Persönlich besucht Ehrlich beschrieben Mit eigenen Fotos
HHOT – Helga & Heini on Tour
Suche

Passau Sehenswürdigkeiten: 12 Highlights in der Dreiflüssestadt

Die bekanntesten Passau Sehenswürdigkeiten liegen fast alle in einem Altstadt-Dreieck, das du in zwanzig Minuten durchquerst: der Dom St. Stephan mit der größten Domorgel der Welt, die Veste Oberhaus hoch über dem Wasser und das Dreiflüsseeck, an dem Donau, Inn und Ilz zusammenkommen. Passau ist damit eine der wenigen Städte, in der sich ein kompletter Besuch zu Fuß erledigen lässt, ohne dass du etwas Wesentliches auslässt.

Eine Sache vorweg: Für diesen Artikel war ich nicht selbst vor Ort. Alle Preise, Öffnungszeiten und Wege hier sind deshalb direkt bei den Betreibern nachgeschlagen und mit Stand versehen, statt aus der Erinnerung erzählt. Was du hier nicht findest, sind Stimmungsbilder. Was du findest, sind Zahlen, die stimmen.

Passau auf einen Blick

  • Wo: Niederbayern, an der Grenze zu Oberösterreich, rund 53.000 Einwohner
  • Warum Dreiflüssestadt: Donau, Inn und Ilz fließen an der Ortspitze zusammen
  • Der Vergleich: Wegen der Lage am Wasser und der italienisch geprägten Altstadt trägt Passau den Beinamen „Bayerisches Venedig“. Erwarte allerdings keine Kanäle, gemeint sind die drei Flüsse.
  • Dauer: Die Altstadt ist an einem Tag zu schaffen, zwei Tage sind entspannter
  • Das Signature-Erlebnis: Mittagsorgelkonzert im Dom, täglich 12 Uhr von Mai bis Oktober
  • Höhenmeter: Veste Oberhaus und Mariahilf liegen beide oben, dafür ist die Altstadt flach
  • Beste Zeit: Mai bis Oktober, weil dann Orgelkonzerte, Veste und Schifffahrt gleichzeitig laufen

Passau Sehenswürdigkeiten auf der Karte

Alle Sehenswürdigkeiten aus diesem Artikel sind hier eingezeichnet, dazu die Parkhäuser und der Bahnhof. Du siehst daran gut, wie klein das Altstadtdreieck wirklich ist: Zwischen Dom, Rathausplatz und Ortspitze liegen jeweils nur wenige Gehminuten.

Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden

1. Dom St. Stephan und die größte Domorgel der Welt

Der Dom ist der Grund, warum Passau auf vielen Bayern-Listen weiter oben steht, als die Größe der Stadt vermuten lässt. Von außen wirkt er spätgotisch, innen ist er der größte Barockraum nördlich der Alpen, gebaut nach dem Stadtbrand von 1662 von italienischen Baumeistern.

Die Domorgel besteht aus über 17.000 Pfeifen, verteilt auf fünf Teilwerke, die zusammen gespielt werden können. Wichtig für die Einordnung: Es ist die größte Domorgel der Welt, nicht pauschal die größte Kirchenorgel überhaupt. Dieser Unterschied wird in vielen Texten verschluckt.

Das eigentliche Erlebnis ist das Mittagsorgelkonzert. Vom 2. Mai bis 31. Oktober spielt der Domorganist täglich um 12 Uhr rund eine halbe Stunde, außer sonn- und feiertags. Einlass ist ab 11:20 Uhr über den Dominnenhof, Karten gibt es Montag bis Samstag von 10 bis 12 Uhr am Kassenhaus im Dominnenhof und nur in begrenzter Zahl. Wer sicher hineinwill, sollte deutlich vor 12 Uhr da sein.

Praktisch: Domplatz, 94032 Passau. Mittagskonzert 6 € (ermäßigt 3 €), Abendkonzert einmal monatlich donnerstags um 19:30 Uhr für 12 € (ermäßigt 6 €), Einlass 45 Minuten vorher. Der Dom selbst ist außerhalb der Konzerte frei zugänglich. Stand 2026.

2. Veste Oberhaus: der Blick, den alle fotografieren

Die Burg über der Altstadt wurde ab 1219 gebaut und ist eine der größten erhaltenen Burganlagen Europas. Heute sitzt das Oberhausmuseum darin, dazu ein Aussichtsturm. Von dort oben siehst du das Dreiflüsseeck als das, was es ist: drei Flüsse mit drei verschiedenen Farben, die sich erst nach und nach mischen.

Hinauf kommst du auf drei Arten. Der Pendelbus fährt während der Museumsöffnungszeiten halbstündlich vom Rathausplatz, es ist ein Kleinbus und für Gruppen nicht geeignet. Zu Fuß gehst du über den Ludwigsteig mit Wehrgang rund 15 Minuten oder über den Gamertsteig etwa 20 Minuten durch ein Naturschutzgebiet. Mit gültigem Busticket bekommst du ermäßigten Eintritt.

Praktisch: Oberhaus 125, 94034 Passau. Museum 15. März bis 15. November 2026, Mo bis Fr 9 bis 17 Uhr, Sa/So/Feiertag 10 bis 18 Uhr. Aussichtsturm 28. März bis 8. November 2026, Mo bis Fr 9:30 bis 17 Uhr, Sa/So/Feiertag 10:30 bis 18 Uhr. Eintritt 7 €, ermäßigt 5 €, Familienkarte 14 € (zwei Erwachsene) bzw. 7 € (ein Erwachsener), Kinder unter 6 frei, Gruppen ab 15 Personen 5 €. Stand 2026.

Blick von der Veste Oberhaus auf die Passauer Altstadt und die Donau
Von der Veste aus wird sichtbar, wie schmal die Altstadt zwischen den Flüssen wirklich liegt.

3. Dreiflüsseeck: Donau, Inn und Ilz an der Ortspitze

An der Ortspitze treffen drei Flüsse aufeinander, und zwar sichtbar unterschiedlich gefärbt: der Inn hell und grünlich durch Gletscherschliff aus den Alpen, die Donau dunkler, die Ilz fast schwarz durch Moorwasser aus dem Bayerischen Wald. Wie deutlich der Unterschied ist, hängt von Wetter und Wasserstand ab.

Kurioses Detail am Rande: Der Inn führt an der Mündung im Schnitt mehr Wasser als die Donau. Rein hydrologisch wäre die Donau ab Passau also ein Nebenfluss des Inn. Durchgesetzt hat sich der bekanntere Name.

Praktisch: Ortspitze, frei zugänglich, keine Öffnungszeiten. Vom Rathausplatz sind es etwa zehn Gehminuten an der Donau entlang. Der bessere Blick auf das Farbenspiel ist allerdings von oben, also von der Veste Oberhaus.

4. Altes Rathaus und die Hochwassermarken

Das Alte Rathaus am Rathausplatz ist auch ohne Führung einen Stopp wert, weil an seiner Außenwand die Passauer Hochwassergeschichte abzulesen ist. Markiert sind unter anderem die Fluten von 1501, 1595, 1787, 1862, 1893, 1899, 1920, 1954 und 2013.

Die Marke von 2013 steht bei 12,89 Metern, gemessen am 3. Juni. Das Rekordhochwasser von 1501 wird auf rund 13,2 Meter rekonstruiert und liegt damit etwa 30 Zentimeter darüber. Dass 2013 vielerorts als höchster Stand der Stadtgeschichte gemeldet wurde, lag daran, dass die 1501er Marke am Rathaus nicht maßstabsgetreu angebracht ist. Wenn du davorstehst, lohnt sich der zweite Blick auf die Anordnung.

Praktisch: Rathausplatz 2, 94032 Passau. Die Hochwassermarken siehst du jederzeit von außen. Die Rathaussäle mit den Historiengemälden haben eigene Öffnungszeiten, die saisonal wechseln.

5. Glasmuseum Passau: böhmisches Glas im Hotel Wilder Mann

Das Glasmuseum steckt in den oberen Etagen des Hotels Wilder Mann direkt am Rathausplatz und ist eine der größten Sammlungen böhmischen Glases weltweit. Es geht durch Barock, Biedermeier, Jugendstil und Art déco, und der Weg führt durch ein Gebäudelabyrinth, das selbst Teil der Ausstellung ist. Für Passau ist das die verlässliche Schlechtwetter-Option.

Praktisch: Schrottgasse 2, 94032 Passau, direkt am Rathausplatz. Täglich 9 bis 18 Uhr, Winterpause im Hochwinter. Eintritt 10 €, ermäßigt 8 € (Gruppen ab 8 Personen, Schüler, Studierende, Schwerbehinderte), Kinder bis 6 Jahre in Begleitung frei. Audioguide auf Deutsch, Englisch oder Chinesisch ist im Preis enthalten. Mit der PASSAU CARD ist der Eintritt frei. Stand 2026.

6. Residenzplatz und Wittelsbacherbrunnen

Der Residenzplatz hinter dem Dom ist der Platz, an dem das italienisch geprägte Passau am geschlossensten wirkt: Bürgerhäuser mit farbigen Fassaden, dazu die Neue Residenz der Fürstbischöfe mit ihrem Rokoko-Treppenhaus. In der Mitte steht der Wittelsbacherbrunnen von 1903.

Praktisch: Residenzplatz, frei zugänglich. Der Platz liegt zwischen Dom und Rathausplatz, du kommst auf dem Weg ohnehin vorbei.

7. Kloster Niedernburg

Die ehemalige Benediktinerinnenabtei geht auf das 8. Jahrhundert zurück und liegt zwischen Donau und Inn, wenige Schritte vor der Ortspitze. In der Klosterkirche liegt das Grab der seligen Gisela, der Schwester Kaiser Heinrichs II. und ersten Königin Ungarns, weshalb der Ort für ungarische Besucher eine eigene Bedeutung hat.

Praktisch: Klosterwinkel 1, 94032 Passau. Die Kirche ist tagsüber zugänglich, das Areal wird weiterhin als Schule genutzt.

8. Studienkirche St. Michael

Die frühere Jesuitenkirche in der Schustergasse fällt von außen kaum auf, weil sie in die Häuserzeile eingebaut ist. Innen ist sie einer der geschlossensten Barockräume der Stadt und meist deutlich leerer als der Dom, was sie zur guten Ausweichoption macht, wenn am Domplatz gerade drei Reisegruppen stehen.

Praktisch: Schustergasse 14, 94032 Passau. Zugang tagsüber, Eintritt frei.

9. Wallfahrtskirche Mariahilf und die gedeckte Stiege

Auf der anderen Innseite liegt Mariahilf auf dem Berg, und der Weg hinauf ist interessanter als das Ziel: eine überdachte Pilgerstiege mit mehreren hundert Stufen, an deren Wänden Dank- und Bitttafeln hängen. Gebetet wird traditionell im Aufstieg, Stufe für Stufe. Oben wartet ein Blick über Inn und Altstadt, der weniger fotografiert wird als der von der Veste.

Praktisch: Mariahilfberg, 94032 Passau, Innstadt. Frei zugänglich. Vom Zentrum über die Marienbrücke, dann links, insgesamt gut 20 Minuten inklusive Aufstieg.

Der Inn in Passau mit der Wallfahrtskirche Mariahilf auf dem Hügel
Die Innstadt mit der Wallfahrtskirche Mariahilf über dem Hang. Der Inn bringt an der Mündung im Schnitt mehr Wasser mit als die Donau.

10. Schaiblingsturm und der Innkai

Der Schaiblingsturm am Innkai stammt aus dem 14. Jahrhundert und sicherte früher den Salzumschlag am Hafen. Der Uferweg dorthin ist die ruhigere Seite von Passau: Auf der Donauseite liegen die Kabinenschiffe, auf der Innseite läuft man an Bootsstegen und alten Lagerhäusern entlang, meist ohne Gedränge.

Praktisch: Innkai, 94032 Passau. Von außen jederzeit zu sehen, der Turm selbst wird nur zu besonderen Anlässen geöffnet.

11. Stadtpfarrkirche St. Paul

St. Paul steht am Rindermarkt auf einer Anhöhe am Rand der Altstadt und wird von vielen übersehen, weil der Dom zwei Straßen weiter alle Aufmerksamkeit bindet. Der Turm ist eines der Motive, die bei Blicken über die Altstadtdächer regelmäßig mit im Bild sind.

Praktisch: Rindermarkt 1, 94032 Passau. Zugang tagsüber, Eintritt frei.

12. Universitätskirche St. Nikola und die Innstadt

St. Nikola liegt in der Innstadt beim Universitätscampus und war ursprünglich ein Augustinerchorherrenstift. Die Innstadt selbst ist der Teil von Passau, in dem am wenigsten Tourismus stattfindet: Das ist der römische Ursprung der Stadt, hier stand das Kastell Boiotro. Wer Passau nicht nur als Altstadtkulisse sehen will, geht über die Brücke.

Praktisch: Innstraße, 94032 Passau. Vom Zentrum über die Marienbrücke rund 15 Minuten zu Fuß.

Passau an einem Tag: ein Rundgang, der aufgeht

Der Tag lässt sich um das Mittagsorgelkonzert herum bauen, weil das der einzige Programmpunkt mit fester Uhrzeit ist. Alles andere ordnet sich darum an.

  1. Ab 9 Uhr: Rathausplatz, Hochwassermarken am Alten Rathaus, dann Glasmuseum, solange es leer ist
  2. Gegen 10:30 Uhr: über den Residenzplatz zum Dom, unterwegs Karten fürs Konzert am Kassenhaus im Dominnenhof holen
  3. 11:20 Uhr: Einlass Dom, 12 Uhr Orgelkonzert, etwa eine halbe Stunde
  4. Nach dem Mittagessen: Kloster Niedernburg und weiter zur Ortspitze ans Dreiflüsseeck
  5. Am Nachmittag: mit dem Pendelbus ab Rathausplatz oder zu Fuß über den Ludwigsteig zur Veste Oberhaus, Museum und Aussichtsturm
  6. Später Nachmittag: zurück, über die Marienbrücke in die Innstadt und die gedeckte Stiege hinauf nach Mariahilf
  7. Zum Ausklang: am Innkai zum Schaiblingsturm zurücklaufen

Wenn du nur einen halben Tag hast, streichst du Mariahilf und die Innstadt. Wenn du zwei Tage hast, gehört der zweite Tag der Innstadt und einer Schifffahrt.

Passau Geheimtipps: was die meisten Listen auslassen

  • Die gedeckte Stiege nach Mariahilf statt des Fotostopps an der Veste. Mehr Atmosphäre, deutlich weniger Menschen.
  • Der Innkai statt der Donaupromenade. Auf der Donauseite liegen die Kabinenschiffe, auf der Innseite hast du Ruhe.
  • Studienkirche St. Michael, wenn der Dom voll ist. Gleiche Epoche, ein Bruchteil der Besucher.
  • Die Anordnung der Hochwassermarken. Dass die 1501er Marke nicht maßstabsgetreu sitzt, erklärt ein ganzes Medienmissverständnis von 2013.
  • Die Innstadt als römischer Ursprung. Kastell Boiotro lag hier, nicht in der Altstadt.
  • Das Abendorgelkonzert statt des Mittagskonzerts. Einmal im Monat donnerstags, längeres Programm, planbarer Sitzplatz.

Passau bei Regen

Passau ist eine der Städte, in denen Regen wenig ausmacht, weil die Wege kurz sind und das Beste ohnehin drinnen liegt. Das Glasmuseum trägt problemlos zwei Stunden, der Dom und das Orgelkonzert finden bei jedem Wetter statt, und das Oberhausmuseum ist ein Innenmuseum mit Aussicht als Zugabe. Nur die gedeckte Stiege nach Mariahilf ist bei Regen tatsächlich im Vorteil, weil sie überdacht ist.

Führungen und Touren ab Passau

Geführter Rundgang zu den Highlights der Stadt. Eine Stunde durch die Altstadt mit Dom, Residenzplatz und Rathausplatz. Das ist die Option, wenn du die Zusammenhänge zwischen Fürstbistum, Stadtbrand und Barockumbau erklärt bekommen willst, statt sie dir vor Ort zusammenzureimen. Über 700 Bewertungen bei 4,7 Sternen, ab 12 €. Angebote ansehen.*

Schwimmende Stadtrundfahrt auf Donau und Inn. 45 Minuten auf dem Wasser, und zwar über beide Flüsse. Der Sinn liegt hier nicht in der Dauer, sondern in der Perspektive: Den Farbunterschied zwischen Inn und Donau siehst du vom Boot aus direkter als von jedem Uferweg. 4,5 Sterne bei knapp 600 Bewertungen, ab 15 €. Angebote ansehen.*

Crystal Ship Sightseeing-Kreuzfahrt. Zwei Stunden und damit die ausführlichere Variante, mit Glasdach und entsprechend wetterunabhängig. Mit fast 1.000 Bewertungen bei 4,6 Sternen das meistgebuchte Passauer Angebot, ab 21 €. Angebote ansehen.*

Anreise, Parken und Übernachten

Mit dem Zug ist Passau unkompliziert: Der Hauptbahnhof liegt am Westrand der Altstadt, bis zum Rathausplatz sind es etwa 15 Gehminuten immer am Wasser entlang. Mit dem Auto solltest du gar nicht erst versuchen, in die Altstadt zu fahren. Die Gassen sind eng, und die Parkhäuser am Rand sind schneller.

Die offizielle Übersicht nennt unter anderem das Parkhaus Zentralgarage (920 Plätze, rund um die Uhr), das Parkhaus Bahnhofstraße (740 Plätze, rund um die Uhr, mit Ladestation), die Parkhäuser Donaupassage (559 Plätze) und Schanzl (331 Plätze, Ladestation) sowie die Parkplätze Schanzlbrücke (440 Plätze). Direkt an der Veste Oberhaus gibt es 90 Plätze. Für Wohnmobile ist der Stellplatz Winterhafen Racklau mit 30 bis 35 Plätzen gebührenfrei. Tarife nennt die Stadt auf dieser Übersicht nicht, die stehen erst am jeweiligen Parkhaus. Stand 2026.

Übernachten lohnt sich in Passau eher, als die Größe vermuten lässt, weil die Stadt ein Knotenpunkt ist: Donauradweg, Flusskreuzfahrten und die Tagesausflüge nach Český Krumlov starten alle hier, und morgens vor der Ankunft der Schiffe ist die Altstadt eine andere Stadt. Unterkünfte in Passau gibt es von der Pension in der Innstadt bis zum Hotel am Rathausplatz.*

Ausflugsziele in der Umgebung

Rund 30 Minuten den Inn aufwärts liegt Bad Füssing im niederbayerischen Bäderdreieck, nach eigenen Angaben die größte Thermenlandschaft Europas. Das ist der naheliegendste Abstecher, wenn du länger bleibst.

Donauaufwärts erreichst du Regensburg mit seiner Steinernen Brücke und der romanisch geprägten Altstadt. Beide Städte liegen am selben Fluss und ergänzen sich gut, weil Regensburg mittelalterlich und Passau barock geprägt ist.

Nach Osten hin bist du schnell in Oberösterreich, und die Schleusentour nach Engelhartszell führt zum einzigen Trappistenkloster Österreichs. Nach Norden beginnt der Bayerische Wald, aus dem die Ilz ihr dunkles Moorwasser mitbringt.

Fazit: lohnt sich Passau?

Passau gehört zu den Städten, bei denen die Lage die halbe Sehenswürdigkeit ist. Drei Flüsse, eine Altstadt auf einer schmalen Landzunge, eine Burg darüber: Das ergibt eine Kulisse, für die andere Städte deutlich mehr Bausubstanz bräuchten. Dazu kommt mit dem Dom ein Bauwerk, das über seine Orgel eine echte Weltspitzenposition hat.

Wer Ruhe sucht, sollte wissen, dass Passau ein Hauptumschlagplatz für Donaukreuzfahrten ist. Zwischen Vormittag und späterem Nachmittag ist am Rathausplatz und am Dom entsprechend viel los. Der Ausweg ist einfach: früh anfangen, die Innstadt für den Nachmittag aufheben.

Mehr Bilder aus Bayern findest du übrigens auf unserem Instagram.

Wie viel Zeit sollte man für Passau einplanen?

Ein Tag reicht für die Altstadt mit Dom, Rathausplatz, Dreiflüsseeck und Veste Oberhaus. Zwei Tage sind entspannter und lassen Platz für die Innstadt, Mariahilf und eine Schifffahrt.

Was kostet der Eintritt zur Veste Oberhaus?

Der Eintritt ins Oberhausmuseum kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Die Familienkarte kostet 14 Euro für zwei Erwachsene und 7 Euro für einen Erwachsenen, Kinder unter 6 Jahren sind frei. Stand 2026.

Wann kann man die Domorgel in Passau hören?

Vom 2. Mai bis 31. Oktober spielt die Domorgel täglich um 12 Uhr in einem etwa halbstündigen Konzert, außer sonn- und feiertags. Der Eintritt kostet 6 Euro, ermäßigt 3 Euro. Zusätzlich gibt es einmal monatlich donnerstags um 19:30 Uhr ein Abendkonzert für 12 Euro. Stand 2026.

Ist die Passauer Domorgel die größte Orgel der Welt?

Sie ist die größte Domorgel der Welt mit über 17.000 Pfeifen in fünf Teilwerken. Die größte Kirchenorgel überhaupt ist sie nicht, dieser Unterschied wird häufig verwechselt.

Wie kommt man zur Veste Oberhaus hinauf?

Während der Museumsöffnungszeiten fährt halbstündlich ein Pendelbus vom Rathausplatz hinauf. Zu Fuß dauert es über den Ludwigsteig etwa 15 Minuten oder über den Gamertsteig rund 20 Minuten.

Warum heißt Passau Dreiflüssestadt?

In Passau treffen Donau, Inn und Ilz zusammen. An der Ortspitze sind die drei Flüsse an ihrer unterschiedlichen Färbung zu erkennen: der Inn hell und grünlich, die Donau dunkler, die Ilz fast schwarz durch Moorwasser.

Was kann man in Passau bei Regen machen?

Das Glasmuseum am Rathausplatz trägt problemlos zwei Stunden, der Dom und das Mittagsorgelkonzert finden bei jedem Wetter statt, und das Oberhausmuseum ist ein Innenmuseum. Die gedeckte Pilgerstiege nach Mariahilf ist überdacht.

Noch mehr Reisetipps

Folge uns gerne auch auf unseren sozialen Kanälen, wie FacebookInstagram und Pinterest. Auf diesen Plattformen nehmen wir dich mit auf unsere aktuellen Reisen und zeigen dir magische Bilder & Videos und verraten unsere besten Reisetipps.

Das könnte dich auch interessieren

* In diesem Beitrag verwenden wir sogenannte „Affiliate-Links“ (Werbelinks). Diese leiten dich zu Produkten bzw. Dienstleistungen, welche wir dir zu 100% empfehlen können. Solltest du über diese Links etwas buchen oder kaufen, erhalten wir als Dankeschön eine kleine Provision. Dir entstehen dadurch aber keine weiteren Kosten. Diese Werbeeinnahmen helfen uns all unsere Inhalte, Bilder und Videos auch weiterhin völlig kostenfrei für dich anzubieten.

Schreibe einen Kommentar