donnerstags 11 bis 20 Uhr, freitags und samstags 11 bis 21 Uhr
- Historischer Christmarkt: nur Samstag, 5. Dezember (12 bis 19 Uhr), und Sonntag, 6. Dezember (11 bis 17 Uhr)
- Heiligabend und 1. Weihnachtstag: Rathaus und Am Sande geschlossen
- Lichter: „Lüneburg leuchtet“ täglich 16 bis 23 Uhr, Rathaus, Kirchen, Brausebrücke und Wasserturm
- Kostenlos parken: Sülzwiesen, während der Weihnachtsstadt 800 zusätzliche Plätze, zu Fuß rund 12 Minuten zum Rathaus
- Bahn: ab Hamburg rund eine halbe Stunde, vom Bahnhof gut 10 Minuten zu Fuß bis Am Sande
- Bezahlen: Bargeld mitnehmen, viele kleine Stände nehmen keine Karte
- Zeit einplanen: einen Nachmittag und Abend für die Märkte in der Innenstadt
Termine und Öffnungszeiten 2026
Offiziell läuft die Weihnachtsstadt Lüneburg vom 19. November bis zum 30. Dezember 2026. Ab diesem Donnerstag ist das Rathaus beleuchtet, die Märchenmeile eingeschaltet, und die großen Märkte öffnen. Einige kleinere sind aber schon vorher da: Der Winterzauber am Bergström startet bereits am 23. Oktober, der Wynter am Wyndberg am 6. November, die Märkte an der Ratsmühle, im TO HUUS und im Innenhof der Galeria am 13. November.
| Markt | Zeitraum 2026 | Öffnungszeiten |
|---|---|---|
| Weihnachtsmarkt am Rathaus | 19.11. bis 30.12. | So bis Do 11–20 Uhr, Fr und Sa 11–21 Uhr |
| Weihnachten am Sande | 19.11. bis 30.12. | So bis Do 11–20 Uhr, Fr und Sa 11–21 Uhr |
| Weihnachtsmarkt bei St. Johannis | 25.11. bis 20.12. | täglich 11–21 Uhr |
| Winterhof zur Krone | 19.11. bis 30.12. | Mo bis Fr 14–22 Uhr, Sa und So 11–22 Uhr |
| OH! Du Leckere am Alten Kran | 19.11. bis 27.12. | Mo bis Fr 12–22 Uhr, Sa und So 11–22 Uhr |
| Winterzauber am Bergström | 23.10.2026 bis 10.01.2027 | täglich 11–23 Uhr |
| Historischer Christmarkt | 5. und 6.12. | Sa 12–19 Uhr, So 11–17 Uhr |
Rund um Weihnachten: Am Rathaus und Am Sande ist an Heiligabend und am 1. Weihnachtstag geschlossen, am 2. Weihnachtstag geöffnet von 11 bis 21 Uhr, am 30. Dezember von 11 bis 19 Uhr. Am Alten Kran gibt es an Heiligabend noch Glühwein von 12 bis 16 Uhr, am 1. Weihnachtstag von 12 bis 18 Uhr. Der Winterhof zur Krone schließt nur an Heiligabend.
Stand Oktober 2026, alle Zeiten von den Seiten der Weihnachtsstadt Lüneburg. Wenn du an einem Feiertag kommst, lohnt ein kurzer Blick auf die Seite des jeweiligen Markts.
Alle Weihnachtsmärkte in Lüneburg 2026 auf der Karte
Die offizielle Liste nennt für 2026 achtzehn Märkte. Die großen sieben stehen oben in der Tabelle, hier sind die übrigen elf:
| Markt | Wo | Zeitraum 2026 | Öffnungszeiten |
|---|---|---|---|
| Weihnachtsmarkt unter Polarlichtern | an der Ratsmühle | 13.11. bis 30.12. | täglich 11–22 Uhr |
| Mälzer Mühle Winterterrasse | am Stint | 16.11. bis 31.12. | Mo bis Do 15–22 Uhr, Fr und Sa 12–23 Uhr, So 12–22 Uhr |
| Weihnachtlicher Wasserturm | Am Wasserturm | 19.11. bis 23.12. | Glühweinbude täglich 15–18 Uhr |
| TO HUUS Weihnachtsmarkt | Schröderstraße | 13.11. bis 30.12. | Mo bis Do 12–22:30 Uhr, Fr und Sa 12–23:30 Uhr, So 12–21 Uhr |
| Noel, ein Gefühl von Frankreich | Innenhof Galeria, Große Bäckerstraße | 13.11.2026 bis 10.01.2027 | täglich 11–23 Uhr |
| Winterhof Momento Heidkrug | Am Berge | 26.11. bis 23.12. | Do bis So 16–21 Uhr |
| Wynter am Wyndberg | Egersdorffstraße | 06.11.2026 bis 30.01.2027 | Mo bis Fr 14–22 Uhr, Sa und So 12–22 Uhr |
| Schröders Wintergarten | Vor dem Roten Tore | 27.11. bis 23.12. und 26. bis 30.12. | täglich 15–22 Uhr |
| Weihnachtsmarkt der Kulturen | Museumsterrasse | 5./6., 12./13. und 19./20.12. | 11–18 Uhr |
| Advent im Kloster Lüne | Kloster Lüne, Stadtrand | Adventswochenenden und 26./27.12. | 15–19 Uhr |
| Hof-Weihnacht | Hof an den Teichen bei Rettmer | 28./29.11., 5./6., 12./13. und 19./20.12. | 12–18 Uhr |
Auf der Karte siehst du alle 18 Märkte, dazu den kostenlosen Parkplatz Sülzwiesen und den Bahnhof. Die Märkte am Wasser liegen so dicht beieinander, dass du zwischen Altem Kran, Mälzer Mühle und Bergström keine zwei Minuten läufst.
Der Weihnachtsmarkt am Rathaus
Der Weihnachtsmarkt am Rathaus steht auf dem Marktplatz, direkt vor der hellen Barockfassade, die 1720 die alte gotische Fassade ersetzte. Dahinter liegt das größte mittelalterliche Rathaus Norddeutschlands. Die Stadt nennt ihren Rathausmarkt einen der schönsten Weihnachtsmärkte Norddeutschlands, und die Kulisse gibt ihr recht: Ab 16 Uhr ist die Fassade angestrahlt, und die Buden stehen davor wie auf einer Bühne.
Das Programm ist überschaubar und genau deshalb gut planbar:
- Trompeter vom Rathausbalkon: täglich um 16:45 Uhr
- Weihnachtsmann: täglich von 17 bis 18 Uhr
- Für Kinder: Karussell und eine Kerzenwerkstatt
- Adventskonzerte: an den ersten drei Adventssonntagen um 17 Uhr, am 4. Advent um 15 Uhr mit dem Posaunenchor Altenmedingen, danach wird das Knusperhäuschen geplündert
Auf dem Rathausmarkt und Am Sande gibt es die Lüneburger Weihnachtstasse, ein beliebtes Sammelstück. Das Motiv für 2025 und 2026 stammt von der Illustratorin Jana Blumenhagen, eine Lüneburger Silhouette aus Lebkuchen, in diesem Jahr auf heidelila Grund.
Die Stimmung auf dem Rathausmarkt war gut, als ich dort war. Wundere dich aber nicht über Stützen am Rathaus: Die Fassade ist laut Tourist-Information einsturzgefährdet und muss bis zur Sanierung abgestützt werden. Auf meinem Foto weiter unten ist davon noch nichts zu sehen.
Mein Fototipp: Anfang Dezember geht die Sonne in Lüneburg gegen 16 Uhr unter, die blaue Stunde endet etwa um Viertel vor fünf. Genau dann spielt der Trompeter. Wer um 16:30 Uhr auf dem Marktplatz steht, hat das angestrahlte Rathaus vor einem noch blauen Himmel und die Musik dazu. Und schau nach unten: Bei meinem Besuch standen auf dem Marktplatz große Pfützen, und das Rathaus stand darin ein zweites Mal.



Am Sande und St. Johannis
Am anderen Ende der Großen Bäckerstraße, gut sechs Minuten vom Rathaus, liegt der zweite große Markt: Weihnachten am Sande. Der lange Platz ist von Giebelhäusern gesäumt, an der Stirnseite steht die dunkle Industrie- und Handelskammer, gegenüber die angestrahlte St. Johanniskirche. Hier gibt es ein Karussell für Kinder, Schmalzgebäck, gebrannte Mandeln und Punsch. Die Öffnungszeiten sind dieselben wie am Rathaus.
Direkt daneben, am Fuß der Kirche, steht vom 25. November bis zum 20. Dezember der Weihnachtsmarkt bei St. Johannis: kleine Holzhütten, ein Tannenwäldchen, und in den alten Bäumen hängen riesige Christbaumkugeln. Ausgeschenkt werden Glühwein und Feuerzangenbowle. Das Besondere ist das tägliche Adventssingen im Turm der Kirche, von 18:05 bis 18:25 Uhr.
An den Adventssamstagen, 2026 also am 28. November und am 5., 12. und 19. Dezember, kannst du sogar hinauf: Die Turmführergilde steigt um 16:30 Uhr auf St. Johannis, mitten in der blauen Stunde, und um 19 Uhr auf den Turm von St. Nicolai im Wasserviertel.


Das Wasserviertel: Alter Kran, Mälzer Mühle und Bergström
Am alten Hafen an der Ilmenau, dort, wo der Alte Kran steht, liegen drei Märkte auf weniger als hundert Metern. Abends spiegeln sich ihre Lichter im Wasser, und die Brausebrücke ist angestrahlt.
OH! Du Leckere am Alten Kran setzt auf Regionales: Spanferkel vom Drehspieß, Flammlachs am offenen Feuer, Crêpes und Quarkbällchen mit Mehl aus der Meyers Windmühle, dazu handgemachte Geschenke. Er läuft bis zum 27. Dezember.
Die Mälzer Mühle macht aus ihrer Terrasse am Stint eine Winterterrasse, mit Blick aufs Wasser, Kaiserschmarren, Bierbratwurst und Grünkohlpfanne.
Der Winterzauber am Bergström ist der früheste Markt der Stadt und öffnet schon am 23. Oktober. Er belegt die Terrassen rund um das Hotel Bergström am Abtswasserturm. Beliebtestes Fotomotiv ist der Märchentunnel aus unzähligen Lichtern, und für Kinder gibt es „Lüni“, den sprechenden Elch. Im Glas landen unter anderem Rosé-Glühwein und Cranberry-Punsch.
Im Wasserviertel war ich vor allem zum Fotografieren. Am Wasser bin ich in Lüneburg sowieso am liebsten: an der Ilmenau entlanglaufen und schauen, das finde ich jedes Mal toll.
Etwas weiter flussaufwärts, an der Ratsmühle, steht seit dem vergangenen Jahr ein weiterer Markt. 2026 bekommt er eine eigene Lichtshow und heißt deshalb „Weihnachtsmarkt unter Polarlichtern“. Es gibt Thüringer Bratwurst, Crêpes, ein Kinderkarussell und einen Fotospot mit Engelsflügeln. Von dort sind es an der Ilmenau entlang rund sieben Minuten bis zum Bergström.



Heiligengeiststraße: der Winterhof zur Krone
Südlich vom Marktplatz, in der Heiligengeiststraße, liegt der Innenhof des Kronen-Brauhauses. Dort öffnet der Winterhof zur Krone, überragt von einem riesigen Nussknacker, den die Weihnachtsstadt als größten Norddeutschlands bewirbt. Es gibt Flammkuchen, Crêpes und Baguettes, und an einer eigenen Bude wird Salzwedeler Baumkuchen gebacken: Das Schaubacken läuft samstags und sonntags ab 16 Uhr.
Die Straße selbst lohnt den Umweg auch ohne Hunger. Als ich dort war, standen vor den Backsteingiebeln geschmückte Tannen, und im Hof stand damals statt des Nussknackers eine große Weihnachtspyramide. Direkt vor der Krone steht auch 2026 eine Hütte der Märchenmeile, diesmal mit „Der Wolf und die sieben Geißlein“.



Historischer Weihnachtsmarkt Lüneburg: der Christmarkt an St. Michaelis
Einmal im Jahr, am ersten Dezemberwochenende, wird die westliche Altstadt rund um die St. Michaeliskirche zum Markt aus dem 16. Jahrhundert. Den Historischen Christmarkt gibt es seit mehr als 30 Jahren. 2026 findet er am Samstag, 5. Dezember, von 12 bis 19 Uhr und am Sonntag, 6. Dezember, von 11 bis 17 Uhr statt.
Rund 200 Mitwirkende in historischen Gewändern betreiben 65 Buden. Statt Neonlicht gibt es Kerzen und offene Feuer, statt Lautsprechern Musik wie in der Renaissance. Zu essen gibt es Esskastanien, Schmalzbrote und Renaissance-Bratwurst, zu trinken Würzwein, Met und Glühwein. Über dem Markt hängt ein Banner mit dem heiligen Michael als Zeichen für den Marktfrieden, und die bunt gekleidete Stadtwache sorgt dafür, dass er gehalten wird.
Stadtwache, Wurstbräter, Maronen- und Glühweinverkäufer arbeiten ehrenamtlich für den Arbeitskreis Lüneburger Altstadt, und die Erlöse des Vereins fließen in die Restaurierung alter Baudenkmäler der Stadt. Ein Glühwein hier ist also eine kleine Spende an die Häuser, vor denen du gerade stehst.
Für mich ist der Historische Christmarkt der schönste der Lüneburger Märkte. Er ist gemütlich, und er passt zu dem Ambiente, das die Lüneburger Altstadt ohnehin hat.
So kommst du hin: Vom Rathaus gehst du links durch die Waagestraße und dann über die Straße Auf dem Meere bis zur Kirche, rund sieben Minuten. Auf dem Weg siehst du schon die schiefen Häuser des Senkungsgebiets, in dem der Boden durch den jahrhundertelangen Salzabbau bis heute absackt. Der Veranstalter bittet darum, zu Fuß zu kommen, weil es an der Kirche kaum Parkplätze gibt. Vom Parkplatz Sülzwiesen sind es nur rund acht Minuten. Alle Infos stehen auf der Seite des Historischen Christmarkts.
Kleine Märkte in Höfen, am Wasserturm und auf der Dachterrasse
Neben den großen Märkten hat Lüneburg eine Reihe kleiner, die man leicht übersieht:
- TO HUUS Weihnachtsmarkt in der Schröderstraße: ein überdachter Hinterhof, der bei jedem Wetter öffnet. Feuerzangenbowle, Glühwein in drei Farben, Bratwurst auch vegan. Dein Ziel, wenn es regnet.
- Winterhof Momento Heidkrug, Am Berge: ein kleiner Innenhof mit Winterküche, nur donnerstags bis sonntags ab 16 Uhr.
- Noel im Innenhof der Galeria an der Großen Bäckerstraße: französisch dekoriert, mit Eiffelturm, Fotobox und Eisstockbahn, täglich bis 23 Uhr und bis zum 10. Januar.
- Wynter am Wyndberg, Egersdorffstraße: Garten und Dachterrasse eines Hotels, mit Lichtshow, Winzer-Glühwein und Blick auf die beleuchtete St. Michaeliskirche. Läuft am längsten, bis zum 30. Januar 2027.
- Weihnachtlicher Wasserturm: Der Turm wird angestrahlt und mit Motiven bespielt, im Hof steht eine Glühweinbude, geöffnet von 15 bis 18 Uhr. Die Beleuchtung bleibt bis Mitternacht an.
- Schröders Wintergarten, Vor dem Roten Tore: Lagerfeuer und Glühwein direkt am Wasser, täglich ab 15 Uhr.
- Weihnachtsmarkt der Kulturen auf der Terrasse am Museum Lüneburg: Vereine und Initiativen aus verschiedenen Ländern, an drei Adventswochenenden.
Zwei Märkte liegen außerhalb der Altstadt. Im Kloster Lüne am Stadtrand kannst du an den Adventswochenenden von 15 bis 19 Uhr über das beleuchtete Klostergelände gehen, am 5. und 6. Dezember mit Adventsmarkt. Der Hof an den Teichen bei Rettmer, gut fünf Kilometer südwestlich der Altstadt, macht an vier Adventswochenenden Hof-Weihnacht in seiner Ziegelei-Halle, mit Schafen, Schweinen und Ziegen in den Winterställen.
Lüneburg leuchtet, Märchenmeile und Giebel im Licht
Was die Weihnachtsstadt ausmacht, passiert zum Teil zwischen den Märkten:
Lüneburg leuchtet: Vom 19. November bis zum 30. Dezember werden täglich von 16 bis 23 Uhr das Rathaus, die drei Innenstadtkirchen St. Johannis, St. Nicolai und St. Michaelis, die Brausebrücke am Stint und der Wasserturm angestrahlt.

Märchenmeile: Zwölf Hütten in der Innenstadt erzählen auf Knopfdruck ein Märchen, wahlweise auf Hochdeutsch oder Plattdeutsch. Sie stehen vom 19. November bis zum 10. Januar 2027 und sind täglich von 9 bis 20 Uhr eingeschaltet. Für Kinder lässt sich daraus eine kleine Suche quer durch die Stadt machen.
Giebel im Licht: Die Weihnachtsführung der Tourist-Information startet mittwochs bis sonntags um 16 Uhr. Kostümierte Gästeführer gehen mit dir durch die geschmückten Gassen, unterwegs gibt es ein heißes Getränk, und als Höhepunkt einen Blick über die Dächer. Tickets gibt es in der Tourist-Information im Rathaus und auf lueneburg.info.
So verbindest du die Märkte an einem Nachmittag
Die Märkte in der Innenstadt schaffst du gut zu Fuß. Mein Vorschlag nutzt die festen Zeiten von Trompeter und Adventssingen und bringt dich zur blauen Stunde ans Wasser:
- Ab etwa 15 Uhr: Am Sande und St. Johannis. Vom Bahnhof bist du in gut zehn Minuten da.
- Wasserturm: drei Minuten weiter, die Glühweinbude hat bis 18 Uhr offen.
- Ratsmühle und an der Ilmenau entlang ins Wasserviertel: rund sieben Minuten bis zum Bergström, dann Mälzer Mühle und Alter Kran. Anfang Dezember bist du hier zwischen etwa 16:15 und 16:45 Uhr in der blauen Stunde.
- 16:45 Uhr am Rathaus: Vom Alten Kran sind es knapp sieben Minuten, gerade rechtzeitig zum Trompeter. Ab 17 Uhr ist der Weihnachtsmann da.
- Heiligengeiststraße und Winterhof zur Krone: rund acht Minuten vom Marktplatz.
- 18:05 Uhr zurück an St. Johannis: Von der Krone sind es sieben Minuten bis zum Adventssingen im Turm (bis zum 20. Dezember).
Ohne Pausen läufst du dabei vom Bahnhof aus rund dreieinhalb Kilometer und knapp eine Stunde. Am 5. und 6. Dezember setzt du den Historischen Christmarkt davor und kommst schon zur Mittagszeit.
So ähnlich bin ich auch gelaufen: am Nachmittag über Am Sande zum Marktplatz, gegen Viertel nach vier am Wasser, danach im Dunkeln in die Heiligengeiststraße. Zwischendurch lohnen die stillen Gassen abseits der Buden.

Anreise und Parken
Mit der Bahn bist du von Hamburg in rund einer halben Stunde in Lüneburg. Es halten Fernzüge und der Metronom. Vom Bahnhof läufst du gut zehn Minuten bis Am Sande und etwa eine Viertelstunde bis zum Rathaus. Für einen Weihnachtsmarktbesuch ist die Bahn die entspannteste Lösung, weil du dann auch am Glühwein nicht vorbei musst.
Mit dem Auto kommst du aus Hamburg über die A39, aus Richtung Hannover über die A7 bis Soltau-Ost und weiter auf der B209. Der wichtigste Tipp: Während der Weihnachtsstadt stehen auf den Sülzwiesen (Am Bargenturm) 800 zusätzliche Parkplätze kostenlos zur Verfügung. Von dort bist du in rund zwölf Minuten am Rathaus und in acht an St. Michaelis. Eine Übersicht der Parkhäuser in der Innenstadt hat lueneparken.de.
Ich selbst komme mit dem Auto und parke in Lüneburg meistens in der Straße Hinter der Bardowicker Mauer am Nordrand der Altstadt, von dort sind es knapp fünf Minuten zum Marktplatz. Sonst stelle ich den Wagen in der Nähe des Bahnhofs ab.
Mit dem Bus kommst du in der Stadt an die Haltestellen Am Sande, Am Markt und ZOB/Bahnhof, alle nah an den Märkten.
Wann du am besten kommst
Abends, wenn es kalt ist. Am schönsten finde ich Lüneburg im Advent im Dunkeln, wenn die Lichter an sind, viel los ist und es knackig kalt ist. Dann macht es viel mehr Spaß, und alles wirkt noch gemütlicher.
Zur blauen Stunde. Die Beleuchtung geht um 16 Uhr an, Anfang Dezember ist die Sonne dann gerade untergegangen. Zwischen etwa 16:15 und 16:45 Uhr hast du beleuchtete Fassaden vor einem Himmel, der noch nicht schwarz ist. Die Fotos in diesem Artikel sind alle an einem Nachmittag zwischen drei und fünf Uhr entstanden: das Rathaus kurz vor Sonnenuntergang, das Wasserviertel um Viertel nach vier, die Heiligengeiststraße schon im Dunkeln.
Am ersten Dezemberwochenende hast du den Historischen Christmarkt dabei, den es nur an diesen zwei Tagen gibt. Wenn du dafür von weiter weg anreist und abends noch die Lichter sehen willst, lohnt eine Nacht in der Stadt. Lüneburg hat über 140 Unterkünfte, und die Tourist-Information rät, sie für die Adventszeit früh zu buchen: Unterkünfte in Lüneburg ansehen.*
Zwischen den Jahren und im Januar. Am Rathaus und Am Sande ist bis zum 30. Dezember offen. Wer erst danach kommt, findet den Winterzauber am Bergström und das Noel bis zum 10. Januar, den Wynter am Wyndberg sogar bis zum 30. Januar 2027. Die Märchenmeile läuft ebenfalls bis zum 10. Januar.
Weihnachtsmarkt Lüneburg oder Celle?
Beide liegen in der Lüneburger Heide, Lüneburg am Nordrand, Celle am Südrand, rund eine Stunde Fahrt auseinander. Trotzdem sind die Märkte sehr verschieden. Der Weihnachtsmarkt in Celle ist ein Markt mit über 60 Ständen rund um den Großen Plan und die Stechbahn, zwischen über 400 Fachwerkhäusern, und läuft 2026 vom 23. November bis zum 27. Dezember. Lüneburg ist das Gegenstück in Backstein und verteilt sich auf viele kleine Märkte: Du gehst von Platz zu Platz und vom Wasser in die Höfe.
Celle ist meine Heimatstadt, deshalb bin ich dort parteiisch, und ich mag es ohnehin lieber, wenn ein Weihnachtsmarkt auf einem Platz zusammenkommt. Dafür ist Lüneburg wohl zu groß. Wenn du einen kompakten Markt für zwei Stunden suchst, nimm Celle. Wenn du einen ganzen Nachmittag und Abend durch eine Altstadt streifen willst, nimm Lüneburg.
Fazit: Lohnt sich der Weihnachtsmarkt in Lüneburg?
Ja. Die Märkte sind gemütlich, und Lüneburg hat als Stadt ein ganz tolles Ambiente, das im Advent noch dazugewinnt. Mein Favorit war der Historische Christmarkt, dazu die kleinen Gassen, in denen zwischendurch etwas aufgebaut war, und natürlich das Wasser. Was mich nervt, sind die Preise: Wie auf fast jedem Weihnachtsmarkt ist alles viel zu teuer.
Lüneburg ist im Advent keine Stadt mit einem Weihnachtsmarkt, sondern eine Altstadt, in der an vielen Ecken einer steht. Plane den Nachmittag bis in den Abend ein, nimm Bargeld mit und, wenn du Glühwein trinken willst, lieber die Bahn. Mehr Abendbilder aus Lüneburg und anderen Hansestädten zeige ich auf unserem Instagram. Und wenn du Lüneburg auch ohne Buden sehen willst, findest du alle Lüneburg Sehenswürdigkeiten in meinem Stadtartikel.
Häufige Fragen zum Weihnachtsmarkt Lüneburg
Wann ist der Weihnachtsmarkt Lüneburg 2026?
Die Weihnachtsstadt Lüneburg läuft vom 19. November bis zum 30. Dezember 2026. Einzelne Märkte beginnen früher, der Winterzauber am Bergström schon am 23. Oktober, und einige bleiben bis in den Januar geöffnet.
Welche Öffnungszeiten hat der Weihnachtsmarkt Lüneburg?
Der Weihnachtsmarkt am Rathaus hat sonntags bis donnerstags von 11 bis 20 Uhr und freitags und samstags von 11 bis 21 Uhr geöffnet. An Heiligabend und am 1. Weihnachtstag ist er geschlossen, am 2. Weihnachtstag von 11 bis 21 Uhr und am 30. Dezember von 11 bis 19 Uhr offen. Die anderen Märkte haben eigene Zeiten, die Übersicht steht oben im Artikel.
Wie viele Weihnachtsmärkte gibt es in Lüneburg?
Die offizielle Liste der Weihnachtsstadt nennt für 2026 achtzehn Märkte. Sechzehn davon liegen in der Innenstadt, zwei am Stadtrand: Advent im Kloster Lüne und die Hof-Weihnacht am Hof an den Teichen.
Wann ist der Historische Christmarkt in Lüneburg 2026?
Der Historische Christmarkt findet am Samstag, 5. Dezember 2026, von 12 bis 19 Uhr und am Sonntag, 6. Dezember 2026, von 11 bis 17 Uhr statt. Er liegt rund um die St. Michaeliskirche in der westlichen Altstadt.
Gibt es in Lüneburg einen Mittelalter-Weihnachtsmarkt?
Ja, das ist der Historische Christmarkt am ersten Dezemberwochenende. Genau genommen ist er kein Mittelaltermarkt, sondern stellt das 16. Jahrhundert dar, also die Renaissance, mit Kerzenlicht, offenen Feuern, historischen Gewändern und einer Stadtwache.
Hat der Weihnachtsmarkt Lüneburg an Heiligabend geöffnet?
Am Rathaus und Am Sande nicht. An Heiligabend öffnen aber einige kleinere Märkte für ein paar Stunden, zum Beispiel am Alten Kran von 12 bis 16 Uhr, die Mälzer Mühle und der Wyndberg jeweils von 11 bis 14 Uhr.
Welche Weihnachtsmärkte in Lüneburg haben nach Weihnachten geöffnet?
Am Rathaus und Am Sande ist bis zum 30. Dezember geöffnet. Bis zum 10. Januar 2027 laufen der Winterzauber am Bergström und das Noel im Innenhof der Galeria, bis zum 30. Januar 2027 der Wynter am Wyndberg.
Wo parkt man beim Weihnachtsmarkt Lüneburg?
Am günstigsten auf den Sülzwiesen am Bargenturm: Während der Weihnachtsstadt stehen dort 800 zusätzliche Plätze kostenlos zur Verfügung. Zu Fuß sind es rund zwölf Minuten bis zum Rathaus und acht bis zum Historischen Christmarkt.
Wie komme ich mit der Bahn zum Lüneburger Weihnachtsmarkt?
Von Hamburg fährst du rund eine halbe Stunde, es halten Fernzüge und der Metronom. Vom Bahnhof läufst du gut zehn Minuten bis zum Markt Am Sande und etwa eine Viertelstunde bis zum Rathaus.
Gibt es eine Karte der Weihnachtsmärkte in Lüneburg?
Ja, in diesem Artikel findest du eine Karte mit allen 18 Märkten der Weihnachtsstadt 2026, dem kostenlosen Parkplatz Sülzwiesen und dem Bahnhof.
Welcher Weihnachtsmarkt in Lüneburg ist überdacht?
Der TO HUUS Weihnachtsmarkt in der Schröderstraße ist ein überdachter Innenhof und öffnet bei jedem Wetter. Bei Regen ist er die beste Wahl.
Kann man auf dem Lüneburger Weihnachtsmarkt mit Karte zahlen?
Teilweise. Größere Stände nehmen inzwischen Karte, viele kleine aber nur Bargeld. Die Weihnachtsstadt empfiehlt deshalb, Bargeld mitzunehmen.
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